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Einfluss von Mediengewalt auf Jugendliche. Rolle des sozialen Umfelds

Título: Einfluss von Mediengewalt  auf Jugendliche.  Rolle des sozialen Umfelds

Trabajo Escrito , 2015 , 22 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor)

Medios / Comunicación - Medios masivos
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Der Ruf nach Zensur durch ein Verbot von „Killerspielen“ taucht immer wieder nach gewalttätigen Amokläufen in Schulen auf. Dabei wird die Schuld den Medien zugeschoben während wissenschaftliche Meinungen in den meisten Fällen nicht zu finden sind. Es wird jedoch deutlich, dass diese Thematik nicht nur die Gesellschaft, sondern auch die Politik verunsichert. Aus diesem Grund versuchen Politiker_innen immer wieder, Maßnahmen zu ergreifen, um solche Taten zu verhindern. Doch ist es wirklich der richtige Ansatz, Killerspiele ganz zu verbieten? Oder sollte man doch lieber auf die Förderung eines gewissenhaften und reflektierten Medienumgangs setzen wie es Volker Beck vorschlägt?

Die Medien- und Sozialwissenschaft machen es sich bereits seit einigen Jahrzehnten zur Aufgabe, diese Fragen zu beantworten. Um jedoch einzelne Forschungsergebnisse und Studien miteinander zu vergleichen, ist eine einheitliche Definition und Operationalisierung der Begriffe „Gewalt“ und „Aggression“ notwendig, was bis heute aber nicht gegeben ist.

In den folgenden Kapiteln soll vor allem das soziale Umfeld der Jugendlichen und dessen Einfluss auf die Wirkung medialer Gewalt im Mittelpunkt stehen. Hierfür wird zuerst die Frage diskutiert, warum Jugendliche überhaupt violente Inhalte selektieren. Sowohl die Identität des Jugendlichen als auch verschiedene stimmungsregulierende Mechanismen und die individuelle Persönlichkeit spielen hier eine wichtige Rolle. Darüber hinaus soll auf die Wirkung von Mediengewalt eingegangen werden. Hierbei werden vor allem die rezipientenseitigen Einflussfaktoren Alter und soziales Umfeld näher betrachtet. Im Anschluss sollen medienpädagogische Ansätze für Eltern und Schulen diskutiert und die Rolle von Altersfreigaben erläutert werden. Im letzten Kapitel wird ein abschließendes Fazit über die behandelten Themen gezogen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Selektion von Mediengewalt

2.1 Identität

2.2 Stimmungsregulierung

2.3 Persönlichkeit

3. Wirkung von Mediengewalt – Rezipientenseitige Einflussfaktoren

3.1 Alter

3.2 Soziales Umfeld

4. Medienpädagogische Ansätze

4.1 Eltern

4.2 Schule

4.3 Altersfreigaben

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die komplexen Wirkungszusammenhänge von Mediengewalt auf Jugendliche und beleuchtet dabei kritisch sowohl die Motive der Medienselektion als auch die Rolle präventiver medienpädagogischer Ansätze.

  • Prozesse der Identitätsentwicklung und Medienwahl bei Jugendlichen
  • Einflussfaktoren wie Alter, Persönlichkeit und soziales Umfeld
  • Die Bedeutung der familiären Sozialisation und Kommunikation
  • Ansätze zur Förderung der Medienkompetenz in Elternhaus und Schule
  • Die kritische Reflexion von Altersfreigaben und medienethischen Fragestellungen

Auszug aus dem Buch

2.1 Identität

In dem Übergang von der Kindheit in das Erwachsenenalter muss sich der Mensch einigen Schwierigkeiten stellen, um seine eigene Identität und sein Selbst weiter zu entwickeln. Zudem geschieht in der Pubertät eine komplette Veränderung im Denken. „Jugendliche neigen zum Schwarz-Weiß-Denken und lehnen schroff ab, was ihre Eltern meinen, sagen oder planen“ (Rogge, 2013, S. 199). Diese Auseinandersetzungen mit den Eltern, aber auch Vorbildern und Autoritäten, ist enorm wichtig für die Entwicklung, da sie Selbstreflexion und kausales Denken schulen.

Doch eine stabile Identität kann nur durch inneres Gleichgewicht aufgebaut werden und dazu gehören auch Niederlagen, da sich die Identität niemals geradlinig bildet (Rogge, 2013, S. 199). Neben diesen Nieder-lagen, den Selbstzweifeln, dem Weltschmerz und Zukunftsängsten erfährt der/die Jugendliche jedoch auch Höhepunkte bis zu „Allmachtsphantasien und dem Gefühl der Omnipotenz“ (Meister et al., 2008, S. 215), die bewältigt werden müssen. Doch warum wird genau in dieser Phase die Mediengewalt so wichtig? Grundschulkinder lehnen Ego-Shooter und gewalthaltige Filme meist noch ab doch die Vorliebe für diese Medien steigt allmählich an, da Kinder „erst mit der Zeit die Fähigkeit entwickeln, angstauslösende Erfahrungen zu genießen“ (Kunczik & Zipfel, 2010, S. 108).

Diese Verwandlung von negativen in befriedigende Gefühle geschieht, weil die Jugendlichen ihre eigene Reaktion auf die Darstellungen beherrschen und kontrollieren können. Diese Konfrontation und Überwindung von Angst spielt auch eine wichtige Rolle im Übergang vom Kind zum Erwachsenen (Kunczik & Zipfel, 2010, S. 138). Um eigene Erfahrungen mit aggressiven Impulsen besser verarbeiten zu können, steigt die Attraktivität violenter Inhalte zusätzlich. Besonders in gewalthaltigen Computerspielen, in denen der eigene Charakter und die Rolle ausgesucht werden können, haben Jugendliche die Möglichkeit, verschiedene Emotionen und Lebenserfahrungen auszuprobieren, ohne das im realen Leben tun zu müssen (Kunczik & Zipfel, 2010, S. 138).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die öffentliche Debatte um Killerspiele im Kontext von Amokläufen und verdeutlicht die Notwendigkeit einer fundierten medienwissenschaftlichen Definition von Gewalt und Aggression.

2. Selektion von Mediengewalt: Dieses Kapitel analysiert, warum Jugendliche gezielt gewalthaltige Inhalte wählen, und betrachtet dabei die Identitätsentwicklung, Stimmungsregulierung und die Rolle der Persönlichkeit.

3. Wirkung von Mediengewalt – Rezipientenseitige Einflussfaktoren: Hier werden das Alter und das soziale Umfeld als entscheidende Moderatoren der Medienwirkung identifiziert, wobei besonders die familiäre Sozialisation und Peer-Groups im Fokus stehen.

4. Medienpädagogische Ansätze: Dieses Kapitel diskutiert präventive Strategien für Eltern und Schulen zur Förderung von Medienkompetenz sowie die Rolle von Altersfreigaben im Kontext der „Forbidden Fruit“-Theorie.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Medienrezeption nur ein Faktor unter vielen ist und fordert eine stärkere präventive Verantwortungskultur sowie die Einbeziehung des sozialen Umfelds statt rein restriktiver Verbote.

Schlüsselwörter

Mediengewalt, Jugend, Medienkompetenz, Identitätsentwicklung, Stimmungsregulierung, Sozialisation, Medienpädagogik, Aggression, Computerspiele, Peer-Group, Prävention, Medienwirkung, Altersfreigabe, Familienleben, Medienethik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Mediengewalt bei Jugendlichen und die Frage, warum diese Inhalte attraktiv sind und wie sich die Medienwirkung durch soziale Faktoren beeinflussen lässt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören die Medienselektion, die Rolle der Identitätsentwicklung, der Einfluss von Eltern und Gleichaltrigen sowie pädagogische Ansätze zur Stärkung der Medienkompetenz.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es zu verstehen, wie Jugendliche gewalthaltige Medien rezipieren und welche Maßnahmen effektiv sind, um sie für dieses Thema zu sensibilisieren, ohne dabei in kontraproduktive Zensur zu verfallen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und dem Vergleich bestehender medienwissenschaftlicher und sozialpsychologischer Theorien zur Gewaltwirkung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Selektionsmotive (Identität, Stimmung, Persönlichkeit), die rezipientenseitigen Faktoren (Alter, Umfeld) und leitet daraus medienpädagogische Handlungsoptionen ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Medienkompetenz, soziale Identität, Medienwirkung, Prävention und der bewusste Umgang mit gewalthaltigen Inhalten.

Warum wirkt ein Verbot von Computerspielen laut dieser Arbeit oft kontraproduktiv?

Aufgrund der „Forbidden Fruit“-Theorie steigt die Attraktivität von Medien, wenn diese für Jugendliche als „verboten“ oder unerreichbar markiert sind, was den beabsichtigten Effekt ins Gegenteil verkehrt.

Welche Rolle spielt die Familie bei der Medienrezeption von Jugendlichen?

Die Familie ist der wichtigste Sozialisationsort; eine offene Kommunikation und die Vermeidung von Gewalt im Elternhaus wirken als protektive Faktoren gegen negative mediale Einflüsse.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Einfluss von Mediengewalt auf Jugendliche. Rolle des sozialen Umfelds
Universidad
University of Augsburg
Calificación
1,7
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
22
No. de catálogo
V341358
ISBN (Ebook)
9783668311152
ISBN (Libro)
9783668311169
Idioma
Alemán
Etiqueta
Gewalt Computerspiele Amoklauf Amok Mediengewalt Selektion Identität Stimmungsregulierung Persönlichkeit Soziales Umfeld Peers Familie Schule Altersfreigabe
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2015, Einfluss von Mediengewalt auf Jugendliche. Rolle des sozialen Umfelds, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/341358
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