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Leseförderung durch Märchen in der fünften und sechsten Klasse

Titel: Leseförderung durch Märchen in der fünften und sechsten Klasse

Essay , 2014 , 20 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Doris Glanz (Autor:in)

Didaktik - Germanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Es war einmal…“ oder auch „… und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute…“. Die Frage, womit man es hier zu tun hat, lässt kaum einen anderen Schluss zu als den folgenden: Es muss sich um ein Märchen handeln. Doch wieso ist man mit diesen Redewendungen so stark vertraut und kann überhaupt den Zusammenhang herstellen? Märchen scheinen trotz ihrer oftmals alten Herkunft immer noch populär und verbreitet in der Bevölkerung zu sein, werden sogar als Kulturgut angesehen.

Es sind Geschichten, die von Generation zu Generation weiter vererbt werden. Häufig geschieht dies bereits ab den frühesten Kindertagen, wie zum Beispiel über das Erzählen einer Gute-Nacht- Geschichte der Eltern für die eigenen Kinder. So wird der Kontakt zwischen jungen Menschen und dem Medium Märchen bereits sehr früh hergestellt. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine gewisse Affinität oder zumindest ein Interesse an Märchen geschaffen wird, sollte daher gegeben sein. Auf den ersten Blick könnte sich also diese Textsorte gut für die Leseförderung eignen, schließlich bestehen ja schon eine Vertrauenssituation und dadurch ein Zugang zu Märchen, der in den Kindern frühzeitig verankert wird. Ob dieser Vorteil noch durch andere ergänzt oder auch durch Nachteile widerlegt werden kann, gilt es in diesem Essay zu diskutieren.

Hierzu werden zunächst das Mehrebenenmodell von Rosebrock und Nix als theoretische Grundlage zur systematischen Leseförderung und die Ausgangsbedingungen der Schülerinnen und Schüler dieser Altersstufe mit Hilfe der Lesesozialisationsforschung thematisiert. In Bezug auf diese grundlegenden Ausführungen wird untersucht, was für Vor- oder Nachteile in der Verbesserung der Lesekompetenzen durch Märchen entstehen können und letztendlich konkrete Unterrichtsvorschläge zur Leseförderung durch Märchen in der fünften und sechsten Klasse gegeben. So soll überprüft werden, ob durch die richtige Verwendung von Märchen im Unterricht ihre Nachteile zur Verbesserung der Lesekompetenzen behoben werden können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Mehrebenenmodell von Rosebrock und Nix

3. Diskussion: Unterstützen oder behindern Märchen die Leseförderung?

3.1. Können Märchen in der fünften und sechsten Klasse zur Leseförderung beitragen?

3.2. Unterrichtsvorschläge zur Leseförderung mit Märchen in der 5/6. Klasse

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle von Märchen als Instrument der Leseförderung für Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klasse. Dabei wird analysiert, inwiefern die Nutzung von Märchen bestehende Lesekompetenzen festigen oder Defizite ausgleichen kann, wobei das Mehrebenenmodell von Rosebrock und Nix als theoretisches Fundament dient.

  • Analyse der Lesesozialisation bei Kindern der Orientierungsstufe
  • Evaluierung der Vor- und Nachteile von Märchen im Leseunterricht
  • Integration von Laut- und Viellese-Verfahren durch Märchen
  • Konkrete methodische Unterrichtsvorschläge (z. B. Hörspielproduktion, Gallery Walk)
  • Förderung der Lesemotivation und des literarischen Verstehens

Auszug aus dem Buch

3.2. Unterrichtsvorschläge zur Leseförderung mit Märchen in der 5/6. Klasse

Um der bloßen Wiedergabe des Vorwissens vorzubeugen und die hierarchieniedrigen Prozessebenen zu verbessern, damit Informationen aus unbekannten Texten lesend entnommen werden können, ist es sinnvoll, gezielt Lesesituationen im Unterricht zu schaffen. Wie Rosebrock und Nix herausgestellt haben, eignen sich Laut- und Viellese-Verfahren, um das Lesen zu verbessern (Vgl. Rosebrock & Nix 2011, S.8). Dies sollte mit motivierenden Methoden oder Medien erfolgen, da die Subjektebene und Prozessebene sich gegenseitig beeinflussen und auch Lehrpersonen als Teil der sozialen Ebene auf die Subjektebene beim Lesen einwirken können.

Die Förderung der Lesekompetenz wird durch einen Mix aus Laut- und Viellese-Verfahren in Form eines Lesens mit Hörbüchern angestrebt, wodurch die Leseflüssigkeit der Schüler trainiert werden soll (Vgl. Gailberger 2011, S.78). Vorteile in der Verwendung von Hörbüchern bestehen darin, dass sie als neues Medium im Unterricht die Motivation der SuS steigern und die Betonung im Lesefluss geübt werden kann. Lesen an sich ist für viele SuS negativ besetzt, sodass Hörspiele als Unterstützung beim Lesen dienen und sie an die Schriftsprache heranführen können ohne negative Erfahrungen hervorzurufen (Vgl. Rosebrock & Nix 2011, S.107). Märchen eignen sich besonders gut um dieses Verfahren einzusetzen, da sie in einer mündlichen Erzähltradition stehen und überwiegend mit positiven Emotionen verbunden werden, sodass die SuS motivierter sind auch selbst ein ganzes Märchen mit der Unterstützung eines Hörspiels zu lesen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung von Märchen als Kulturgut ein und stellt die zentrale Forschungsfrage, ob diese Textsorte die Leseförderung in der Unterstufe unterstützen oder behindern kann.

2. Das Mehrebenenmodell von Rosebrock und Nix: Dieses Kapitel erläutert das theoretische Modell des Lesens, welches zwischen Prozessebene, Subjektebene und sozialer Ebene differenziert, um die Komplexität der Lesekompetenz zu verdeutlichen.

3. Diskussion: Unterstützen oder behindern Märchen die Leseförderung?: Das Kapitel diskutiert kritisch die Vor- und Nachteile der Nutzung von Märchen unter Berücksichtigung der Lesesozialisation.

3.1. Können Märchen in der fünften und sechsten Klasse zur Leseförderung beitragen?: Hier wird untersucht, wie Identifikation und bildliche Sprache in Märchen das Interesse und die Lesefähigkeit von Schülern stärken können.

3.2. Unterrichtsvorschläge zur Leseförderung mit Märchen in der 5/6. Klasse: Dieses Kapitel stellt praktische methodische Ansätze wie Hörspielproduktionen, Gallery Walks und abgewandelte Vorlesegespräche vor, um die Lesekompetenz systematisch zu fördern.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass bei richtiger methodischer Umsetzung die Nachteile des Märcheneinsatzes minimiert werden können.

Schlüsselwörter

Leseförderung, Märchen, Mehrebenenmodell, Rosebrock und Nix, Lesekompetenz, Lesemotivation, Unterrichtsvorschläge, Hörspielproduktion, Lesesozialisation, Schulliteratur, Orientierungsstufe, literarisches Verstehen, bildliche Sprache, Textsortenmuster, Leseflüssigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz von Märchen im Deutschunterricht der fünften und sechsten Klasse, um die Lesekompetenz und Lesemotivation der Schüler systematisch zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind das Mehrebenenmodell des Lesens, die Lesesozialisation von Schülern, die Analyse von Märchen als Unterrichtsmedium sowie die Entwicklung konkreter didaktischer Methoden zur Leseförderung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, kritisch zu überprüfen, ob Märchen zur Leseförderung beitragen können, und aufzuzeigen, wie potenzielle Nachteile, wie etwa ein zu starkes Rückgriff auf Vorwissen oder Grausamkeiten, im Unterrichtsalltag behoben werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Analyse basiert auf der theoretischen Grundlage des Mehrebenenmodells von Rosebrock und Nix, ergänzt durch Ansätze der Lesesozialisationsforschung und fachdidaktische Konzepte für den Literaturunterricht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in das Lesemodell, eine Diskussion über die Vor- und Nachteile von Märchen sowie eine detaillierte Ausarbeitung praxisnaher Unterrichtsverfahren, darunter Hörspielgestaltung und literarische Gesprächsformen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Leseförderung, Lesekompetenz, Märchen, Lesesozialisation, Lesemotivation und literarisches Verstehen.

Wie trägt die Hörspielproduktion konkret zur Leseförderung bei?

Die Produktion zwingt Schüler zur intensiven Auseinandersetzung mit dem Text, fördert durch "paired reading" die Leseflüssigkeit und steigert die Motivation, da ein reales Produkt entsteht.

Welche Rolle spielt die Methode des "Gallery Walks" im Kontext der Märchenarbeit?

Der Gallery Walk dient dazu, Schüler über Symbole und bildliche Sprache in Märchen zu aktivieren, ihr Vorwissen durch Austausch mit Mitschülern zu erweitern und ein tieferes Textverständnis zu entwickeln.

Warum wird das Märchen "Brüderchen und Schwesterchen" als Beispiel hervorgehoben?

Es wird empfohlen, da es vielen Kindern unbekannt ist, was eine voreingenommene Deutung verhindert, und es gleichzeitig ein hohes Identifikationspotential durch die Darstellung von Geschwisterbeziehungen bietet.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Leseförderung durch Märchen in der fünften und sechsten Klasse
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen
Note
1,7
Autor
Doris Glanz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
20
Katalognummer
V342329
ISBN (eBook)
9783668320925
ISBN (Buch)
9783668320932
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Märchen Unterricht Leseförderung Lesen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Doris Glanz (Autor:in), 2014, Leseförderung durch Märchen in der fünften und sechsten Klasse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342329
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Leseprobe aus  20  Seiten
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