In der vorliegenden Arbeit werden CoCo-Bonds (Contingent Convertible Bonds) als neue Form der Kapitalaufnahme vorgestellt und primär auf entscheidende Merkmale hinsichtlich der Ausgestaltung eingegangen. Es werden die verschiedenen Möglichkeiten zur Ausgestaltung aufgezeigt und erläutert, welche Vor- und Nachteile damit verbunden sind. Die Bedeutung und Problemstellung von CoCo-Bonds wurde bereits eingangs erläutert und auf die Ursache der Entstehung dieser neuen Kapitalaufnahme zu-rückgegriffen.
Kapitel 2 befasst sich mit der Begriffsbestimmung von CoCo-Bonds in Abgrenzung zur klassischen Wandelanleihe. Des Weiteren wird die Funktionsweise von CoCo Bonds erläutert. Außerdem wird auf die konkreten Eigenkapitalvorschriften gemäß Basel III näher eingegangen. Es wird ein grundlegendes Verständnis dieser neuen Form der Kapitalaufnahme vermittelt.
Schwerpunktmäßig umfasst die vorliegende Arbeit die Ausgestaltung von CoCo Bonds. Ziel ist es, einen umfassenden Einblick in die Zusammenhänge zwischen der Ausgestaltung und dem Zweck von CoCo-Bonds zu vermitteln. Ein bedeutender Faktor der Ausgestaltung stellt der Auslöser (sog. Trigger) dar. In Kapitel 3 werden verschiedene Möglichkeiten von Triggern unter Rückgriff auf die Vor- und Nachteile dieser verschiedenen Alternativen aufgezeigt. Außerdem werden weitere Gestaltungsfaktoren wie der Umwandlungsanteil und –preis präsentiert. Anhand eines Beispiels wird die Vorgehensweise von CoCo-Bonds verdeutlicht. Kapitel 4 beschäftigt sich mit der Bewertung von CoCo-Bonds. Es wird erläutert, wie CoCo-Bonds steuerlich und bilanziell zu behandeln sind. Des Weiteren wer-den Bewertungsmodelle aufgegriffen. Ein weiteres Thema der Arbeit stellt die Marktfähigkeit dar, die in Kapitel 5 durch Aufzeigen der Chancen und Risiken aus Banken- und Investorensicht erläutert wird. Zudem wird auf aktuelle Emissionen eingegangen. Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der beschriebenen Thematik und einem Ausblick ab.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
1.1 Bedeutung und Problemstellung
1.2 Gang der Arbeit
2 CoCo-Bonds als Sonderform der Wandelanleihe
3 Ausgestaltung von CoCo-Bonds
3.1 Trigger Event
3.1.1 Anforderungen und wesentliche Merkmale
3.1.2 Rechnungslegungsorientierter Trigger
3.1.3 Marktbasierter Trigger
3.1.4 Regulatorischer Trigger
3.1.5 Multivariater Trigger
3.1.6 Wandlungsschwelle
3.2 Spezifikation einer Umwandlung
3.2.1 Umwandlungsanteil und -preis
3.2.2 Laufzeit
3.3 Beispiel einer Wandlung
4 Bewertung von CoCo-Bonds
4.1 Bilanzielle Bewertung
4.2 Steuerliche Bewertung
4.3 Bewertungsmodelle
5 Chancen und Risiken von CoCo-Bonds
5.1 Bankensicht
5.2 Investorensicht
5.3 Emissionen am Markt
6 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen, die strukturelle Ausgestaltung sowie die bilanzielle und steuerliche Bewertung von Contingent Convertible Bonds (CoCo-Bonds), um deren Rolle bei der Stärkung der Eigenkapitalbasis von Banken im Kontext der Basel-III-Regulierung zu analysieren.
- Regulatorische Anforderungen und Eigenkapitalvorschriften gemäß Basel III und CRD IV
- Gestaltungsmöglichkeiten von Trigger Events und deren Auswirkungen auf die Wandlung
- Methoden zur Bewertung von CoCo-Bonds und deren steuerliche Behandlung
- Chancen und Risiken aus der Perspektive von Banken und Investoren
- Marktentwicklung und praktische Anwendung anhand von Fallbeispielen
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Anforderungen und wesentliche Merkmale
Das Trigger Event beschreibt das Ereignis, das die Umwandlung von Coco-Bonds auslöst. Kommt es zu dem entsprechenden Ereignis, erfolgt eine automatische Umwandlung der CoCo-Bonds-Anleihen in Aktien (hartes Kernkapital). Nach der Auslösung des Ereignisses gelangt die Bank zu einer stärkeren Kapitalstruktur. Aufgrund der verschiedenen Möglichkeiten der Ausgestaltung von CoCo-Bonds, auf die in den nachfolgenden Kapiteln eingegangen wird, erweisen sich diese Wertpapiere als komplex. Daher müssen bei der Formulierung der wandlungsauslösenden Ereignisse prinzipielle Anforderungen beachtet werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Erläutert die Bedeutung von Banken in der Finanzkrise, die Notwendigkeit neuer Regulierungen wie Basel III und die Entstehung von CoCo-Bonds.
2 CoCo-Bonds als Sonderform der Wandelanleihe: Definiert CoCo-Bonds, ihre Funktionsweise als Instrument zur Eigenkapitalstärkung und ihre Abgrenzung zu klassischen Wandelanleihen.
3 Ausgestaltung von CoCo-Bonds: Analysiert detailliert die verschiedenen Arten von Trigger-Ereignissen, die Spezifikationen der Umwandlung sowie Gestaltungsfaktoren wie Laufzeiten.
4 Bewertung von CoCo-Bonds: Behandelt die bilanzielle Behandlung nach IFRS/IAS, steuerliche Aspekte in Deutschland sowie die gängigen Bewertungsmodelle.
5 Chancen und Risiken von CoCo-Bonds: Diskutiert die Vor- und Nachteile aus Sicht der emittierenden Banken und der Investoren sowie die aktuelle Marktsituation.
6 Fazit und Ausblick: Führt die zentralen Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Marktes.
Schlüsselwörter
CoCo-Bonds, Basel III, Eigenkapital, Wandelanleihe, Trigger Event, Kapitalstruktur, Bankenregulierung, Finanzkrise, zusätzliche Kernkapital, Wandlungsschwelle, Bilanzielle Bewertung, Marktfähigkeit, Anlegerrisiko, Instrument, Bankenaufsicht
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert CoCo-Bonds als innovative Finanzinstrumente, die von Banken genutzt werden, um regulatorische Eigenkapitalanforderungen zu erfüllen und in Krisenzeiten eine automatische Rekapitalisierung zu ermöglichen.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?
Die zentralen Felder umfassen die regulatorischen Rahmenbedingungen (Basel III), die technische Gestaltung (Trigger-Events, Wandlungspreise), die bilanzielle/steuerliche Bewertung sowie die Chancen und Risiken für die beteiligten Akteure.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, einen umfassenden Einblick in die Zusammenhänge zwischen der Ausgestaltung von CoCo-Bonds und deren Zweck als verlustabsorbierendes Instrument zu vermitteln.
Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die durch Literaturrecherche und die mathematische Veranschaulichung von Umwandlungsprozessen mittels fiktiver Bankbilanzen fundiert wird.
Was steht im Hauptteil im Fokus?
Der Fokus liegt auf der Ausgestaltung der Trigger-Events (rechnungslegungsorientiert, marktbasierte, regulatorische und multivariate Trigger) sowie der Spezifikation von Umwandlungsanteilen und Preisen.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind CoCo-Bonds, Basel III, Eigenkapitalstärkung, Trigger-Risiko, Verlustabsorption und regulatorische Anforderungen.
Wie unterscheidet sich ein marktbasierter von einem regulatorischen Trigger?
Ein marktbasierter Trigger reagiert auf beobachtbare Kursveränderungen und ist zukunftsorientiert, während ein regulatorischer Trigger auf der Ermessensentscheidung der Aufsichtsbehörde beim Erreichen der Nicht-Überlebensfähigkeit (PONV) beruht.
Warum ist die steuerliche Behandlung von CoCo-Bonds in Deutschland relevant?
Die steuerliche Absetzbarkeit der Zinszahlungen (Kupon) ist ein entscheidender Faktor für die Attraktivität des Instruments für Banken, wobei hier lange Zeit Unsicherheiten hinsichtlich der steuerlichen Rahmenbedingungen bestanden.
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- Anonym (Autor:in), 2016, Gestaltung und Bewertung von Contingent Convertible Bonds als neue Form der Kapitalaufnahme, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/341225