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Die negative Verstärkung: Erläuterung der Wirkungsweise dieser Form des instrumentellen Lernens an Beispielen aus dem Alltag und der Schule

Title: Die negative Verstärkung: Erläuterung der Wirkungsweise dieser Form des instrumentellen Lernens an Beispielen aus dem Alltag und der Schule

Seminar Paper , 2004 , 14 Pages , Grade: eins plus

Autor:in: Ralf Kirsten (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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In der Lernpsychologie geht es um den zentralen Begriff des Lernens. Es gibt nach Mietzel (Wege in Psychologie, 1996 S.157) keinen Themenbereich der so viele Untersuchungen zu verzeichnen hat, wie der für den Menschen lebenslang bedeutende Prozess des Lernens. Lernen ist eng mit dem Begriff Verhalten verbunden, muss aber von diesem unterschieden werden. Verhalten hängt klar von Lernprozessen ab, ist aber im Gegensatz zum Lernen beobachtbar.
Während des gesamten Lebens kommt es zur Annahme von Verhalten. Das instrumentelle Lernen erklärt diesen Verhaltensauf- und Abbau mit der Wirkung von nachfolgenden Konsequenzen. Zu diesen Konsequenzen zählt neben drei weiteren die negative Verstärkung, deren Wirkungsweise im dritten Kapitel erläutert wird. Vorab muss noch geklärt werden, was ist das instrumentelle Lernen? Beim instrumentellen Lernen geht es um das zukünftige Verhalten, welches beeinflusst wird, durch Konsequenzen, die durch vergangenes Verhalten hervorgerufen wurden. Verhalten (V) ist dabei Instrument oder Mittel, das eine Konsequenz (K) hervorruft. Durch instrumentelles Lernen entstandenes Verhalten ist situationsabhängig und wird nur unter der Lernsituation ähnlichen Bedingungen gezeigt. Es ist starres und gewohnheitsmäßiges Verhalten.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung: Stellung des instrumentellen Lernens in der Psychologie

2 Die negative Verstärkung: Einordnung, Definition, Begriffe

3 Die Wirkungsweise der negativen Verstärkung

4 Beispiele aus dem Alltag und der Schule

5 Schlusswort

6 Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologische Wirkungsweise der negativen Verstärkung als eine Form des instrumentellen Lernens. Das primäre Ziel besteht darin, die theoretischen Grundlagen dieses Verhaltensaufbaus zu erläutern und dessen praktische Anwendung sowie die damit verbundenen Herausforderungen im Alltag und im schulischen Kontext kritisch zu reflektieren.

  • Grundlagen des instrumentellen Lernens und Einordnung der negativen Verstärkung
  • Differenzierung zwischen negativer Verstärkung und Bestrafung
  • Mechanismen des Flucht- und Vermeidungslernens
  • Praktische Anwendungsbeispiele in der Erziehung und Schule
  • Reflexion über Motivation durch Zwang und aversive Reize

Auszug aus dem Buch

Die Wirkungsweise der negativen Verstärkung

Um die negative Verstärkung als Mittel zur Erhöhung der Auftretenswahrscheinlichkeit eines gewünschten Verhaltens bei Individuen nutzen zu können, bedarf es eines aversiven Reizes. Ein aversiver Reiz kann durch ein aversives Ereignis ausgelöst werden. Ein solcher Reiz ist nur wirksam, wenn ein Individuum auf diesen mit Abwehr- oder Vermeidungsverhalten reagieren würde. Die Motivation eines Individuums, ein Verhalten durch negative Verstärkung häufiger zu zeigen, besteht darin, dass es mit dem Verhalten den negativen (aversiven) Reiz - oder der Angst vor diesem - entfernen, reduzieren oder vermeiden kann.

Wir haben es hier mit Lernprozessen zu tun, die es den Individuen ermöglichen sich dem Unangenehmen zu entziehen. Tritt ein aversives Ereignis auf, kann mit Fluchtverhalten darauf reagiert werden. In der Natur schützen sich Tiere so vor dem Gefressen-Werden. Sie haben gelernt bei Gefahr zu fliehen. Durch Fluchtlernen sind sie in der Lage, sich direkt und aktiv dem vorhandenen aversiven Ereignis zu entziehen. Weitere Beispiele wären das Aufsuchen von schattigen Plätzen bei sengender Mittagsonne und das Verhalten den aversiven Reizen des Hungers und des Durstes entgegenzuwirken.

Als gleichgeartetes Beispielverhalten der Menschen wird in der Literatur häufig die Einnahme von Schmerztabletten als Folge von Kopfschmerzen (aversiver Reiz) angegeben. Operante Konditionierung heißt das Lernen durch Bestrafung und - wie in diesem Beispiel - durch Verstärkung, mit der Konsequenz für den Betroffenen, dass der Schmerz nach Einnahme gelindert oder gar ausgesetzt wird. Somit ist die Wahrscheinlichkeit der Einnahme von Tabletten bei auftretenden Schmerzen höher.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Stellung des instrumentellen Lernens in der Psychologie: Das Kapitel führt in die psychologische Systematik ein und verortet das instrumentelle Lernen als zentralen Prozess zur Verhaltenssteuerung durch Konsequenzen.

2 Die negative Verstärkung: Einordnung, Definition, Begriffe: Hier werden die verschiedenen Lernformen differenziert und der Begriff der negativen Verstärkung im Kontext des Verhaltensaufbaus definiert.

3 Die Wirkungsweise der negativen Verstärkung: Dieser Abschnitt erläutert die Mechanismen von Flucht- und Vermeidungslernen anhand biologischer und menschlicher Beispiele sowie die Bedeutung aversiver Reize.

4 Beispiele aus dem Alltag und der Schule: Es wird analysiert, wie negative Verstärkung in Erziehungskontexten wirkt und welche problematischen Auswirkungen eine zu starke Fokussierung auf Zwang und Druck haben kann.

5 Schlusswort: Das Kapitel reflektiert kritisch über das Lernen unter Zwang und plädiert für eine ausgewogene Dosierung von Anforderungen im Bildungsprozess.

6 Literatur: Auflistung der verwendeten Fachquellen zur Lerntheorie und pädagogischen Psychologie.

Schlüsselwörter

Negative Verstärkung, instrumentelles Lernen, operante Konditionierung, aversiver Reiz, Fluchtlernen, Vermeidungslernen, Verhaltenskontrolle, Bestrafung, Lernpsychologie, Verhaltensmodifikation, pädagogische Psychologie, Reiz-Reaktions-Lernen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die psychologische Theorie der negativen Verstärkung und untersucht, wie dieses Prinzip zur Steuerung und zum Aufbau von Verhalten eingesetzt wird.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Lernformen, der Abgrenzung zwischen Verstärkung und Bestrafung sowie der Anwendung dieser Konzepte im Alltag und in der Schule.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Wirkungsweise der negativen Verstärkung verständlich zu machen und die Effizienz sowie die Risiken dieses Erziehungsmittels zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die sich auf fachwissenschaftliche Literatur zur Lernpsychologie stützt, um Begrifflichkeiten und Wirkmechanismen zu explizieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Verstärkungsbegriffe und eine anschließende Analyse ihrer praktischen Relevanz in gesellschaftlichen und schulischen Kontexten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit maßgeblich?

Begriffe wie Fluchtlernen, Vermeidungslernen, aversive Ereignisse und Verhaltenskontrolle sind zentral für das Verständnis des Textes.

Wie unterscheidet der Autor zwischen Flucht- und Vermeidungslernen?

Beim Fluchtlernen reagiert das Individuum aktiv auf einen bereits vorhandenen aversiven Reiz, während beim Vermeidungslernen ein Hinweisreiz die drohende Gefahr ankündigt, was eine präventive Reaktion ermöglicht.

Warum ist die Anwendung von negativer Verstärkung in Schulen problematisch?

Der Autor weist darauf hin, dass nicht alle Schüler auf den gleichen aversiven Reiz gleich reagieren; falscher Druck kann zu Widerstand führen und das Klassenklima sowie den Lernerfolg negativ beeinflussen.

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Details

Title
Die negative Verstärkung: Erläuterung der Wirkungsweise dieser Form des instrumentellen Lernens an Beispielen aus dem Alltag und der Schule
College
University of Rostock  (Institut für Erziehungswissenschaften)
Course
Seminar: Einführung in die Psychologie des Lernens und Lehrens
Grade
eins plus
Author
Ralf Kirsten (Author)
Publication Year
2004
Pages
14
Catalog Number
V34174
ISBN (eBook)
9783638344777
ISBN (Book)
9783638809993
Language
German
Tags
Verstärkung Erläuterung Wirkungsweise Form Lernens Beispielen Alltag Schule Seminar Einführung Psychologie Lernens Lehrens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ralf Kirsten (Author), 2004, Die negative Verstärkung: Erläuterung der Wirkungsweise dieser Form des instrumentellen Lernens an Beispielen aus dem Alltag und der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34174
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