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Georg Simmels "Das Phänomen der Mode und die Suche nach Einzigartigkeit". Bietet die Großstadt in der Realität die besten Voraussetzungen für eine Individualisierung?

Titel: Georg Simmels "Das Phänomen der Mode und die Suche nach Einzigartigkeit". Bietet die Großstadt in der Realität die besten Voraussetzungen für eine Individualisierung?

Hausarbeit , 2014 , 20 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Ulrike Köpke (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Vor allem der deutsche Soziologe und Philosoph Georg Simmel befasst sich mit der Großstadtsoziologe und der Mode im Zusammenhang zu der Individualität. Bereits vor über 100 Jahren hat sich Simmel mit der Relation zwischen dem sozialen, psychischen und kulturellen Wandel der Moderne auseinandergesetzt. Besonders durch die schon immer vorhandenen Diskussionen um den Individualisierungsbegriff werden Simmels Ausarbeitungen regelmäßig wieder aufgegriffen. Vor allem nach ihm gelten die Großstädte als Austragungsort des Individualismus. Darüber hinaus ist die Mode schon immer ein Bestandteil der Gesellschaften gewesen und diente bereits in früheren Zeiten dazu, sich von anderen Ständen abzugrenzen. Deswegen ist es von besonderem Interesse, ob seine soziologischen Darstellungen tatsächlich noch für die moderne Zeit zutreffend sind.

Gerade die Punkszene ist ein Lebensstil, der in der heutigen Zeit oft vorzufinden ist. Auffällig ist zunächst, dass dieser besonders in Großstädten auftritt. Allein durch ihr äußeres Erscheinungsbild fallen sie in der Masse auf. Die Frage, die sich in diesem Zusammenhang nun stellt, ist, ob sie tatsächlich in der Großstadt mehr Entfaltungsmöglichkeiten haben als im ländlichen Raum und wenn ja, wodurch das begründet werden kann. Im Großen und Ganzen steht also demnach die Fragestellung im Raum, ob die Großstadt wirklich der Ort der Individualisierung ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Individualität nach Simmel

3. Die Großstadt

3.1 Wichtige Begriffe nach Simmel

3.1.1 Indifferenz

3.1.2 Blasiertheit

3.1.3 Reserviertheit

3.2 Das Geld

3.3 Die Mode

4. Individualität im Vergleich zwischen Großstadt und dem ländlichen Raum anhand des Beispiels der Punkszene

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit die Großstadt nach den soziologischen Theorien von Georg Simmel die besten Voraussetzungen für eine Individualisierung bietet und ob sich diese theoretischen Annahmen anhand der heutigen Punkszene bestätigen lassen.

  • Georg Simmel und seine soziologischen Konzepte zur Individualität
  • Die Großstadt als Lebensraum und ihre Auswirkungen auf das Individuum
  • Wichtige Begriffe: Indifferenz, Blasiertheit, Reserviertheit und Geld
  • Die Funktion der Mode als Ausdrucksmittel und Abgrenzungsmechanismus
  • Vergleich der Individualisierungsmöglichkeiten in der Großstadt versus dem ländlichen Raum

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Blasiertheit

Darüber hinaus spricht Simmel von der ››Blasiertheit‹‹ der Großstädter. Die Ableitung des Wortes erfolgte aus dem Französischen von dem Wort ››blasé‹‹, was so viel wie ››gleichgültig‹‹ oder ››unempfänglich‹‹ bedeutet (vgl. Lindner 2004: 174). In der deutschen Sprache wird das Wort oft auch als ››hochnäsig‹‹ verstanden. Simmel meint mit dem Begriff, das Unvermögen auf neue Reize entsprechend zu reagieren (vgl. ebd.). Dies entsteht insbesondere dadurch, dass die Nerven des Individuums so lange bis auf stärkste angeregt werden, bis zuletzt keine Reaktion mehr erfolgt. Diese Unfähigkeit auf Reize zu reagieren, schützt gleichzeitig aber auch vor der Überreizung der Nerven (vgl. Junge 2009: 36). Simmel betont weiterhin, dass jeder Großstädter diese Blasiertheit aufweist (vgl. Simmel 1994: 121). So wird in der Metropole beispielsweise kein direkter Blickkontakt mehr aufgenommen. Diese Form des Kontaktes würde mit einem erhöhten Ausmaß des Nervenlebens verbunden sein. Die Vermeidung des Kontaktes führt dann dazu, dass eine Überreizung nicht stattfinden kann (vgl. Junge 2009: 36). Folgendes Zitat macht das deutlich:

„Das Wesen der Blasiertheit ist die Abstumpfung gegen die Unterschiede der Dinge, nicht in dem Sinne, daß sie nicht wahrgenommen würden, wie von dem Stumpfsinnigen, sondern so, daß die Bedeutung und der Wert der Unterschiede der Dinge und damit der Dinge selbst, als nichtig empfunden wird“ (Simmel 1994: 121.).

Daraus lässt sich schließen, dass die Blasiertheit auch als Lebensstil interpretiert werden kann, durch den der Versuch unternommen wird, als Individuum nicht unterzugehen (vgl. Junge 2009: 36). Als Grund für die Blasiertheit wird vor allem das Geld angeführt, da die Unterschiede zwischen den verschiedenen Dingen lediglich durch ein ››wieviel‹‹ ausgedrückt werden (vgl. Simmel 1995: 121). Darauf wird im Nachfolgenden jedoch näher eingegangen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Individualisierung im Kontext der Großstadt, basierend auf den soziologischen Überlegungen von Georg Simmel.

2. Individualität nach Simmel: Theoretische Herleitung des Begriffs der Individualität, Freiheit und Unabhängigkeit im Denken Simmels.

3. Die Großstadt: Analyse der Großstadt als Ort der Moderne, der durch Reizüberflutung und spezifische psychologische Anpassungsmechanismen geprägt ist.

3.1 Wichtige Begriffe nach Simmel: Detaillierte Betrachtung der Konzepte Indifferenz, Blasiertheit und Reserviertheit als Schutzstrategien in der Metropole.

3.2 Das Geld: Erörterung der Rolle der Geldwirtschaft als Faktor für Sachlichkeit, Entfremdung und Individualisierung in der Großstadt.

3.3 Die Mode: Untersuchung der Mode als Mittel zum Ausdruck von Individualität sowie zur sozialen Abgrenzung oder Anpassung.

4. Individualität im Vergleich zwischen Großstadt und dem ländlichen Raum anhand des Beispiels der Punkszene: Empirische Anwendung der Theorie am Beispiel der Punkszene im urbanen und ländlichen Kontext.

5. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage, dass die Großstadt aufgrund der dortigen Lebensbedingungen mehr Raum zur Individualisierung bietet als der ländliche Raum.

Schlüsselwörter

Georg Simmel, Individualisierung, Großstadtsoziologie, Mode, Individualität, Indifferenz, Blasiertheit, Reserviertheit, Geldwirtschaft, Punkszene, Metropole, Moderne, Lebensstile, Soziologie, Abgrenzung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Individualisierung und die Rolle der Mode im urbanen Raum aus der soziologischen Perspektive von Georg Simmel.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen die soziologische Theorie Georg Simmels, die Psychologie des Großstadtlebens, die Funktion des Geldes sowie die Dynamik von Jugendkulturen und Mode.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu klären, ob die Großstadt in der Realität die besten Voraussetzungen für eine Individualisierung bietet und wie sich dies durch das Verhalten von Subkulturen (am Beispiel der Punkszene) manifestiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse soziologischer Schriften Georg Simmels, die anschließend auf ein konkretes Fallbeispiel (die Punkszene) angewendet wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der Begriffe Blasiertheit, Indifferenz und Reserviertheit sowie eine vergleichende Untersuchung der Lebensmöglichkeiten von Punks in der Stadt versus auf dem Land.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Individualität, Großstadt, Simmel, Mode, Blasiertheit und Subkultur charakterisiert.

Warum spielt die Blasiertheit eine zentrale Rolle in der Untersuchung?

Sie ist ein entscheidender Schutzmechanismus der Großstädter gegen die Reizüberflutung, der gleichzeitig eine Distanz schafft, die paradoxerweise die Entfaltung von Individualität begünstigt.

Wie unterscheidet sich die Situation der Punkszene auf dem Land von der in der Stadt?

In der Großstadt finden Punks eine höhere Toleranz und mehr Ausdifferenzierungsmöglichkeiten, während sie auf dem Land häufig mit Ablehnung und mangelnden Entfaltungsräumen konfrontiert sind.

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Details

Titel
Georg Simmels "Das Phänomen der Mode und die Suche nach Einzigartigkeit". Bietet die Großstadt in der Realität die besten Voraussetzungen für eine Individualisierung?
Note
2,0
Autor
Ulrike Köpke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
20
Katalognummer
V342585
ISBN (eBook)
9783668323537
ISBN (Buch)
9783668323544
Sprache
Deutsch
Schlagworte
georg simmels phänomen mode suche einzigartigkeit bietet großstadt realität voraussetzungen individualisierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ulrike Köpke (Autor:in), 2014, Georg Simmels "Das Phänomen der Mode und die Suche nach Einzigartigkeit". Bietet die Großstadt in der Realität die besten Voraussetzungen für eine Individualisierung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342585
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Leseprobe aus  20  Seiten
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