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Zu: Caroline Kennedy Pipe - "Stalin's Cold War"

Titel: Zu: Caroline Kennedy Pipe - "Stalin's Cold War"

Rezension / Literaturbericht , 2004 , 12 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Daniel Kipper (Autor:in)

Geschichte - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

[...]

Das revolutionäre Erbe:

In den Jahren 1918-1921 setzte sich in Russland das bolschewistische System durch. Vor der Oktoberrevolution gab es in Russland keine geordnete Armee. Der Bürgerkrieg und ausländische Interventionen machten diese aber unabdingbar. Im Jahr 1917 appellierte Trotsky (Minister für ausländische Angelegenheiten) an die Bevölkerung der mit Russland im Krieg befindlicher Staaten, ihre Regierung zu bekämpfen. Außerdem hofften die Bolschewisten, dass in Deutschland ebenfalls eine Revolution ausbrechen würde. Diese Hoffnung wurde allerdings nicht erfüllt und Russland musste seine Streitkräfte gegen Deutschland verstärken.
Am 03.03.1918 unterschrieb Sokolnilov stellvertretend für Sowjetunion, den Friedensvertrag von Brest Litovsk, der eine große Schande für Russland darstellte (u.a. verlor Russland 30% des bebaubaren Landes).
Im Sommer 1918 kam es dann zum Bürgerkrieg mit den sozialistischen Revolutionären und den Mensheviks, die daraufhin von Lenin verboten wurden.
Die russische Führung glaubte zu diesem Zeitpunkt, dass für eine kommunistische Revolution in ganz Europa ein großes Potential bestehe. Im Jahr 1920 vertrieben sie die Polen aus der Ukraine und marschierten weiter bis nach Warschau. Allerdings stellten sich die Westmächte auf die Seite Polens und so mussten die Russen sich wieder zurückziehen. Zu diesem Zeitpunkt erkannten sie auch, dass das revolutionäre Potential in Europa nicht so groß wie einst vermutet war.
Durch die anhaltende Isolation der beiden Staaten Deutschland und Russland nach dem 1.Weltkrieg kam es zum Vertrag von Rapallo, indem diese beiden Staaten eine Zusammenarbeit ihrer Armeen sowie eine Modernisierung Russlands beschlossen.
Im Jahr 1924 kam Stalin an die Macht, der schon im Jahre 1925 von einer Unvermeidbarkeit eines Krieges sprach, da seiner Meinung nach das Konfliktpotential der kapitalistischen Länder sowie die Militarisierung Deutschlands zwangsweise dazu führen werden.

[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Überlebensstrategien

Das revolutionäre Erbe:

Die Suche nach der kollektiven Sicherheit

Sowjetisches Denken über die USA

Die politische Dimension

Konferenz von Teheran

Die militärische Dimension

Die Jalta- Konferenz (Februar 1945)

Die Spaltung Europas

Strategien der Besetzung

Konferenz von Potsdam

Der Rückzug aus der Tschechoslowakei

Moskau und der Iran

Moskau und Deutschland

Moskau und Italien

Strategien der Vereinigung

Berlin- Blockade

Strategien des Widerstandes

Die Sowjetunion, der Korea Krieg und Europa

Strategien der Stabilisierung

Moskau und die westliche Integration

Chrustschow wird Premierminister

Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die sowjetische Außen- und Sicherheitsstrategie während des Kalten Krieges unter der Führung Stalins. Dabei wird untersucht, wie die Sowjetunion versuchte, ihre Machtsphäre zu sichern, auf westliche Einflüsse zu reagieren und eine Pufferzone zum Schutz vor wahrgenommenen Bedrohungen durch den Kapitalismus und ein wiederbewaffnetes Deutschland zu etablieren.

  • Die Entwicklung des sowjetischen Sicherheitsverständnisses und die Angst vor einer Einkreisung.
  • Der Einfluss von Konferenzen (Teheran, Jalta, Potsdam) auf die Nachkriegsordnung.
  • Sowjetische Strategien gegenüber Deutschland, dem Iran und den osteuropäischen Staaten.
  • Die Rolle ideologischer Gegensätze im Kontext der geopolitischen Machtpolitik.
  • Die Dynamik des sowjetisch-amerikanischen Verhältnisses von der Anti-Hitler-Koalition bis zum Koreakrieg.

Auszug aus dem Buch

Die Suche nach der kollektiven Sicherheit

Die Russen wollten nicht mehr, dass die Reichswehr russischen Boden betrat, d.h. der Vertrag von Rapallo wurde theoretisch aufgelöst.

Die Russen sahen in der Militarisierung Deutschlands eine große Gefahr und versuchten dies auch anhand des Buches „Mein Kampf“ der Öffentlichkeit zu belegen. Als Hitler dann auch seine Armee im Rheinland einmarschieren ließ (offener Bruch des Versailler Vertrages) gaben die Sowjets zu verstehen, dass sie sich an einer Aktion gegen Hitler beteiligen würden.

Nach dem erneuten Bruch des Vertrages (Teilung der Tschechoslowakei) war Russland bereit für einen Krieg gegen Deutschland und hoffte weiterhin vergebens auf ein Einschreiten der Westmächte.

23.08.1939 wurde der Hitler- Stalin- Pakt unterzeichnet in dem Stalin sein vorrangigstes Ziel, nämlich das Abwenden der Aggressionen Hitlers von Russland, erreichte. Erst nach dem Einfall der Deutschen in der Sowjetunion musste Stalin erkennen, dass dieser Pakt wertlos war.

Zusammenfassung der Kapitel

Überlebensstrategien: Beleuchtet die schwierige Konsolidierung des bolschewistischen Systems nach 1917 sowie die Bemühungen, Sicherheit durch internationale Kooperation und Pufferzonen zu erlangen.

Die Suche nach der kollektiven Sicherheit: Beschreibt die sowjetischen Reaktionen auf Hitlers Aufrüstung und den eventualen Pakt mit Deutschland zur Abwendung der Aggression.

Sowjetisches Denken über die USA: Analysiert die ambivalenten Beziehungen zwischen Moskau und Washington trotz ideologischer Differenzen und die erzwungene Kooperation im Krieg.

Die politische Dimension: Erörtert die gemeinsamen Ziele und Spannungen der Anti-Hitler-Koalition bezüglich der Nachkriegsordnung.

Konferenz von Teheran: Fokussiert auf die Abstimmung zur Eröffnung einer zweiten Front und die Visionen für ein Nachkriegseuropa.

Die militärische Dimension: Behandelt Stalins militärisches Vorgehen zur Sicherung von Einflussgebieten während der Vormärsche 1944.

Die Jalta- Konferenz (Februar 1945): Analysiert die Diskussionen um den Sieg über Hitler sowie die beginnenden Konflikte über die politische Zukunft befreiter Gebiete.

Die Spaltung Europas: Zeichnet den Prozess der Verfremdung zwischen den ehemaligen Verbündeten und die geopolitische Rivalität nach.

Strategien der Besetzung: Beleuchtet den Kurswechsel unter Truman und die Spannungen um die deutsche Besatzungsfrage.

Konferenz von Potsdam: Thematisiert Reparationsforderungen, die Macht des Atoms und die wachsende sowjetische Angst vor dem Westen.

Der Rückzug aus der Tschechoslowakei: Beschreibt den begrenzten Truppenabzug und Stalins Erwartungen an den Erfolg kommunistischer Parteien.

Moskau und der Iran: Untersucht eine der ersten großen Krisen des Kalten Krieges um Ölfelder und geostrategischen Einfluss.

Moskau und Deutschland: Analysiert die internen sowjetischen Debatten zwischen Demontagepolitik und einer möglichen Sowjetisierung.

Moskau und Italien: Beschreibt den Versuch der Sowjetunion, den westlichen Einfluss durch die PCI zu schwächen.

Strategien der Vereinigung: Dokumentiert die Antwort der UdSSR auf den Marshall-Plan durch die Gründung der Kominform.

Berlin- Blockade: Erörtert Stalins Kalkül bei der Blockade und die daraus resultierende Stärkung der westlichen Entschlossenheit.

Strategien des Widerstandes: Analysiert die weitere Vertiefung der Teilung und die sowjetischen Versuche, den US-Einfluss verbal und politisch zu bekämpfen.

Die Sowjetunion, der Korea Krieg und Europa: Untersucht die Rolle Stalins im Korea-Konflikt und die Auswirkungen auf das europäische Machtgleichgewicht.

Strategien der Stabilisierung: Beschreibt den Kurs der neuen sowjetischen Führung nach Stalins Tod.

Moskau und die westliche Integration: Analysiert das Scheitern sowjetischer Versuche, die NATO-Integration Westdeutschlands zu verhindern.

Chrustschow wird Premierminister: Thematisiert die Gründung des Warschauer Paktes und die neue Ära der globalen Abschreckung.

Zusammenfassung: Fasst den Anspruch des Buches zusammen, durch eine neue Debatte die bestehende Kriegsliteratur kritisch zu ergänzen.

Schlüsselwörter

Kalter Krieg, Sowjetunion, Stalin, Deutschlandpolitik, Sicherheitspolitik, Ost-West-Konflikt, Anti-Hitler-Koalition, Jalta-Konferenz, Berlin-Blockade, Pufferzone, Kominform, Koreakrieg, Geopolitik, Wettrüsten, Besatzungszonen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die sowjetische Außen- und Sicherheitsstrategie unter Stalin und deren Einfluss auf die Entstehung und Entwicklung des Kalten Krieges.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Suche nach kollektiver Sicherheit, der Deutschlandpolitik, den Konferenzen der Siegermächte und der Reaktion auf die westliche Integration.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Lücken in der bestehenden Kriegsliteratur zu füllen, indem die sowjetische Handlungslogik beleuchtet wird, ohne dabei einseitige Schuldzuweisungen zu treffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, um die Motive und Strategien Moskaus basierend auf dem zeitgenössischen Kontext und den politischen Dynamiken der Ära aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch und thematisch von den Nachwirkungen des Zweiten Weltkriegs über die Deutschlandfrage und die Berlin-Blockade bis hin zum Koreakrieg und den Entwicklungen nach Stalins Tod.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Kalter Krieg, sowjetische Sicherheitspolitik, geopolitische Einflusszonen, Pufferstaaten und die Interaktion der Siegermächte stehen im Zentrum.

Welche Rolle spielte die Berlin-Blockade laut der Autorin?

Sie wird als strategischer Test Stalins bewertet, der jedoch das Gegenteil des Erwünschten bewirkte: die Rechtfertigung für die Wiederbewaffnung Westdeutschlands.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des "Iran-Problems"?

Die Autorin identifiziert das Iran-Problem als eine der ersten entscheidenden Krisen des Kalten Krieges, die zu einer deutlichen Verschärfung der westlichen Politik gegenüber Russland führte.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zu: Caroline Kennedy Pipe - "Stalin's Cold War"
Hochschule
Universität Trier
Note
2,0
Autor
Daniel Kipper (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
12
Katalognummer
V34249
ISBN (eBook)
9783638345354
ISBN (Buch)
9783640281992
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Caroline Kennedy Pipe Stalins Cold
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Kipper (Autor:in), 2004, Zu: Caroline Kennedy Pipe - "Stalin's Cold War", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34249
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  12  Seiten
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