Body-Modification Tattoo. Eine szenespezifische Erscheinung?


Seminararbeit, 2015

79 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Begriffsbestimmung

2. Forschungsstand

3. Feldzugang

4. Methoden

5. Auswertung

6. Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

Anhang A: Chronologie der Forschungsarbeit

Anhang B: Erfahrungsbericht

Anhang C: Leitfaden

Anhang D: Interview mit Mine

Anhang E: Interview mit Maddi

Anhang F: Interview mit Dome

Anhang G: Auswertung der Interviews

Anhang H: Beobachtungsbericht Tattoo-Convention Frankfurt

Anhang I: Beobachtungsbericht Tattoo-Expo Koblenz

Anhang J: Kurzumfrage in Facebook-Gruppe

Einleitung

Man sieht sie überall. Bei kaum einem Schwimmbadbesuch oder Tag am Strand bleiben sie unentdeckt: Tattoos. Tattoos sind sehr beliebt. In Deutschland sind im Jahr 2014 bereits 6 Millionen Menschen tätowiert (vgl. Ruhr-Universität Bochum, 2014). Wer nun aber davon ausgeht, dass es sich bei Tätowierungen um eine Modeerscheinung des 21. Jahrhunderts handelt, liegt falsch. Body-Modification, insbesondere Tattoos, gab es nämlich schon zu jeder Zeit und in allen Kulturen (vgl. Rohr 2010, S. 227). Bereits die Höhlenmalereien in der Grotte von Arcy-sur-Cure deuten darauf hin, dass die Menschen schon vor 35.000 Jahren Wert auf Körperkunst gelegt hatten (vgl. Adatto 1993, S. 19). Jedoch kann man die Tätowierungen aus dieser Zeit nicht mit den heutigen Tätowierungen vergleichen, da ihnen nicht nur unterschiedliche Methoden, sondern auch unterschiedliche Beweggründe zugrunde liegen. In den frühen Zeiten der Menschheitsgeschichte waren Tätowierungen in einen sakralen, rituellen und sozialen Kontext eingebunden (vgl. Rohr 2010, S. 232). So bekamen beispielsweise Jugendliche eine Tätowierungen, um den Übergang in die Erwachsenenwelt zu besiegeln und die Zugehörigkeit zur Gruppe der Erwachsenen zu manifestieren (vgl. Rohr 2010, S. 228). Auch heute noch werden Tattoos gestochen, um Gruppenzugehörigkeit zu symbolisieren. Das lässt sich vor allem an Mitgliedstätowierungen von Gangs erkennen (vgl. Rohr 2010, S.231). Jedoch haben Tattoos in der heutigen Zeit auch weitere Funktionen wie etwa die Individualisierung des Körpers und somit auch die Distinktion von bestimmten Gruppen (vgl. Rohr 2010, S. 232). Sowohl Gruppenzugehörigkeit, als auch Individualisierung sind wichtige Bestandteile von Szenen (vgl. Müller-Schneider 2008, 322f). Da es eine Vielzahl von Szenen gibt und laut Müller-Schneider nahezu jedes Thema szenefähig ist, soll nun im Folgenden untersucht werden, ob auch das Thema Tattoo szenefähig ist und ob die Tätowierten entsprechend eine Szene bilden.

Nach einer kurzen Begriffsbestimmung wird der aktuelle Forschungsstand näher beleuchtet. Anschließend wird der Feldzugang beschrieben und die Forschungsmethoden, die dieser Arbeit zugrunde liegen, werden erläutert. Im Auswertungsteil werden dann die Ergebnisse der Forschungsarbeit vorgestellt. Das Fazit setzt diese Ergebnisse in Verbindung mit der Forschungsfrage und gibt zudem einen kurzen wissenschaftlichen Ausblick.

1. Begriffsbestimmung

Der Begriff Body-Modification setzt sich aus den englischen Worten 'B ody' für Körper und 'M odification' für Veränderung zusammen. Body-Modifications sind Veränderungen, die freiwillig am menschlichen Körper durchgeführt werden (vgl. Kasten 2006, S.15). Diese Veränderungen sind meist mit verletzenden Eingriffen verbunden, die nur schwer oder gar nicht rückgängig zu machen sind (vgl. Kasten 2006, S.14). Eine spezielle Form der Body-Modification stellt das Tattoo dar. Das Wort Tattoo kommt vom tahitianischen Wort 'tattau' und bedeutet soviel wie 'eine Zeichnung in der Haut' (vgl. Rohr 2010, S. 227). Wie bereits die Etymologie vermuten lässt, ist das Tattoo eine „beabsichtigte und dauerhafte Einlagerung von Pigmenten in der Haut, die einen bild- oder zeichenhaften Charakter besitzt“ (Friederich 1993, S. 63). Zusammenfassend lässt sich unter einer Tätowierung also eine absichtliche und freiwillig vorgenommene Einlagerung von Farbpigmenten in die menschliche Haut verstehen, welche permanent ist und zeichen- oder bildhaften Charakter besitzt.

Neben der Tätowierung muss nun noch die Begrifflichkeit der Szene genauer beleuchtet werden. Wie bereits erwähnt sind sowohl Individualisierung, als auch Gemeinschaft auszeichnend für Szenen (vgl. Müller-Schneider 2008, 322f). Eine Definition, die sich sehr gut dazu eignet Szenen zu beschreiben, ist die Definition von Hitzler, Bucher und Niederbacher. Demnach sind Szenen:

„thematisch fokussierte kulturelle Netzwerke von Personen, die bestimmte materiale und/oder mentale Formen der kollektiven Selbststilisierung teilen und Gemeinsamkeiten an typischen Orten und zu typischen Zeiten interaktiv stabilisieren und weiterentwickeln“ (Hitzler u.a (Hg.) 2001, S. 20).

Eine Szene ist also eine Gemeinschaft, die durch Interesse an einem zentralen, gemeinsamen Thema aufrechterhalten wird. Laut Müller-Schneider stellt der thematische Fokus für die Szenemitglieder den Kern der eigenen sozialen Identität dar, welcher den Mitgliedern hilft sich von den Identitätsangeboten anderer Szenen abzugrenzen (vgl. Müller Schneider 2008, S.323). Jede Szene hat zudem einen szenespezifischen Habitus, der sowohl zur Identifikation nach Innen, als auch zur Distinktion nach Außen dient (vgl. ebd.). Ein weiteres wichtiges Merkmal von Szenen ist, dass es typische Treffpunkte gibt (vgl. Hitzler u.a (Hg.) 2001, S. 20). So werden beispielsweise immer wieder Events organisiert, bei denen sich Szeneanhänger treffen können (vgl. Müller-Schneider 2008, S.324). Diese Treffen dienen wiederum der Stabilisierung und der Weiterentwickelung der Szene (vgl. Hitzler u.a (Hg.) 2001, S. 20). Eine Szene ist entsprechend eine sehr interaktive und kommunikative Gesellungsform. Durch ihre Subjektbezogenheit und Unverbindlichkeit (die Mitglieder können frei entscheiden wie sie partizipieren wollen und wie lange) unterscheidet sie sich wesentlich von den herkömmlichen Gesellungsformen (vgl. Müller-Schneider 2008, S.322). Man könnte auch anders sagen: Szenen sind dynamisch. Neben dieser Dynamik hat eine Szene aber auch einen Kern, nämlich Eliten, um die herum sich Szenen organisieren (vgl. Müller-Schneider 2008, S.324). Diese Eliten sorgen zum Beispiel dafür, dass bestimmte Events stattfinden können oder kümmern sich um die Medienpräsenz der Szene (vgl. ebd.). Vor allem Medien wie das Internet spielen eine wichtige Rolle für die Kommunikation der Szeneanhänger, denn das Internet ermöglicht es den Mitgliedern sich über Szeneaktivitäten auszutauschen oder neue Anhänger zu ''werben'' (vgl. ebd.).

2. Forschungsstand

Wie zu erkennen ist wurde bereits viel Szeneforschung in der Soziologie betrieben. In Bezug auf Body-Modification ist das soziologische Wissen allerdings noch defizitär. Zwar beschäftigten sich schon viele Klassiker der Soziologie wie etwa Simmel, Elias, Goffman oder Bourdieu mit dem menschlichen Körper und dessen Einfluss auf die soziale Ordnung, jedoch blieb die Soziologie dennoch lange Zeit eine ''körpervergessene'' Wissenschaft (vgl. Joas 1992, S. 245). Erst mit der feministischen Forschung wurde das Bild eines natürlich gegebenen Körpers dekonstruiert und der Körper rückte als eigener Forschungsgegenstand in den Fokus der Wissenschaft (vgl. Gugutzer 2004, S. 43). Auf diese Tradition baut auch die noch junge Körpersoziologie auf (vgl. ebd.). Die Körpersoziologie setzt sich mit dem Verhältnis von Körper und Gesellschaft auseinander und versteht dieses Verhältnis als ein wechselseitiges (vgl. Gugutzer 2004, S. 6f). Der Körper wird entsprechend als Produkt und auch als Produzent von Gesellschaft untersucht (vgl. ebd.). Dadurch, dass die Körpersoziologie noch eine so junge Wissenschaft ist, gibt es auch nur wenig soziologische Literatur, die sich explizit mit dem Thema Tattoo befasst. Die vorhandene Literatur beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Phänomen der Tätowierung im Kontext von Diskriminierung und Exklusion (vgl. Meier 2010, S. 11f) oder aber damit, was eine Tätowierung grundsätzlich bedeutet (vgl. Bidlo 2010, S. 3). Da es ein deutliches Defizit an Literatur, die sich mit einer möglichen Tattooszene auseinandersetzt, gibt, lohnt es sich, sich dem Thema wissenschaftlich zu nähern und zu überprüfen, ob die Vermutung Tätowierte könnten eine Szene bilden, stimmt.

3. Feldzugang

Den ersten Zugang zum Forschungsfeld bekam ich mit dem Stechen meines ersten eigenen Tattoos. Bereits während der Planung meines Tattoos fiel mir auf, dass es eine Vielzahl von Internetforen und Facebook-Gruppen gibt, die sich mit dem Thema Tattoo auseinandersetzen. Dies machte ich mir zu Nutzen, um einerseits meine eigenen Tattooideen zu konkretisieren und andererseits um erste Vorbereitungen für meine eigene Forschungsarbeit zu treffen. Um Zugang zum Forschungsfeld zu bekommen, meldete ich mich in einigen Tattoo-Communities und Facebook-Gruppen an und verfolgte dort das Geschehen. Eine Community war beispielsweise die Seite www.tattooscout.de. Diese Seite deckt ein breites Spektrum an Tattoo-Themen ab. So informiert die Homepage über die neusten News und Events in Sachen Tattoo. Zudem wird eine Bildergalerie mit verschiedenen Stilen und Motiven zur Verfügung gestellt und es gibt eine Suchfunktion, mit der man Tattoostudios in seiner Nähe finden kann. Auch stellt die Homepage ein Forum bereit, in dem sich sowohl Tätowierer als auch Tätowierte austauschen können. Interessant war, dass sich die Mitglieder dieses Forums nicht nur über Motive, Studios und Tattoopflege austauschten, sondern viele der Nutzer auch Bilder ihrer eigenen Tattoos oder ihrer Zeichnungen hochluden und mit anderen Nutzern darüber redeten. Des Weiteren gab es in dem Forum eine Rubrik, die sich 'Kleinanzeigen' nannte. In diesem Bereich konnte man sowohl Anzeigen aufgeben, als auch Anzeigen einsehen. So gab es beispielsweise Tätowierer, die Stellen ausschrieben oder aber Stellen suchten. Erstaunlicherweise war dort auch eine ''Singlebörse'' zu finden in der es bereits 2228 Einträge gab (Stand 26.09.15). Die Idee zu dieser Singlebörse kam von einer Nutzerin, die vorgeschlagen hatte, dass jeder Bilder von sich hochladen könne. Jedoch gab es nur wenige Bilder. Vielmehr unterhielten sich die Nutzer über vorherige Beziehungen, ihre Einstellungen zu bestimmten Themen und ihre Wünsche. Parallel zu dieser Community verfolgte ich auch noch die Posts und Konversationen in zwei Facebook-Gruppen. Eine der Gruppen hatte den Namen ''Ich bin tätowiert/gepierct und stolz drauf!!!'' und die andere Gruppe hieß ''Alle Tätowierer und Piercer und alle Tätowierte und Gepiercte''. Auffallend an beiden Gruppen war vor allem, dass die meisten Nutzer Bilder von sich und ihren Tattoos posteten oder aber Fragen zum Thema Tattoo oder Piercing hatten und sich von den anderen Gruppenmitgliedern eine Antwort erhofften. Da in den Gruppen auch eine Vielzahl von Tätowierern war, bekamen die meisten Nutzer auch kompetente Antworten auf ihre Fragen, sodass die Gruppe ebenso einem Beratungsforum glich. Neben dieser Online-Recherche kaufte ich mir auch noch ein paar Ausgaben des Tätowier Magazins und blätterte diese durch. Das Tätowier Magazin beschäftigt sich sowohl mit Tattoostilen, als auch mit Tattoomotiven und stellt immer wieder Tätowierer vor, die auf diese Motive oder Stile spezialisiert sind. Auch werden in manchen Ausgaben verschiedene Tattoo-Kulturen vorgestellt. Ein weiteres wichtiges Themengebiet stellen Trends und Events wie etwa Tattoo-Conventions dar. Bereits an den Covern der Ausgaben zeigt sich, dass der Leser mit viel nackter Haut konfrontiert wird, denn die meisten Cover zieren leicht bekleidete Tattoomodels in lasziver Pose. Dieses Muster wiederholt sich im ganzen Magazin. Oftmals sind auch Interviews mit dem Tattoomodel im Magazin zu finden. Auf den ersten Blick wirkt das Forschungsfeld wie eine Szene und auch in den Tattoo-Communities und Zeitschriften ist immer wieder die Rede von einer Tattoo-Szene. Diese Tatsache bewog mich dazu die wissenschaftliche Literatur, die sich mit dem Thema Tattoo beschäftigt, zu untersuchen, wobei ich allerdings feststellte, dass es noch keine Werke gab, die sich mit einer Tattooszene beschäftigten.

4. Methoden

Da ein Großteil der Nutzer dieser Tattoo-Communities viele Tattoos hat, hatte ich die Vermutung, dass Menschen mit vielen Tätowierungen mehr in eine Tattooszene integriert sind, als Menschen mit wenigen Tätowierungen. Ich beschloss qualitativ zu forschen, da man auf diese Weise die Lebenswelt der Akteure im Feld gut widerspiegeln kann. Im Kontext dieser qualitativen Forschung wollte ich mich mit Vieltätowierten beschäftigen, weil ich mir durch sie einen besseren Einblick in das Forschungsfeld erhoffte. Es wurden 2 teilnehmende Beobachtungen geführt, einmal auf der Tattoo-Convention in Frankfurt (Anhang H) und einmal auf der Tattoo-Expo in Koblenz (Anhang I). Zudem wurde ein Leitfaden konstruiert (Anhang C), mit dem dann 3 Leitfadeninterviews geführt wurden. Das Leitfadeninterview wurde gewählt, da es für Anfänger besonders gut geeignet ist. Leider gestaltete sich die Rekrutierung von potenziellen Interviewpartnern sehr schwierig. Zwar wurde ein Aufruf in der Facebook-Gruppe ''Alle Tätowierer und Piercer und alle Tätowierte und Gepiercte'' gestartet, auf den auch viel positive Resonanz folgte, jedoch scheiterte es an der Umsetzung der Interviews, da die Interessenten nicht aus der Nähe kamen und ein Treffen somit nicht möglich war. Aus diesem Grund wurde versucht über das Schneeballverfahren Kontakt zu potenziellen Interviewpartnern zu bekommen. Über eine Bekannte konnte ich Kontakt zu Mine knüpfen, die, wie sich später jedoch herausstellte, nur 1 Tattoo hat. Über eine andere Bekannte bekam ich Kontakt zu Maddi. Mit beiden wurde dann ein Leitfadeninterview geführt (Anhang D + Anhang E). Über Maddi erhoffte ich mir Kontakt zu Interviewpartnern mit vielen Tattoos zu bekommen. Weil Maddi ihre vieltätowierten Freunde allerdings hauptsächlich nur über das Internet kannte, waren auch in diesem Fall keine Interviews möglich und das Schneeballverfahren erwies sich nicht sonderlich ergiebig. Den Kontakt zu meiner letzten Interviewpartnerin Dome bekam ich über meine Dozentin Fr. Dr. phil. Engelfried-Rave. Hierfür nochmals Danke. Auch mit Dome führte ich ein Interview (Anhang F). Da Dome allerdings, ebenso wie Mine, auch nur ein Tattoo hat, beschloss ich noch eine Kurzumfrage in der Facebook-Gruppe ''Alle Tätowierer und Piercer und alle Tätowierte und Gepiercte'' durchzuführen (Anhang J). Mit dieser Kurzumfrage erhoffte ich mir einen besseren Einblick in die Lebenswelt der Vieltätowierten, um wiederum sicherere Rückschlüsse auf eine mögliche Tattooszene ziehen zu können.

5. Auswertung

Die Eindrücke, die durch die teilnehmenden Beobachtungen gewonnen werden konnten, wurden in Beobachtungsberichten festgehalten (Anhang H + Anhang I). Allein schon die Tatsache, dass es überhaupt Conventions und Expos gibt, bei denen sich Tattoo-Interessierte treffen können, spricht dafür, dass es tatsächlich eine Tattoo-Szene geben könnte. Die Veranstalter, die diese Treffen ermöglichen, könnten wiederum die Eliten sein, um die herum sich die Szene organisiert. Auch hinter den ganzen Internetportalen stehen Organisatoren, die Wert darauf legen, dass es einen gemeinsamen Raum zum Austausch gibt und die ''Szene'' fortbestehen kann. Von der Convention in Frankfurt und der Tattoo-Expo in Koblenz bekam man sehr ähnliche Eindrücke. Bei beiden Veranstaltungen stand das Thema Tattoo bzw. Body-Modification im Mittelpunkt. Die Besucher waren sowohl bei der Convention, als auch bei der Expo, breit gefächert. So gab es Menschen mit vielen Tattoos aber auch Besucher, die wenige oder gar keine Tattoos hatten. Das zeigt, dass die Arbeit der Eliten effektiv war, denn es ist gelungen auch das Interesse bei einem Publikum zu erwecken, das nicht direkt in der ''Szene'' partizipiert. Auffallend war zudem, dass es Menschen gibt, die sich neben den Eliten sehr stark für die ''Szeneaktivitäten'' einsetzen und entsprechend ein Interesse an der Aufrechterhaltung der ''Szene'' haben. Das wurde vor allem an den Tattoomodels, bei der Piercing-Show oder aber auch bei den Tattoo-Contests sichtbar. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass aufgrund der Beobachtungen bei der Tattoo-Convention und der Tattoo-Expo der Eindruck entsteht, dass Tätowierte eine Szene bilden.

Die Ergebnisse der kategorialen Auswertung der Interviews schwächen diese Vermutung jedoch wieder etwas. Es zeigt sich zwar, dass Individualität in Bezug auf Tattoos eine große Rolle spielt und sich viele ein individuelles Tattoo anfertigen lassen, um sich von anderen abzugrenzen: „Also ich möcht dann auch darauf achten, dass es schon so bisschen individuell is, was nur mir gehört...für mich angefertigt wurde sozusagen.“ (Mine #00:11:35-1#). Jedoch wurde bei den Interviews auch deutlich, dass es nur wenig Identifikation mit einer Tattooszene gibt. So besuchte beispielsweise keine der Interviewpartnerinnen eine Convention und auch Tattoozeitschriften sind nicht sonderlich verbreitet: „Ich lass mich da dann auch nicht von irgendwelchen Zeitschriften oder Conventions beeinflussen“ (Mine #00:09:44-4# ). Es ist allerdings möglich, dass dieses Ergebnis zustande kam, weil die Frage etwas unglücklich formuliert war. Es wurde nämlich nach der Inspiration für Tattoomotive gefragt. Stattdessen wäre es vielleicht sinnvoller gewesen, wenn direkt erfasst worden wäre, ob schon mal eine Convention besucht wurde oder schon mal eine Tattoozeitschrift gekauft wurde. Lediglich Dome behauptet von sich Tattoozeitschriften zu besitzen und sich von ihnen inspirieren zu lassen: „ Tattoo-Zeitschriften hab ich einige zu Hause, aber die sind auch schon n bisschen älter." „Ich guck mir die immer auch gerne mal an." (Dome #00:29:18-5# ) . Auch gibt sie zu sich über die neusten Trends zu informieren, um zu verhindern, dass ihre eigenen Ideen mit einem Trend kollidieren: „ Also wenn ich mich damit beschäftige was gerade so Trends sind, dann eher um aufzupassen, dass ich mit meinen Tattooideen, die ich vielleicht später mal haben werd, damit nicht kollidere und dann auf einmal feststelle, dass es nicht mir gehört, sondern auch 10000 anderen, die in meiner unmittelbaren Umgebung leben." (Dome #00:29:18-5#). Das verdeutlicht wiederum das Streben nach Individualität. Mine und Maddi behaupten hingegen sich nicht inspirieren zu lassen: „ Ich hab meist schon die ungefähre Vorstellung wie ich es haben möcht im Kopf“ (Maddi #00:19:22-9#) . Auch informieren sie sich nicht über Trends: „Und Trends interessieren mich auch absolut nicht“ (Maddi #00:20:01-9#). Auf die Frage, welche Rolle das Thema Tattoo allgemein in ihrem Leben einnimmt behaupten alle 3, dass Tattoos in ihrem Leben keine große Rolle spielen: „Also Tattoos spielen jetzt in meinem Leben nicht ne wirklich große Rolle“ (Mine #00:12:41-6#). Es findet also keine Identifikation mit einer Tattooszene statt. Nichtsdestotrotz sind Tattoos bei allen im Familien- und Freundeskreis verbreitet. So haben beispielsweise Mines Eltern Tattoos und auch in Domes Verwandtschaft sind Tattoos keine Seltenheit: „Meine Eltern haben selber beide Tattoos“ (Mine #00:06:41-6#) „ Mein älterer Cousin is ziemlich zutätowiert" (Dome #00:20:58-5#) . Das wird vor allem auch bei der Frage nach der Auswahl des Tattoo-Studios deutlich. Laut Dome habe ihr Vater einen starken Einfluss auf die Wahl des Tattoostudios, in dem sie sich tätowieren ließ, gehabt. Er habe gesagt: „ Ich lass dich nirgendwo anders hin, als da." (Dome #00:09:25-8#). Und auch bei Maddi war externer Einfluss vorhanden, denn sie hat sich von den Tattoos ihrer Arbeitskollegen beeinflussen lassen: „ Ein paar Arbeitskollegen von mir haben sich auch bei dem Tätowierer tätowieren lassen. Und dann hab ich halt ihre Tattoos gesehen und fand sie echt klasse.“ (Maddi #00:03:26-3#). Die Reaktionen auf ihre ersten Tattoos waren, dadurch, dass das auch das Umfeld Tattoos offen gegenüber steht, überwiegend positiv: „ Das war durchweg positiv" (Dome #00:14:16-3# ). Maddi betont explizit die Wichtigkeit eines toleranten Umfeldes: „Ich glaub ich könnt sonst kaum mit jemandem ne Freundschaft führen, wenn der was gegen Tattoos hat“ (Maddi #00:16:58-9#). Es wird zudem deutlich, dass das eigene Tattoo oftmals auch einen Einfluss auf das Umfeld hat: „ Aber seit ich tätowiert bin sind die anderen offener mit dem Gedanken sich tätowieren zu lassen" (Dome #00:22:55-9#). Diese Aussagen bestätigen die Annahme der Körpersoziologie, dass das Verhältnis von Körper und Gesellschaft ein wechselseitiges ist. Außerdem lässt das Vorhandensein von Tattoos im Familien- und Freundeskreis ebenfalls darauf schließen, dass Tattoos eine szenspezifische Erscheinung sein könnten. Auf die Frage hin, ob Tattoos attraktiver machen und die Partnerwahl beeinflussen sind sich alle einig. Demnach machen Tattoos nicht unbedingt attraktiver. Lediglich Dome sieht in Tätowierungen „ n hübsches Plus hinten dran" (Dome #00:34:25-3#). Jedoch achten alle, wenn Tattoos vorhanden sind, darauf was für Motive tätowiert sind: „wenn er tätowiert is, dann guck ich mir die Sachen an." (Dome #00:34:25-3#) „es kommt auf jeden Fall auf die Wahl des Tattoos an und an welcher Stelle es is“ (Mine #00:14:10-4#).

Da mit der kategorialen Auswertung der Interviews leider keine eindeutige Aussage bezüglich der Forschungsfrage getroffen werden konnte, wurde zusätzlich noch eine Kurzumfrage durchgeführt (Anhang J). Betrachtet man die Antworten der Gruppenmitglieder, so wird deutlich, dass auch hier Individualität eine sehr große Rolle spielt: „es ist MEINE haut,und meine identifikation" (Melanie B.). Des Weiteren zeigt sich, dass Menschen, die viele Tattoos haben auch viele tätowierte Freunde und Bekannte haben: „in meinem umkreis gibt es kaum einen der kein Tattoo hat" (Julet D.) und sie dem Thema Tattoo in ihrem Leben eine größere Bedeutung zuschreiben: „Thema Tattoo ist inzwischen ne echte Leidenschaft, also eine große Rolle" (Antje G), als beispielsweise die Interviewpartnerinnen.

6. Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die meisten Tätowierten einen großen Wert auf Individualität legen. Dass es bei den Interviewpartnerinnen zu keiner Identifikation mit einer Tattooszene kam, kann daran liegen, dass alle außer Maddi nur 1 Tattoo besitzen und sie aus diesem Grund noch kein Teil einer Tattooszene sind. Jedoch können sie sich in Zukunft dazu entschließen dem Thema Tattoo mehr Bedeutung in ihrem Leben zuzuschreiben und an Events wie etwa Conventions teilnehmen. Diese Dynamik und die Tatsache, dass Aktivitäten angeboten werden, die um das Thema Tattoo kreisen, deuten darauf hin, dass Tattoos eine szenespezifische Erscheinung sind. Interessanterweise ist es auch so, dass diejenigen, die 1 Tattoo haben häufig auch noch weitere Tattoos in Betracht ziehen. Durch die Kurzumfrage wurde deutlich, dass Menschen mit mehreren Tattoos oftmals mehr in die Szene integriert sind und sich mehr mit dieser identifizieren können, als Menschen mit weniger Tattoos. Hätte man die Interviews ausschließlich mit Menschen geführt, die viele Tattoos haben, hätte man vielleicht einen anderen Einblick in die Lebenswelt der Tätowierten bekommen und eventuell auch eindeutigere Forschungsergebnisse bekommen.

Nichtsdestotrotz kann auch mit dieser Arbeit bereits bestätigt werden, dass es eine Tattooszene gibt. Nun obliegt es der Soziologie diese Tattooszene noch etwas genauer zu erforschen.

Literaturverzeichnis

Adatto, Maurice, Lebendige Haut. Schmucktätowierungen und Dermatologie, Basel, 1993.

Bidlo, Oliver, Tattoo. Die Einschreibung des Anderen, Essen, 2010.

Friederich, Matthias, Tätowierungen in Deutschland. Eine kultursoziologische Untersuchung in der Gegenwart, Würzburg, 1993.

Gugutzer, Robert, Soziologie des Körpers, Bielefeld, 2004.

Hitzler, Ronald, Bucher, Thomas & Niederbacher, Arne, Leben in Szenen. Formen jugendlicher Vergemeinschaftung heute, Opladen, 2001.

Joas, Hans, Die Kreativität des Handelns, Frankfurt am Main, 1992.

Kasten, Erich, Body-Modification. Psychologische und medizinische Aspekte von Piercing, Tattoo, Selbstverletzung und anderen Körperveränderungen, München, 2006.

Meier, Daniel, Inked: 0,3 mm unter der Haut der Gesellschaft. Empirische Analyse gesellschaftlicher Diskriminierungs- und Exklusionsprozesse in der Moderne - untersucht am Phänomen der Tätowierung, Berlin, 2010.

Müller-Schneider, Thomas, Lebensstile, Milieus und Szenen, in: Herbert Willems (Hg.), Lehr(er)buch Soziologie. Für die pädagogischen und soziologischen Studiengänge, Wiesbaden 2008, S. 307 – 329.

Rohr, Elisabeth, Vom sakralen Ritual zum jugendkulturellen Design. Zur sozialen und psychischen Bedeutung von Piercings und Tattoos., in: Anke Abraham & Beatrice Müller (Hg.), Körperhandeln, Körpererleben. Multidisziplinäre Perspektiven auf ein brisantes Feld, Bielefeld 2010, 225-242.

Ruhr-Universität Bochum, RUB-Studie zu Tätowierungen und Piercings, http://aktuell.ruhr-uni-bochum.de/meldung/2014/05/meld02014.html.de, Zugriff: 12.09.2015.

Anhang

Anhang A: Chronologie der Forschungsarbeit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Anhang B: Erfahrungsbericht

Im Folgenden sollen meine Erfahrungen mit dem Thema Tattoo geschildert werden. Der Fokus dieses Berichts liegt auf dem Stechen meines ersten eigenen Tattoos:

Bereits mit 16 Jahren spielte ich mit dem Gedanken mir irgendwann mal ein Tattoo stechen zu lassen, da ich Tattoos schön fand. Aufgrund meines Alters und der Tatsache, dass ich noch keine konkrete Tattooidee hatte, schob ich den Gedanken aber erst einmal beiseite. Mit dem Tod meines Katers gewann das Thema Tattoo wieder an Bedeutung. Ich beschloss, dass ich meinen Kater nicht nur im Herzen behalten, sondern ihn auch auf meinem Körper verewigen lassen wollte. Da ich im Prozess der Trauer jedoch auch nichts überstürzen wollte, gab ich mir noch ein wenig Bedenkzeit. In dieser Zeit suchte ich im Internet nach Inspiration und konkretisierte meine Tattooidee. Als ich mir bezüglich des Motivs sicher war (es sollte eine Katze im Comicstil werden, die sich auf meinem Schulterblatt runterkratzt und frech schaut), machte ich mich im Internet auf die Suche nach einem guten Tattoostudio. Mir war wichtig, dass das Studio nicht allzu weit von meinem Aufenthaltsort weg war und gute Kundenbewertungen hatte. Auf den Hompages der Studios schaute ich mir dann Bilder vom Studio und Bilder von bereits gestochenen Tattoos an, um zu prüfen, ob mir der Stil des jeweiligen Tätowierers auch gefiel. Nachdem ich mich für ein Tattoostudio und einen Tätowierer entschieden hatte, machte ich mich mit zwei Ausdrucken im Gepäck (einmal ein Ausdruck von der Katze im Comicstil und einmal ein Ausdruck von einer Katze, die sich runterkratzt) auf den Weg ins Studio. Mein erster Eindruck vom Studio deckte sich mit dem der Bilder. Im Studio herrschte eine angenehme Atmosphäre. Die Einrichtung war sehr elegant gehalten und erinnerte mit seinen Sofas und Kronleuchtern mehr an ein Wohnzimmer, als an ein Tattoostudio. Zudem wirkte das Studio sehr hygienisch und professionell. Auch das Personal war sehr nett und hilfsbereit, wodurch ich mich dazu entschied mir mein Tattoo dort stechen zu lassen. Ich stellte der Tätowiererin kurz meine Idee vor. Weil sie jedoch nicht viel Zeit hatte, bat sich mich darum ihr die Ausdrucke per Mail zukommen zu lassen und dann machten wir auch schon gemeinsam einen Termin aus. Bereits 2 Wochen später konnte ich zum Stechen vorbeikommen. Vor dem Termin war ich sehr aufgeregt, da ich nicht genau wusste was mich dort erwarten würde. Zudem bekam ich die Zeichnung der Tätowiererin auch erst dann gezeigt. Ich hatte jedoch Glück und die Zeichnung, die die Tätowiererin angefertigt hatte, gefiel mir. Lediglich den Gesichtsausdruck der Katze wollte ich etwas frecher haben und das Tattoo sollte insgesamt etwas kleiner werden. Diese Änderungen konnten aber innerhalb weniger Minuten gemacht werden. Während die Tätowiererin die Vorlage überarbeitete wartete ich mit meinem Freund, den ich zum ''Händchen-Halten'' mitgenommen hatte, auf einer Couch im Wartebereich. Dort lag eine Vielzahl an Tattoo-Zeitschriften rum, die wir durchblätterten bis die Tätowiererin fertig war. Dann wurden wir gebeten mit in einen kleinen, mit Trennwänden abgeschotteten Bereich, zu kommen. In der Mitte dieses ''Raumes'' stand eine weiße Liege wie man sie sonst nur vom Arzt kennt. An dieser Liege war eine Lampe angebracht. Neben der Liege waren zwei Hocker. Auf dem einen, der wie ein plüschiger Würfel aussah, durfte mein Freund Platz nehmen. Der andere Hocker gehörte der Tätowiererin. An der Wand des Raums stand ein Tisch mit allen möglichen Tattoo-Utensilien. Zudem gab es auch noch eine kleinen beweglichen Tisch, der während des Tätowierens neben der Tätowiererin stand und auf dem auch Tattoo-Utensilien waren. Als der Vorhang des Raumes zugezogen war, wurde ich gebeten mein Oberteil auszuziehen und bekam die Tattoovorlage auf meine Schulter aufgetragen. Dann konnte ich alles nochmal im Spiegel anschauen. Weil ich mit dem Werk zufrieden war, sollte ich mich bequem auf der Liege platzieren. Da ich nicht sitzen wollte und die Tätowiererin auch der Ansicht war, dass es besser sei, wenn ich liege, legte ich mich mit dem Bauch auf die Liege. Danach konnte auch schon mit dem Stechen begonnen werden. Mit anfänglicher Angst und dem Surren der anderen Tattoomaschinen aus den ''Nachbarräumen'' im Ohr drückte ich die Hand meines Freundes. Aber entgegen meiner Befürchtungen war das Stechen nicht sonderlich schmerzhaft. Vielmehr fühlte es sich so an, als würde man ständig leicht gezwickt werden. Ich sagte dann: „Also ich hab's mir wesentlich schlimmer vorgestellt. Das is ja echt ganz erträglich“, worauf mir die Tätowiererin erzählte, dass es fast jedem ihrer Kunden so ginge. Wir kamen ins Gespräch und unterhielten uns während dem Stechen über schmerzhafte Tattoostellen und mein Tattoomotiv, wodurch eine angenehm lockere Atmosphäre entstand und meine anfängliche Anspannung vollkommen vergessen war. Gegen Ende des Stechens merkte ich dann wie meine Haut etwas gereizt war. Die Tätowiererin meinte zudem, dass meine Muskeln leicht zucken, wovon ich allerdings nichts mitbekam. Anscheinend sei dies aber normal. Die Tätowiererin konnte trotz zuckender Muskeln weiterstechen. Das Stechen war insgesamt recht erträglich, was neben der lockeren Atmosphäre auch darauf zurückzuführen sein könnte, dass der Prozess des Stechens nicht sonderlich lange dauerte. Nach 30 Minuten war mein Tattoo schon fertig und ich bekam eine selbstklebende Folie auf das Tattoo geklebt. Dann konnte ich mein Tattoo im Spiegel betrachten und bekam von der Tätowiererin noch Tipps bezüglich der Nachbehandlung. Die Folie sollte ich erst mal 2 Tage auf der Schulter lassen. Dann sollte ich sie abziehen und das Tattoo dreimal täglich mit Bepanthen eincremen. Direkt nach dem Stechen war meine Schulter noch sehr empfindlich und ich hatte Schmerzen, wenn ich mich irgendwo angelehnt hatte. Auch saftete mein Tattoo etwas, was aber nicht sonderlich schlimm war, da ja sowieso noch die Folie drauf war. Da die Folie zugleich auch als Schutz diente, konnte ich auch problemlos duschen. Als es dann 2 Tage später darum ging die Folie abzuziehen, war ich sehr angespannt, da ich auch dort mit Schmerzen rechnete, aber die Folie löste sich nahezu von selbst. Man musste lediglich an ihr ziehen und schon war sie so gut wie weg. Da ich selber nur sehr schlecht an mein Tattoo kam, überließ ich das Abziehen der Folie meinem Freund. Als die Folie dann unten war, wischten wir das Tattoo vorsichtig mit Wasser ab und cremten es danach mit Bepanthen ein. Das Eincremen wiederholten wir immer, sobald ich merkte, dass meine Haut anfing zu spannen. Alles in Allem verlief die Heilung problemlos. Zwar musste ich zu Beginn noch recht vorsichtig sein, um die Haut nicht noch zusätzlich zu reizen, aber durch die Folie und das Eincremen war mein Tattoo bereits nach einer Woche komplett verheilt. Auch hatte ich Glück, dass während der Wundheilung nicht sonderlich viel Farbe ausgestoßen wurde, wodurch mir ein Nachstechen erspart blieb.

Insgesamt bin ich sehr froh den Schritt zu meinem ersten Tattoo gewagt zu haben. Es war eine sehr interessante und außergewöhnliche Erfahrung. Wäre das Tätowieren nicht immer so teuer, hätte ich vielleicht auch schon mein nächstes Tattoo. Auf jeden Fall sind für die Zukunft weitere Tattoos nicht ausgeschlossen.

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Anhang C: Leitfaden

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Alter

- Geschlecht
- Beruf
- Anzahl der Tattoos

Erstes Tattoo

- Wie kam es zu Ihrem ersten Tattoo?
- Wie erfolgte die Auswahl des Tattoomotivs? → Hat dieses Motiv eine bestimmte Bedeutung für Sie?
- Haben Sie im Vorfeld lange darüber nachgedacht sich ein Tattoo stechen zu lassen oder war es eher eine spontane Entscheidung?
- Wie erfolgte die Auswahl des Tattoostudios? → bestimmte Kriterien?
- Wie ist das Tätowieren abgelaufen?
- Wie sind Sie mit den Schmerzen umgegangen?
- Wie haben Ihre Familie und Ihre Freunde auf das Tattoo reagiert?

Szene

- Wie steht Ihr Freundeskreis generell zum Thema Tattoo?
- Was haben Ihre Freunde für Tattoomotive?
- Wie werden Sie für Tattoomotive inspiriert? → Besuch von Conventions, Kauf von Tattoo-Zeitschriften?
- Welche Rolle nimmt das Thema Tattoo in Ihrem Leben ein? Beschäftigen Sie sich viel mit neuen Trends, etc.?
- Machen Tattoos andere Menschen Ihrer Meinung nach attraktiver?
- Wie wichtig sind Ihnen Tattoos bei der Partnerwahl?

Einstellung zu Tattoos

- Was halten Sie von Freundschafts- oder Partnertattoos?
- Gibt es Tattoos, die für Sie ein absolutes No-Go sind?

Eigene Tattoos

- Haben Sie ein Lieblingstattoo?
- Wie denken Sie im Nachhinein über Ihre Tattoos? → Reue?
- Sind noch weitere Tattoos in Planung? → Was? Wo? Welcher Tätowierer?

[...]

Ende der Leseprobe aus 79 Seiten

Details

Titel
Body-Modification Tattoo. Eine szenespezifische Erscheinung?
Hochschule
Universität Koblenz-Landau
Note
1,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
79
Katalognummer
V342172
ISBN (eBook)
9783668319769
ISBN (Buch)
9783668319776
Dateigröße
826 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Body-Modification, Körper, Tattoo, Szene, Qualitativ, Tätowierungen, Forschungsprojekt
Arbeit zitieren
Janine Robert (Autor), 2015, Body-Modification Tattoo. Eine szenespezifische Erscheinung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342172

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Titel: Body-Modification Tattoo. Eine szenespezifische Erscheinung?



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