Sergio Leone - Es war einmal in Amerika


Seminararbeit, 2001
13 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. „The Hoods“- Die Romanvorlage

2. Eine kurze Zusammenfassung des Films unter besonderer Berücksichtigung von Zeit und Chronologie

3. Analyse

4. Verwendete Literatur

„The Hoods“

Sergio Leones Epos „Es war einmal in Amerika“ basiert auf dem Roman „ The Hoods“ von Harvey Grey.

Der vierhundert Seiten füllende Roman erschien im Mai 1953 erstmalig in den USA, sieben Jahre später war er in einer übersetzten Version auch in Italien erhältlich.

Grey schrieb den größten Teil des Buches während eines langjährigen Gefängnisaufenthaltes. Neben „The Hoods“ ist sein bekanntestes Werk eine Biografie über den Bandenanführer Arthur Flegenheimer (bekannt als „Dutch“ Schulz).

Grey zufolge ist der Inhalt von „The Hoods“ semi -autobiografischer Natur und er selbst ein gealterter Gangster, der die „Roaring Twenties“ nur durch den richtigen Abgang zur richtigen Zeit überlebt hat.

Als Sergio Leone dem Roman zum erstenmal begegnete, war es nicht etwa die literarische Qualität des Buches die ihn faszinierte. Was ihn gefangennahm war die Möglichkeit, daß es sich bei diesem Buch um die Autobiographie eines echten Gangsters handeln könnte.

Zwischen dem Entschluß, nun „Es war einmal in Amerika“ zu drehen und der tatsächlichen Umsetzung dieses Vorhabens lagen jedoch aufgrund diverser Probleme in der Vorbereitung zehn Jahre.

Zum Beispiel schien es lange Zeit unmöglich, Harvey Grey aufzuspüren. Mit ihm wollte Leone sich unbedingt über den Roman und die Authentizität der Erzählung unterhalten. Auch der Verbleib der Rechte an dem Buch blieb unklar.

Leone hat bei „Es war einmal in Amerika“ nicht auf klassische Art und Weise ein Buch als Film umgesetzt. Vielmehr hat er die Authentizität der Figuren, der Orte und der Atmosphäre als Ausgangspunkt genommen, um seinen eigenen Film zu drehen. So hat er also nicht ein Buch, sondern vielmehr den Geist eines Buches verfilmt.

2. Eine kurze Zusammenfassung des Filmes unter besonderer Berücksichtigung von Zeit und Chronologie.

Zu Beginn des Filmes befinden wir uns im Jahre 1933. Drei Männer suchen Noodles ( Robert de Niro ), um ihn für den vermeintlichen Verrat an seinen Freunden zur Rechenschaft zu ziehen. Sie töten Eve, seine Freundin, die nicht weiß wo er sich aufhält. In der nächsten Szene wird Fat Moe, ein Freund Noodles`, von den drei Männern unter Gewaltanwendung dazu gebracht, seinen Aufenthaltsort preiszugeben. Noodles ist in einer Opiumhöhle in Chinatown.

Dort wird er von einem Angestellten vor der Ankunft seiner Verfolger gewarnt und flieht. Er begibt sich zu Fat Moe´s Speakeasy und holt den Schlüssel des Schließfaches in dem er und seine Freunde über Jahre hinweg die Einkünfte aus ihren Geschäften hinterlegt hatten. Als er am Bahnhof das Schließfach öffnet findet er es jedoch leer vor. Wahllos besteigt er daraufhin den erstbesten Zug und verläßt die Stadt.

Nun kommt es zu dem ersten Zeitsprung: Wir finden uns im Jahre 1968 wieder. Noodles kommt an demselben Bahnhof an, von dem er vor fünfunddreißig Jahren aufgebrochen ist.

Er begibt sich zu Fat Moe, gibt ihm den Schlüssel zurück und eröffnet ihm, daß das Schließfach leer war. Mit einem Blick Noodles´ durch eine kleine Wandöffnung in einem Hinterzimmer von Moe´s Lokal wird der nächste Zeitsprung eingeleitet: Es spielt das Jahr 1924. Nun wird eine Episode aus Noodles´ Kindheit erzählt. Es kommt zum Zusammentreffen mit Max ( gespielt von James Woods) und schließlich zur verhängnisvollen Begegnung mit Bugsy. Mit Noodles´ Einlieferung ins Gefängnis endet diese Episode.

Die darauffolgende Szene spielt wieder im Jahr 1968: Noodles besucht das Mausoleum seiner drei Freunde auf dem Riverdale Friedhof in New York. Dort findet er einen weiteren Schlüssel und in dem dazugehörigen Fach eine große Menge Geld und die Nachricht, dies sei ein Vorschuß auf seinen nächsten Auftrag.

Es kommt zum nächsten Zeitsprung. Es ist 1933. Noodles wird aus dem Gefängnis entlassen. Seinen alten Freunden holen ihn ab. Sie stellen ihm ihr neues Leben als Gangster vor und führen ihn darin ein.

Nach dieser Episode finden wir uns 35 Jahre später wieder. Es ist 1968. Noodles ist in Moe´s Lokal und sieht Fernsehen. Ein gewisser James Conway gibt dort eine Erklärung ab. Mit der Bemerkung Noodles´, er kenne diesen Mann, wird die nächste Episode und der nächste Zeitsprung eingeleitet.

Es ist wieder 1933. Besagter James Conway , ein Gewerkschaftsvertreter wird von Schlägern der Arbeitgeber bedroht und aufgefordert, für eine Ende des bestehenden Streiks zu sorgen. Noodles und seine Leute, die für die Gewerkschaftsvertreter arbeiten, befreien ihn.

[...]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Sergio Leone - Es war einmal in Amerika
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Institut für Romanische Sprachen und Literaturen)
Veranstaltung
Seminar: Mythos und Gewalt im Italowestern
Note
1,0
Autor
Jahr
2001
Seiten
13
Katalognummer
V3415
ISBN (eBook)
9783638120890
Dateigröße
517 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sergio, Leone, Amerika, Seminar, Mythos, Gewalt, Italowestern
Arbeit zitieren
Christian Meister (Autor), 2001, Sergio Leone - Es war einmal in Amerika, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3415

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