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Entwicklung des Empowerment-Konzeptes und seine Rolle im Gesundheitswesen

Titel: Entwicklung des Empowerment-Konzeptes 
und seine Rolle im Gesundheitswesen

Hausarbeit , 2015 , 22 Seiten , Note: 1

Autor:in: Svetlana Reinert (Autor:in)

Gesundheit - Gesundheitswesen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der unterschiedlichen Entwicklung des Empowerments in der Sozialarbeit, der Wirtschaft und der Situation in der Gesundheitsförderung und der Beratung in der Pflege. Die verschiedenen Perspektiven der einzelnen Akteure, die politischen Faktoren und verwandte Konzepte (Salutogenese, Resilienz) in der Gesundheitsförderung und in der Pflege werden dabei mitgedacht. Den Abschluss bildet die Analyse von Stärken und Schwächen des Empowerment-Konzeptes insbesondere bei der Umsetzung in einem Empowerment-Prozess.

Das Empowerment-Konzept ist in den letzten Jahrzehnten im Gesundheitswesen, Politik und Gesellschaft ein wichtiges Thema geworden. Bereits seit den ersten Ansätzen von Empowerment in der Pflege wird in den Gesundheitswissenschaften und der Gesundheitspolitik darüber debattiert, was Empowerment in der Pflege für die Gesellschaft bedeuteten könnte, wie man es etablieren kann, und wie weit man es etablieren darf.

Die Vernetzung der beteiligten Akteure im Empowerment-Prozess macht deutlich, dass jede dieser Positionen andere Ziele, Wertvorstellungen und Interessen bezüglich der eigenen Per-spektive hat: Die Patienten streben nach Erhaltung oder Wiedergewinnung von Gesundheit und Lebensgestaltung; Die Leistungserbringer (Krankenhäuser, Kliniken, Ärzte, Pflegeperso-nal, ambulante Dienste) wünschen sich im Rahmen von Empowerment umsetzbare Modelle und Handlungsanweisungen, um ihre fachlichen Kompetenzen angemessen einsetzen zu können; die Versicherer suchen nach Modellen und Programmen, wie sie die Kosten reduzieren und die Versicherten qualitativ hoch beraten und begleiten können, die Vertreter der Gesundheitspolitik möchten einen kostengünstigen und qualitativ hohen gesetzlichen und gesellschaftlichen Rahmen schaffen, der den formulierten Interessen der Akteure entgegen kommt.

Bereits über einen längeren Zeitraum wird in den Gesundheitswissenschaften und der Gesundheitspolitik diskutiert, was Empowerment in der Gesundheitsförderung und Beratung in der Pflege für die Gesellschaft bedeuteten könnte, wie man es gesellschaftlich etablieren könnte, und wie weit dieses Konzept erfolgreich in der Umsetzung sein könnte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aktualität des Themas im internationalen Kontext

2.1. Zur Entwicklung des Empowerment-Konzeptes

2.2 Bestimmung des Begriffs Empowerment

2.3 Gesundheit als persönlicher Wert der Menschen

3. Empowerment in der sozialen Arbeit

3.1. Die individuelle Ebene

3.2 Die interaktive Ebene

3.3 Die institutionelle Ebene

3.4 Die strukturelle Ebene

4. Empowerment im Unternehmen

5. Empowerment in der Gesundheitsförderung und in der Beratung in der Pflege

5.1. Zum Stellenwert von Gesundheit in der Bevölkerung

5.2 Die Perspektiven der beteiligten Akteure

5.2.1 Patienten

5.2.2 Leistungserbringer

5.2.3 Versicherer

5.2.4 Die Gesundheitspolitik

6. Das Empowerment-Prisma

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht die Entwicklung und Bedeutung des Empowerment-Konzeptes sowie dessen praktische Anwendung und Rolle im modernen Gesundheitswesen, wobei insbesondere die Perspektiven der verschiedenen Akteure beleuchtet werden.

  • Historische und konzeptionelle Entwicklung von Empowerment
  • Empowerment als mehrdimensionales Modell in der sozialen Arbeit und im Unternehmen
  • Analyse der Akteursrollen (Patienten, Leistungserbringer, Versicherer, Politik)
  • Stellenwert von Gesundheit als persönlicher Wert in der Gesellschaft
  • Kritische Reflexion der Stärken, Schwächen und Zukunftsperspektiven von Empowerment-Prozessen

Auszug aus dem Buch

3.1. Die individuelle Ebene

Hier geht es darum, betroffenen Personen aus der erlernten Hilflosigkeit und Defizitsituation einen Ausweg zu zeigen. Sozialarbeiter oder andere professionelle Helfer vermitteln Hilfestellungen und Unterstützung, die die Situation von Machtlosigkeit, Resignation und Enttäuschung der betroffenen Personen im Kontext des Lebensverlaufs deuten und sie wieder dazu befähigen, ihr Leben selbst zu gestalten, ihr Vertrauen und die Zuversicht zu stärken und verdeckte Kraftquellen und Kompetenz entdecken.

Das Empowement-Konzept bietet dazu folgende methodischen Werkzeuge an:

- Ressourcendiagnostik: Erfassen von eigenen Ressourcen und nicht genutzten Fähigkeiten.

- Unterstützungsmanagement: Ganzheitliches und gezieltes Unterstützen und Arrangieren von vorhandenen bzw. erreichbaren Ressourcen und Hilfsquellen (Galuske 1998).

- Biographiearbeit: Geschichte des Lebens, Kohärenzerleben, Entdecken lebensgeschichtlicher Ressourcen, Betonung von Bindung und Zugehörigkeit, Bearbeitung von Lebensmarkierungen, Zugewinn einer Zukunftsorientierung (Herriger 2002, S. 103 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung thematisiert die wachsende Bedeutung des Empowerment-Konzeptes im Gesundheitswesen und skizziert die unterschiedlichen Interessenlagen der beteiligten Akteure.

2. Aktualität des Themas im internationalen Kontext: Das Kapitel verortet Empowerment innerhalb globaler gesundheitspolitischer Strategien wie der Ottawa-Charta und diskutiert die theoretische Herkunft sowie Begriffsbestimmungen.

3. Empowerment in der sozialen Arbeit: Hier wird der Empowerment-Prozess anhand von vier Ebenen – Individuum, Interaktion, Institution und Struktur – detailliert dargelegt.

4. Empowerment im Unternehmen: Dieser Abschnitt beschreibt den Transfer des Empowerment-Gedankens auf die Unternehmensführung und die damit verbundenen Ziele der Mitarbeiterbefähigung.

5. Empowerment in der Gesundheitsförderung und in der Beratung in der Pflege: Das Kapitel analysiert die spezifische Anwendung von Empowerment im Gesundheitswesen und untersucht die Perspektiven der verschiedenen Akteure sowie den Stellenwert von Gesundheit.

6. Das Empowerment-Prisma: Hier werden die Akteure in einem Modell zusammengeführt, um die Dynamiken und Beziehungen innerhalb eines Empowerment-Prozesses graphisch und systematisch zu veranschaulichen.

7. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass Empowerment ein wertvolles, aber aktuell noch wenig theoretisch fundiertes Konzept für eine demokratische Gestaltung im Gesundheitswesen darstellt, das weiter operationalisiert werden muss.

Schlüsselwörter

Empowerment, Gesundheitsförderung, Patientenorientierung, Selbstbestimmung, Teilhabe, soziale Arbeit, Empowerment-Prisma, Gesundheitswesen, Pflege, Ressourcenorientierung, Partizipation, Eigenverantwortung, Akteursanalyse, Salutogenese, Lebensqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit analysiert das Empowerment-Konzept hinsichtlich seiner Herkunft, seiner Bedeutung im Gesundheitswesen und seiner Anwendung in verschiedenen professionellen Feldern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung von Empowerment, seine Umsetzung in der sozialen Arbeit und in Unternehmen sowie seine spezifische Relevanz für die Gesundheitsförderung und Pflege.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, eine einführende Analyse der Entwicklung des Empowerment-Konzeptes zu leisten und aufzuzeigen, welche Rolle es für die Akteure im Gesundheitswesen spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und führt die theoretischen Erkenntnisse in einem eigenen Modell, dem Empowerment-Prisma, zusammen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den verschiedenen Ebenen des Empowerments (individuell, interaktiv, institutionell, strukturell), überträgt das Konzept auf Unternehmen und analysiert die Akteure im Gesundheitswesen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Empowerment, Partizipation, Eigenverantwortung, Ressourcenorientierung und Gesundheitsförderung.

Was genau beschreibt das "Empowerment-Prisma"?

Es handelt sich um ein von der Autorin dargestelltes Modell, das die Akteure (Patient, Versicherer, Leistungserbringer, Gesundheitspolitik) als Systemkomponenten vernetzt, um Dynamiken innerhalb von Empowerment-Prozessen abzubilden.

Warum ist laut Fazit eine weitere Operationalisierung notwendig?

Die Autorin stellt fest, dass das Konzept aktuell noch nicht den Anforderungen einer vollständig ausgereiften Theorie und Methodik entspricht, weshalb Perspektiven wie ein Meta-Modell oder Praxeologien weiterentwickelt werden müssen.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Entwicklung des Empowerment-Konzeptes und seine Rolle im Gesundheitswesen
Hochschule
Akkon-Hochschule für Humanwissenschaften  (Gesundheitspädagogik)
Veranstaltung
Pflege und ihr Kontext: Empowerment
Note
1
Autor
Svetlana Reinert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
22
Katalognummer
V342604
ISBN (eBook)
9783668323469
ISBN (Buch)
9783668323476
Sprache
Deutsch
Schlagworte
entwicklung empowerment-konzeptes rolle gesundheitswesen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Svetlana Reinert (Autor:in), 2015, Entwicklung des Empowerment-Konzeptes und seine Rolle im Gesundheitswesen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342604
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Leseprobe aus  22  Seiten
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