Theodizee. Die Rechtfertigung Gottes angesichts der Existenz von Übel und Leid

Eine Annäherung


Hausarbeit, 2016

9 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Problemansatz und Definitionen

3 Die Theodizeefrage im Kontext der Bibel
3.1 Altes Testament
3.1.1 Übel und Leid als Folge des Sündenfalls
3.1.2 Vorexilische Zeit - Übel und Leid als Strafe
3.1.3 Exilische und nachexilische Zeit
3.2 Neues Testament
3.2.1 Jesus als Träger des Leids der Menschen
3.2.2 Paulus Gerechtigkeit aus Glauben

4 Die Theodizeefrage im Kontext nicht-christlicher Religionen
4.1 Der Islam - Prüfung der Tugend durch Allah
4.2 Der Buddhismus - Keine Gottheit verursacht Leid
4.3 Der Hinduismus - Leben ist Leiden
4.4 Das Judentum - Wir wissen nicht, warum wir leiden

5 Ausgewählte Lösungskonzepte zur Theodizee
5.1 Die Schöpfung wird noch weiterentwickelt
5.2 Der Mensch trägt die Verantwortung für das Übel
5.3 Gott trägt die Verantwortung für das Übel
5.4 Übel dienen einem übergeordneten Zweck
5.4.1 Aus Leiden entsteht Gutes
5.4.2 Übel als Erkenntnis des Guten
5.4.3 Übel als Gegensatz zum Guten
5.4.4 Übel als Folge der Naturgesetze
5.4.5 Leiden aus Liebe zu Gott
5.5 Das Übel wird verkleinert
5.5.1 Das Übel als Mangel an Sein
5.5.2 Wir leben in der besten aller möglichen Welten
5.5.3 Ausgleichende Gerechtigkeit im Jenseits
5.6 Gottes Allgüte wird aufgehoben
5.7 Gottes Allmacht wird eingeschränkt oder aufgehoben
5.7.1 Gott achtet die Freiheit des Menschen
5.7.2 Gott ist ohnmächtig
5.7.3 Gott leidet mit
5.8 Umformulierung der Theodizee-Frage
5.9 Theodizee-Frage ist nicht lösbar
5.10 Theodizee-Frage ist anmaßend

6 Fazit

7 Quellenverzeichnis

1 Einleitung

Wolfgang Borcherts[1] Kriegsheimkehrer Beckmann stellt - stellvertretend für viele - die Frage nach dem Sinn seines Leides direkt an Gott. Gott tritt auf als klagender, seine armen Kinder bedauernder Gott (Borchert 1947). Dieses Bild ist schwer vereinbar mit den Vorstellungen eines allmächtigen und gütigen Vaters. Leben wir mit einem falschen Gottesbild? Kann Gott mit menschlichen Eigenschaften gemessen werden? Spätestens seit dem Holocaust wird der Widerspruch eines vollkommenen Gottes, der Leid verursacht oder zulässt, von vielen Menschen nicht mehr hingenommen. Menachem Mendel Schneerson[2] (1902-1994) findet keinen Sinn im Leid seines Volkes: "Es gibt absolut keine rationale Erklärung für den Holocaust, außer dass er ein göttlicher Beschluss war – warum dies geschah, geht über den menschlichen Verstand – aber eindeutig nicht als Bestrafung für Sünden” (Dubov 2009) .

Der Titel dieser Hausarbeit verweist auf die “Rechtfertigung Gottes”. Perry Schmidt-Leukel weist richtig darauf hin, das eigentliche Thema sei die rationale Rechtfertigung christlichen Glaubens angesichts von Übel und Leid in der Welt (Schmidt-Leukel, 1999: 111). Das ist das Ziel meiner Arbeit.

Zur Einführung wird die Theodizee-Frage mit Hilfe der Logik dargestellt und begrifflich untersucht. Die Bibel liefert interessante Hinweise auf den Umgang des frühen Judentums mit der Theodizee. Nicht-christliche Religionen mit ihren ganz speziellen Sichtweisen zur Problematik des Leides runden das Bild ab. Danach stellen einige ausgewählte Persönlichkeiten ihre Lösungsansätze vor und verdeutlichen so das breite Spektrum theologischer und philosophischer Standpunkte. Der Länge dieser Arbeit geschuldet erfolgt keine kritische Würdigung ihrer Aussagen. Anregungen zu einem neuen Gottesbild und anderen Formen christlicher Glaubenskultur finden sich im Schlussteil.

2 Problemansatz und Definitionen

Das Theodizeeproblem setzt die menschliche Willensfreiheit und den Glauben an Gott voraus. Es ist eine theoretische Auseinandersetzung[3], die den Gottesglauben radikal in Frage stellt durch den Widerspruch dreier Botschaften. Botschaft 1) lautet: Gott[4] ist allmächtig[5]. Botschaft 2) bekräftigt: Gott ist gütig und Botschaft 3) behauptet: Es gibt Leid. Botschaft 3) gilt anhand des Übels in der Welt als bewiesen. Diese drei Aussagen sind unvereinbar. Der christliche Glaube lässt sich rational nur durch eine Einschränkung oder Aufgabe eines der drei obigen Argumente verteidigen.

Folgende Definitionen sind Grundlage dieser Arbeit: Der Terminus ‘Theodizee’ stammt von Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716). Der Frühaufklärer verfasst 1710 seine "Théodicée”, in der er Gottes Allmacht und Güte mit dem Leid der Schöpfung in Einklang bringn möchte (Hirsch, 2001: 460-461). ‘Theodizee’ bedeutet bei wörtlicher Übersetzung aus dem Altgriechischen “Anklage Gottes”. ‘Leid’ ist ein Sammelbegriff für alle körperlichen oder seelischen Beanspruchungen. Zum Leid gehören Alter, Tod und Schmerzen ebenso wie äußere Zwänge und Begrenztheiten. Auch Tiere empfinden Leid und Schmerzen. Die Theologie kennt gerechtfertigtes und ungerechtfertigtes Leid. Die Wortherkunft des Ausdrucks ‘Übel’ ist unklar. Leibniz unterschied moralische Übel aufgrund menschlicher Sündhaftigkeit, methaphysische Übel als Endlichkeit der Welt und natürliche Übel wie Naturkatastrophen, körperliche und seelische Leiden oder Kriegsfolgen (Ebd.).

3 Die Theodizeefrage im Kontext der Bibel

3.1 Altes Testament

3.1.1 Übel und Leid als Folge des Sündenfalls

Im Alten Testament wird die Geschichte vom Leben der ersten Menschen erzählt. Sie leben zusammen mit Gott, Tieren und Pflanzen im Paradies. Ihr vollkommenes Leben endet als sie vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse essen. Von Gott aus dem Paradies vertrieben existieren sie auf der Erde weiter. Diese ist verflucht. Tod und Krankheiten, Leid und Kummer treffen jetzt alle Geschöpfe der Erde (1. Mos 3,16-19). Das Böse und die Sünde sind allgegenwärtig (Röm 2,15).

3.1.2 Vorexilische Zeit - Übel und Leid als Strafe

In vorexilischer Zeit wird Gott meist als allmächtig und gerecht erlebt. Das frühe Judentum kennt das Übel als Strafe für falsches und ungerechtes Verhalten eines Menschen der Gemeinschaft und Gott gegenüber. Es trifft den Sünder und seine Nachfahren bis ins dritte oder vierte Glied auch ohne aktives Handeln Gottes. Gute Taten werden dagegen belohnt. Erhält ein gerechter Mensch im eigenen Leben keinen Gotteslohn werden seine Nachfolger - bis zur 1000. Generation - gesegnet. Der Mensch trägt folglich allein die Verantwortung für seine Taten (Dtn 5,9).

3.1.3 Exilische und nachexilische Zeit

3.1.3.1 Übel und Leid als Unrecht Gottes

In exilischer und nachexilischer Zeit kommen vermehrt Zweifel auf an Gottes Gerechtigkeit. Sie lässt sich jetzt nicht mehr mit - beobachtbar - unverschuldetem Leid der Gerechten vereinbaren. Der Prophet Jeremia, selbst ein Opfer des Unheils - klagt Gott als ungerecht an und fordert Gerechtigkeit. Ungerechte lebten besser als Gerechte. (Jer 12,1-6). Einige Propheten finden eine plausible Erklärung für das angebliche Unrecht Gottes: Der Unterschied zwischen Gerechten und Ungerechten werde wieder deutlich am Tag JHWHs (Mal 3,18).

Auch Hiob fordert von Gott in großer Schärfe die Wiederherstellung seiner Gesundheit, seines Reichtums, Ansehens und Familienlebens. Alles hat er - obwohl rechtschaffend - verloren. Gott ignoriert jedoch seine Argumente. Als Antwort zeigt er ihm die Schönheit der Schöpfung und seine Macht. Die Unterwerfung Hiobs führt zu einer Belohnung: Gott befreit ihn von seinen Übeln (Hiob 1-31). Auch diese Dichtung des Alten Testaments beantwortet nicht die Frage, warum Gott Leid zulässt.

3.1.3.2 Gottes Wollen ist nicht zu erkennen

Das Buch Kohelet gilt bei Juden und Christen als offenbartes Wort Gottes. Dort heisst es, Gottes Wollen sei nicht erkennbar. Fromme und Gottlose hätten dasselbe Geschick (Koh 8,9-17).

3.2 Neues Testament

3.2.1 Jesus als Träger des Leids der Menschen

Das Leben Jesu bezeugt die Liebe Gottes zu den Menschen. Mit seinem Tod nimmt Jesus das Leid der Welt auf sich. Er schafft es nicht ab, er trägt es am Kreuz (Mk 15,20-32).

3.2.2 Paulus Gerechtigkeit aus Glauben

Der Apostel Paulus hält die Werke der weisheitlichen Literatur für nicht heilsbringend (Röm 3,28). Er entwickelt eine Theodizee der Gerechtigkeit aus Glauben. Am Tag des Gerichts entschädige Gott alle Menschen für erfahrenes Leid. Aus Gnade verzögere er das Gericht, damit noch mehr Menschen gerettet würden ( Röm 1,16; 2).

4 Die Theodizeefrage im Kontext nicht-christlicher Religionen

4.1 Der Islam - Prüfung der Tugend durch Allah

Aus muslimischer Perspektive belohnt Allah gute Taten im Jenseits grosszügig. Alle Übel reichten nicht aus, Gottes Barmherzigkeit zu beurteilen. Allah schicke Prüfungen oder Strafen. Durch Prüfungen erhalte der muslimische Gläubige die Gelegenheit, sich Belohnungen zu verdienen. Alle diesseitigen Strafen bewahrten vor Strafen im Jenseits. Deshalb seien Belohnungen und Bestrafungen ein Gut. So schreibt der Islamwissenschaftler Elhadi Essabah „ Lebensumstände sind Prüfungen göttlicher Art, die dem Menschen zum Weg zu Gott werden können“ (Essabah 2002: 53).

4.2 Der Buddhismus - Keine Gottheit verursacht Leid

Der Buddhismus kennt das Leiden, jedoch nicht das Theodizee-Problem. Das Leiden[6] zu überwinden ist das Ziel eines Buddhisten. Während durch die Anhaftung an materielle Dinge Leid entstehe, erlöse das Loslassen aller Wünsche und Begierden vom Leid. Der Dalai Lama[7] möchte leidenden Menschen dabei helfen (Dalai Lama 2002: 13).

4.3 Der Hinduismus - Leben ist Leiden

Anhänger dieser Religion verehren mehrere Gottheiten, die gut und böse sein können. Es gibt unterschiedliche Glaubensströmungen mit grundlegenden Gemeinsamkeiten.. Das Gesetz von Ursache und Wirkung - Karma genannt - erkläre das Leiden. Anzustreben seien gute Worte und Taten im Leben. “Gott sei alles und in allem” (Baghavad- Gita 5,18).

4.4 Das Judentum - Wir wissen nicht, warum wir leiden

Das Judentum kennt Erwählungs- und Vernichtungserfahrungen. Wie oben bereits aufgeführt versteht es in vorexilischer Zeit Leid als Sündenstrafe für eigene oder Kollektivschuld. Etwa ab der Exilszeit entstehen zwei neue Theodizeen, Leid als Prüfung und als Sühne. Nach den Erfahrungen des Holocaust sieht der jüdische Philosoph Hans Jonas (1903-1993) Gott seiner Allmacht beraubt. Es bleibe ein von seinen Geschöpfen abhängiger Gott (Jonas 1987: 20-24).

5 Ausgewählte Lösungskonzepte zur Theodizee

Verschiedene Erklärungsversuche für das Übel und den Umgang damit im Rahmen der Theodizee werden nachstehend vorgestellt. Sie reichen von der Antike bis zur neueren Theologie und Philosophie.

5.1 Die Schöpfung wird noch weiterentwickelt

Der Idealist Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831) beschreibt die Übel als Durchgangsstadium der Geschichte. Gott kenne den Endzweck der Welt und brauche nicht regulierend einzugreifen (Hegel 1924: Kap. 51).

5.2 Der Mensch trägt die Verantwortung für das Übel

Hier wird der Mensch zum Schuldigen erklärt aufgrund der Erbsünde und des Missbrauchs persönlicher Freiheit.

5.2.1.1 Übel als Folge der Erbsünde

Der Kirchenvater Augustinus (354-430) hält das Übel für eine logische Folge der Erbsünde des Menschen. Aus dem freien Willen des Menschen käme es in die Welt (Flasch 1980: 196-197).

5.2.1.2 Übel als Folge menschlicher Freiheit

Einen anderen Standpunkt vertritt Friedrich Wilhelm Josef Schelling (1775-1854). In der Schrift Untersuchungen über die menschliche Freiheit und die damit zusammenhängenden Gegenstände (1809) nennt Schelling die menschliche Freiheit als Auslöser des Guten und Bösen (Schelling 1860: 352-354).

5.3 Gott trägt die Verantwortung für das Übel

Der Schriftsteller Georg Büchner (1813-1837) hält Gott für schuldig. Er schreibt:

„Man kann das Böse leugnen, aber nicht den Schmerz; nur der Verstand kann Gott beweisen,das Gefühl empört sich dagegenDas leiseste Zucken des Schmerzes,und rege es sich nur in einem Atom, macht einen Riss in der Schöpfung von oben bis unten.“ (Büchner, 1835).

5.4 Übel dienen einem übergeordneten Zweck

Vertreter dieser These halten alle drei obigen Prämissen aufrecht und begründen das Übel als notwendig. Es wird die Annahme zurückgewiesen Gott würde nie ein Übel schaffen oder zulassen.

5.4.1 Aus Leiden entsteht Gutes

Dietrich Bonhoeffer verarbeitet eigene Leiderfahrungen, wenn er bekennt: "Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will." (Bonhoeffer 1934).

5.4.2 Übel als Erkenntnis des Guten

Laktantius[8] philosophiert über menschliche Übel als Mittel der Erkenntnis des Guten. Er schreibt:

Ich habe bereits oben auseinandergesetzt, daß Gott dem Menschen Gutes und Böses vor Augen gestellt hat, das Gute, um es zu lieben, das Böse, das dem Guten widerstrebt, um es zu hassen, und daß er darum das Böse zugelassen, damit auch das Gute hervorstrahle; denn das eine kann ohne das andere, wie öfters bemerkt, nicht bestehen (Laktantius o.J.)

5.4.3 Übel als Gegensatz zum Guten

Augustinus hält das Übel für notwendig, da nur mit seiner Hilfe das Gute sich erkennen liesse. Übel und Gutes bedingten die Ordnung (Flasch 1980: 95).

5.4.4 Übel als Folge der Naturgesetze

Armin Kreiner[9] argumentiert, die gesamte Schöpfung folge den Naturgesetzen und hänge von ihnen logisch ab. Sämtliche Naturgesetze hingen widerum voneinander ab. Diese Welt sei besser als eine Welt ohne Naturgesetze, da sonst alles dem Zufall überlassen bliebe (Hoerster 2007: 94).

5.4.5 Leiden aus Liebe zu Gott

Edith Stein weist darauf hin, dass Gott alle Menschen zur Nachfolge Jesu und damit zur Entscheidung zwischen Licht und Finsternis auffordert. Auch Stefanus wäre Jesus gefolgt (Stein 1997: 96-97).

5.5 Das Übel wird verkleinert

Durch die Verkleinerung des Übels wird es neu definiert und erscheint jetzt als Mangel an Gutem oder kleinstmögliches Übel.

5.5.1 Das Übel als Mangel an Sein

Ein eigenständiges Sein gesteht der Neuplatoniker Plotin (204-270) dem Übel nicht zu. Es sei ein Mangel an Gutem - Privatio Boni bezeichnet (Plotin 254-270).

5.5.2 Wir leben in der besten aller möglichen Welten

Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) glaubt an eine Vielzahl möglicher Welten, von denen Gott nur die vollkommenste schuf. Sie enthielte das kleinstmögliche Übel (Hirsch 2001: 460-461).

5.5.3 Ausgleichende Gerechtigkeit im Jenseits

Der Apostel Paulus wertet die Leiden der Welt als gering im Vergleich zur zu erwartenden Herrlichkeit (Röm 8,18).

5.6 Gottes Allgüte wird aufgehoben

Durch das Aufheben der Prämisse von Gottes Allgüte kann ihm das Übel zugerechnet werden.

Im Alten Testament finden sich Hinweise, dass im frühen Judentum der Glaube an einen Übel herbeiführenden Gott besteht. So heißt es: “Oder geschieht ein Unglück in der Stadt, und Jehowa hätte es nicht bewirkt ?” (Amos 3,6).

5.7 Gottes Allmacht wird eingeschränkt oder aufgehoben

5.7.1 Gott achtet die Freiheit des Menschen

Der Pfarrer Wilhelm Busch (1897-1966) predigt 1966 in Bad Cannstatt,, dass Gott die Freiheit des Menschen achtet. Wählt der Mensch Schlechtes, greife Gott nicht ein (Busch 1966).

[Hier handelt es sich um eine Selbsteinschränkung Gottes aufgrund seiner eigenen Entscheidung] .

Edith Stein schreibt Gott sei abhängig vom Menschen: “Denn offenbar liegt darin, dass Gottes Freiheit, die wir Allmacht nennen, an der menschlichen Freiheit eine Grenze findet” (Stein 1997: 60).

5.7.2 Gott ist ohnmächtig

Der Apostel Paulus sieht Gott in der Gestalt seines Sohnes Jesus am Kreuz hängen. Dies sei für die Welt absurd (1. Kor 1,18-31).

5.7.3 Gott leidet mit

In der Bibel wird auf den mitleidenden Gott hingewiesen, der solidarisch ist mit seinen Geschöpfen.

Dadurch gibt er Teile seiner Allmacht auf. In Jesaja 40 geht er mit seinem Volk alle Höhen und Tiefen mit (Jes 40,1-11).

[...]


[1] Deutscher Schriftsteller (1921-1947).

[2] Vertreter des orthodoxen Judentums.

[3] Für Atheisten stellt sich dieser Konflikt nicht, da sie nicht an Gott glauben. Sie verwenden die Theodizee jedoch als Beweis der Nichtexistenz Gottes.

[4] Als personales Wesen.

[5] Im Sinne von ‘ohne Handlungseinschränkung’, schliesst Allwissenheit mit ein.

[6] dukkha (Pfeil) genannt.

[7] 14. geistiges und politisches Oberhaupt der Tibeter, gebürtig Lhamo Döndrub.

[8] gehört zu den Kirchenvätern (ca. 250-320).

[9] deutscher Theologe für Fundamentaltheologie, geb. 1954.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Theodizee. Die Rechtfertigung Gottes angesichts der Existenz von Übel und Leid
Untertitel
Eine Annäherung
Note
1,3
Autor
Jahr
2016
Seiten
9
Katalognummer
V342201
ISBN (eBook)
9783668322479
Dateigröße
494 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Theodizee, Rechtfertigung, Gott, Leid, Schuld
Arbeit zitieren
Monika Wobbe (Autor), 2016, Theodizee. Die Rechtfertigung Gottes angesichts der Existenz von Übel und Leid, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342201

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