Dieses Lehrheft soll einerseits Informationen für Betroffene und Betriebsräte sowie Personalvertreter geben und andererseits für Betroffene eine erste Hilfestellung sein. Dieser Ratgeber soll aber auch dazu anregen, über ein Thema, das alle betrifft, offen zu diskutieren.
Wenn Worte zu Waffen und Schreibtische zu Festungen werden – Mediation im Firmenbiotop schafft Abhilfe. Die einen sagen: Mobbing, das gab es doch schon immer, die anderen sagen: Mobbing, so etwas gibt es bei uns nicht, darüber wollen wir erst gar nicht diskutieren!
Weil alle über Mobbing reden, wird der Begriff häufig inflationär verwendet. Ein Streit zwischen Kollegen und Kolleginnen, eine Schikane des Vorgesetzten oder die unverschämte Bemerkung eines Kollegen werden gleich als Mobbing bezeichnet. Kein Wunder, dass tatsächlich von Mobbing Betroffene sehr oft kein Gehör finden: Betroffene, die mit wirklich sehr schmerzhaften und nachhaltigen Erfahrungen mit Mobbing am Arbeitsplatz konfrontiert sind.
Von Mobbing Betroffene werden gekündigt oder sind durch die langen Quälereien am Arbeitsplatz arbeitsunfähig geworden. Viele von Ihnen werden dauerhaft krank – seelisch wie körperlich.
Wenn man Mobbing eindeutig von alltäglichen Konflikten und Streitereien abgrenzt, dann wird das wahre Ausmaß des Problems deutlich: Mobbing war mit anderem Namen schon immer ein Problem in der Arbeitswelt, jedoch verschärfen zunehmender Leistungsdruck und Konkurrenz die Problematik noch mehr.
Inhaltsverzeichnis
1. Was ist Mobbing?
1.1 Definition
1.1.1 Unter Mobbing versteht man Konflikte besonderer Art:
1.1.2 Je nach Form der Attacken gibt es verschiedene Begriffe:
1.2 Was nicht Mobbing ist
1.2.1 Nicht als Mobbing anzusehen sind z.B.
2. Wie entsteht Mobbing?
2.1 Mobbing und Konflikte
2.1.1 Verlauf von Mobbing
2.2 Mobbingphasen
2.2.1 Das Phasenmodell
2.3 Die persönliche Ebene und die normalen Arbeitsabläufe
2.3.1 Die Betriebsleitung/Personalleitung reagiert – betriebsöffentliche Maßnahmen werden gesetzt (Versetzung, Kündigungswunsch etc.)
2.3.2 Der soziale Abstieg beginnt – Ausschluss aus der Arbeitswelt
2.3.3 Sanktionen
2.3.4 Angst macht sich breit
3. Mobbing und Krankheit
3.1 Körperliche Probleme durch Mobbing
3.2 Psychische Probleme durch Mobbing
3.3 Mobbing – ein Beispiel
3.3.1 Einstand
3.3.2 Anspielungen
3.3.3 Eskalation
4. Analyse
4.1 Wer ist von Mobbing betroffen?
4.2 Ursachen für Mobbing
4.3 Ziele der Mobbingtäter
4.4 Mobbinghandlungen
4.4.1 Angriffe auf die Kommunikationsmöglichkeiten:
4.4.2 Angriffe auf soziale Beziehungen:
4.4.3 Angriffe auf das soziale Ansehen:
4.4.4 Angriffe auf die Berufs- und Lebenssituation
4.4.5 Angriffe auf die Gesundheit
4.5 Mobbing – wer sind die Beteiligten?
4.5.1 Mobbing unter Kolleginnen und Kollegen
4.5.2 Folgende Mobbingmotive lassen sich als Existenzsicherungsmaßnahmen interpretieren:
5. Mobbing von Vorgesetzten gegenüber Mitarbeitern
5.1 Führungskräfte sind maßgeblich am Mobbinggeschehen beteiligt
5.2 Mobbing gegen einzelne Gruppen von ArbeitnehmerInnen
5.2.1 Einige Merkmale, die zur Ausgrenzung führen könnten:
5.3 Auswirkungen
5.3.1 Psychische und psychosomatische Folgen
5.3.2 Auswirkungen auf das private Umfeld
5.3.3 Betriebswirtschaftliche Aspekte
6. Maßnahmen
6.1 Mobbing entdeckt – was tun?
6.2 Was können Betroffene selbst tun?
7. Was kann gegen Mobbing getan werden?
7.1 Bewältigungsstrategien für Mobbing-Betroffene
7.2 Professionelle Hilfe
7.2.1 Was haben BetriebsrätInnen und Arbeitgeber für Handlungsmöglichkeiten?
7.3 Prävention
7.3.1 Vorgesetzte/Arbeitgeber aktiv gegen Mobbing!
7.3.2 Betriebsrat/Personalvertretung aktiv gegen Mobbing!
7.4 Mobbing: Erste-Hilfe-Tipps
8. Das Erstgespräch
8.1 Tipps für das Erstgespräch mit Mobbingbetroffenen
8.1.1 Folgende Vorgangsweise wird vorgeschlagen:
8.1.2 Im Gespräch sollten an Hand des Mobbingtagebuches folgende Fragen abgeklärt werden:
8.2 Wenn Furcht und Panik Ihren Alltag dominieren, sollten Sie sich Hilfe holen
8.3 So gewinnen Sie wieder an Selbstvertrauen
8.3.1 Konzentrieren Sie sich auf Ihre Stärken statt auf Ihre Schwächen
8.3.2 Tun Sie das, was Sie gut können
8.3.3 Betrachtern Sie sich als erfolgreich
8.3.4 Qualifikationsanforderungen, persönliche Eigenschaften, fachliche Qualifikation
8.3.5 Trauen Sie sich etwas zu?
8.3.6 Kennen Sie sich selbst?
9. Eine Betriebsvereinbarung hilft gegen Mobbing
9.1 Musterbetriebsvereinbarung „Mobbing“
10. Kollegen kennen kein Erbarmen
10.1 Mobbing findet dort statt, wo viele Menschen zusammenkommen
11. Methoden
11.1 Was Chef-Mobber tun
11.1.1 Was Kollegen-Mobber tun
11.2 Mobbing im Bildungsbereich
11.2.2 Erscheinungsformen innerhalb der Klasse unter Auszubildenden
11.2.3 Erscheinungsformen seitens von Lehrpersonen
11.2.4 Erscheinungsformen seitens der SchülerInnen und Eltern gegenüber der Lehrperson
11.2.5 Mobbing unter Lehrpersonen
12. Welches Phänomen steckt hinter dem Wort Mobbing?
12.1. Angriffe auf die Möglichkeiten, sich mitzuteilen:
12.1.1 Angriffe auf die sozialen Beziehungen
12.1.2 Auswirkungen auf das soziale Ansehen
12.1.3 Angriffe auf die Qualität der Schul- und Lebenssituation
12.1.4 Angriffe auf die Gesundheit
12.1.5 Wer gegen wen ?
12.2 Es handelt sich leider um ein Phänomen, das sich durch alle soziale Schichten und durch alle Altersklassen zieht
12.4 Selbst der Volksmund kennt passende Ausdrücke für diesen Zustand
12.5 Stress existiert, weil wir das Gefühl haben, wir könnten mit dem, was um (oder in) uns vorgeht, nicht umgehen
12.6 Was kannst Du im Einzelnen tun?
12.7 Mobbing im Sozial- und Gesundheitsbereich ist keine Seltenheit
13. Mobbing in Kinder- und Jugendheimen
13.1 Mobbing als gelerntes Muster in Familien, im Freundeskreis, in Schulen
13.2 Mobbing als problematisches Beziehungs-Muster zwischen SozialpädagogInnen und Jugendlichen
13.3 Mobbing als problematisches Beziehungsmuster im Team
13.4 Mobbing im privaten Bereich
13.5 Grenzüberschreitungen
13.6 Machtmissbrauch
13.7 Das richtige Arbeitsklima
14. Konfliktbewältigung
14.1 Mediation bei Mobbing
14.2 Warum Mediation?
14.3 Hierarchien und Strukturen
14.4 Wann und wie lässt sich Mobbing stoppen?
14.5 Wo kann ich Hilfe holen?
14.6 Was Mobbing-Betroffene tun können
14.7 Was kann der Vorgesetzte tun?
14.7.1 Präventive Maßnahmen:
14.7.2 Interventionsmöglichkeiten im Betrieb
15. Ich werde gemobbt - Was kann ich dagegen tun?
15.1 Mobbing am Arbeitsplatz, Panik ?
15.2 Soll ich zum Vorgesetzten gehen? Gibt es andere Ansprechpersonen ?
15.3 Sie haben sich vorerst für ein Gespräch mit ihrem Vorgesetzten am Arbeitsplatz entschieden, wie wollen Sie taktisch vorgehen?
15.4 Ist der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung sinnvoll?
15.5 Soll bei Mobbing das Arbeitsverhältnis gekündigt werden?
15.6 Was können Betroffene zur Beweissicherung bei Mobbing beitragen?
15.7 Soll ich als Einzelkämpfer gegenüber meinem Arbeitgeber auftreten?
15.8 Sind Selbstzweifel bei Mobbing gerechtfertigt?
16. Mobbing macht Unternehmen fertig
16.1 Wer als Arbeitgeber nicht einschreitet, zahlt Schadenersatz, Abfindung, Schmerzensgeld und macht sich strafbar
16.1.1 Firmenchefs, die ihre Mitarbeiter schützen, sparen viel Geld
16.2 Kontaktadressen
17. Nach dem Mobbing ist vor dem Mobbing
17.1 Neue Beratung senkt das berufliche Risiko
18. Berufsunfähigkeit durch Stress und Mobbing: Oft unterschätzt
18.1 Lloyd setzt auf umfangreichen Präventions-Service
19. Psychoterror Mobbing
19.1 Der Kreislauf des Leidens
19.2 Es kann jeden treffen
19.3 Breites Spektrum der Symptome
19.4 Selbstwertgefühl stärken
19.5 Suchen Sie rechtzeitig Hilfe
19.6 Antimobbing-Vereinbarung oft Selbsttäuschung
20. Psychokrieg am Arbeitsplatz - Warum es schwierig ist, rechtlich gegen das Mobbing vorzugehen
20.1 Doch nicht nur Mobbing schadet dem Unternehmen!
21. Mobbing und Stress als „ansteckende Krankheit“
21.1 Mobbing und Intrigen rechtzeitig erkennen
21.2 Was soll mit dieser „Perversion“ verfolgt werden?
21.3 Schutz gegen Mobbing-Attacken
21.4 Langfristiger Schutz gegen Mobbing und Intrigen
21.5 Wie Führungskräfte Stress vermeiden können
21.6 Seelenlose Chefs mit narzisstischen Persönlichkeits-störungen
21.6.1 Sich selbst überprüfen
21.6.2 Das Nutzenbieten verhindert Eitelkeit
21.6.3 Motivieren heißt von daher: an einem Strang ziehen
21.6.4 Es überzeugt die Persönlichkeit, nicht das Argument
22. Der Einfluss der Mediation und der Einsatz mediativer Elemente auf die Unternehmenskultur
22.1 Einführende Gedanken
22.1.1 Allgemeine Betrachtung von Konflikten
21.1.2 Die multiple Definition der Unternehmenskultur und ihre Bedeutung
22.1.3 Kurzdarstellung der unterschiedlichen Methodiken der Konfliktbewältigung
22.2 Konfliktarten und Konfliktursachen im unternehmerischen Bereich
22.2.1 Konfliktebenen und Konfliktreichweite
22.3 Konfliktkultur im unternehmerischen Bereich
22.3.1 Veränderungen und Folgen
22.4 Der Umgang mit Konflikten
22.4.1 Konfliktpotenziale
22.4.2 Externe und interne Konfliktfelder
22.5 Beteiligte im Konflikt
22.5.1 Beispiele unternehmerischer Konflikte
22.6 Ursachen unternehmerischer Konflikte
22.6.1 Gefahren unternehmerischer Konflikte
22.6.2 Primäre und sekundäre Mechanismen einer Unternehmenskultur
22.6.3 Der Umgang mit Macht
22.6.4 Fehler, die den Erfolg verhindern
22.7 Schwerpunkte in der Konfliktbewältigung
22.7.1 Konfliktanalyse (Inhalt und Methoden)
22.8 Konfliktbearbeitung (intuitive und professionelle Methoden)
22.8.1 Die konstruktive Konfliktbewältigung
22.9 Das Harvard-Konzept
22.10 Konfliktmanagement in Unternehmen
22.10.1 Vorteile und Anforderungen an ein Konfliktmanagement
22.11 Grundregeln für den Konfliktmanager
22.11.1 Die Rolle der Mediation
22.12 Die transformale Mediation: Ein Weg zu mehr „miteinander“ in Gesellschaft und Wirtschaft
22.13 Das Einfügen mediativer Elemente innerhalb dezentraler Verantwortungsbereiche
22.14 Die Einflechtung mediativer Elemente in Krisensituationen
22.15 Mediation als Form der konstruktiven Konfliktbewältigung
22.15.1 Faire und Ressourcen schonende außergerichtliche Konfliktlösung für Unternehmen
22.16 Mediation per Gesetz
22.17 Schlussbetrachtung / Abschließende Gedanken
23. Mobbing und Konflikte: Die Lösung liegt im eigenen Verhalten
23.1 Welcher Auszubildende würden Sie lieber sein? Josef oder Karl?
Zielsetzung und Themen
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, das Phänomen Mobbing am Arbeitsplatz durch eine klare Abgrenzung zu alltäglichen Konflikten zu definieren und sowohl Betroffenen als auch Führungskräften und Betriebsräten fundierte Handlungsstrategien zur Prävention und Bewältigung aufzuzeigen.
- Wissenschaftliche Definition und Abgrenzung von Mobbing
- Analyse der Ursachen, Beteiligten und psychischen sowie betriebswirtschaftlichen Auswirkungen
- Praktische Erste-Hilfe-Strategien und Bewältigungsmethoden für Betroffene
- Rolle der Mediation und des Konfliktmanagements in der Unternehmenskultur
- Empfehlungen für Arbeitgeber und Interessenvertretungen zur Prävention
Auszug aus dem Buch
1. Was ist Mobbing?
Viele sprechen über Mobbing und doch herrscht meist wenig Klarheit darüber, was Mobbing wirklich ist. Diskussionen in den Medien haben ein Bild von Mobbing entstehen lassen, das von der wissenschaftlichen Definition dieses sozialen Phänomens stark abweicht. Der Begriff Mobbing läuft Gefahr, zu einem Modewort für jeden Streit oder Konflikt am Arbeitsplatz zu verkommen.
Das Wort Mobbing wurde erstmals von dem Ethnologen Konrad Lorenz Anfang der Siebziger Jahre für Angriffe verwendet, die eine Gruppe von Tieren gegen einen Eindringling praktizieren, um diesen zu verjagen. Professor Heinz Leymann, Begründer der modernen Mobbing-Forschung, beschreibt die systematischen Vorgänge in der Arbeitswelt, die auf die gezielte Benachteiligung und Schikanierung von Einzelnen abzielen.
Er entwickelte zudem folgende Definition für Mobbing: „Eine Person wird an ihrem Arbeitsplatz gemobbt, wenn sie im Konflikt mit Kollegen oder Vorgesetzten in eine unterlegene Position gekommen ist und auf systematische Weise über mindestens sechs Monate hinweg mindestens einmal pro Woche einer der 45 definierten feindseligen Handlungen ausgesetzt ist.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Was ist Mobbing?: Dieses Kapitel definiert Mobbing wissenschaftlich und grenzt es von alltäglichen Konflikten ab, wobei auch die Rolle der modernen Mobbing-Forschung beleuchtet wird.
2. Wie entsteht Mobbing?: Es wird der Prozesscharakter von Mobbing erläutert, angefangen bei ungelösten zwischenmenschlichen Konflikten bis hin zur systematischen Ausgrenzung in verschiedenen Phasen.
3. Mobbing und Krankheit: Hier werden die schwerwiegenden körperlichen und psychischen gesundheitlichen Folgen für die Betroffenen dargelegt, unterstützt durch ein konkretes Fallbeispiel.
4. Analyse: Dieses Kapitel analysiert die verschiedenen Beteiligten, die Motive der Täter sowie die unterschiedlichen Arten von Mobbinghandlungen am Arbeitsplatz.
5. Mobbing von Vorgesetzten gegenüber Mitarbeitern: Es wird die besondere Dynamik des Bossings untersucht, wobei der Fokus auf der Fürsorgepflicht der Führungskräfte liegt.
6. Maßnahmen: Ein kompakter Einstieg in die ersten Schritte nach der Entdeckung einer Mobbingsituation.
7. Was kann gegen Mobbing getan werden?: Dieses Kapitel widmet sich den Bewältigungsstrategien für Betroffene sowie präventiven Ansätzen für Betriebe und Interessenvertretungen.
8. Das Erstgespräch: Ein Leitfaden für Berater und Betriebsräte, wie sie ein Erstgespräch mit Mobbingbetroffenen führen und dabei die Situation professionell analysieren können.
9. Eine Betriebsvereinbarung hilft gegen Mobbing: Hier wird eine beispielhafte Mustervereinbarung vorgestellt, um Mobbing strukturell im Unternehmen entgegenzuwirken.
10. Kollegen kennen kein Erbarmen: Es wird die Dynamik betrachtet, wie Mobbing dort entsteht, wo viele Menschen zusammenkommen, und warum das Beziehungsmanagement oft vernachlässigt wird.
11. Methoden: Dieses Kapitel vergleicht die Vorgehensweisen von Vorgesetzten und Kollegen sowie spezifische Erscheinungsformen im Bildungsbereich.
12. Welches Phänomen steckt hinter dem Wort Mobbing?: Eine tiefgehende Analyse der psychologischen Mechanismen, inklusive der Auswirkungen von Stress und der Bedeutung der individuellen Wahrnehmung.
13. Mobbing in Kinder- und Jugendheimen: Untersuchung spezifischer Mobbingmuster im pädagogischen Kontext, insbesondere im Beziehungsgeflecht zwischen Betreuern und Jugendlichen.
14. Konfliktbewältigung: Die Mediation wird als zentrales Verfahren zur konstruktiven Konfliktlösung in Organisationen eingeführt und methodisch erläutert.
15. Ich werde gemobbt - Was kann ich dagegen tun?: Ein praktischer Ratgeber für Betroffene, der taktische Vorgehensweisen und rechtliche Optionen aufzeigt.
16. Mobbing macht Unternehmen fertig: Die betriebswirtschaftlichen Risiken von Mobbing werden verdeutlicht, unterstrichen durch rechtliche Konsequenzen für untätige Arbeitgeber.
17. Nach dem Mobbing ist vor dem Mobbing: Fokus auf die Risiken bei beruflichen Neuanfängen nach Mobbingerfahrungen und die Notwendigkeit professioneller Nachsorge.
18. Berufsunfähigkeit durch Stress und Mobbing: Oft unterschätzt: Das Thema Berufsunfähigkeit durch psychische Folgen von Mobbing wird als unterschätzte Gefahr diskutiert.
19. Psychoterror Mobbing: Zusammenfassende Betrachtung der Symptome und die dringende Empfehlung, frühzeitig Hilfe zu suchen, statt auf Selbstheilung zu hoffen.
20. Psychokrieg am Arbeitsplatz - Warum es schwierig ist, rechtlich gegen das Mobbing vorzugehen: Die rechtliche Komplexität bei der Verfolgung von Mobbingfällen wird analysiert.
21. Mobbing und Stress als „ansteckende Krankheit“: Die systemische Perspektive auf Mobbing und die Rolle der Unternehmenskultur bei der Entstehung und Prävention.
22. Der Einfluss der Mediation und der Einsatz mediativer Elemente auf die Unternehmenskultur: Umfassende Untersuchung, wie mediative Ansätze eine nachhaltige, faire Unternehmenskultur fördern können.
23. Mobbing und Konflikte: Die Lösung liegt im eigenen Verhalten: Abschließendes Kapitel zur persönlichen Haltung, inklusive einer Gegenüberstellung von Erfolg und Scheitern anhand von Fallbeispielen.
Schlüsselwörter
Mobbing, Psychoterror, Mediation, Konfliktmanagement, Arbeitsplatz, Fürsorgepflicht, Prävention, psychische Gesundheit, Stressbewältigung, Betriebskultur, Unternehmenskultur, Arbeitsrecht, Selbstvertrauen, Konfliktbewältigung, Mobbingtagebuch
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Das Buch bietet einen umfassenden Überblick über das Phänomen Mobbing, analysiert dessen Ursachen, Formen und Folgen und stellt konkrete Lösungswege sowie Präventionsmaßnahmen für Unternehmen und Betroffene bereit.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die psychologischen und sozialen Ursachen von Mobbing, die betriebswirtschaftlichen Folgen, rechtliche Aspekte sowie insbesondere die Rolle der Mediation und eines modernen Konfliktmanagements.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für Mobbing zu schaffen, die Spirale der Eskalation zu durchbrechen und effektive, gewaltfreie Kommunikationswege bei Konflikten in mikro-sozialen Arenen wie Unternehmen aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um einen interdisziplinären Ratgeber, der Erkenntnisse aus der modernen Mobbingforschung, Arbeitspsychologie, Betriebswirtschaftslehre und dem Wirtschaftsrecht kombiniert, ergänzt durch praxisorientierte Fallbeispiele.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Entstehungsphasen, die gesundheitlichen Auswirkungen, Strategien zur Bewältigung, die Bedeutung von Führungskompetenz sowie detaillierte Methoden der Mediation und Konfliktkultur.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Mobbing, Psychoterror, Mediation, Konfliktmanagement, Arbeitsplatz, Prävention und Unternehmenskultur.
Warum ist das "Mobbingtagebuch" für Betroffene so wichtig?
Das Mobbingtagebuch dient der Beweissicherung, indem es Vorfälle präzise mit Datum, Zeit und Teilnehmern dokumentiert, und hilft dem Betroffenen zudem, durch die Reflexion Distanz zum Geschehen zu gewinnen.
Welche Rolle spielt die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers?
Der Arbeitgeber ist rechtlich dazu verpflichtet, für das physische und psychische Wohl seiner Arbeitnehmer zu sorgen. Er muss ein Arbeitsumfeld schaffen, das Mobbing verhindert, und aktiv gegen Übergriffe im Betrieb einschreiten, um Schadensersatzforderungen und strafrechtliche Folgen zu vermeiden.
- Quote paper
- Dietmar Kern (Author), 2002, Mobbing. Psychoterror am Arbeitsplatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342453