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Exkursion Sozialgeographie. „Geographie wird gemacht! Eine Spurensuche im Alltag“

Titel: Exkursion Sozialgeographie. „Geographie wird gemacht! Eine Spurensuche im Alltag“

Studienarbeit , 2016 , 3 Seiten

Autor:in: Charlott Zitschke (Autor:in)

Didaktik - Geowissenschaften
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Auftrag des Moduls Humangeographie I plante ich innerhalb einer Exkursionsgruppe eine Exkursion im Raum Erfurt. Untersucht wurde am 26.05.2016 die unter Denkmalschutz stehende Krämerbrücke.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sozialgeographische Analyse der Krämerbrücke

2.1 Informativ-signifikative Geographie des Alltags

2.2 Vermittlung und Aneignung von Wissen über den Raum

2.3 Identitätsstiftung und Regionalbewusstsein

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Krämerbrücke in Erfurt aus einer handlungstheoretischen sozialgeographischen Perspektive, mit dem primären Ziel, die Bedeutung von Wissensaneignung und symbolischer Raumbewertung im Alltag zu entschlüsseln.

  • Handlungstheoretische Sozialgeographie nach Werlen
  • Informativ-signifikative Geographie des Alltags
  • Rolle von Informationsmedien bei der Wissensaneignung
  • Symbolische Aufladung und Identitätsstiftung durch Orte
  • Die Krämerbrücke als Identitätsträger und „Heimat“-Ort

Auszug aus dem Buch

Sozialgeographische Analyse der Krämerbrücke

„Können Sie mir beschreiben, wie ich die Krämerbrücke finde?“ Aufgrund dessen wird der Krämerbrücke ein symbolischer Wert auferlegt. Die subjektiven Bedeutungszuweisungen sind abhängig vom jeweils verfügbaren Wissen. Wie wichtig die Krämerbrücke den jeweiligen Individuen ist, ist abhängig von dem Wissen, über das sie verfügen. Sprich es besteht eine Abhängigkeit von dem verfügbaren Wissensvorrat. Verschiedene Informationsmedien tragen zur Wissenensaneignung bezüglich der Krämerbrücke bei. Mittels Büchern, z.B. Herausgaben der deutschen Stiftung des Denkmalschutzes, und Pressemitteilungen werden Informationen verbreitet. Die nahe gelegene Touristikinformation gibt mittels Face-to-Face-Kontakt Auskunft über die Stadt Erfurt und insbesondere die lediglich 50m entfernte Krämerbrücke. Weitere Medien, die der Verbreitung von Informationen dienen können, sind das Radio, Fernsehen und letztlich das Internet. Weitere Informationen erlangen, insbesondere Touristen, mittels bereitgestellter Wegweiser (siehe Abb. 2). Über 50.000 Besucher erkunden jährlich das Haus „Zum wilden Mann & güldenen Schachtzaul“ und informieren sich in dem bereits 1579 errichteten Gebäude über die Vergangenheit der Krämerbrücke (DEUTSCHE STIFTUNG DENKMALSCHUTZ 2006:6). Die Touristen nehmen gerne die Gelegenheit wahr, das Haus der Stiftungen, ein typisches Krämerbrückenhaus, von innen zu erkunden.

Die Krämerbrücke als das Wahrzeichen Erfurts und für viele Touristen verbunden mit der Assoziation zu „Kleinvenedig“, aufgrund des vorliegenden Baustils. Seit 1973 befinden sich in den noch existierenden 32 Fachwerkhäusern zumeist kleine Läden für Kunsthandwerk und Antiquitäten, ganz entgegen dem Trend der Massenproduktion. Oberhalb dieser Geschäfte befinden sich zum Teil Wohnräume. Zahlreiche Erfurter verbinden mit der Krämerbrücke das „Heimatgefühl“. Die Fachwerkhäuser tragen einprägsame Namen, die die Bewohner an die Vergangenheit und frühere Nutzung erinnern und einen Ort der Rückbesinnung darstellen. Das jährlich im Juni zelebrierte Krämerbrückenfest verbindet das „Heimatgefühl“ und die Zusammenkunft der zahlreichen Besucher (siehe Abb. 3). Es findet rund um die Krämerbrücke und teilweise auch in der Altstadt statt. Diese emotionale Handhabe bestärkt das Regionalbewusstsein umso mehr.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Aufgabenstellung des Moduls GEO 225 ein und benennt die Krämerbrücke in Erfurt als das zentrale Untersuchungsgebiet der Exkursion.

2. Sozialgeographische Analyse der Krämerbrücke: Dieses Kapitel erläutert die informativ-signifikative Geographie des Alltags und untersucht, wie Wissen über Räume durch Medien und direkte Erfahrungen erworben wird sowie welche identitätsstiftende Wirkung die Brücke als Wahrzeichen entfaltet.

Schlüsselwörter

Sozialgeographie, Erfurt, Krämerbrücke, informativ-signifikative Geographie, Wissensaneignung, Wahrzeichen, Identität, Heimatgefühl, Denkmalschutz, Touristik, Alltagsgeographie, Handlungsraum, Regionalbewusstsein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Krämerbrücke in Erfurt aus einer handlungstheoretischen sozialgeographischen Perspektive, um zu verstehen, wie Alltagshandeln und Raumbedeutungen entstehen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf der informativ-signifikativen Geographie des Alltags, der Bedeutung von Informationsmedien für die Raumwahrnehmung und der emotionalen Bindung an Orte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Prozesse der symbolischen Wertschöpfung und Wissensaneignung zu untersuchen, die die Krämerbrücke für Bewohner und Touristen gleichermaßen bedeutsam machen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt einen sozialgeographischen, handlungstheoretischen Ansatz nach Werlen, um die Wechselwirkung zwischen verfügbarem Wissen und der Interpretation von Räumen zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird der Zusammenhang zwischen Wissensvorrat, Informationsvermittlung (z.B. Medien, Wegweiser) und der Konstruktion von Heimatgefühlen sowie Identität analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wesentliche Begriffe sind Sozialgeographie, Wissensaneignung, Identität, Heimatgefühl und der informativ-signifikative Alltagsraum.

Warum ist das Wissen über die Krämerbrücke laut der Autorin subjektiv?

Die Bedeutung der Brücke hängt maßgeblich davon ab, auf welchen Wissensvorrat das Individuum zugreifen kann und welche Informationsquellen (wie Tourismusinformationen oder Medien) genutzt werden.

Welche Rolle spielt das jährliche Krämerbrückenfest?

Das Fest dient als Katalysator, der das „Heimatgefühl“ der Bewohner stärkt, die Zusammenkunft fördert und das regionale Bewusstsein durch eine emotionale Besetzung des Raumes vertieft.

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Details

Titel
Exkursion Sozialgeographie. „Geographie wird gemacht! Eine Spurensuche im Alltag“
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Institut für Geographie)
Veranstaltung
GEO 225 - Exkursion Sozialgeographie
Autor
Charlott Zitschke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
3
Katalognummer
V341179
ISBN (eBook)
9783668310513
ISBN (Buch)
9783668310520
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Exkursion Erfurt Denkmalschutz Krämerbrücke
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Charlott Zitschke (Autor:in), 2016, Exkursion Sozialgeographie. „Geographie wird gemacht! Eine Spurensuche im Alltag“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/341179
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Leseprobe aus  3  Seiten
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