Konsum und Demokratie. Die aktuellen Auswirkungen von Konsumverhalten auf die politische Praxis am Beispiel der BRD

Eine mediale Diskursanalyse


Bachelorarbeit, 2015
50 Seiten, Note: 2,6
Anonym

Leseprobe

Gliederung

1. Konsum und Demokratie - ein Widerspruch?

2. Begriffsklärung
2.1 Definition Konsum
2.2 Definition Demokratie

3. Politische Theorien über die Rolle des Konsums in der Demokratie
3.1 Bourdieus soziologischer Ansatz zu kulturellem Konsum
3.2 Sennetts Theorie von einer Kultur des Konsums
3.3 Diskussion mit Crouchs Theorie der Postdemokratie

4. Die Methode der Diskursanalyse
4.1 Die Diskursanalyse in der Politikwissenschaft
4.2 Die Critical Discourse Analysis (CDA) nach Norman Fairclough

5. Diskursanalyse
5.1 Der Diskurs von Konsum und Demokratie
5.2 Diskursstrang Symbole und Codewörter
5.2.1 Die linguistische Analyse zu Symbolen und Codewörtern
5.2.2 Die ontologischen Bedingungen zu Symbolen und Codewörtern
5.2.3 Die Rolle des Diskursstrangs Symbole und Codewörter im Gesamtdiskurs
5.3 Diskursstrang Ohnmacht oder bewusste Marktanpassung
5.3.1 Die linguistische Analyse zu Ohnmacht oder bewusste Marktanpassung
5.3.2 Die ontologischen Bedingungen zu Ohnmacht oder bewusste Marktanpassung
5.3.3 Die Rolle des Diskursstrangs Ohnmacht oder bewusste Marktanpassung im Gesamtdiskurs
5.4 Diskursstrang Nichtwähler als Exil-Demokraten
5.4.1 Die linguistische Analyse zum Diskursstrang Nichtwähler als Exil-Demokraten
5.4.2 Die ontologischen Bedingungen zu Nichtwähler als Exil-Demokraten
5.4.3 Die Rolle des Diskursstrangs Nichtwähler als Exil-Demokraten im Gesamtdiskurs
5.5 Die Metaebene des Diskurses von Konsum und Demokratie
5.5.1 Die linguistische Analyse zur Metaebene des Diskurses Konsum und Demokratie
5.5.2 Die ontologischen Bedingungen zur Metaebene des Diskurses Konsum und Demokratie
5.5.3 Die Rolle der Metaebene im Gesamtdiskurs

6. Zusammenführung der theoretischen und medialen Diskursebene

7. Fazit und Ausblick

8. Quellen

Literaturverzeichnis

1. Konsum und Demokratie - ein Widerspruch?

Dass westliche Demokratien zunehmend intensivere Bande mit dem Konsum[1] eingehen, diskutierte nicht nur der französische Dichter Arthur Rimbaud bereits im 19. Jahrhundert, sondern zunehmend auch zahlreiche Politikwissenschaftler[2] in letzter Zeit. Neu ist allerdings, dass sich das Oberhaupt der katholischen Kirche aktiv an dieser Debatte beteiligt. So formulierte der derzeitige Papst, Franziskus, eine explizite Konsumkritik:

„Der Mensch an sich wird wie ein Konsumgut betrachtet, das man gebrauchen und dann wegwerfen kann.“[3]

Obgleich im Rahmen dieser Arbeit kein Exkurs in die Theologie erfolgen soll, so zeigt dieses Zitat doch deutlich, welche Relevanz die Thematik des Konsums im gesamtgesellschaftlichen Diskurs mittlerweile besitzt. In der Politikwissenschaft gab es bereits in den fünfziger und sechziger Jahren verschiedene Ansätze, wobei Downs Ökonomische Theorie der Demokratie sicherlich als eine zentrale Grundlage der Gedanken über ein Abfärben der Wirtschaft auf die Politik genannt werden kann. In dieser Arbeit sollen vor allem neuere theoretische Ansätze von Soziologen und Politikwissenschaftlern mit einer Diskursanalyse kombiniert werden, um den derzeitigen Stand solcher Entwicklungstendenzen zu verorten.

Um im Folgenden eine möglichst eindeutige Abhandlung vollziehen zu können, werden zunächst die zentralen Termini Konsum und Demokratie definiert, wobei auch assoziative Begriffe wie Freiheit einbezogen werden. Anschließend sollen in hermeneutischer Form politische Theorien zur ausgewählten Problematik diskutiert und erörtert werden. Dabei dienen die Gedanken Pierre Bourdieus als Ausgangspunkt, auf den weitere Theorien wie etwa von Richard Sennett und jener der Postdemokratie von Colin Crouch mitsamt ihrem Verständnis von Konsum bezogen werden. Aus dieser Abhandlung sollen aktuelle Kritikpunkte am Verhältnis zwischen Demokratie und Konsum zusammenfassend formuliert werden. Diese bilden wiederum die Basis für den zweiten Abschnitt im Hauptteil dieser Arbeit, in dem eine kritische Diskursanalyse als methodische Grundlage für die Betrachtung der aktuellen politischen Praxis dient. Hierbei werden Äußerungen von Journalisten und Politikern aus dem medialen Diskurs betrachtet, um implizite Gleichstellung von Konsum und Wahlverhalten im Sprachgebrauch oder beispielsweise auch Argumentationsstrukturen für eine vermeintliche Notwendigkeit von zunehmendem Konsum aufzudecken. Daraus sollen abschließend Handlungspraktiken und gesellschaftliche Konventionen innerhalb des Diskurses über Demokratie und Konsum abgeleitet werden. Im letzten Teil der Arbeit soll das Ergebnis der Diskursanalyse auf die zuvor diskutierten politischen Theorien bezogen werden, um diese an Beispielen aus der politischen Praxis zu verifizieren bzw. zu falsifizieren.

In Anlehnung an den eingangs genannten Dichter Rimbaud soll auch die erste These für diese Arbeit formuliert werden: Die Möglichkeit des uneingeschränkten Konsums wird in westlichen Staaten als Demokratiemerkmal verstanden. Oder anders formuliert, wollen sich die westlichen Staaten durch ein Wirtschaftssystem mit uneingeschränktem Konsum als „demokratisch“ rechtfertigen. Zugleich soll mit einer Gegenthese aber auch für die folgende Analyse ein Spannungsfeld aufgebaut werden: Konsum hat in den westlichen Staaten einen Einfluss auf deren Entdemokratisierung. Die zweite zentrale These ist hingegen eine offene Frage und zielt auf einen anderen Aspekt des Verhältnisses zwischen Konsum und Demokratie ab: Inwiefern lassen sich aktuelle politische Prozesse zunehmend mit Konsumentscheidungen gleichsetzen? Um dem Leser zu verdeutlichen, worauf sich hierbei bezogen werden soll, sei einführend noch auf die Politologin Wendy Brown verwiesen. Diese sprach von der Demokratie als zunehmend degradierter Marke in einer Analogie zum Warenfetischismus, welche „das Verkaufsimage eines Produkts vollständig von dessen Inhalt ablöst“[4]. Dieses Missverhältnis zwischen Tausch- und Warenwert aus der Arbeitstheorie gilt es in der anschließenden Konsumdefinition zu klären.

2. Begriffsklärung

Um im weiteren Verlauf dieser Arbeit die notwendigen begrifflichen Konstanten als Diskussionsgrundlage zu haben, gilt es zunächst die zentralen Termini Konsum und Demokratie zu klären. Dabei wird sich auf zwei lexikalische Einträge bezogen, damit ein möglichst einheitliches Verständnis gegeben werden kann. Zugleich werden verschiedene Aspekte, welche den jeweiligen Terminus betreffen und ihn dabei auch eingrenzen, erläutert.

2.1 Definition Konsum

Sprachlich stammt der Begriff Konsum vom lateinischen Verb „consumere“, welches neben üblichen Verwendungen wie „verbrauchen“ oder „verwenden“ auch die Bedeutung „vergeuden“ besitzt. Obgleich dieser Aspekt durchaus interessant ist, soll es im Folgenden nicht direkt um die Frage nach ethischem Konsum gehen, welcher zum Teil auch als politischer Konsum bezeichnet wird. Aber auch die vielseitige Beschäftigung der Wissenschaftsbereiche mit dem Thema Konsum, vor allem in der Betriebswirtschaftslehre und auch in der Soziologie, erfordern es, den Begriff so allgemein wie möglich und nur so speziell wie nötig zu umrahmen. Zugleich soll jedoch im Folgenden ein Abdriften in die Konsumsoziologie vermieden werden.[5]

Als Grundlage dienen die Ausführungen zum Konsum-Begriff aus dem Staatslexikon des Herder-Verlages. So zählen zum Konsum „alle ökonomischen Aktivitäten der Wirtschaftssubjekte, die unmittelbar der Befriedigung ihrer Bedürfnisse (…) dienen. Die Gesamtheit aller in der Volkswirtschaft zu beobachtenden Konsumaktivitäten läßt sich in zwei große Gruppen einteilen: in den privaten und den staatlichen Konsum.“[6]. Für diese Arbeit lässt sich dabei bereits die Einschränkung auf privaten Konsum festhalten, da der Privatkonsum der Bevölkerung betrachtet werden soll. Weiter wird in der vorliegenden Quelle erläutert:

„Zum Erkenntnisobjekt der Konsumtheorie zählt nur der private Konsum. Die privaten Haushalte konsumieren sowohl private als auch öffentliche Güter. Als privat werden alle Güter bezeichnet, die – wie z.B. die Kleidung – nur vom jeweils betrachteten Konsumenten individuell genutzt werden können (Rivalität des Konsums) und durch die Geltung des Ausschlußprinzips gekennzeichnet sind. (…) Diese Güter können für den einzelnen Konsumenten über den Markt bereitgestellt werden.“[7]

Der erste Satz dieses Zitates dient hierbei zugleich als Begründung für die obige Eingrenzung auf den privaten Konsum. Zudem soll sich ausschließlich auf den Konsum privater Güter bezogen werden, da sie über die Aspekte des Marktes und des Ausschlussprinzips definiert werden. Diese beiden Eigenschaften schaffen zugleich ein Spannungsfeld zur in 2.2 folgenden Demokratiedefinition, weshalb sie für eine kritische Diskussion im Verlaufe dieser Arbeit als wertvoll erscheinen. Die Unterscheidung in materielle und immaterielle Güter gilt es ebenfalls zu klären. So soll es beim Konsum-Verständnis für diese Arbeit primär um materielle Güter gehen, da allerdings für Bourdieu etwa Macht nur über immaterielle Güter wie Bildung erreicht werden kann, werden diese an notwendigen Punkten auch integriert. An diesen Stellen gilt es jedoch eine Kennzeichnung vorzunehmen.

In Bezug auf die klassische Arbeitswerttheorie soll Konsum normativ verstanden werden, als dass der Warenwert im Vordergrund stünde. Ein etwaiges Missverhältnis, wenn der Tauschwert den Warenwert übersteigt, wie es beispielsweise beim demonstrativen Konsum der Fall ist, soll im Folgenden als Teil einer Entdemokratisierung verstanden werden. Dieser demonstrative Konsum ist entgegen eines normativen Konsums, bei dem der Nutzen des Konsumguts vordergründig ist, motiviert durch einen finanziellen Vergleich und nicht von relativem wirtschaftlichen Erfolg, wie bereits Veblen vor über einhundert Jahren erkannte.[8]

Da sich die folgende Analyse mit westlichen Industriestaaten, wie in der ersten These eindeutig benannt, beschäftigt und der Konsumbegriff normativ kritisch verstanden wird, soll zugleich Konsum als kulturelles Merkmal des Kapitalismus verstanden werden.[9]

Als Ausblick und zugleich weiterführender Exkurs kann diesbezüglich noch auf den zweiten Gliederungspunkt Probleme der Konsumgesellschaft innerhalb des betrachteten Artikels zum Konsum referiert werden.

„Die Wirtschaftswissenschaft hat in Übereinstimmung der Grundhaltung fast alle Menschen in den entwickelten Ländern seit vielen Jahrzehnten – unter Vernachlässigung weniger Außenseiter – eine unbegrenzte Konsumbereitschaft der Menschen unterstellt, wenn auch nie einen unbegrenzten Konsum bei jedem einzelnen Gut. (…) In neuerer Zeit ist für die entwickelten Staaten die Frage nach der Endlichkeit des Konsums im Zusammenhang mit der Diskussion des wirtschaftlichen Wachstums aktuell geworden.“[10]

Es kann also gewissermaßen eine Grenze des Konsums, so wie er für diese Arbeit definiert wurde, erkannt werden. Im Weiteren gilt es nun zu eruieren, inwieweit dies eine politische Dimension annimmt, sprich möglicherweise demokratische Strukturen schwächt, bzw. in der politischen Praxis wirtschaftliche Konsummechanismen adaptiert wurden.

2.2 Definition Demokratie

Der zweite zentrale Terminus soll nun ebenfalls verortet werden, wenngleich er wohl nicht nur etymologisch eine eindeutigere Bedeutung besitze. Dieser Ansatz auf die griechische Übersetzung als Volksherrschaft wird auch in der zugrundeliegenden Quelle verwendet.[11] An dieser Stelle wird zudem auf Abraham Lincoln verwiesen, wobei auf die Aspekte der Herrschaft aus dem Volk, durch das Volk und im Interesse des Volkes Bezug genommen wird.[12] Im weiteren Verlauf der vorliegenden Begriffserläuterung wird der Demokratiebegriff als „Tendenzbegriff, der die Richtung einer sozialen Bewegung, ihr politisches und soziales Ziel bezeichnet“[13], definiert. Die Demokratie „bedeutet fortan nicht mehr bloß eine Verfassungsform, die der Monarchie und der Aristokratie alternativ gegenübersteht (...). Diese(r) verkörpert kein »finales« Verfassungsereignis und kein »fertiges« Verfassungskonzept, sondern ein mehrstufiges, immer nur vorläufiges historisches Prozessresultat“[14]. Daraus soll sich übergeordnet ein normatives (ideales) Verständnis der Demokratietheorie ableiten, obgleich sich dies auch stets auf die deskriptive Empirie innerhalb der Demokratietheorie berufen.[15] Zugleich wird dies, aufgrund der Thematik des Konsums, Anthony Downs „Ökonomischer Theorie der Demokratie“ gegenübergestellt. Diese besagt:

„(…) in der Nachfolge der national-ökonomischen Theoriebildung (...) der Grundannahme aus, daß jeder durch rationales Handeln seinen individuellen Nutzen maximieren möchte. Dieser Vorstellung liegt das Leitbild des homo oeconomicus zugrunde, des umfassend informierten und einzig auf rationaler Grundlage entscheidungsfähigen Wirtschaftsmenschen.“[16]

Indem diese Theorie einbezogen wird, soll vor allem eine wissenschaftstheoretische Grundlage für die zweite zentrale These, dass politische Prozesse zunehmend mit Konsumentscheidungen gleichgesetzt werden, gegeben werden. Es wird jedoch als höchst fragwürdig erachtet, „ob man tatsächlich die Wahlentscheidung mit einer Marktentscheidung vergleichen kann“[17]. Im weiteren Verlauf der Arbeit gilt es, dieses Spannungsfeld zu diskutieren und zu analysieren.

3. Politische Theorien über die Rolle des Konsums in der Demokratie

Um die folgenden theoretischen Ansätze, welche im Rahmen dieser Arbeit diskutiert und als Grundlage für die folgende Diskursanalyse dienen sollen, in der politischen Theorie auch historisch einordnen zu können, gilt es zunächst einige „Ur-Väter“ ökonomischer Demokratietheorien aufzuzeigen. 1957 veröffentliche Anthony Downs „An Economic Theory of Democracy“[18]. In seinen Annahmen lassen sich einige Ansätze finden, die den Einfluss ökonomischer Strukturen auf die politische Praxis betrachten. Dass dabei auch der Konsum relevant ist, wird an Downs Eigennutz-Axiom deutlich, welches besagt, dass Menschen im Allgemeinen wirtschaftliche Handlungen primär zur Förderung ihrer privaten Zwecke unternehmen, was er auch auf Parteien, Politiker und Wähler adaptiert.[19] Der ökonomische Marktgedanke, dass sich ein Unternehmen nach den Wünschen der Kunden am Markt richtet, also nachfrageorientiert handelt, ist für Downs auch in der politischen Praxis bei Wahlen zu finden.[20] Eine Partei kann dabei von ihren ureigenen Überzeugungen durchaus abschweifen, um beispielsweise weiterhin in einer Regierungsverantwortung zu bleiben, was in dieser Theorie einen zentralen Aspekt darstellt. Problematisch ist diese Annahme in Downs Theorem insoweit, als dass er dies über alle anderen Handlungsintentionen der politischen Akteure stellt und andere dabei auch ausblendet. Diese Kritik lässt sich ebenfalls in der neueren Politikwissenschaft finden.[21] Zudem sieht er in seinen Ausführungen die dabei relevanten individuellen Präferenzen der Akteure als exogene Größen, welche sich jedoch durch den politischen Prozess eigenständig konstituieren, wobei Downs sich an dieser Stelle zwar auch auf Joseph Schumpeter bezieht, allerdings dieser ebenfalls die Präferenzen der Akteure bereits als endogene Produkte einstuft.[22]

Mit Schumpeter, der sich chronologisch noch vor Downs auch mit jenen Verhältnismäßigkeiten beschäftigt hat, gelangt man bei einem weiteren „Ur-Vater“ dieser Thematik an. Auch er versteht die Demokratie als einen Konkurrenzkampf der Einzelnen.[23] Dabei streben Politiker nach persönlichen Vorteilen und „der Wettbewerb um Wählerstimmen zwingt Politiker, kurzfristig zu denken“[24]. Dieser Konkurrenzkampf wird mittels „Reklame“ zwischen den Parteien ausgetragen, welche für Schumpeter unmittelbar zum Wesen der Politik gehört.[25] Damit wird eine Marktanalogie deutlich, welche auch in dieser Arbeit mit der zweiten These näher betrachtet werden soll.

Jedoch kann dabei vor allem Downs gewissermaßen allumfängliche Theorie im gegebenen Rahmen einer Bachelorthesis nur schwerlich anhand einer aktuellen qualitativen Analyse geprüft werden. So führte er auch in seiner Schrift selbst bereits aus, dass in seinem Grundgerüst der ökonomischen Theorie der Demokratie „eine Vielzahl von Theorien notwendig ist“[26]. Eine ähnliche Universalität wurde auch Schumpeter bereits in den 1980ern attestiert, da er sich mit den großen Fragen von Gesamtzusammenhängen zwischen Gesellschaftssystemen beschäftigte, was bereits in dieser Zeit nur noch selten in der Wissenschaft zur Public Choice Theorie Anwendung fand.[27] Deshalb soll sich im Folgenden auf konkretere Theorieansätze von Crouch, Bourdieu und Sennett aus dem aktuelleren politikwissenschaftlichen bzw. auch soziologischen Horizont fokussiert werden. Überdies können diese neueren Theorien nicht mehr nur als Vordenker behandelt werden, da sie bereits die aktuellen Entwicklungen in der politischen Praxis aufgreifen und diese auch beurteilen. Anschließend werden diese theoretischen Ansätze „innerhalb ihrer eigenen Epoche“ an aktuellen Beispielen in einer Diskursanalyse überprüft. In diesem Punkt lässt sich auch mit einer Entstehungstheorie argumentieren:

„(...) doch ist es die Demokratie, die den Kapitalismus hervorgebracht hat, und nicht umgekehrt.“[28]

So gilt es, den Konsum als Aspekt des Kapitalismus zu betrachten und dabei als Produkt in der demokratischen Entwicklung auch erst nach dessen Umsetzung anzusehen. Hierbei spielt auch die zunehmende Medialisierung in den letzten Jahren und deren Einfluss auf die politische Praxis eine wichtige Rolle, weshalb der Bezug auf aktuellere Theorien nur folgerichtig ist.

3.1 Bourdieus soziologischer Ansatz zu kulturellem Konsum

Mit den Worten „Die Partei ist heutzutage eine Art Bank mit einem politischen Kapital und der Generalsekretär einer Partei eine Art Bankier“[29] lässt sich anhand Bourdieus Schriften zur Politischen Ökonomie die Theorie des homo oeconomicus wieder anknüpfen. Seine zentrale These zum Verhältnis des Einzelnen zu politischer Partizipation und kulturellem Konsum formuliert er durchaus anschaulich:

„Anders gesagt, die Chancen, dass jemand eine politische Meinung produziert, sind ungefähr so verteilt wie die Chancen, dass jemand ins Museum geht“ .[30]

Auf der individuellen Ebene knüpft er damit an die erste These dieser Arbeit an. Bourdieu kommt in diesem Werk von der Betrachtung der Politik über die Beobachtung und Analyse der Bildung und Meinungen in der Gesellschaft hin zu Meinungsumfragen. Er stellt die eigene Erkenntnis voran, „dass es die öffentliche Meinung nicht gibt“[31]. Diese wird jedoch in Ergebnissen von Meinungsumfragen häufig propagiert. Nach Bourdieu haben etwa Marktzwänge negative Auswirkungen auf Methoden von Meinungsforschungsinstituten[32], welche durch die vorgegebene Auswahl an Antwortmöglichkeiten der Konsumentenwahl auf dem Markt gleicht.[33] Hiermit gibt er einen ersten Anknüpfungspunkt für die zweite These, da er von ökonomischen Einflüssen auf Institutionen spricht, welche zumindest indirekt an politischen Prozessen diskursiv teilnehmen.

Anschließend betrachtet er jene Akteure, die in Analogie wohl als Nicht-Konsumenten zu bezeichnen wären und die Sicht der Meinungsforscher auf ebenjene.[34] Diese sehen die Enthaltung der Nichtwähler oder bei Nicht-Antworten bei Meinungsumfragen als „Makel der Demokratie“[35] an. In Anlehnung an Ross Ausführungen zur Demokratie als gewissermaßen degradiertem Markensymbol wittern jene Meinungsforscher gar ein „Attentat auf die Demokratie“[36]. Damit wird die Ausgrenzung von jenen Akteuren aus dem politischen Prozess der Demokratie „von oben“ manifestiert, anstatt vielmehr der Ursache für diesen Austritt aus dem Prozess zu hinterfragen. Als empirischen Beleg führt er dafür etwa den versteckten Zensusmechanismus der amerikanischen Demokratieform an, da weniger als die Hälfte der Bevölkerung zur Wahl geht, wobei diese vor allem in der Klasse „der ökonomisch und kulturell Unterprivilegierten zu finden sind“[37].

Mit dem Bezug auf Friedmans Ansatz „einen politischen Akt wie den Kauf einer Ware oder einer Dienstleistung zu behandeln“[38] wird zudem direkt die zweite These aufgegriffen.

Die Entdemokratisierung ist für Bourdieu vor allem am Beispiel der Beherrschten innerhalb einer repräsentativen Demokratie erkennbar, da sie auf zwei unterschiedliche Weisen benachteiligt werden.[39] Einerseits fehlt ihnen der kulturelle Konsum mangels finanziellen Kapitals, womit ein Defizit in der eigenen Meinungsbildung entsteht und andererseits bedeutet die einzige Alternative, der Rückzug mittels Stimmenthaltung bei der Wahl, zugleich den Ausschluss aus diesem zentralen politischen Prozess. Damit spricht er sich für die eingangs formulierte Gegenthese aus, wobei für Bourdieu vor allem der in den sozialen Klassen stark differierende kulturelle Konsum den hauptsächlichen Einfluss auf Meinungsumfragen als Exempel des politischen Prozesses hat.

Abschließend soll noch ein kurzer Exkurs zum Aspekt der Symbolik in Bourdieus Ausführungen gemacht werden. Die Symbole sind demnach das einzige unbeschränkte Machtventil politischer Führer, deren Spielraum in der politischen Praxis zunehmend geringer wird.[40] Jene Symbolkraft sieht er zudem auch im kulturellen Konsum, mit dem die eigene Zugehörigkeit zu einer sozialen Klasse auch definiert und redefiniert wird. Symbole haben somit sowohl in Konsumentscheidungen[41] als auch in politischen Prozessen, vor allem in der eigenen Repräsentation von Politikern in Wahlzeiten, eine tragende Rolle für die Problemstellung dieser Arbeit.

In der später folgenden Diskursanalyse soll sowohl die Thematisierung dieser Symbole, als auch Äußerungen zu den, von Bourdieu angesprochenen, „Exil-Demokraten“ der Nichtwähler genauer betrachtet werden.

3.2 Sennetts Theorie von einer Kultur des Konsums

Auch in Richard Sennetts Abhandlung über Die Kultur des neuen Kapitalismus lässt sich das politische Motiv der Symbolik finden. Jene Symbole werden von Politikern dabei überbetont, wobei eine gesellschaftliche Elite als „Symbolanalytiker“ agiert.[42] Parallelen zwischen politischen Wahlentscheidungen und Konsumentscheidungen versucht Sennett am Beispiel des Wirtschaftsgiganten Wal-Mart als fortschrittlichem Unternehmen zu veranschaulichen.[43] Konkret fragt er dabei:

„(...) hat der zentralisierte Zugriff politischer Organisationen zugenommen auf Kosten vermittelnder lokaler Parteipolitik?“[44]

Damit wird zugleich der Aspekt zunehmender Globalisierung, bzw. zumindest Ausdehnung, innerhalb der beiden verglichenen Prozesse formuliert. So wird sich bei einer Konsumentscheidung ein Handwerker anders, oder zumindest bewusster, entscheiden als ein Konsument, der die Zusammensetzung eines Produktes oder dessen Entstehung nicht versteht.[45] Auf die politische Entscheidung eines Bürgers bezogen kommt es also zunehmend zu Wahlhandlungen, bei denen man weder einen persönlichen Bezug zum gewählten Politiker hat, noch dass man die Zusammenhänge der politischen Praxis versteht. Dies hat für den Bürger eine Fehlidentifikation mit der Person zur Folge, anstatt sich mit der Tätigkeit eines politischen Amtes zu beschäftigen und „verdeckt die Realität der Konsensplattform“[46], einem entscheidenden Demokratiemerkmal. Überdies ist die Gleichsetzung von Bürger und Konsument insofern problematisch, als dass sich der bloße Konsument bei politischen Belangen abwenden kann, wenn sie zu komplex oder uninteressant werden.[47] So ist dies bei einer Produktauswahl für eine Kaufhandlung zwar unproblematisch, bei einer Wahlentscheidung im politischen Prozess hingegen durchaus folgenreich.

In dieser parallelen Darstellung der beiden Prozesse untersucht Sennett außerdem den Aspekt der Abgrenzung näher. Während diese auf der symbolischen Ebene zunehmend steigt, wird sie inhaltlich geringer. Beim Konsum vergleicht Sennett exemplarisch zwei Autos von unterschiedlichen Herstellern, mit jedoch sehr ähnlicher Leistung und Qualität, wobei nur durch das Hervorheben der Unterschiede mittels Werbung einer der Wettbewerber den doppelten Preis für sein Auto verlangen könne.[48] Zu einer ähnlichen Erkenntnis gelangt er auch bei der Betrachtung von politischen Darstellungsvorgängen, da sich die inhaltlichen Unterschiede zwischen Parteien zwar verringern, diese jedoch zunehmend in einem öffentlichen Diskurs ausgetragen werden und daher auf einer symbolischen Ebene vermeintlich wachsen, was auch am folgenden Beispiel Sennetts deutlich wird:

„Die Vermarktung politischer Persönlichkeiten gleicht deshalb immer stärker der Vermarktung von Seife, weil man in beiden Fällen durch das Vergolden kleiner Unterschiede die Aufmerksamkeit des Publikums zu wecken hofft.“[49]

Dies geht, nach der Meinung des Soziologen, einher mit einer positivistischen Selbstdarstellung der Politiker, durch welche es dem Wähler möglichst einfach gemacht werden soll, die Wahlentscheidung zu ihren Gunsten zu treffen.[50] Das bedeutet zugleich zunehmend schnellere Entscheidungen sowohl für den Wähler als auch für Politiker in ihren Amtshandlungen, ähnlich dem Agieren in der Wirtschaft.[51] Vor allem dem Begriff des politischen Prozesses steht diese Beurteilung als kurzfristigen Entscheidungen, wie sie auch Schumpeter bezeichnet hat, in der politischen Praxis konträr gegenüber.

Als abschließender Aspekt aus Sennetts Ausführungen soll sein Exkurs der politischen Theorie zu Hannah Arendt aufgegriffen werden. In ihren Schriften über den demokratischen Prozess sieht sie die kontinuierliche Neuformulierung von Gesetzen zur Selbstbestätigung der eigenen Generation als nicht per se notwendigen Prozess, welcher für Sennett durchaus der Obsoleszenz in der Ökonomie gleicht.[52]

Sennett konnte in seinen Texten vor allem etliche Parallelen zum sich ähnelnden Verhältnis von Konsumentscheidung und politischem Prozess darlegen, womit die zweite These dieser Arbeit untermauert werden kann.

3.3 Diskussion mit Crouchs Theorie der Postdemokratie

Sowohl Bourdieu als auch Sennett schreiben bei der Analyse des Verhältnisses zwischen Konsum und Demokratie den politischen Eliten einen mehr oder weniger bewussten Lernprozess von ökonomischen Verkaufsprinzipien zu. Während Bourdieu dabei direkt die negative Auswirkung auf demokratische Strukturen (These 1) beschreibt, zeigt Sennett vornehmlich die Gemeinsamkeiten von Konsumentscheidung und politischem Wahlvorgang auf (These 2). In beiden Theorien spielen Symbole als Träger von Bedeutungsinhalten eine wichtige Rolle. Auch durch die zunehmende Medialisierung der Politik ist die (rezipierte) Sprache ein zentraler Aspekt, welcher in der anschließenden Diskursanalyse in dieser zugeschriebenen Funktion bestätigt bzw. falsifiziert werden soll.

Diesen beiden Auffassungen, welche sich in einigen Aspekten ergänzen, soll und kann Colin Crouch mit seiner politischen Theorie der Postdemokratie gegenübergestellt werden. Crouchs Wertung der Demokratie selbst soll durch seine Herangehensweise mit dem Begriff Postdemokratie nicht unmittelbar im Vordergrund stehen. In seinen Ausführungen betrachtet er den Markt auf einer Metaebene insofern, als dass dieser dem Konsumenten bzw. als Politik dem Bürger nur eine bestimmte Auswahl anbietet, aus welcher er bei seiner Konsum- bzw. Wahlentscheidung wählen kann.[53] Dieses Marktverständnis kann gewissermaßen als Perspektivwechsel zu Bourdieus Analyse über die Rolle der Nichtwähler dienen. Denn ihre Motivation ist nicht nur politisches Desinteresse, welches zum Teil Nichtwählern unterstellt wird, sondern auch fehlende Repräsentation in der vorgegebenen parteipolitischen „Angebotspalette“. Im Gegensatz zu den beiden bereits erörterten Auffassungen sieht Crouch die politischen Eliten teilweise als Opfer des Marktes und der Massenmedien. Dadurch werden sie gewissermaßen zu einer Anpassung an ökonomische Mechanismen genötigt, um als „Produkt“ auf dem politischen „Markt“ zu bleiben.[54] So sei „es schwierig für sie (...) herauszufinden, was die Bevölkerung eigentlich von ihnen will“[55], weshalb „sie auf die bekannten Techniken der politischen Manipulation“[56] zurückgreifen. In diesem Punkt lassen sich Bourdieus Ausführungen über Meinungsumfragen noch einmal aufgreifen. Diese werden nicht nur von Marktzwängen beeinflusst, sondern auch wie Crouch sagen würde, von den politischen Eliten so interpretiert, dass sie für ihre eigenen Standpunkte als Argumentation dienen. Als Konklusion von Crouchs Marktauffassung sowie der Beziehung von Konsum und politischer Praxis soll abschließend ein Zitat aus seinem Werk Postdemokratie II angeführt werden:

„Macht und Reichtum sind konvertierbare Währungen.“[57]

So steht die politische Macht der Ökonomischen zwar als Äquivalent gegenüber, jedoch bestehen zwischen beiden vielschichtige Transformationsbeziehungen. Diese gilt es in der folgenden Diskursanalyse näher zu betrachten. Aus dem Theorieabschnitt sollen dabei vor allem die Betrachtung von Symbolen im politischen Diskurs, Äußerungen zu Nichtwählern und die Frage nach der Ohnmacht bzw. einer bewussten Anpassung politischer Eliten an ökonomische Marktprozesse als Arbeitsaufträge aufgegriffen werden.

4. Die Methode der Diskursanalyse

Um die eingangs aufgestellten Thesen und daran diskutierten politikwissenschaftlichen Theorien operationalisieren zu können, soll im Folgenden mit einer qualitativen Analyse gearbeitet werden. Die Diskursanalyse, als eine von vielen Wissenschaftsdisziplinen verwendete Methode, geht dabei auf Michel Foucault zurück. Dabei wird Sprache als zentrales Ventil von Macht angesehen, welche analysiert werden soll. Der „Ausgangspunkt der diskursanalytischen Sicht ist die Erkenntnis, dass sprachliche Zeichen ihre Bedeutung aus den strukturierten Relationen (...) zu anderen Zeichen erhalten“[58]. Dies deckt sich mit den bereits eruierten Standpunkten von Bourdieu und Sennett, welche Symbolen, wozu sprachliche Ausdrücke zweifelsfrei gehören, eine immanente Rolle im zu betrachtenden Diskurs über Konsum und Demokratie zuschreiben. Nach Foucault stehen bei dieser Analysemethode „Formationsregeln“ eines Diskurses[59] im Fokus, wie beispielsweise implizite Verbote als Prozedur der Ausschließung.[60] Dabei lässt sich ebenfalls eine Verbindung zu Bourdieus Vorstellungen über die Stellung von Nichtwählern im politischen Diskurs herstellen, da er, wie bereits unter 3.1 aufgezeigt werden konnte, ebenfalls davon ausgeht, dass diese durch das Nichtwählen ausgeschlossen werden. Vor allem weil davon auszugehen ist, dass Äußerungen über diese Thematik von politischen Akteuren im medialen Diskurs vorrangig implizit sind, eignet sich eine qualitative Analyse, mit der die Sprache jener Akteure untersucht wird.

4.1 Die Diskursanalyse in der Politikwissenschaft

Die Methode der Diskursanalyse hat in verschiedenen Geisteswissenschaften zunehmend an Bedeutung gewonnen, allen voran sicherlich in der Linguistik. Doch auch in den Sozialwissenschaften hat sie beispielsweise durch die kritische Diskursanalyse zunehmend einen interdisziplinären Charakter in der Wissenschaft erhalten. Dabei ist kritisch insoweit zu verstehen, dass sie davon ausgeht, „dass keiner die Wahrheit gepachtet hat“[61] und Sprache analysiert und reflektiert wird. Vor allem die Aspekte Macht bzw. Machtverhältnisse[62] und damit verbundene Deutungskämpfe um Begriffe[63] machen deutlich, dass die Politikwissenschaft von dieser Methode in einigen ihrer Forschungsgebiete durchaus partizipieren kann. Obgleich sich in Teilen unsere Wissenschaft mit dieser relativ neuen Methode noch schwer tut,[64] so ist sie nicht nur inhaltlich für die vorliegende Thematik sondern auch quantitativ für den Umfang einer Bachelorarbeit eine passende Forschungsmethode.

[...]


[1] Vgl. Ross, K.: Demokratie zu verkaufen, in: Demokratie eine Debatte. Berlin 2012. S. 112.

[2] Zu Gunsten der Lesbarkeit wird in dieser Arbeit für die männliche und weibliche Form das generische Maskulinum verwendet.

[3] Kerner, R. „Diese Wirtschaft tötet“. (27.11.2013), http://www.fr-online.de/der-neue-papst/papst-franziskus--diese-wirtschaft-toetet-,10846758,25437588.html (Stand 12.5.2015)

[4] Vgl. Brown, W.: Wir sind jetzt alle Demokraten…, in: Demokratie eine Debatte. Berlin 2012. S. 55.

[5] Ein gutes Beispiel für eine andere semantische Verwendung des Demokratie-Begriffs aus Sicht der politischen Soziologie stellt Jörn Lamlas Werk „Verbraucherdemokratie“ dar.

[6] Görres-Gesellschaft (Hrsg.): Konsum, in: Staatslexikon, Bd. 3, Freiburg 1987. S. 644.

[7] Ebd.

[8] Vgl. Veblen, T.: Theorie der feinen Leute. Frankfurt am Main 1986. S. 106.

[9] Vgl. Lamla, J.: Verbraucherdemokratie. Berlin 2013. S. 270ff.

[10] Görres-Gesellschaft (Hrsg.): Konsum, in: Staatslexikon, Bd. 3, Freiburg 1987. S. 648f.

[11] Vgl. Nohlen, D.(Hrsg.): Demokratie, in: Lexikon der Politik, Bd. 1, München 1995. S. 37.

[12] Ebd.

[13] Ebd.

[14] Vgl. Nohlen, D.(Hrsg.): Demokratie, in: Lexikon der Politik, Bd. 1, München 1995. S. 37f.

[15] Vgl. Nohlen, D.(Hrsg.): Demokratie, in: Lexikon der Politik, Bd. 1, München 1995. S. 40.

[16] Nohlen, D.(Hrsg.): Demokratie, in: Lexikon der Politik, Bd. 1, München 1995. S. 43.

[17] Ebd.

[18] Die deutsche Übersetzung mit dem Titel „Ökonomische Theorie der Demokratie“ erschien 1968.

[19] Vgl. Downs, A.: Ökonomische Theorie der Demokratie. Tübingen 1968. S. 26f.

[20] Vgl. Downs, A.: Ökonomische Theorie der Demokratie. Tübingen 1968. S. 287.

[21] Vgl. Schmidt, M.: Demokratietheorien: eine Einführung. Wiesbaden 2010. S. 149.

[22] Vgl. Ebd.

[23] Vgl. Schumpeter, J.: Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie. Tübingen 2005. S. 428.

[24] Timmermann, M. (Hrsg.): Die ökonomischen Lehren von Marx, Keynes und Schumpeter. S. 176.

[25] Vgl. Timmermann, M. (Hrsg.): Die ökonomischen Lehren von Marx, Keynes und Schumpeter. Stuttgart 1987. S. 184.

[26] Downs, A.: Ökonomische Theorie der Demokratie. Tübingen 1968. S. 284.

[27] Vgl. Timmermann, M. (Hrsg.): Die ökonomischen Lehren von Marx, Keynes und Schumpeter. Stuttgart 1987. S. 182f.

[28] Barber, B.: Coca-Cola und Heiliger Krieg. Bern 1996. S. 253.

[29] Bourdieu, P.: Politik. Schriften zur Politischen Ökonomie 2. Konstanz 2010. S. 108.

[30] Bourdieu, P.: Politik. Schriften zur Politischen Ökonomie 2. Konstanz 2010. S. 215.

[31] Bourdieu, P.: Politik. Schriften zur Politischen Ökonomie 2. Konstanz 2010. S. 254.

[32] Vgl. Bourdieu, P.: Politik. Schriften zur Politischen Ökonomie 2. Konstanz 2010. S. 258.

[33] Vgl. Bourdieu, P.: Politik. Schriften zur Politischen Ökonomie 2. Konstanz 2010. S. 127.

[34] Vgl. Bourdieu, P.: Politik. Schriften zur Politischen Ökonomie 2. Konstanz 2010. S. 260.

[35] Ebd.

[36] Ebd.

[37] Bourdieu, P.: Politik. Schriften zur Politischen Ökonomie 2. Konstanz 2010. S. 99.

[38] Bourdieu, P.: Politik. Schriften zur Politischen Ökonomie 2. Konstanz 2010. S. 307.

[39] Vgl. Bourdieu, P.: Politik. Schriften zur Politischen Ökonomie 2. Konstanz 2010. S. 309f.

[40] Vgl. Bourdieu, P.: Die verborgenen Mechanismen der Macht. Hamburg 1992. S. 152.

[41] Bei materiellem Konsum sei nur etwa auf den Kauf von klassischen Prestigegütern verwiesen.

[42] Vgl. Sennett, R.: Die Kultur des neuen Kapitalismus. Berlin 2005. S.107ff.

[43] Vgl. Sennett, R.: Die Kultur des neuen Kapitalismus. Berlin 2005. S.109.

[44] Ebd.

[45] Vgl. Sennett, R.: Die Kultur des neuen Kapitalismus. Berlin 2005. S.115f.

[46] Sennett, R.: Die Kultur des neuen Kapitalismus. Berlin 2005. S.131.

[47] Vgl. Sennett, R.: Die Kultur des neuen Kapitalismus. Berlin 2005. S.134.

[48] Vgl. Sennett, R.: Die Kultur des neuen Kapitalismus. Berlin 2005. S.117.

[49] Sennett, R.: Die Kultur des neuen Kapitalismus. Berlin 2005. S.131.

[50] Vgl. Sennett, R.: Die Kultur des neuen Kapitalismus. Berlin 2005. S.110.

[51] Vgl Sennett, R.: Die Kultur des neuen Kapitalismus. Berlin 2005. S.139.

[52] Vgl. Sennett, R.: Die Kultur des neuen Kapitalismus. Berlin 2005. S. 126.

[53] Vgl. Crouch, C.: Markt und Moral. Wien 20014. S. 27.

[54] Vgl. Crouch, C.: Postdemokratie. Frankfurt am Main 2013. S. 32.

[55] Ebd.

[56] Ebd.

[57] Crouch, C.: Das befremdliche Überleben des Neoliberalismus. Berlin 2011. S. 77.

[58] Freikamp, U.(Hrsg.), u.a.: Kritik mit Methode? Berlin 2008. S. 20.

[59] Vgl. Foucault, M.: Archäologie des Wissens. Frankfurt am Main 1988. S. 48ff.

[60] Vgl. Foucault, M.: Die Ordnung des Diskurses. München 1991. S. 11.

[61] Vgl. Jäger, S./ Zimmermann, J.(Hrsg.): Lexikon Kritische Diskursanalyse. Münster 2010. S. 23.

[62] Vgl. Jäger, S./ Zimmermann, J.(Hrsg.): Lexikon Kritische Diskursanalyse. Münster 2010. S. 8ff.

[63] Vgl. Hagemann, S.: Politische Kultur, Nation und nationale Identität. Die kulturtheoretische Wende in der politischen Kulturforschung. Berlin 2010. S. 25ff.

[64] Vgl. Zimmermann, J.: Diskursanalyse und Politikwissenschaft, in: DISS-Journal (2010), Nr. 20, S. 16.

Ende der Leseprobe aus 50 Seiten

Details

Titel
Konsum und Demokratie. Die aktuellen Auswirkungen von Konsumverhalten auf die politische Praxis am Beispiel der BRD
Untertitel
Eine mediale Diskursanalyse
Hochschule
Universität Leipzig  (Institut für Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Demokratietheorie
Note
2,6
Jahr
2015
Seiten
50
Katalognummer
V341433
ISBN (eBook)
9783668310438
ISBN (Buch)
9783668310445
Dateigröße
786 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Demokratie, Konsum, Diskursanalyse, Demokratiekritik
Arbeit zitieren
Anonym, 2015, Konsum und Demokratie. Die aktuellen Auswirkungen von Konsumverhalten auf die politische Praxis am Beispiel der BRD, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/341433

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