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Wahrnehmung und Bewertung von Kulturlandschaften in Hinblick auf Freizeitnutzung und Tourismus

Titel: Wahrnehmung und Bewertung von Kulturlandschaften in Hinblick auf Freizeitnutzung und Tourismus

Hausarbeit , 2014 , 35 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: B.Sc. Loisa Welfers (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Fremdenverkehrsgeographie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Definition von Landschaft und ihrer Differenzierung in Natur- und Kulturlandschaft. Kulturlandschaften bestehen aus Räumen, die über die Zeit hinweg durch den Menschen geprägt wurden. Da jeder Mensch unterschiedliche Emotionen, Erinnerungen, Schwerpunktsetzungen und Wertevorstellungen hat, nimmt er auch eine Landschaft individuell wahr und bewertet anders. Es exisitieren zahlreiche Methoden, um Landschaften zu bewerten und auch die Bewertungen der Nutzer dieser Landschaften aufzugreifen. Die wichtigsten Methoden werden in der folgenden Arbeit in ihren Grundzügen dargestellt und erklärt. Zum Schluss folgt die Vorstellung der Bewertung einer österreichischen Kulturlandschaft, damit die theoretischen Darlegungen nachvollziehbar werden.

Im Laufe der Zeit kam es zur Ausprägung von regionalen Unterschieden in den Kultur- und Siedlungsformen. In Siedlungen und Städten, aber auch in der freien Landschaft zeigten sich regionale Unterschiede. Es entwickelten sich die Kulturlandschaften als Ausdruck der Lebens- und Arbeitsweise der Menschen. Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts kam es zu einer bewussten Wahrnehmung der Landschaft und damit auch zu einer freiraumbezogenen Erholung. Der Verlust von Landschaftsästhetik wurde erst mit der Industrialisierung bewusst von den Menschen wahrgenommen. Zunächst waren es Kirchen, Klöster und Kunstwerke, auf die sich das Verlustempfinden beschränkte. Landschaft wurde immer mehr entwickelt und verändert. Kulturlandschaften bekamen eine immer größere Bedeutung für die Menschen. Kulturlandschaften sind Naturlandschaften, die zwar durch den Menschen beherrscht, jedoch auch durch diesen sinnlich genutzt werden.

Während meiner Recherche habe ich bemerkt, dass Landschaft ein besonderes Gut darstellt, das jedoch nicht so leicht zu erfassen ist. Daraufhin habe ich mich gefragt, was ich denn eigentlich unter Landschaft verstehe.
„Die Landschaft ist ein Raum. Meine Lebenswelt. Bäume, Flüsse, Wälder, Vögel, Berge…, das verbinde ich mit einer Landschaft. Jedoch gehören in meine Lebenswelt auch meine Mitmenschen, Freunde und Verwandten, die Stadt und das Haus in denen ich lebe, die Straße, auf der ich mit dem Fahrrad fahre,…, aber ist das auch Landschaft?“

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Landschaft

2.1 Naturlandschaft

2.2 Kulturlandschaft

3 Raum- Mensch Beziehung- Der Mensch als Raumgestalter

4 Landschaftswahrnehmung

4.1.Wie der Mensch Landschaft wahrnimmt

4.2 Wert der Kulturlandschaft

5 Methoden zur Bewertung einer Landschaft

5.1 Nutzenbewertung und Eignungsbewertung

5.1.1 Eignungsbewertung- direkte und indirekte Verfahren

5.2 Monetäre Methoden

5.2.1 Indirekte Methoden

5.2.2 Direkte Methoden

5.3 Nicht- monetäre Methoden

5.4 Fazit der Bewertungsmethoden

6 Fallbeispiel: Österreichische Kulturlandschaft

6.1 Kulturbezogenes touristisches Angebotspotenzial

6.2 Bewertung der österreichischen Kulturlandschaft

6.2.1 Bewertungsansatz- Kontingenzmethode

6.2.2 Die Untersuchung

7 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Definition und Wahrnehmung von Landschaft sowie die vielfältigen Methoden zur Bewertung von Kulturlandschaften im Kontext von Freizeitnutzung und Tourismus, um ein besseres Verständnis für den Wert dieser öffentlichen Güter zu entwickeln.

  • Grundlagen der Differenzierung zwischen Natur- und Kulturlandschaft
  • Analyse der menschlichen Landschaftswahrnehmung und deren Einflussfaktoren
  • Systematisierung monetärer und nicht-monetärer Bewertungsmethoden
  • Fallbeispiel: Bewertung der "bäuerlichen Landschaftspflege" in Österreich mittels Kontingenzmethode

Auszug aus dem Buch

4.1.Wie der Mensch Landschaft wahrnimmt

Die phänomenologische Forschung beschäftigt sich damit, wie Menschen ihre Umwelt wahrnehmen. Die Landschaftswahrnehmung beginnt bei der Umweltwahrnehmung. Diese schließt neben der natürlichen Umwelt auch die gebaute Umwelt sowie wertende, kognitive und ästhetische Aspekte mit ein. Wie ein Mensch eine Landschaft wahrnimmt wird durch seine Erinnerungen, sein Wissen oder seine Erfahrungen beeinflusst. Die Wahrnehmung einer Landschaft findet über die Sinne Sehen, Hören, Riechen, Tasten und Schmecken des Menschen statt. Das Sehen ist der wichtigste Wahrnehmungsinn, denn circa 80 – 90% der menschlichen Sinneswahrnehmung läuft über das Auge ab. Nicht nur die einzelnen Elemente einer Landschaft, wie ein Wald oder ein Bach tragen zum Landschaftserleben bei, sondern vielmehr die Synthese der einzelnen Elemente.

Menschen bewerten ihre Umwelt subjektiv durch ein individuell geformtes Abbild ihrer Umwelt. Grundlegend für die individuelle Bewertung sind die sogenannten „internen Faktoren“ (Persönlichkeit) des Menschen. Wie bereits beschrieben, spielt der Sehsinn eine bedeutende Rolle bei der Landschaftswahrnehmung. Das Visuelle einer Landschaft prägt sich ein und ist zu einem späteren Zeitpunkt als Erinnerung wieder abrufbar. Gefühle bilden eine weitere wichtige Basis bei der Landschaftswahrnehmung, denn Eindrücke sind maßgeblich geprägt durch die individuellen Gefühle einer Person. Sinnlichkeit und Moral sind bedeutende Elemente der Wahrnehmung (Hasse1999:65ff). Desweiteren fasst jeder Mensch von einem Raum eine Atmosphäre auf, die als Bindeglied zwischen dem Mensch als Subjekt und der Landschaft als Objekt definiert werden kann. Jeder Mensch hat somit eine andere Bindung zu einer und der selben Landschaft, da jede Person dieser mit anderen Gefühlen gegenübersteht (Haase 1995:9,26, 40ff/ Rufer 2005:46ff).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeiten einer einheitlichen Definition von Landschaft und leitet zur zentralen Fragestellung der Wahrnehmung und Bewertung über.

2 Landschaft: Dieses Kapitel definiert Landschaft als zentrale Raumkategorie und unterscheidet zwischen der ursprünglichen Naturlandschaft und der vom Menschen geprägten Kulturlandschaft.

3 Raum- Mensch Beziehung- Der Mensch als Raumgestalter: Es wird die komplexe Beziehung zwischen Mensch und Raum erläutert, wobei der erlebte Raum als subjektives Konstrukt im Vordergrund steht.

4 Landschaftswahrnehmung: Hier werden die kognitiven und sensorischen Prozesse der Landschaftswahrnehmung sowie die verschiedenen Wertvorstellungen der Menschen analysiert.

5 Methoden zur Bewertung einer Landschaft: Dieses Kapitel klassifiziert verschiedene monetäre und nicht-monetäre Ansätze zur Messung des Wertes von Landschaften für den Menschen.

6 Fallbeispiel: Österreichische Kulturlandschaft: Anhand des Beispiels der bäuerlichen Landschaftspflege in Österreich wird die Anwendung der Kontingenzmethode in der Praxis veranschaulicht.

7 Schluss: Die Arbeit resümiert, dass die Landschaftsbewertung ein komplexes, subjektiv geprägtes Unterfangen ist, bei dem die Kontingenzmethode wertvolle Erkenntnisse über öffentliche Güter liefert.

Schlüsselwörter

Landschaft, Kulturlandschaft, Naturlandschaft, Landschaftswahrnehmung, Landschaftsbewertung, Kontingenzmethode, Tourismus, Freizeitnutzung, öffentliches Gut, bäuerliche Landschaftspflege, subjektive Werttheorie, Raumgestaltung, Österreich, Zahlungsbereitschaft, Erlebniswert.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Definition von Landschaft und der Frage, wie der Mensch diesen Raum subjektiv wahrnimmt und bewertet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Differenzierung von Landschaftstypen, den psychologischen Aspekten der Wahrnehmung und der ökonomischen Bewertung von Landschaften als öffentliches Gut.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Komplexität der Landschaftsbewertung aufzuzeigen und Methoden vorzustellen, mit denen der Wert von Kulturlandschaften, insbesondere für Tourismus und Erholung, erfasst werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse sowie die Vorstellung quantitativer und qualitativer Bewertungsmethoden, wobei ein Fallbeispiel zur Anwendung der Kontingenzmethode detailliert betrachtet wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Raum-Mensch-Beziehung), die Darstellung von Wahrnehmungsprozessen und eine systematische Übersicht verschiedener Bewertungsverfahren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Kulturlandschaft, Landschaftswahrnehmung, Kontingenzmethode, Zahlungsbereitschaft und die ökonomische Bewertung öffentlicher Güter.

Warum ist die Bewertung einer Kulturlandschaft so problematisch?

Kulturlandschaften stellen ein öffentliches Gut dar, für das kein direkter Marktpreis existiert, was die monetäre Ermittlung des Nutzwertes erschwert.

Was besagt die Kontingenzmethode im Fallbeispiel Österreich?

Sie ermöglicht es, durch Befragungen hypothetische Zahlungsbereitschaften für die "bäuerliche Landschaftspflege" zu ermitteln und so den subjektiven Wert der Landschaft für den Tourismus messbar zu machen.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wahrnehmung und Bewertung von Kulturlandschaften in Hinblick auf Freizeitnutzung und Tourismus
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Note
2,0
Autor
B.Sc. Loisa Welfers (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
35
Katalognummer
V341421
ISBN (eBook)
9783668311039
ISBN (Buch)
9783668311046
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wahrnehmung bewertung kulturlandschaften hinblick freizeitnutzung tourismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.Sc. Loisa Welfers (Autor:in), 2014, Wahrnehmung und Bewertung von Kulturlandschaften in Hinblick auf Freizeitnutzung und Tourismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/341421
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Leseprobe aus  35  Seiten
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