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Doing Gender. Wie Kinder mittels Grenzziehung ihr eigenes Geschlecht konstruieren

Titel: Doing Gender. Wie Kinder mittels Grenzziehung ihr eigenes Geschlecht konstruieren

Hausarbeit , 2016 , 34 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Vasudeva Nadine Mansoibou (Autor:in)

Geschlechterstudien / Gender Studies
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Doing Gender, also die Konstruktion des sozialen Geschlechts, ist im unreflektierten Alltagserleben ein schwer zu fassendes Konstrukt. Die hier vorliegende Arbeit versucht dieses Konstrukt, über eine theoretische Auseinandersetzung und mittels einer ethnographischen Annährung, zu operationalisieren und somit etwas greifbarer zu machen.

Der Fokus wird hierbei auf das Wie gelegt. Wie passiert der Vorgang der Konstruktion des eigenen Geschlechts? Im Hinblick auf das Wie, wurde die Art und Weise auf die Vorschulkinder über Grenzziehung im Kindergartenalltag ihr Geschlecht konstruieren, zur leitgebenden Forschungsfrage.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Wie konstruieren Kinder ihr eigenes Geschlecht?

3 Theoretische Zugänge

3.1 Mädchen oder Junge? Das gesellschaftlich verankerte Denken der Zweigeschlechtlichkeit.

3.2 Doing-Gender?

3.3 Qualitative Zugänge aus der Schulforschung

3.3.1 Breidenstein & Kelle - Geschlechteralltag in der Schulklasse

3.3.2 Faulstich-Wieland, Weber & Willems (2004) – Doing Gender im heutigen Schulalltag

3.3.3 Thorne (1993) – Gender Play – Girls and Boys in School

4 Forschungsprojekt: Doing Gender im Kinderhaus

4.1 Annährung eines Ethnographischen Forschungsprozesses als Untersuchungsdesign

4.1.1. Zusammenfassung über die ausgewählten Messinstrumente:

4.1.2. Sampling / Stichprobe

4.2 Sequenzielle Feinanalyse

4.3 Ergebnisse

5 Reflexion

6. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Prozess der sozialen Geschlechtskonstruktion bei Kindern im Vorschulalter. Dabei liegt der Fokus auf der Frage, wie Kinder durch alltägliche Grenzziehungen und die Auseinandersetzung mit geschlechtsspezifischen Zuschreibungen ihr eigenes Geschlecht in sozialen Interaktionen konstruieren und behaupten.

  • Soziale Konstruktion von Geschlecht (Doing Gender)
  • Grenzziehungen (Borderwork) zwischen Geschlechtern
  • Ethnographische Beobachtung im Kindergartenalltag
  • Einfluss von Spielobjekten und Farben auf die Geschlechtsidentität
  • Individuelle Flexibilität vs. starre Geschlechterkategorisierung

Auszug aus dem Buch

4.2 Sequenzielle Feinanalyse

Die Entscheidung fiel auf eine teilnehmende Beobachtungssituation am Maltisch. Zwei Mädchen, Mira (5,10) und Paula (5,5), waren damit beschäftigt Bilder auszumalen, die sie sich zuvor selbst am Computer aussuchen und ausdrucken durften. Mira hat sich ein Spidermanmotiv und Paula ein Einhorn auf dem ein Prinz und eine Prinzessin sitzen ausgewählt. Ich bin dazu gekommen, als beide schon am Ausmalen waren und immer wieder ein Gespräch aufgenommen haben.

Rekonstruierte und detaillierte Beschreibung der Beobachtungssituation:

Mira sagt zu Paula: „Ich liebe nur Spiderman.“ Dabei malt sie weiter ihren Spiderman in blauer Farbe an. Paula antwortet: „Aber Mädchensachen magst du auch?!“ Es ist sowohl als Frage, als auch als Feststellung gemeint. Mira sagt daraufhin ohne zu zögern und ohne aufzuschauen „manchmal“.

Mira dreht sich zu mir um und zeigt mir stolz ihre neue Zahnlücke. „Guck mal“, sagt sie und lächelt dabei. Ich antworte ihr, „wow, du hast ja eine Zahnlücke“. „Ja, den habe ich gestern verloren. Die Zahnfee war auch schon da.“ Mira wendet sich wieder ihrem Bild zu und malt weiter.Paula fängt an in der Stiftekiste nach einem bestimmten Stift zu suchen. Als sie ihn gefunden hat sagt sie: „So, jetzt nehme ich Orange“. Mir fällt bei Ihrer Bemerkung ein, dass dies eine gute Gelegenheit wäre, sie nach ihrer Vorliebe für eventuell bestimmte Farben zu fragen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der geschlechtsspezifischen Sozialisation und Vorstellung der leitenden Fragestellung zur Geschlechtskonstruktion im Kindergartenalltag.

2 Wie konstruieren Kinder ihr eigenes Geschlecht?: Erläuterung der frühen Prägung durch das soziale Umfeld und die Eltern sowie der Überleitung zu wissenschaftlichen Fragestellungen bezüglich der Identitätskonstruktion.

3 Theoretische Zugänge: Darstellung des theoretischen Rahmens zur Zweigeschlechtlichkeit und zum Konzept des Doing Gender sowie Diskussion einschlägiger Schulforschungsstudien.

4 Forschungsprojekt: Doing Gender im Kinderhaus: Beschreibung des ethnographischen Forschungsdesigns, der gewählten Methoden und Durchführung sowie detaillierte Analyse der Ergebnisse zur Grenzziehung bei Kindern.

5 Reflexion: Kritische Auseinandersetzung mit der Rolle der Beobachterin und dem Einfluss der eigenen Vorannahmen auf den Forschungsprozess und die Ergebnisinterpretation.

6. Ausblick: Identifikation offener Forschungsfragen und Diskussion zukünftiger Untersuchungsmöglichkeiten hinsichtlich der Langzeitentwicklung der Geschlechtsidentität bei Kindern.

Schlüsselwörter

Doing Gender, Geschlechtskonstruktion, Grenzziehung, Borderwork, Ethnographie, Kindergarten, Vorschulkinder, Sozialisation, Identitätsbildung, Geschlechterrolle, Interaktion, Spielverhalten, qualitative Forschung, Geschlechterbinarität, Selbstinszenierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der sozialen Konstruktion des Geschlechts bei Kindern im Kindergartenalter und untersucht, wie diese aktiv ihr eigenes Geschlecht durch Handlungen und Interaktionen herstellen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Zweigeschlechtlichkeit als kulturelles Denkgebäude, das Konzept des Doing Gender, die Bedeutung von Grenzziehungen (Borderwork) und die Rolle von Spielmaterialien bei der Geschlechtszuordnung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, auf welche Art und Weise Kinder im Kindergartenalltag durch Grenzziehungen und gezielte Positionierungen ihr eigenes Geschlecht konstruieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer ethnographischen Feldforschung, die durch teilnehmende Beobachtung, Feldtagebücher sowie leitfadengestützte und narrative Interviews umgesetzt wurde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen des Doing Gender, die methodische Einbettung der Studie im Kinderhaus sowie die detaillierte sequenzielle Feinanalyse von Beobachtungsprotokollen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Doing Gender, Grenzziehung, ethnographische Beobachtung, Geschlechtskonstruktion und soziale Interaktion im Vorschulalter.

Welche Rolle spielt das Mädchen Mira in der Untersuchung?

Mira dient als zentrales Fallbeispiel, da sie sich durch eine offensichtliche und selbstbewusste Grenzüberschreitung auszeichnet, indem sie gezielt "Jungensachen" präferiert.

Wie gehen die Kinder mit "Mädchen-" bzw. "Jungensachen" um?

Die Kinder nehmen meist eine klare Einteilung vor, zeigen aber bei näherer Betrachtung auch flexible Verhaltensweisen oder eine bewusste Grenzüberschreitung als Mittel der eigenen Positionierung.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Doing Gender. Wie Kinder mittels Grenzziehung ihr eigenes Geschlecht konstruieren
Hochschule
Pädagogische Hochschule in Schwäbisch Gmünd  (Kindheitspädagogik)
Veranstaltung
Blockpraktikum II
Note
1,0
Autor
Vasudeva Nadine Mansoibou (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
34
Katalognummer
V342036
ISBN (eBook)
9783668317512
ISBN (Buch)
9783668317529
Sprache
Deutsch
Schlagworte
doing gender kinder grenzziehung geschlecht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Vasudeva Nadine Mansoibou (Autor:in), 2016, Doing Gender. Wie Kinder mittels Grenzziehung ihr eigenes Geschlecht konstruieren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342036
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Leseprobe aus  34  Seiten
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