Kurzer beschreibender Abriss über die Schnittstelle zwischen Controlling- und Managemnentfunktionen im Gesamtzusammenhang des betrieblichen Planungsprozesses. Hierbei werden insbesondere Aufgabenverteilung und Spannungsfelder beleuchtet und neuere Literatur zu diesem Thema ausgewertet.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Management / Controlling – aktuelles Verständnis der Begriffe und Rollen im Unternehmen
2.1 Managementfunktion (und Aufbau des Führungssystems)
2.2 Controllingfunktion
3 Planungsorganisation und –aufgaben
3.1 Planungsstrukturen
3.2 Typische Planungsaufgaben
4 Aufgabenverteilung im Planungsprozess
4.1 Originäre Managementaufgaben
4.2 Originäre Controllingaufgaben
4.3 Bereiche der Aufgabenüberschneidung zwischen Controlling und Management
5 Fazit
Zielsetzung und Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Klärung der Aufgabenverteilung zwischen Management und Controlling innerhalb des unternehmerischen Planungsprozesses. Dabei wird untersucht, wie sich die jeweiligen Rollenverständnisse funktional voneinander abgrenzen lassen und wo die Schnittstellen sowie Überschneidungen in der praktischen Planungspraxis liegen.
- Grundlegendes Begriffs- und Rollenverständnis von Management und Controlling
- Strukturen und idealtypische Abläufe von Planungsprozessen
- Abgrenzung originärer Management- und Controllingaufgaben
- Analyse von Überschneidungsbereichen und Rationalitätssicherung
Auszug aus dem Buch
Originäre Controllingaufgaben
Hier wird ebenfalls die Einteilung nach dem Phasenschema zugrunde gelegt. Da sich die Aufgaben des Controllings, wie in Abschnitt 2.2 beschrieben, in 2 Hauptbereiche aufspalten, wird auch hier zwischen den Aufgaben im Bereich Führungsunterstützung und im Bereich Rationalitätssicherung unterschieden.
Im Folgenden zunächst der Aufgabenbereich der Managementunterstützung: Führungsunterstützungsaufgaben sind in der Phase der Zielbildung die Unterstützung des Managements bei der Durchführung der Ist-Analyse durch Sammeln, Sortieren und Verdichten von Informationen über planungsrelevante unternehmensinterne und –externe Faktoren.
Während der Problemfeststellung besteht die Aufgabe des Controllings darin, die Art, den Umfang und die Struktur der Ist - Abweichungen festzustellen, sie also mit den (Ziel-) Sollwerten zu vergleichen (z.B. GAP-Analysen, SWOT Analysen, usw.) und Gründe für die Abweichungen auszumachen. Das Controlling bedient sich hierbei oft der Mithilfe des betrieblichen Rechnungswesens, der Controller gibt dem Manager fachliche Unterstützung (z.B. bei Durchführung von Abweichungsanalysen).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die zunehmende Bedeutung einer soliden Unternehmensplanung und skizziert die methodische Vorgehensweise zur Untersuchung der Aufgabenverteilung zwischen Controlling und Management.
2 Management / Controlling – aktuelles Verständnis der Begriffe und Rollen im Unternehmen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe, wobei das Controlling als unterstützendes Subsystem der Führung zur Rationalitätssicherung positioniert wird.
3 Planungsorganisation und –aufgaben: Hier werden die Strukturen der Planung als Regelkreis analysiert und die verschiedenen Phasen sowie Methoden wie die Gegenstrommethode beschrieben.
4 Aufgabenverteilung im Planungsprozess: Das Kernstück der Arbeit untersucht die spezifischen Aufgaben von Management und Controlling in den einzelnen Planungsphasen sowie die auftretenden Überschneidungen.
5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Planung in der Verantwortung des Managements liegt, das jedoch für effiziente Teilaufgaben auf die spezialisierte Unterstützung des Controllings angewiesen ist.
Schlüsselwörter
Unternehmensplanung, Controlling, Management, Aufgabenverteilung, Rationalitätssicherung, Führungsunterstützung, Planungsprozess, Ist-Analyse, Gegenstromverfahren, Entscheidungsfindung, Zielbildung, Problemanalyse, Spezialisierungsvorteile, Stabsstelle.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die funktionale Rollenverteilung zwischen Management und Controlling im Rahmen des unternehmerischen Planungsprozesses.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Begriffsverständnis beider Disziplinen, der Struktur von Planungsprozessen und der Differenzierung zwischen Führungs- und Rationalitätssicherungsaufgaben.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Aufgaben zwischen Controlling und Management im Planungsprozess systematisch abzugrenzen und aufzuzeigen, warum und wie Aufgaben delegiert werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein funktionaler Ansatz gewählt, der die Planungsprozesse idealtypisch in ein Phasenmodell unterteilt, um die Aufgabenbereiche analytisch zu trennen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinitionen, die Darstellung von Planungsstrukturen sowie die detaillierte Aufschlüsselung originärer Management- und Controllingaufgaben inklusive ihrer Schnittmengen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Unternehmensplanung, Controlling, Management, Rationalitätssicherung und Aufgabenverteilung.
Welche Rolle spielt der Controller als „Advocatus Diaboli“?
In seiner Funktion zur Rationalitätssicherung hinterfragt der Controller kritisch Planungsannahmen des Managements, um eigennütziges Verhalten oder Fehler aufzudecken.
Warum ist die Entscheidungsphase exklusiv dem Management vorbehalten?
Da die Ergebnisverantwortung beim Management liegt, bleibt die finale Entscheidung über Handlungsalternativen dessen exklusives Tätigkeitsfeld, während der Controller lediglich beratend zur Seite steht.
- Citation du texte
- Diplom-Betriebswirt (FH) Christopher Schmidt (Auteur), 2005, Die Organisation des unternehmerischen Planungsprozesses - Aufgabenverteilung zwischen Controlling und Management, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34134