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Asset Allocation für Privatanleger im aktuellen Niedrigzinsumfeld

Titel: Asset Allocation für Privatanleger im aktuellen Niedrigzinsumfeld

Seminararbeit , 2016 , 23 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Tim Steger (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Meine Seminararbeit befasst sich mit dem Thema „Asset Allocation für Privatkunden im aktuellen Niedrigzinsumfeld“.

Ich habe mich für dieses Thema entschieden, da eine vernünftige Vermögensstruktur in der aktuellen Situation essentiell ist, um reale Kapitalverluste zu vermeiden.

In meinem Beruf als Privatkundenberater begleiten mich die Themen Niedrigzinsen, Anlagealternativen zu klassischen Bankeinlagen jeden Tag und ich finde es spannend, dem Kunden bei dieser Herausforderung beratend zur Seite zu stehen. Zudem besitzt das Thema eine hohe Medienpräsenz. „Sparer werden enteignet“ titelte die Bild-Zeitung im März 2016 im Zuge der letzten Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank auf 0,00%; Dies sei ein „Angriff auf die Sparer“ schrieb das Handelsblatt im April 2016. Da legt man sein Geld doch besser unter das Kopfkissen anstatt es anzulegen. Oder gibt es vielleicht doch eine Lösung?

In der folgenden Seminararbeit befasse ich mich in Kapitel 2 mit den Motiven der Geldanlage sowie der Ursache für das aktuelle Niedrigzinsumfeld. Um zu beleuchten, wie sich das Anlegerverhalten in Deutschland im Vergleich zu Zeiten hoher Nominalzinsen verändert hat, vergleiche ich die Vermögensstruktur des Jahres 2001 mit der von 2014. Weitere Komponenten, welche neben dem Zins einen Einfluss auf das Anlageverhalten haben, runden das Kapitel ab.

Kapitel 3 befasst sich mit dem Thema der Asset Allocation. Zu Beginn stelle ich die historischen Renditen und Risiken ausgewählter Assetklassen vor. Da sich diese Seminararbeit auf den Privatanleger konzentriert, wurden Assetklassen gewählt, welche für Privatpersonen geeignet und vor allem zugänglich sind. Bei der Asset Allocation wird das Gesamtanlagevermögen auf verschiedene Assetklassen verteilt, um eine Reduzierung des Anlagerisikos zu erreichen. „Nicht alle Eier in einen Korb legen“ lautet eine Börsenweisheit. Die genaue Verteilung hängt jedoch vom Wesen des Anlegers ab. Unterschieden wird in strategische und taktische Asset Allocation. Um einen praktischen Einblick in die Asset Allocation zu gewinnen, skizziere ich die wesentlichen Punkte des Beratungsprozesses zur Vermögensallokation bei den Volksbanken Raiffeisenbanken. Hier werden die Diversifizierungseffekte aufgezeigt, welche sich mit den einzelnen Allokationsvorschlägen erzielen lassen.

Zum Schluss betrachte ich die Nachteile an den theoretischen Modellen der Asset Allocation sowie den Nutzen bzw. Mehrwert für den Privatanleger

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Niedrigzinsumfeld

2.1. Ursachen für das Niedrigzinsumfeld

2.2. Anlegerverhalten in Deutschland

3. Asset Allocation

3.1. Historische Renditen und Risiken ausgewählter Assetklassen

3.2. Grundüberlegungen Asset Allocation

3.3. Strategische und taktische Asset Allocation

3.4. Asset Allocation bei den Volksbanken Raiffeisenbanken

3.5. Nachteile der Asset Allocation

3.6. Nutzen für den Anleger

4. Schlussbemerkung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Relevanz und praktische Umsetzung der Asset Allocation für Privatanleger in einem von niedrigen Zinsen geprägten Marktumfeld. Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine strukturierte Diversifizierung des Vermögens über verschiedene Assetklassen hinweg eine Risikoreduzierung erreicht werden kann, um somit den Herausforderungen des aktuellen Niedrigzinsumfelds zu begegnen.

  • Analyse der Ursachen für das aktuelle Niedrigzinsumfeld und dessen Auswirkungen auf das Sparverhalten.
  • Untersuchung des traditionellen, sicherheitsorientierten Anlageverhaltens deutscher Privatanleger.
  • Vergleich historischer Renditen und Risiken ausgewählter, für Privatanleger zugänglicher Assetklassen.
  • Darstellung des Beratungsprozesses zur Vermögensallokation bei den Volksbanken Raiffeisenbanken.
  • Kritische Würdigung der theoretischen Modelle der Asset Allocation sowie deren Nutzen für den Anleger.

Auszug aus dem Buch

3.2. Grundüberlegungen Asset Allocation

Keine Assetklasse hat über den gesamten Zeitraum die anderen Assetklassen geschlagen. Aktien wiesen die höchste durchschnittliche Rendite auf, schwankten aber im betrachteten Zeitraum stark. Die Wahl einer Assetklasse scheint also kein probates Mittel zu sein. Eine Mischung der Assetklassen ist demzufolge unumgänglich.23

Bei der Asset Allocation wird das Gesamtvermögen auf verschiedene Anlagen verteilt, um eine Reduzierung des Anlagerisikos zu erreichen.24 Es ist somit ein Prozess, welcher strukturiert und zielgerichtet Anlagemittel auf Anlagemöglichkeiten aufteilt, z.B. in Aktien, Rentenwerte, Immobilien, Rohstoffe etc. in verschiedenen Ländern und Währungen.25

Während früher professionelle Vermögensverwalter ihre Portfolios nach Renditemaximierung ausrichteten, befasste sich der spätere Nobelpreisträger Harry M. Markowitz mit dem Rendite-Risiko-Verhältnis von Anlagen. Mit seinem 1952 veröffentlichten wissenschaftlichen Artikel „Portfolio Selection“ begründete er die Moderne Portfoliotheorie. Nicht allein die Rendite einer Anlage sei entscheidend, auch das damit verbundene Risiko müsse berücksichtigt werden.26 So gilt es für jeden Anlegertyp das richtige Portfolio zu finden.27 Die Portfolio-Theorie nimmt an, dass sich Renditen an den Kapitalmärkten mithilfe der Gauß’schen Normalverteilung erklären lassen. Somit können diese mit nur zwei Parametern beschrieben werden. Dem Erwartungswert der Rendite und der Standardabweichung als Risiko.28 Zudem wies Markowitz nach, dass sich mit Diversifikation das Risiko eines Portfolios im Vergleich zur Einzelanlage minimieren lässt. Dies gelingt, wenn die Kurse der einzelnen Wertpapiere sich nicht gleich entwickeln. Das Maß für den Gleichlauf der Kurse zwischen Wertpapieren bzw. Assetklassen nennt man Korrelation.29 Das Risiko eines Portfolios lässt sich weiter streuen, indem in mehrere Assetklassen angelegt wird, da die einzelnen Assetklassen untereinander ebenfalls verschiedene Korrelationen aufweisen.30

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Motivation des Autors dar, die Relevanz der Asset Allocation für Privatanleger vor dem Hintergrund eines anhaltenden Niedrigzinsumfelds zu untersuchen.

2. Niedrigzinsumfeld: Dieses Kapitel erläutert die Ursachen für das aktuelle Zinsumfeld und analysiert, wie sich das Anlegerverhalten in Deutschland im Zeitverlauf verändert hat.

3. Asset Allocation: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Asset Allocation, historische Daten zu Renditen und Risiken, der praktische Ansatz der Volksbanken Raiffeisenbanken sowie die Vor- und Nachteile der Methode betrachtet.

4. Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Diversifikation einen entscheidenden Ausweg aus dem Niedrigzinsumfeld für Privatanleger darstellt.

Schlüsselwörter

Asset Allocation, Niedrigzinsumfeld, Privatanleger, Diversifizierung, Risikoreduzierung, Portfolio, Moderne Portfoliotheorie, Harry M. Markowitz, Anlegerverhalten, Kapitalmarkt, Rendite, Risiko, Vermögensstruktur, Volksbanken Raiffeisenbanken, Altersvorsorge

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Asset Allocation als Strategie für Privatanleger, um in einem Marktumfeld mit historisch niedrigen Zinsen eine vernünftige Vermögensstruktur zu erhalten und reale Kapitalverluste zu vermeiden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Ursachen des Niedrigzinsumfelds, das typische risikoscheue Anlegerverhalten der Deutschen, die wissenschaftlichen Grundlagen der Asset Allocation und deren praktische Anwendung in der Bankberatung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie Privatanleger durch Diversifizierung ihres Vermögens über verschiedene Assetklassen hinweg eine Risikoreduzierung erreichen und somit trotz niedriger Nominalzinsen eine effektive Anlagestrategie verfolgen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Daten (z.B. DAI, DIW, Deutsche Bundesbank) zur Vermögensstruktur und historischen Performance verschiedener Assetklassen. Zudem wird ein praktisches Modell der Volksbanken Raiffeisenbanken analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des Niedrigzinsumfelds und des Anlegerverhaltens sowie in eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Asset Allocation, einschließlich historischer Rendite-Risiko-Profile, der theoretischen Herleitung und der konkreten Umsetzung in der Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Asset Allocation, Niedrigzinsumfeld, Diversifizierung, Risikoreduzierung, Anlegerverhalten und Portfolio gekennzeichnet.

Wie unterscheiden sich strategische und taktische Asset Allocation laut dem Dokument?

Die strategische Asset Allocation definiert die langfristige Anlagepolitik und die Benchmark, während die taktische Asset Allocation die kurzfristige Anpassung des Portfolios beschreibt, um Marktchancen zu nutzen oder Risiken zu minimieren.

Welche Rolle spielt die Diversifikation für Anleger mit hoher Risikoaversion?

Die Diversifikation ermöglicht es risikoscheuen Anlegern, ihr Vermögen auf verschiedene Assetklassen mit unterschiedlichen Korrelationen zu verteilen, um das Gesamtrisiko zu senken, ohne zwingend auf Rendite verzichten zu müssen.

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Details

Titel
Asset Allocation für Privatanleger im aktuellen Niedrigzinsumfeld
Hochschule
Frankfurt School of Finance & Management
Note
1,0
Autor
Tim Steger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
23
Katalognummer
V341821
ISBN (eBook)
9783668341180
ISBN (Buch)
9783668341197
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Volksbank Markowitz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tim Steger (Autor:in), 2016, Asset Allocation für Privatanleger im aktuellen Niedrigzinsumfeld, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/341821
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Leseprobe aus  23  Seiten
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