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Zirkulär gestalthafte Kommunikationsmodelle und Metakommunikation im Zusammenhang mit systemischer Mediation

Titel: Zirkulär gestalthafte  Kommunikationsmodelle  und  Metakommunikation  im Zusammenhang  mit systemischer Mediation

Hausarbeit , 2016 , 30 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Elke Baldy (Autor:in)

Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Zusammenhang mit systemischer Beratung und Mediation sind die Kommunikationskompetenzen maßgeblich für den Erfolg. Dies beginnt mit dem Erstkontakt, beeinflusst Vertrauensbildung bis Zielvereinbarung und umfasst den gesamten Prozess bis zur Evaluation bzw. Nachberatung.

Zirkuläre Kommunikationsmodelle bilden dabei das Geschehen komplex und systemisch ab. Zudem begünstigen sie Metakommunikation und Kommunikationstraining.

Allseits bekannte und anerkannte Zitate oder Redewendungen, wie „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ (Watzlawick, 1969) oder „Kommunikation ist alles“ fließen immer wieder in reflektierende Gespräche ein. Vielen Menschen ist also durchaus bewusst, dass die Qualität und Reichweite ihrer Kommunikation die Qualität ihrer Begegnungen und Beziehungen (also ihrer sozialen Lebensqualität) bestimmt und in Prozesse des Lernens, Verhandelns, des materiellen wie immateriellen Austausches sowie der Konfliktlösung einfließt. Das nach Deci & Ryan (1985) angeborene Streben nach Selbstdetermination integriert das Ideal des lebenslang lernenden, sich entwickelnden und sich mit seiner Umwelt im steten Austausch befindlichen Menschen.

Es impliziert, dass die Ergebnisse des Seins nützlich für die Person selbst und ihre (systemische) Umwelt sein sollen, um Erhalt wie Sinn zu generieren. Eine erfolgreiche Lebensführung des im sozialen System lebenden Menschen, auch im Sinne einer Befriedigung der psychologischen Grundbedürfnisse nach Autonomie, Kompetenz und sozialer Zugehörigkeit (Ryan & Deci, 2002; Seligman, 2012), erfordert eine Kommunikationskompetenz, die sich permanent und flexibel bewährt und weiterentwickelt.

Dabei auf eine Weise kommunizieren zu können, die Selbstreflexion und Selbsterkenntnis fördert, Entwicklung und Wohl aller Beteiligten statt des eigenen Vorteils fokussiert sowie wertschätzend-problemlösend statt angreifend-egozentrisch verläuft, gleicht einer hohen Kunst. Jene scheint jedoch nicht von einer Mehrheit beherrscht zu werden, wie die medialen Schaufenster in globales, politisches, volkswirtschaftliches, unternehmerisches oder zwischenmenschliches Geschehen in Dyaden und Gruppen deutlich offenbaren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Grundlagen und Überblick zu Modellen zirkulär gestalthafter Kommunikation und Metakommunikation

2.1.1 Im Beratungs- und Mediationskontext beachtete Modelle zur komplexen Beschreibung von Kommunikation und Kommunikationshindernissen

2.1.2 Metakommunikation

2.2 Systemische Ansätze in der Beratungspraxis

2.2.1 Ausgewählte Grundlagen systemischer Arbeit (Systemtheorie)

2.2.2 Systemische Metaperspektive im Beratungskontext

2.3 Mediation

2.3.1 Grundlagen professioneller, psychologisch fundierter Mediation

2.3.2 Mediation als Prozess

3 Beispiel eines Leitfadens für eine wirkungsvolle Kommunikation und Metakommunikation im Prozess systemischer Mediation

4 Diskussion

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Integration von zirkulär gestalthaften Kommunikationsmodellen und Metakommunikation in den Prozess der systemischen Mediation. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie psychologisch fundierte Kommunikationstheorien und systemisches Denken dazu beitragen können, Kommunikationshindernisse in Konfliktsituationen zu überwinden und nachhaltige, einvernehmliche Lösungen zu fördern.

  • Grundlagen der zirkulären und gestalthaften Kommunikation
  • Systemische Ansätze in der professionellen Beratung
  • Struktur und Phasen der psychologisch fundierten Mediation
  • Praktische Anwendung von Metakommunikation im Mediationsprozess
  • Bedeutung der diagnostischen Prozessbegleitung

Auszug aus dem Buch

2.1 Grundlagen und Überblick zu ausgewählten Modellen zirkulär gestalthafter Kommunikation und Metakommunikation

Im Allgemeinen wird unter Kommunikation ein prozesshafter, mindestens zweizügiger bzw. zweisequentieller Informationsaustausch zwischen mindestens zwei Kommunikatoren (Schützeichel, 2004) mit verbalen (Sprache), para- (Klang, Intonation) und nonverbalen (Gestik, Mimik) Mitteln verstanden. Die Information (Botschaft) stellt hierbei eine "in einem medialen Substrat mitgeteilte und vom Rezipienten verstandene Wissenseinheit" dar. Im soziologischen Verständnis werden die im sozialen System stattfindenden Selektionen 'Mitteilung von Informationen als kommunikative, soziale Handlung' mit einem 'Verstehen oder Erleben derselben als kommunikativer Akt' (kleinste abgeschlossene Einheit) und die erwidernde Mitteilung (‚Anschlusshandlung‘) gekoppelt, wobei von einem Sinnzusammenhang ausgegangen wird (Schützeichel, 2004).

Im psychologischen Verständnis erweitert sich die Betrachtung um das individuelle Erleben und Verhalten mindestens zweier beteiligter Akteure in einem spezifischen Kontext (Röhner & Schütz, 2012) und im Sinne systemtheoretischer Betrachtung um Aspekte der Kohärenz und Resonanz im geteilten sozialen Raum (Luhmann, 1995; Petzold, 2011).

Bei der Annahme, dass das Denken nicht nur linear-kausal, sondern in zirkulären Ordnungen erfolgt und in dieser Weise Emotion, Motivation, Volition und Handlung beeinflusst, lässt sich ableiten, dass Kommunikation das Ergebnis bewusster und unbewusster, spannungsreicher, gestalthafter, individueller Wandlungsprozesse ist und zirkulär auf das Denken zurück wirkt (Schulz von Thun, 1981, 1998).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Kommunikation als lebenslange Lernaufgabe ein und betont die Notwendigkeit systemischen Denkens bei der Lösung eskalierter Konflikte.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert eine fundierte Übersicht über kommunikationstheoretische Konzepte, systemische Ansätze sowie die psychologischen Grundlagen professioneller Mediation.

3 Beispiel eines Leitfadens für eine wirkungsvolle Kommunikation und Metakommunikation im Prozess systemischer Mediation: Hier wird anhand eines beispielhaften Leitfadens dargestellt, wie theoretische Erkenntnisse systematisch in die Mediationspraxis und die Prozessbegleitung integriert werden können.

4 Diskussion: Das Kapitel reflektiert die theoretischen und praktischen Aspekte der Arbeit und erörtert die Bedeutung wissenschaftlich fundierter Diagnostik für den nachhaltigen Erfolg von Mediation.

5 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung, die die Notwendigkeit betont, Beratungs- und Mediationsprozesse durch die konsequente Integration komplexer Kommunikationsmodelle weiter zu professionalisieren.

Schlüsselwörter

Kommunikation, Metakommunikation, Systemische Mediation, Konfliktmanagement, Psychologische Beratung, Systemtheorie, Gesprächsführung, Konstruktivismus, Interdependenztheorie, Prozessbegleitung, Konflikteskalation, Diagnostik, Klientenzentrierte Gesprächsführung, Kohärenz, Resonanz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung von komplexen Kommunikationsmodellen und Metakommunikation für die professionelle Durchführung systemischer Mediation.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Feldern gehören die Systemtheorie, psychologische Grundlagen der Gesprächsführung, Mediationsphasenmodelle sowie Ansätze zur Konfliktlösung in sozialen Systemen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine fundierte, systemische und metakommunikative Betrachtungsweise die Qualität von Mediationsprozessen gesteigert und eine nachhaltige Konfliktbeilegung erreicht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die aktuelle fachwissenschaftliche Publikationen, Modelle und psychologische Theorien synthetisiert, um sie auf den Anwendungsbereich der Mediation zu übertragen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen (u.a. Watzlawick, Schulz von Thun, Luhmann, Petzold) und entwickelt darauf basierend einen praxisorientierten Leitfaden zur Integration dieser Modelle in die einzelnen Phasen der Mediation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind insbesondere Kommunikation, Metakommunikation, systemische Mediation, Konfliktmanagement, psychologische Beratung und systemische Diagnostik.

Welche Rolle spielt die Metakommunikation in der Mediation?

Metakommunikation dient als unverzichtbares Werkzeug, um die Interaktion selbst zu reflektieren, Blockaden aufzudecken und ein konstruktives Klima zwischen den Konfliktparteien zu schaffen.

Wie wird das "Systemische Resonanzmodell" in den Mediationsprozess eingebettet?

Das Modell wird genutzt, um die wechselseitige Beeinflussung von Berater und Klient sowie die Kohärenz im sozialen Raum zu erfassen und als Basis für eine ganzheitliche Lösungsfindung zu verstehen.

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Details

Titel
Zirkulär gestalthafte Kommunikationsmodelle und Metakommunikation im Zusammenhang mit systemischer Mediation
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal  (Institut für Organisationspsychologie)
Veranstaltung
Modul Kommunikation
Note
1,3
Autor
Elke Baldy (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
30
Katalognummer
V342039
ISBN (eBook)
9783668317734
ISBN (Buch)
9783668317741
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kommunikationsmodelle zirkuläre Kommunikation systemische Beratung psychologische Mediation Mediationsprozess Konfliktlösung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Elke Baldy (Autor:in), 2016, Zirkulär gestalthafte Kommunikationsmodelle und Metakommunikation im Zusammenhang mit systemischer Mediation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342039
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Leseprobe aus  30  Seiten
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