Die Branche der erneuerbaren Energien ist in Deutschland eine der „Boombranchen“ des 21. Jahrhunderts. Während 2002 120.000 Menschen im Bereich der regenerativen Energien arbeiteten, waren es 2007 bereits 250.000, seither ist die Tendenz steigend. Bis die Energiewende vollzogen ist, werden noch einige Jahre vergehen, jedoch bedeutet der Vollzug die Sicherstellung der Energieverfügbarkeit ohne fossile Energieträger.
In Deutschland steht vor allem die Umstellung der Stromerzeugung im Mittelpunkt, da die Strom- und Wärmeproduktion 37% der energiebedingten Treibhausgasemissionen in Deutschland ausmachen.
Doch was ist überhaupt Energie? Wie kam es zum Ziel der Energiewende? Welche Wechselwirkungen sind mit der Umstellung verbunden? Und welche Beiträge leistet Deutschland zur Umstellung?
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Energie
2.1 Erneuerbare Energien – Was ist das?
2.2 Erneuerbare Energien- Die Energieträger in Deutschland
3 Die Energiewende Deutschlands
4 Wechselwirkungen zwischen Ressourcen, Raum und Politik
4.1 Ressourcen und Raum
4.2 Politik und Macht
5 Negative Seiten der erneuerbaren Energien
6 Fallbeispiel: Die dezentrale Stromversorgung in Deutschland
7 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktischen Herausforderungen der Energiewende in Deutschland aus einer energiegeographischen Perspektive. Ziel ist es, die komplexen Wechselwirkungen zwischen Ressourcenverfügbarkeit, räumlicher Verteilung und politischer Steuerung aufzuzeigen und dabei insbesondere die Strategien zur dezentralen Stromversorgung zu beleuchten.
- Definition und Charakteristika verschiedener Energieträger
- Politische Rahmenbedingungen und Ziele der deutschen Energiewende
- Energiegeographische Dreiecksbeziehung: Ressourcen, Raum und Politik
- Herausforderungen und Schattenseiten regenerativer Energien
- Analyse dezentraler Energiekonzepte am Beispiel der 100%-Erneuerbare-Energien-Regionen
Auszug aus dem Buch
6 Fallbeispiel: Die dezentrale Stromversorgung in Deutschland- Das Projekt der 100%-Erneuerbare-Energien-Region
In den 1990er Jahren, mit Beginn der Liberalisierung der Energiewirtschaft, kam das Konzept der dezentralen Stromversorgung auf, welches sich seitdem positiv entwickelt. Ein neues Geschäftsfeld „Erneuerbare Energien“ wurde durch die Akteure der neuen Art der Stromerzeugung geschaffen. Ziel ist, weg von der überregionalen hin zu einer dezentralen Stromversorgung. Die zentrale Stromversorgung aus Kohle- und Atomkraftwerken, sollte durch die regionale und lokale (dezentrale) Stromversorgung aus erneuerbaren Energien ersetzt werden. Vorteil der dezentralen Stromversorgung ist, dass in der Regel zwischen Einspeise- und Entnahmepunkten kürzere Netzstrecken liegen, als bei der zentralen Stromversorgung. Somit können Kosten eingespart, sowie Netz- und Umspannverluste reduziert werden.
Vor der Liberalisierung des deutschen Strommarktes, lag der Schwerpunkt der Stromversorgung auf der zentralen Erzeugung aus fossilen Energieträgern. Damals herrschten die „Großen 4“ (RWE, E.ON, EnBW und Vattenfall) über den Strommarkt. Heute gibt es überwiegend „unabhängige Erzeuger“, jedoch auch Privatpersonen, die Strom produzieren und diesen in die lokalen Netze einspeisen (Geographische Rundschau 2013:4).
Neben den erneuerbaren Energien spielt auch die fossile Kraft-Wärme-Kopplung eine entscheidende Rolle bei der Stromerzeugung in Deutschland. Das Erneuerbare Energien-Gesetz und das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz dienen beide als Grundlage zur Förderung der neuen Stromerzeugung. Hier wurde durch die Energiepolitik festgelegt, dass erneuerbare Energien und Kraft-Wärme-Kopplung bei der Einspeisung von Strom bevorzugt werden und auch die Vergütung dieser Stromerzeuger ist hier definiert.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Debatte um die Energiewende ein und stellt die Relevanz der Umstellung auf erneuerbare Energien für die Energieverfügbarkeit in Deutschland dar.
2 Energie: Dieses Kapitel definiert den Begriff Energie physikalisch und differenziert zwischen verschiedenen Energieträgern sowie den Konzepten der Primär-, End- und Nutzenergie.
2.1 Erneuerbare Energien – Was ist das?: Hier werden erneuerbare Energien als unerschöpfliche und klimafreundliche Alternativen zu fossilen und nuklearen Energieträgern charakterisiert.
2.2 Erneuerbare Energien- Die Energieträger in Deutschland: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Anwendung und das Potenzial von Wind-, Solar-, Wasser-, Bioenergie und Geothermie in Deutschland.
3 Die Energiewende Deutschlands: Hier wird der historische Kontext der Energiewende seit den Ölkrisen der 70er Jahre dargelegt und die Entwicklung der Förderung durch das EEG erläutert.
4 Wechselwirkungen zwischen Ressourcen, Raum und Politik: Dieses Kapitel führt in die Energiegeographie ein und beschreibt das komplexe Spannungsfeld zwischen Energiequellen und deren räumlicher Nutzung.
4.1 Ressourcen und Raum: Hier werden die räumlichen Dimensionen der Energiegewinnung diskutiert, insbesondere die Flächenintensität und Dichteunterschiede verschiedener Energieträger.
4.2 Politik und Macht: Dieses Kapitel analysiert die Verknüpfung von Energiesicherheit, politischer Macht und den Zielen einer nachhaltigen Energiepolitik.
5 Negative Seiten der erneuerbaren Energien: Hier werden kritische Aspekte wie das instabile Energiedargebot, Flächenverbrauch und die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes sowie Anwohnerinteressen thematisiert.
6 Fallbeispiel: Die dezentrale Stromversorgung in Deutschland: Anhand des Projekts der 100%-Erneuerbare-Energien-Regionen wird die Transformation hin zu einer dezentralen Energieerzeugung und deren Herausforderungen untersucht.
7 Zusammenfassung: Die Arbeit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont, dass die Energiewende eine wachsende Herausforderung für Politik, Raumplanung und Gesellschaft bleibt.
Schlüsselwörter
Energiewende, erneuerbare Energien, Energiegeographie, dezentrale Stromversorgung, Ressourcen, Raumplanung, EEG, Nachhaltigkeit, Klimawandel, Stromerzeugung, 100ee-Regionen, Energieträger, Politik, Energiesicherheit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?
Die Hausarbeit befasst sich mit der Transformation der Energieversorgung in Deutschland hin zu erneuerbaren Energien und analysiert diese Prozesse aus einer spezifisch energiegeographischen Perspektive.
Welche zentralen Themenfelder deckt der Text ab?
Zentrale Themen sind die physikalischen Grundlagen der Energie, die Entwicklung der Energiewende, die räumlichen Konsequenzen der Ressourcennutzung sowie die politischen Herausforderungen bei der Umsetzung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Wechselwirkungen zwischen Raum, Politik und Ressourcen bei der Umstellung auf ein nachhaltiges Energiesystem aufzuzeigen und die Chancen sowie Konflikte der dezentralen Stromerzeugung zu beleuchten.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewendet?
Die Autorin nutzt eine Literatur- und Datenanalyse, um den Status quo der Energiewende sowie die energiegeographischen Zusammenhänge theoretisch und anhand von Fallbeispielen zu untermauern.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Definition von Energie und Energieträgern, die Analyse politischer und räumlicher Einflussfaktoren, eine kritische Betrachtung der Nachteile erneuerbarer Energien und ein Fallbeispiel zur dezentralen Versorgung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Energiewende, Energiegeographie, dezentrale Stromversorgung, Nachhaltigkeit und regionale Akteursnetzwerke charakterisieren.
Was unterscheidet eine 100ee-Region von einer 100ee-Startregion?
Eine 100ee-Region ist ein bereits etablierter Vorreiter mit politischem Beschluss zur Umstellung, während eine Startregion eine Vorstufe darstellt, die sich durch hohes Engagement auszeichnet, um den Status der 100ee-Region künftig zu erreichen.
Welche Rolle spielt die Geographie bei der Energiewende laut der Arbeit?
Die Geographie fungiert als Analyserahmen, um zu verstehen, wie Energieträger räumlich verteilt sind, welche Flächenkonflikte entstehen und wie Energiepolitik den Raum als Ressource instrumentalisiert.
- Arbeit zitieren
- B.Sc. Loisa Welfers (Autor:in), 2013, Erneuerbare Energien in Deutschland aus energiegeographischer Perspektive, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/341415