Diese Seminararbeit ist dem Thema Diminutivbildung im Spanischen und Deutschen gewidmet. Ich werde deduktiv vorgehen, das heißt, ich werde zu Beginn ein Augenmerk auf die Theorie hinsichtlich meines Themas legen, um im späteren Verlauf konkrete Beispiele zu analysieren.
Während ich mich in Kapitel zwei zunächst mit der Diminutivbildung in jeweils beiden Sprachen (Deutsch und Spanisch) beschäftigen möchte, werde ich im dritten Kapitel mittels einer kontrastiven Analyse der Diminutivverwendung im Spanischen und Deutschen, die mit Hilfe eines Ausschnittes aus dem Werk „El Amante Japonés“ von Isabel Allende erfolgen wird, auf die Unterschiede im Hinblick auf das bereits oben genannte Thema in beiden Sprachen eingehen. Mit der Augmentativ- und Pejorativbildung werde ich mich nicht näher beschäftigen, da dies den Rahmen dieser Seminararbeit überschreiten würde.
Diminutiv-, Augmentativ- und Pejorativsuffixe werden zusammenfassend Evaluativsuffixe genannt und spielen vor allem in der spanischen Alltagssprache eine bedeutende Rolle. Die genaue Bedeutung dieser Evaluativsuffixe ist jedoch häufig allein der jeweiligen Redesituation zu entnehmen. Die Evaluationssuffixe nehmen im Spanischen eine wichtige Rolle ein.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Diminutivbildung
2.1 Diminutivbildung im Deutschen
3. Ein Übersetzungsvergleich der Diminutivbildung im Spanischen und Deutschen anhand eines Auszugs aus dem Werk El Amante Japonés von Isabel Allende
3.1 Diminutivbildung im Spanischen und Deutschen im Kontrast
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht kontrastiv die Unterschiede in der Bildung und Verwendung von Diminutiven im Spanischen und Deutschen. Das primäre Ziel ist es, anhand eines Übersetzungsvergleichs des Romans El Amante Japonés aufzuzeigen, wie spanische Diminutiva in der deutschen Übersetzung kompensiert oder adaptiert werden und welche Rolle dabei affektive oder pejorative Konnotationen spielen.
- Grundlagen der Diminutivbildung in der deutschen Sprache
- Strukturelle Besonderheiten der Diminutivsuffixe im Spanischen
- Kontrastive Analyse der Übersetzungsstrategien anhand literarischer Beispiele
- Emotionale und affektive Funktionen von Verkleinerungsformen
- Die Herausforderung der Übersetzung funktionaler Wortbildungselemente
Auszug aus dem Buch
3.1 Diminutivbildung im Spanischen und Deutschen im Kontrast
In diesem Kapitel wird es darum gehen, mit Hilfe eines Übersetzungsvergleiches (vom Spanischen ausgehend) zu analysieren, wie die im spanischen Originaltext verwendeten Diminutiva ins Deutsche übersetzt werden beziehungsweise wurden und ob sie im Deutschen überhaupt als Diminutiva auftauchen.
Hierzu möchte ich einige Beispiele von Diminutiven aus dem Roman El Amante Japonés von Isabel Allende sowie aus der deutschen Übersetzung (Der japanische Liebhaber, übersetzt von Svenja Becker) tabellarisch aufführen beziehungsweise gegenüberstellen, um diese nachfolgend zu analysieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der kontrastiven Wortbildungsanalyse ein und erläutert das deduktive methodische Vorgehen sowie die Beschränkung auf Diminutivsuffixe.
2. Diminutivbildung: Dieses Kapitel definiert die theoretischen Grundlagen der Diminutivbildung im Deutschen und Spanischen, wobei die jeweiligen Suffixe und deren funktionale Verwendung beschrieben werden.
3. Ein Übersetzungsvergleich der Diminutivbildung im Spanischen und Deutschen anhand eines Auszugs aus dem Werk El Amante Japonés von Isabel Allende: Im Hauptteil werden durch einen direkten Textvergleich zwischen Original und Übersetzung Strategien zur Wiedergabe spanischer Diminutiva im Deutschen analysiert.
4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Diminutivbildung im Spanischen deutlich häufiger und vielfältiger auftritt als im Deutschen und die Übersetzung dieser Formen im Deutschen oft mit stilistischen Herausforderungen verbunden ist.
Schlüsselwörter
Diminutivbildung, Spanisch, Deutsch, Kontrastive Linguistik, Evaluativsuffixe, Wortbildung, Übersetzungsvergleich, Affektive Funktion, Pejorativbildung, Konnotation, Synthetische Diminutiva, Analytische Diminutiva, Isabel Allende, Sprachvergleich, Morphologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Unterschieden und Gemeinsamkeiten bei der Bildung und Verwendung von Diminutiven (Verkleinerungsformen) in der spanischen und deutschen Sprache.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die morphologische Wortbildung, die kontrastive Sprachanalyse und die Herausforderungen bei der literarischen Übersetzung von affektiv geprägten Suffixen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Untersuchung, wie die im Spanischen hochfrequenten Diminutiva in eine Zielsprache (Deutsch) übertragen werden, in der diese Formen seltener sind und anders funktionieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deduktive, kontrastive Analyse durchgeführt, die durch einen konkreten Übersetzungsvergleich eines literarischen Textes gestützt wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Darstellung der deutschen und spanischen Diminutivbildung sowie in die praktische Analyse von Beispielen aus dem Roman El Amante Japonés.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Diminutivbildung, Kontrastive Linguistik, Evaluativsuffixe, Affektivität, Konnotation und Wortbildung.
Warum spielt das Adjektiv "klein" eine Rolle in der Analyse?
Das Adjektiv "klein" dient in der deutschen Übersetzung als analytische Alternative zur synthetischen Diminutivbildung durch Suffixe, um eine neutrale Verkleinerung ohne zusätzliche emotionale Färbung auszudrücken.
Wie bewertet die Autorin die Übersetzung von "la perrita"?
Die Autorin kritisiert die Übersetzung von "la perrita" als "das Tier" im Deutschen als stilistischen Fehler, da dadurch die spezifische emotionale und mitleidserregende Konnotation des Originals verloren geht.
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- Lea Lorena Jerns (Autor), 2016, Diminutivbildung im Spanischen und Deutschen. Ein kontrastiver Vergleich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342140