„Noli turbare circulos meos“, „Störe meine Kreise nicht“ (Stein 1999) soll Archimedes einem römischen Soldaten zugerufen haben, als der ihm seine in den Sand gezeichneten geometrischen Zeichnungen zertrat. Die Folge, mündlicher Überlieferung nach, war der Tod durch die Hand des Soldaten. Ob dies nun schon als frühes Meinungsbild der Öffentlichkeit hinsichtlich der Wissenschaft gewertet werden kann, sei dahingestellt, doch das Unverständnis und die bisweilen dadurch entstehende negative Haltung zu Themen und Formen der Wissenschaft, könnte man darin zumindest ableiten.
In meiner Hausarbeit möchte ich mich mit eben diesem alltäglichen Bild der Wissenschaft in unserem Jahrzehnt beschäftigen. Nach einem kurzen historischen Abriss der Entwicklung der modernen Wissenschaft in Europa, möchte ich verschiedene ausgewählte öffentliche Veranstaltungen von Universitäten vorstellen. Im Anschluss daran dann das aktuelle Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit beleuchten und mit meinem Fazit enden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Historischer Einblick in die moderne Wissenschaft
3. Öffentliche Wissenschaftliche Veranstaltungen
3.1 Zum öffentlichen Vorlesungswesen der Universität Hamburg
3.2 Universität Hamburg – Ringvorlesung 1982
3.3 Universität Hamburg – Allgemeines Vorlesungswesen 2013/14
3.4 Lange Nacht der Universität 2014 der LMU-München
3.4 „Öffentliche Wissenschaft“ der Universität Oldenburg
4. Das Bild der Wissenschaft in der Öffentlichkeit
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht das aktuelle Bild der Wissenschaft in der öffentlichen Wahrnehmung und analysiert, wie universitäre Veranstaltungen dazu beitragen können, Wissenschaft für ein breites Publikum zugänglich und verständlich zu machen, um so ein positives Image zu fördern.
- Historische Entwicklung der modernen Wissenschaft
- Analyse öffentlicher Vorlesungsreihen an verschiedenen Universitäten
- Wahrnehmung von Wissenschaft in der Gesellschaft
- Einfluss von Medien und Skandalen auf das wissenschaftliche Image
- Strategien zur Wissenschaftskommunikation
Auszug aus dem Buch
3. Öffentliche Wissenschaftliche Veranstaltungen
Deutschlandweit gehört es heutzutage für Universitäten wie selbstverständlich dazu, Veranstaltungen für die nichtakademische Öffentlichkeit anzubieten. Dies fängt mit den Unitagen für Schülerinnen und Schüler an und geht bis zu der Möglichkeit für Seniorinnen und Senioren, sowohl als Gasthörerin und Gasthörer, als auch als Studentin oder Student im Rahmen eines Kontaktstudiums für ältere Erwachsene ohne Abitur, am Universitätsgeschehen teilzunehmen.
Für alle Interessierten gibt es vielfältige weitere Möglichkeiten, auch ohne Hochschulgangsberechtigung, am Universitätsgeschehen teilzuhaben. Diese Veranstaltungen zeigen heutzutage sogar oftmals Eventcharakter und weisen nur inhaltlich darauf hin, dass es sich um wissenschaftliche Themen handelt. Im Folgenden möchte ich einige dieser Veranstaltungen kurz vorstellen.
Durch meine eigene Universitätszugehörigkeit gehe ich zuerst näher auf die Universität Hamburg ein.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das historische Unverständnis gegenüber der Wissenschaft anhand des Beispiels von Archimedes und führt in das Thema des öffentlichen Images der Wissenschaft ein.
2. Historischer Einblick in die moderne Wissenschaft: Das Kapitel zeichnet die Entwicklung der modernen Wissenschaft seit dem 17. Jahrhundert nach und diskutiert den prägenden Einfluss bedeutender Universalgelehrter wie Galileo Galilei.
3. Öffentliche Wissenschaftliche Veranstaltungen: Dieses Kapitel stellt verschiedene Formate des öffentlichen Vorlesungswesens und universitäre Events an Standorten wie Hamburg, München und Oldenburg vor.
4. Das Bild der Wissenschaft in der Öffentlichkeit: Hier wird diskutiert, wie die Wahrnehmung von Wissenschaft sowohl durch reale Ergebnisse als auch durch mediale Diskurse und Personen beeinflusst wird.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das Image der Wissenschaft als Einstellung der Öffentlichkeit zu verstehen ist und durch eine proaktive Wissenschaftskommunikation positiv gestaltet werden muss.
Schlüsselwörter
Wissenschaft, Öffentlichkeit, Universität, Vorlesungswesen, Wissenschaftskommunikation, Image, Science Literacy, Moderne Wissenschaft, Gesellschaft, Veranstaltungsmanagement, Wissenstransfer, Bildung, Verantwortung, Medien, Diskurs
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der öffentlichen Wahrnehmung der Wissenschaft und der Frage, wie Universitäten durch öffentliche Veranstaltungsformate ein positives Image aufbauen können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die historische Einordnung der Wissenschaft, die Analyse von universitären Angeboten wie dem „Allgemeinen Vorlesungswesen“ und der theoretische Diskurs über den Imagebegriff in der Wissenschaftskommunikation.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, das aktuelle Verhältnis zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu beleuchten und aufzuzeigen, wie handelnde Personen in der Wissenschaft zu einer nachhaltigen Imageverbesserung beitragen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die durch eine Literaturanalyse sowie die Vorstellung und Auswertung von Fallbeispielen aus verschiedenen Universitäten methodisch geleitet wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Abriss, die detaillierte Vorstellung öffentlicher Veranstaltungsreihen an spezifischen Universitäten und eine Analyse der Bildentstehung von Wissenschaft in der Öffentlichkeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Wissenschaftskommunikation, Image, öffentliche Bildung, Wissenschaftsgeschichte und das Verhältnis zwischen Universität und Gesellschaft.
Welche Rolle spielt die Universität Hamburg im Dokument?
Die Universität Hamburg dient als zentrales Fallbeispiel, insbesondere durch die Darstellung ihres „Allgemeinen Vorlesungswesens“ von der historischen Gründung bis zur heutigen Praxis.
Wie beeinflussen Medien das Image der Wissenschaft?
Das Dokument erläutert, dass Medien durch eine auf handelnde Personen fokussierte Berichterstattung – etwa im Kontext von Plagiatsaffären – das Bild der Wissenschaft maßgeblich prägen und teils negativ beeinflussen können.
- Quote paper
- Alexandra Schmidt (Author), 2014, Das Bild der Wissenschaft in der Öffentlichkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342423