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Genus verbi. Kategorien des Verbs in der deutschen Grammatik

Protokoll einer Stunde zum Seminar "Das Verb im Deutschen" (SS 2013)

Titel: Genus verbi. Kategorien des Verbs in der deutschen Grammatik

Vorlesungsmitschrift , 2014 , 5 Seiten

Autor:in: Martin Hinz (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der zu behandelnde Inhalt der Sitzung des Seminars "Das Verb im Deutschen" am Dienstag, den 28.05.2013, ist die Verbkategorie des Genus verbi.

Das Thema lässt sich in drei Themenschwerpunkte gliedern. Zunächst wird der Begriff der Diathese erläutert und inhaltlich gefüllt, dann der eigentliche Begriff des Genus verbi mit der Schwerpunktsetzung auf das Passiv mit seinen semantischen und morphologischen Charakteristika und schließlich wird das Medium (middle voice) besprochen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Diathese

II. Genus verbi

III. Medium

Zielsetzung & Themen

Dieses Stundenprotokoll dokumentiert die theoretischen Grundlagen und die systematische Einordnung der Verbkategorien Diathese, Genus verbi und Medium im Deutschen, um deren syntaktische und semantische Funktionsweisen zu erläutern.

  • Definition und Abgrenzung des Begriffs Diathese
  • Systematik der Genera Aktiv und Passiv
  • Unterscheidung von Vorgangs- und Zustandspassiv
  • Theoretische Einordnung der Kategorie Medium
  • Anwendungsbereiche reflexiver Verben

Auszug aus dem Buch

I. Diathese

Der erste Punkt auf der Tagesordnung des Seminars ist die Klärung und Einführung der Begrifflichkeit der Diathese. Diese sei in der Sekundärliteratur nicht konsequent definiert. Während manche Quellen von einer Deckungsgleichheit mit dem Begriff des Genus verbi ausgehen, vertreten andere Quellen, dass die Diathese eine breitere Erscheinung umfasst, unter deren Überbegriff das Genus verbi fällt. Wir folgen zunächst der Definition von Bußmann: “Diathese [Griech. diáthesis >das Auseinanderstellen<, engl. voice]. Aus dem Griech. übernommene Bezeichnung für → Genus verbi (→ Aktiv, → Passiv, →Medium) und für andere reguläre Valenzrahmenwechsel wie → Akkusativierung, → Antipassiv, → Applikativ, → Dativierung, → Kausativum u.a.“

Es wird also zwischen dem eigentlichen Genus verbi und verschiedenen Varianten von Valenzrahmenwechseln unterschieden.

Ein einfaches Beispiel für Valenzrahmenwechsel ist die Akkusativierung. Diese ist eine in vielen Nominativsprachen realisierte Variationsmöglichkeit des Valenz-Rahmens. „Ich antworte auf eine Frage.“ → „Ich beantworte eine Frage.“ Hier wird aus dem Präpositionalobjekt ein Akkusativobjekt. Dieser Wechsel, der auch mit Dativ- und Genitivobjekten möglich ist, wird als „relation change“ (valency change, argument shifting) bezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Diathese: Dieses Kapitel definiert Diathese als Oberbegriff für reguläre Valenzrahmenwechsel und grenzt diesen von der engeren Kategorie des Genus verbi ab.

II. Genus verbi: Hier werden Aktiv und Passiv behandelt, wobei insbesondere die morphologische und semantische Bildung des Vorgangs- und Zustandspassivs gegenübergestellt wird.

III. Medium: Dieser Abschnitt erörtert die Rolle des Mediums als reflexiv-ähnliche Konstruktion im Deutschen und klassifiziert Anwendungsbereiche reflexiver Verben.

Schlüsselwörter

Diathese, Genus verbi, Aktiv, Passiv, Vorgangspassiv, Zustandspassiv, Medium, Valenzrahmenwechsel, Agens, Patiens, Reflexivkonstruktion, Sprachwissenschaft, Syntax, Semantik, Verbkategorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Dokument grundsätzlich?

Das Dokument ist ein Stundenprotokoll einer sprachwissenschaftlichen Seminarsitzung zum Thema „Genus verbi“, das die theoretischen Grundlagen der Verbkategorien zusammenfasst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Begriffe Diathese, das Genus verbi (Aktiv/Passiv) sowie das Medium und deren syntaktische und semantische Realisierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die systematische Einführung und Klärung der Begrifflichkeiten sowie die Veranschaulichung der Passiv- und Mediumkonstruktionen anhand von Beispielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine linguistische Analyse auf Basis etablierter Standardwerke der Grammatik (z.B. Bußmann, Hentschel/Weydt, Helbig/Buscha) angewandt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Diathese, die detaillierte Darstellung des Passivs in seinen sechs Tempora sowie die Einordnung des Mediums.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Typische Begriffe sind Diathese, Genus verbi, Passiv, Medium, Valenzrahmenwechsel und Verbkategorie.

Wie unterscheidet man das Vorgangs- vom Zustandspassiv?

Das Vorgangspassiv betont den Prozess der Handlung („werden“ + Partizip II), während das Zustandspassiv das Ergebnis einer abgeschlossenen Handlung fokussiert („sein“ + Partizip II).

Gibt es ein echtes Medium im Deutschen?

Nein, das Dokument stellt fest, dass es im Deutschen streng genommen kein vollständiges Verbparadigma für das Medium gibt, weshalb es oft über reflexive Konstruktionen ausgedrückt wird.

Ende der Leseprobe aus 5 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Genus verbi. Kategorien des Verbs in der deutschen Grammatik
Untertitel
Protokoll einer Stunde zum Seminar "Das Verb im Deutschen" (SS 2013)
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Philosophische Fakultät/ Germanistik)
Veranstaltung
Das Verb
Autor
Martin Hinz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
5
Katalognummer
V341482
ISBN (eBook)
9783668312463
ISBN (Buch)
9783668312470
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Grammatik Verb Genus verbi Linguistik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Hinz (Autor:in), 2014, Genus verbi. Kategorien des Verbs in der deutschen Grammatik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/341482
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Leseprobe aus  5  Seiten
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