Im Zusammenhang mit systemischer Beratung und Mediation sind die Kommunikationskompetenzen maßgeblich für den Erfolg. Dies beginnt mit dem Erstkontakt, beeinflusst Vertrauensbildung bis Zielvereinbarung und umfasst den gesamten Prozess bis zur Evaluation bzw. Nachberatung.
Zirkuläre Kommunikationsmodelle bilden dabei das Geschehen komplex und systemisch ab. Zudem begünstigen sie Metakommunikation und Kommunikationstraining.
Allseits bekannte und anerkannte Zitate oder Redewendungen, wie „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ (Watzlawick, 1969) oder „Kommunikation ist alles“ fließen immer wieder in reflektierende Gespräche ein. Vielen Menschen ist also durchaus bewusst, dass die Qualität und Reichweite ihrer Kommunikation die Qualität ihrer Begegnungen und Beziehungen (also ihrer sozialen Lebensqualität) bestimmt und in Prozesse des Lernens, Verhandelns, des materiellen wie immateriellen Austausches sowie der Konfliktlösung einfließt. Das nach Deci & Ryan (1985) angeborene Streben nach Selbstdetermination integriert das Ideal des lebenslang lernenden, sich entwickelnden und sich mit seiner Umwelt im steten Austausch befindlichen Menschen.
Es impliziert, dass die Ergebnisse des Seins nützlich für die Person selbst und ihre (systemische) Umwelt sein sollen, um Erhalt wie Sinn zu generieren. Eine erfolgreiche Lebensführung des im sozialen System lebenden Menschen, auch im Sinne einer Befriedigung der psychologischen Grundbedürfnisse nach Autonomie, Kompetenz und sozialer Zugehörigkeit (Ryan & Deci, 2002; Seligman, 2012), erfordert eine Kommunikationskompetenz, die sich permanent und flexibel bewährt und weiterentwickelt.
Dabei auf eine Weise kommunizieren zu können, die Selbstreflexion und Selbsterkenntnis fördert, Entwicklung und Wohl aller Beteiligten statt des eigenen Vorteils fokussiert sowie wertschätzend-problemlösend statt angreifend-egozentrisch verläuft, gleicht einer hohen Kunst. Jene scheint jedoch nicht von einer Mehrheit beherrscht zu werden, wie die medialen Schaufenster in globales, politisches, volkswirtschaftliches, unternehmerisches oder zwischenmenschliches Geschehen in Dyaden und Gruppen deutlich offenbaren.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Theoretische Grundlagen
- Grundlagen und Überblick zu Modellen zirkulär gestalthafter Kommunikation und Metakommunikation
- Im Beratungs- und Mediationskontext beachtete Modelle zur komplexen Beschreibung von Kommunikation und Kommunikationshindernissen
- Metakommunikation
- Systemische Ansätze in der Beratungspraxis
- Ausgewählte Grundlagen systemischer Arbeit (Systemtheorie)
- Systemische Metaperspektive im Beratungskontext
- Mediation
- Grundlagen professioneller, psychologisch fundierter Mediation
- Mediation als Prozess
- Grundlagen und Überblick zu Modellen zirkulär gestalthafter Kommunikation und Metakommunikation
- Beispiel eines Leitfadens für eine wirkungsvolle Kommunikation und Metakommunikation im Prozess systemischer Mediation
- Diskussion
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit zirkulär gestalthafter Kommunikation und Metakommunikation im Zusammenhang mit systemischer Mediation. Sie untersucht, wie diese Konzepte in der Praxis angewendet werden können, um effektive Kommunikation und Konfliktlösung zu fördern.
- Zirkulär gestalthafte Kommunikation
- Metakommunikation
- Systemische Mediation
- Kommunikationsmodelle
- Konfliktlösung
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Hausarbeit ein und beleuchtet die Relevanz von Kommunikation und Konfliktlösung im Kontext menschlicher Beziehungen und sozialer Systeme. Sie betont die Bedeutung von Kommunikationskompetenz für eine erfolgreiche Lebensführung und stellt die Rolle von Mediation in Konfliktsituationen heraus.
- Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Arbeit. Es werden wichtige Modelle und Konzepte zur Beschreibung von Kommunikation und Metakommunikation vorgestellt, wobei ein Fokus auf die Anwendung in Beratungs- und Mediationskontexten liegt. Das Kapitel beleuchtet auch systemische Ansätze in der Beratungspraxis und die Grundlagen professioneller Mediation.
- Beispiel eines Leitfadens: Dieses Kapitel präsentiert ein Beispiel eines Leitfadens für eine wirkungsvolle Kommunikation und Metakommunikation im Prozess der systemischen Mediation.
Schlüsselwörter
Die zentralen Themen der Hausarbeit sind zirkulär gestalthafte Kommunikation, Metakommunikation, systemische Mediation, Kommunikationsmodelle, Konfliktlösung, Systemtheorie, Beratungspraxis und psychologische Grundlagen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist zirkuläre Kommunikation?
Zirkuläre Kommunikationsmodelle bilden soziale Interaktionen als wechselseitige Prozesse ab, in denen Ursache und Wirkung nicht linear, sondern kreisförmig verlaufen.
Was bedeutet Metakommunikation?
Metakommunikation ist das "Kommunizieren über die Kommunikation", also das Reflektieren darüber, wie man miteinander spricht.
Warum ist Kommunikation in der Mediation so wichtig?
Kommunikationskompetenz beeinflusst den gesamten Mediationsprozess von der Vertrauensbildung bis zur Konfliktlösung und Zielvereinbarung.
Was besagt das Zitat „Man kann nicht nicht kommunizieren“?
Dieses Axiom von Paul Watzlawick bedeutet, dass jedes Verhalten in einer sozialen Situation Mitteilungscharakter hat.
Welche Rolle spielt die Systemtheorie in dieser Arbeit?
Die Systemtheorie liefert die Grundlage für das Verständnis von Menschen als Teil komplexer Umwelten, in denen Handlungen den Erhalt des Systems beeinflussen.
Was sind die psychologischen Grundbedürfnisse nach Deci & Ryan?
Es handelt sich um die Bedürfnisse nach Autonomie, Kompetenz und sozialer Zugehörigkeit.
- Arbeit zitieren
- Elke Baldy (Autor:in), 2016, Zirkulär gestalthafte Kommunikationsmodelle und Metakommunikation im Zusammenhang mit systemischer Mediation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342039