Der Demographische Wandel. Auswirkungen auf den Wohlstand Deutschlands


Hausarbeit, 2015
15 Seiten, Note: 1,2
Lukas S. (Autor)

Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Der Demographische Wandel - Ein Überblick
2.1 Bevölkerungsrückgang
2.2 Zu - und Fortzüge
2.2.1 Warum wir ,,bunter’’ werden
2.3 Alterung der Bevölkerung
2.3.1 Ein Überblick von 1910 - 2060
2.3.2 Gründe des Alterns
2.3.3 Folgen des Alterns

3. Auswirkungen des demographischen Wandels auf den Wohlstand Deutschlands
3.1 Zusammenfassung und Auswirkungen auf das BIP

4. Lösungsansätze
4.1 Konkrete Maßnahmen der Politik

5. Schlussfolgerung

6. Literatur - und Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

Der demographische Wandel ist eines der meist in Bereichen der Bevölkerungsforschung und Gesellschaftspolitik diskutierten Themen unserer Zeit. Zentrale Fragestellungen dieses Themenbereiches sind die Aussichten auf die zukünftige Bevölkerungsentwicklung, Folgen für die nationalen Ökonomien, die Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme trotz hohem Anstieg an Rentnern, sowie die Auswirkungen auf die gesellschaftlichen Strukturen eines Landes. Weitere äußerst wichtige Fragestellungen, die bedacht werden sollten, sind: ,,Wie gestaltet sich die wirtschaftliche Souveränität Deutschlands in der Zukunft?‘‘ und ,,Wie entwickelt sich Angebot und Nachfrage durch die veränderten Altersstrukturen im Land?‘‘.

Im Zuge meiner Hausarbeit werde ich diese Komponenten näher beleuchten und auf die Bundesrepublik Deutschland projizieren. Dabei werde ich Bezug auf folgende Leitfrage nehmen: ,,Inwieweit hat der Demographische Wandel Auswirkungen auf den Wohlstand Deutschlands? ‘‘ . Um diese Leitfrage zu beantworten, werde ich zunächst einen Überblick über den demographischen Wandel geben, erläutern um was es sich handelt und welche Probleme damit verknüpft sind. Daraufhin gehe ich auf die Aspekte der Alterung und Reduzierung einer Bevölkerung sowie auf die Zu- und Fortwanderung ein. Abschließend, als Resümee, werde ich einen Vergleich zwischen Dänemark wagen und damit Lösungsansätze für eine eventuelle Bewältigung des demographischen Wandels aufzeigen.

2. Der Demographische Wandel - Ein Überblick

Mit dem Begriff "demographischer Wandel" wird die Veränderung der Zusammensetzung der Altersstruktur und Veränderung der Bevölkerungsanzahl einer Gesellschaft bezeichnet. Der Begriff ,,Demographie‘‘ bezeichnet die sogenannte Bevölkerungslehre, die sich, wie oben bereits angeschnitten, mit der Entwicklung von Bevölkerungen und deren Strukturen beschäftigt. Hierbei gibt es drei maßgebende Betrachtungsweisen: die Struktur einer Bevölkerung, die Verteilung einer Bevölkerung und die Veränderung einer Bevölkerung.

Diese drei Punkte, welche gemeinsam die Bevölkerungsentwicklung repräsentieren, sind wiederum gliederbar in die drei bestimmenden Faktoren: Geburtenrate, Sterberate und Zu - und Fortwanderung.

Wie anhand der Prognose der United Nations (vgl. Abb. 1) zu erkennen ist, sind jedoch groß- räumig sehr unterschiedliche Tendenzen zu erwarten. Es sind durchweg Verluste bei den Transformationsländern von mehr als 10% vorhanden, wohingegen die Länder Europas z.T. sogar von Zunahme ausgehen (Gans, P. ; T. Leibert 2007: Geographische Rundschau. S.4). Als Beispiele für einen Staat mit negativer Bevölkerungsentwicklung kann man an dieser Stelle Italien wählen. Italien besaß 2005 einen Altersmedian von ca. 42 Jahren, 2050 wird dieser bei etwa 52,5 Jahren liegen. Als Gegenstück lässt sich Norwegen hervorheben. 2005 besaß das Land einen Median von ca. 37 Jahren, 2050 beträgt dieser lediglich 43 Jahre.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Entwicklung und Alterung in den Ländern Europas

2.1 Bevölkerungsrückgang

Wie das Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung und Bauwesen des Landes NRW im Jahr 2002 in ihrer Veröffentlichung ,,Demographische Entwicklung - Schrumpfende Stadt‘‘ erwähnte, werden wir ,,weniger, älter und bunter‘‘.

Wieso werden wir jedoch ,,weniger‘‘, ist die zentrale Frage dieses Abschnitts meiner Hausarbeit. Um dieses Phänomen aufzuklären, muss ein Blick in die Vergangenheit geworfen werden, denn der Rückgang der Bevölkerung begann bereits in den 1960er Jahren, durch den sogenannten ,,Pillenknick‘‘ und der beginnenden Emanzipation der Frau (vgl. Abb. 2).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Bevölkerungsentwicklung in der Bundesrepublik Deutschland 1946-2006

Der oben benannte ,,Pillenknick‘‘ bezeichnet die Einführung der ,,Anti-Babypille‘‘, wodurch Frauen erstmalig absolut selbst entscheiden und kontrollieren konnten, ob sie eine Familie gründen oder nicht. Einher ging die ebenfalls erwähnte Emanzipation der Frau. Viele Frauen entschieden sich nun für die berufliche Karriere und gegen die Familie. Diese zwei zentralen Punkte führten, wie in der Abbildung zu sehen ist, zu einem rapiden Absturz der Geburtenzahlen von etwa 1.350.000 auf etwa 800.000 Neugeborene innerhalb von ca. zehn Jahren. Ebenfalls zu sehen ist, dass die Geburtenrate, erstmalig seit Beendigung des Zweiten Weltkrieges, unter die Sterberate sank, was einen eindeutigen Bevölkerungsrückgang verdeutlicht. Dieser Trend setzte sich fort bis in die Gegenwart und wird auch weiterhin fortschreiten, denn wir werden nicht nur weniger, sondern wie im Anfangszitat erwähnt auch ,,älter‘‘.

2.2 Zu - und Fortwanderung

Die Wanderungssalden als Ergebnis von Zu- und Fortzügen unterliegen deutlich stärkeren Schwankungen als die natürlichen Salden. Hier spielen historische Bedingungen wie gezielte Arbeitskräfteanwerbung, Flüchtlingsströme durch Kriege, aber auch Gesetzesänderungen wie das Zuwanderungsgesetz oder die Regelungen für (Spät-)Aussiedler eine entscheidende Rolle (Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung 2013: Bevölkerungsentwicklung 2013 - Daten, Fakten, Trends zum demographischen Wandel. S.8).

Wirft man nun einen Blick auf die besagten Wanderungssalden, so kommt die Frage auf: ,,Wir verzeichnen, bis auf wenige Ausnahmen, mehr Zuzüge als Fortzüge, warum werden wir trotzdem weniger?‘‘

Der Grund hierfür ist relativ trivial, nämlich: ,,Das Geburtendefizit kann seit 2003 durch die Nettozuwanderung nicht mehr ausgeglichen werden. Da das Geburtendefizit künftig beständig steigen wird, wird die Bevölkerung, [ … ], weiter zurückgehen: bis zum Jahr 2030 voraussichtlich auf 77,4 Millionen. ‘‘ (Statistische Ämter des Bundes und der Länder 2011: Demografischer Wandel in Deutschland. In: Bevölkerungs- und Haushaltsentwicklung im Bund und in den Ländern. S. 21.), das bedeutet, dass die Zuwanderung die Reduzierung der Bevölkerung also nur abschwächt, nicht völlig ausgleicht.

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Der Demographische Wandel. Auswirkungen auf den Wohlstand Deutschlands
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen  (Institut für Geographie)
Veranstaltung
Einführung in die Anthropogeographie
Note
1,2
Autor
Jahr
2015
Seiten
15
Katalognummer
V341949
ISBN (eBook)
9783668321021
ISBN (Buch)
9783668321038
Dateigröße
668 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hausarbeit, Geographie, Geografie, Demographischer, Wandel, Bundesrepublik, Deutschland, Bevölkerungsentwicklung, Bevölkerungsgeographie
Arbeit zitieren
Lukas S. (Autor), 2015, Der Demographische Wandel. Auswirkungen auf den Wohlstand Deutschlands, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/341949

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