Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sociology - Miscellaneous

PayPal und die Banken. Verändert E-Geld den Zahlungsraum?

Title: PayPal und die Banken. Verändert E-Geld den Zahlungsraum?

Term Paper (Advanced seminar) , 2016 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Pascal Schneider (Author)

Sociology - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

PayPal ermöglicht seit einigen Jahren schon einfache Zahlungen im Internet. Die Banken versuchen mittlerweile mehr oder weniger ungeschickt, selbst einfachere Lösungen anzubieten, etwa mit Paydirekt. Auch die EU drängt mit SEPA und der neuen Zahlungsdiensterichtlinie PSD II zum Handeln der Banken. Nicht nur Zahlungsdienstleister wie PayPal oder auch direktüberweisung.de, sondern auch viele andere, auf die vielfältigsten Finanzbereiche spezialisierte Fintechs bedrohen das Geschäft der Banken.

Der finanzsoziologischen Arbeit dient die Systemtheorie von Niklas Luhmann und Dirk Baecker als Orientierung in der komplexen Finanzwelt. Was sind Zahlungen? Wie laufen sie ab? Und wie kann dem Finanzsystem Vertrauen geschenkt werden? Eine soziologische Arbeit, die Spuren von Jura und Ökonomie enthalten kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Problematik und Fragestellung

1.1 PayPal – Auf dem Weg zum Monopolisten

1.2 E-Geld und Guthaben

1.3 Fragestellung

1.4 Hypothesen

2 Theorie

2.1 Zahlungen

2.2 Vertrauen und Risiko

2.3 Auswirkungen auf Banken

2.4 Zwischenfazit

3 Empirie

3.1 Zahlungen

3.2 Vertrauen und Risiko

3.3 Auswirkungen auf Banken

3.4 Zwischenfazit

4 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des Zahlungsdienstleisters PayPal auf den europäischen Zahlungsraum, um zu verstehen, wie alternative, E-Geld-basierte Systeme etablierte Bankstrukturen herausfordern und welche Motive hinter deren zunehmender Popularität stehen.

  • Wettbewerb zwischen PayPal und traditionellen Bankensystemen.
  • Die soziologische Bedeutung von Zahlungen als Kommunikationsmedium.
  • Rolle von Vertrauen und Risiko im Kontext von E-Geld.
  • Auswirkungen politischer Regulierungen (z.B. SEPA, PSD 2) auf den Finanzsektor.
  • Notwendige strategische Neuorientierung der Bankenbranche.

Auszug aus dem Buch

1.1 PayPal – Auf dem Weg zum Monopolisten

In einer Zeit, in der sich die Großbanken auf Finanzspekulation konzentrierten und Sparkassen und Genossenschaftsbanken auf ihre Kleinsparer, gewann im neuen Internet der Onlinehandel an Popularität. Neue Zahlungsweisen wurden nötig, um Geschäfte sicher, aber auch einfach abzuwickeln. Die Banken scheinen die Digitalisierung verschlafen zu haben. PayPal war schließlich eine Lösung, die die Lücke füllen sollte. Seit 1998 beschäftigte sich das neu gegründete US-Unternehmen Confinity mit Online-Zahlungsmethoden, was schließlich PayPal hervorbrachte. Nach dem Börsengang 2002 und gestärkt durch die Partnerschaft mit eBay wenig später ist PayPal heute eine der gefragtesten Lösungen, wenn es um das Bezahlen im Internet geht, auch außerhalb von eBay: Vom Kleinunternehmer bis zum großen Konzern kann der Kunde mit PayPal bezahlen – und sogar Geld von Privatkonto zu Privatkonto an Freunde verschicken (Jehle 2010: 323-328).

So gaben in einer Umfrage unter deutschsprachigen Internetnutzern 2011 57,2 % an, PayPal zu kennen und zu nutzen (Internet World Business 2011). Im Jahr 2013 antworteten in einer Befragung von Online-Händlern nach dem am häufigsten genutzten Zahlungsverfahren 35 % mit „PayPal“ (Der Handel 2013), 2015 gaben 72 % an, PayPal beim Einkauf zu bevorzugen bzw. am häufigsten zu nutzen (Statista 2015).

PayPal hat sich nun auch in Deutschland etabliert. Erst seit kurzem versuchen nun deutsche Banken, mit paydirekt dem Unternehmen Konkurrenz – und das Bezahlen im Internet einfacher zu machen (e-commerce-magazin 2015), wenn auch mit eingeschränkten Funktionen: paydirekt ist auf Deutschland beschränkt und lediglich bei Bezahlungen zwischen Kunde und Händler einsetzbar, nicht bei Transaktionen „von Freund zu Freund“. Etwa mit paypal.me Profilen vereinfacht PayPal auch einen außergeschäftlichen E-Geld-Verkehr. PayPal wird also auch in nächster Zeit unter Bezahldiensten das Sagen haben – und womöglich noch an Einfluss gewinnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problematik und Fragestellung: Einführung in die wachsende Bedeutung von PayPal und Aufstellung der zentralen Forschungsfrage bezüglich der Auswirkungen auf den europäischen Zahlungsraum.

2 Theorie: Theoretische Fundierung mithilfe der Systemtheorie von Niklas Luhmann zur Analyse von Zahlungen, Vertrauen, Risiko und der funktionalen Differenzierung des Wirtschaftssystems.

3 Empirie: Qualitative Untersuchung basierend auf einem Experteninterview, die die praktische Umsetzung, regulatorische Herausforderungen und die Wettbewerbssituation zwischen Banken und PayPal beleuchtet.

4 Fazit und Ausblick: Diskussion der Hypothesen und Zusammenfassung der Erkenntnisse über die evolutionäre Veränderung des klassischen Bankengeschäfts durch neue Wettbewerber.

Schlüsselwörter

PayPal, E-Geld, Banken, Zahlungsraum, Systemtheorie, Finanzinnovation, Online-Handel, Vertrauen, Risiko, Regulatorik, SEPA, PSD 2, Zahlungsverkehr, Finanzinstitute, Fintech

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie der Zahlungsdienstleister PayPal als E-Geld-Anbieter etablierte Bankstrukturen und den europäischen Zahlungsraum verändert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die soziologische Betrachtung von Zahlungen, die Rolle von Vertrauen bei Finanztransaktionen, regulatorische Rahmenbedingungen wie SEPA/PSD 2 sowie die strategische Bedrohung für traditionelle Banken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Motive für die hohe Popularität von PayPal zu ergründen und aufzuzeigen, zu welchen systemischen Veränderungen in der Finanzbranche dies führt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen systemtheoretischen Rahmen zur theoretischen Analyse und ergänzt diesen durch eine empirische Untersuchung, die auf einem Experteninterview mit einer Fachkraft aus dem Bankenbereich basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung soziologischer Aspekte des Zahlungsverkehrs und einen empirischen Teil, der die Marktsituation, regulatorische Hürden und die Reaktion der Banken untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie PayPal, E-Geld, Finanzinnovation, Bankensystem, Vertrauen, Risiko und regulatorische Änderungen wie PSD 2 definiert.

Welche Rolle spielt die Einlagensicherung bei der Nutzung von PayPal?

Die fehlende Einlagensicherung bei PayPal wird als ein wesentliches Risiko identifiziert, das jedoch laut den Ergebnissen der Arbeit die Nutzer nicht von der Verwendung des Dienstes abhält.

Wie reagieren traditionelle Banken auf die Konkurrenz durch PayPal?

Banken reagieren zunehmend mit eigenen Angeboten wie paydirekt und versuchen, durch regulatorische Initiativen und politische Einflussnahme ihre Marktposition zu verteidigen, stehen jedoch vor einer notwendigen strategischen Neuorientierung.

Excerpt out of 23 pages  - scroll top

Details

Title
PayPal und die Banken. Verändert E-Geld den Zahlungsraum?
College
University of Frankfurt (Main)  (Soziologie)
Course
Soziologie des Geldes, der Banken und des Finanzmarktes
Grade
1,3
Author
Pascal Schneider (Author)
Publication Year
2016
Pages
23
Catalog Number
V342624
ISBN (eBook)
9783668342002
ISBN (Book)
9783668342019
Language
German
Tags
PayPal Paydirekt Banken Luhmann Baecker Vertrauen Risiko Zahlung E-Geld PSD PSD II PSD 2 Payment Services Directive SEPA IBAN Bezahlen Geld Systemtheorie Fintech Fintechs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Pascal Schneider (Author), 2016, PayPal und die Banken. Verändert E-Geld den Zahlungsraum?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342624
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  23  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint