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Soziale Ungleichheit im Studium nach der Bildungsexpansion. Wer sind die Verlierer, und warum?

Titel: Soziale Ungleichheit im Studium nach der Bildungsexpansion. Wer sind die Verlierer, und warum?

Hausarbeit , 2015 , 18 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Kathrin Hellmann (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit mit dem Titel „Soziale Ungleichheit im Studium nach der Bildungsexpansion: Wer sind die Verlierer, und warum?“ beschäftigt sich, wie aus dem Titel hervorgeht, mit der sozialen Ungleichheit im Studium; ein Thema, welches leider auch für viele der heutigen Studierenden und Schulabgänger mit (Fach-)Hochschulreife noch von Bedeutung ist.

Dabei wird diese Ausarbeitung versuchen, die Leitfrage zu beantworten: Welche Personengruppen sind in welchem Ausmaß von sozialer Ungleichheit im Studium betroffen und vor allem: Worin äußern sich diese Ungleichheiten?

Zur Beantwortung der Leitfrage werden zunächst die von sozialer Ungleichheit im Studium betroffenen Personengruppen vorgestellt. So kann ein Überblick darüber gegeben werden, wie weitreichend das Thema ist, auch wenn es von vielen nicht direkt wahrgenommen wird. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die soziale Herkunft gelegt, da dieser Aspekt das wohl größte Potenzial für Chancenungleichheiten aufweist.

Im zweiten Schritt werden dann die Erscheinungsformen sozialer Ungleichheit bei Studierenden diskutiert, um noch heute existente Missstände aufzudecken und ein erweitertes Verständnis für die so entstehende Chancenungleichheit zu schaffen. Letztlich wird ein Ausblick gegeben, der Veränderungsvorschläge für das Hochschulwesen der Zukunft enthält.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Disparitäten im Studium

2.1 Geschlecht

2.2 Art der Hochschulreife

2.3 Migrationshintergrund

2.4 Soziale Herkunft

2.4.1 Benachteiligungen von Arbeiter- im Vergleich zu Akademikerkindern

2.4.2 Habitus-Struktur-Konflikte

3 Erscheinungsformen sozialer Ungleichheit im Studium

4 Möglichkeiten des Abbaus von sozialer Ungleichheit im Studium

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, welche Personengruppen nach der Bildungsexpansion in Deutschland von sozialer Ungleichheit im Hochschulstudium betroffen sind und in welcher Form sich diese Benachteiligungen äußern. Im Fokus steht dabei die Analyse der sozialen Herkunft als entscheidender Faktor für Bildungschancen.

  • Analyse von Disparitäten basierend auf Geschlecht, Migrationshintergrund und Hochschulreife
  • Untersuchung der sozialen Herkunft und des Arbeiterkind-Status
  • Diskussion des Konzepts der Habitus-Struktur-Konflikte
  • Erscheinungsformen sozialer Ungleichheit im universitären Alltag
  • Handlungsansätze zum Abbau von Bildungsbarrieren

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Benachteiligungen von Arbeiter- im Vergleich zu Akademikerkindern

Viele Arbeiterkinder sind sich bereits sehr früh sicher, dass sie das Abitur machen wollen und wechseln dementsprechend nach der Grundschule oft direkt auf ein Gymnasium (vgl. Schmitt: 2010, 72). Sie „[profitieren] von der Vielfältigkeit und Anerkennung dort“ (ebd., 249) und gehen daher meist gern in die Schule, weshalb sie auch ein Studium zum Ziel haben. Bereits in der Oberstufe erhalten sie dann schon einen ersten Rückschlag, wenn die Klassengemeinschaft aufgelöst und damit die „individualisierten, entkollektivierten Lernbedingungen“ (ebd., 72), wie sie später auch im Studium vorzufinden sind, eingeführt werden. Akademikerkinder hingegen gehen, beispielsweise wegen Mobbing, oft ungern in die Schule. Dennoch nehmen viele von ihnen ein Studium auf, da sie unter anderem über ein hohes Maß an Spezialisierungslust und Fachinteresse verfügen (vgl. ebd., 249 ff.).

Nachdem sie ihre Hochschulreife erfolgreich, teils sogar mit überdurchschnittlich guten Noten erworben haben, verzichten dann jedoch viele Arbeiterkinder auf ein anschließendes Studium, während viele unterdurchschnittlich gute Akademikerkinder sich für ein Studium entscheiden (vgl. Wolter: 2011, o.S.). Ein Grund für diese niedrige Studierneigung von Arbeiterkindern ist der finanzielle Aspekt, der mit dem Einkommen der Eltern in Verbindung steht. Auf der einen Seite möchten sie schnell eigenes Geld verdienen (vgl. Schmitt: 2010, 140), da sie sich gerade in einkommensschwachen Familien „zur frühen ökonomischen Selbstständigkeit verpflichtet [fühlen]“ (Hillmert & Jacob: 2002, 24). Auf der anderen Seite kommen im Falle eines Studiums Semesterbeiträge, Lebenshaltungs- oder Fahrtkosten sowie Studium interne Kosten wie die teilweise verpflichtenden Auslandsaufenthalte auf diese Familien zu: Kosten, die von vielen nicht bewerkstelligt werden können, sodass hier eine Diskriminierung stattfindet (vgl. Bargel & Bargel: 2010, 13). So können nur 35% der Arbeiterkinder auf die Studienfinanzierung durch die Eltern hoffen, während es bei Akademikerkindern 66% sind (vgl. ebd.). Schulden durch Kredite oder BAföG wirken Bargel und Bargel (ebd.) zufolge eher abschreckend auf die AbiturientInnen und sprechen daher gegen ein Studium.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung der Bildungsexpansion und führt in die zentrale Fragestellung der sozialen Ungleichheit im modernen Hochschulwesen ein.

2 Disparitäten im Studium: In diesem Kapitel werden verschiedene Personengruppen analysiert, wobei soziale Herkunft, Geschlecht, Migrationshintergrund und die Art der Hochschulreife als maßgebliche Faktoren für Ungleichheiten identifiziert werden.

3 Erscheinungsformen sozialer Ungleichheit im Studium: Das Kapitel diskutiert, wie sich Benachteiligungen im studentischen Alltag, etwa durch fehlende Ressourcen oder mangelnde Integration, konkret manifestieren.

4 Möglichkeiten des Abbaus von sozialer Ungleichheit im Studium: Es werden Lösungsansätze und bildungspolitische Reformvorschläge vorgestellt, die den Zugang und die Erfolgsaussichten für benachteiligte Studierende verbessern sollen.

5 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einem Resümee über die erreichten Erfolge der Bildungsexpansion und betont die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen zur Chancengleichheit.

Schlüsselwörter

Bildungsexpansion, Soziale Ungleichheit, Arbeiterkinder, Hochschulstudium, Chancengleichheit, Habitus-Struktur-Konflikte, Bildungsbiografie, Studienfinanzierung, Bildungsferne, Akademikerkinder, Bildungsaufstieg, Studienabbruch, Studienwahl, Soziale Herkunft, Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Fortbestehen sozialer Ungleichheit im deutschen Hochschulsystem, obwohl die Bildungsexpansion darauf abzielte, Bildungschancen für alle Bevölkerungsschichten zu erhöhen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf den Disparitäten aufgrund der sozialen Herkunft, des Geschlechts und des Migrationshintergrunds sowie auf den Mechanismen, die zu einer Benachteiligung von sogenannten Arbeiterkindern führen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Ausarbeitung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Leitfrage, welche Personengruppen in welchem Ausmaß von sozialer Ungleichheit betroffen sind und worin sich diese spezifischen Benachteiligungen äußern.

Welche wissenschaftliche Methode wird für die Untersuchung verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, bei der aktuelle soziologische Studien und Forschungsbeiträge zum Thema Bildungsgerechtigkeit ausgewertet und in Beziehung gesetzt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung betroffener Personengruppen, die Untersuchung spezifischer Konfliktmuster (Habitus-Struktur-Konflikte) und die Erörterung konkreter Erscheinungsformen wie finanzieller Engpässe und mangelnder Integration.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Bildungsexpansion, soziale Herkunft, Habitus-Struktur-Konflikte und Chancengleichheit im Hochschulstudium.

Was versteht man in diesem Kontext unter dem Begriff "Habitus-Struktur-Konflikt"?

Damit ist die Diskrepanz gemeint, die auftritt, wenn der sozial geprägte Habitus von Studierenden aus bildungsfernen Familien auf die akademischen Strukturen der Universität trifft, was zu Identitätskrisen führen kann.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Arbeiterkinder?

Die Autorin kommt zu dem Fazit, dass Arbeiterkinder die am stärksten benachteiligte Gruppe sind, da sie sowohl durch mangelnde finanzielle Ressourcen als auch durch das Fehlen von familiärem Rückhalt und entsprechenden Vorbildern in ihrem Studium belastet werden.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Soziale Ungleichheit im Studium nach der Bildungsexpansion. Wer sind die Verlierer, und warum?
Hochschule
Universität zu Köln  (Humanwissenschaftliche Fakultät)
Veranstaltung
Bildung als Privileg?
Note
2,7
Autor
Kathrin Hellmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
18
Katalognummer
V342101
ISBN (eBook)
9783668318946
ISBN (Buch)
9783668318953
Sprache
Deutsch
Schlagworte
soziale ungleichheit studium bildungsexpansion verlierer
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kathrin Hellmann (Autor:in), 2015, Soziale Ungleichheit im Studium nach der Bildungsexpansion. Wer sind die Verlierer, und warum?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342101
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Leseprobe aus  18  Seiten
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