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Der Bandscheibenvorfall als Ausdruck einer gestörten funktionellen Anatomie

Möglichkeiten und Grenzen präventiver Maßnahmen

Title: Der Bandscheibenvorfall als Ausdruck einer gestörten funktionellen Anatomie

Bachelor Thesis , 2014 , 38 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anna-Katharina Bressler (Author)

Biology - Human Biology
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Die Aufgabe der Wirbelsäule ist es, größtmögliche Stabilität bei bestmöglicher Bewegung zu gewährleisten. Das Erfüllen dieser scheinbar paradoxen Aufgabe wird durch ein gut aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel von bewegenden und stützenden Strukturen gesichert.

Die Bandscheibe ist eines dieser Elemente der Wirbelsäule. Sie gewährleistet sowohl eine stabile als auch eine bewegliche Verbindung zweier benachbarter Wirbel. Zusammen mit anderen Strukturen, die den Wirbel verbinden, bildet sie eine funktionelle Einheit – das Bewegungssegment der Wirbelsäule. Erst die Summation der sich über die Wirbelsäule erstreckenden Bewegungssegmente ergibt die Gesamtmobilität der Wirbelsäule.

In jedem Bewegungssegment herrscht ein physikalisches Gleichgewicht, das bei Bewegungen kurzzeitig außer Kraft gesetzt und anschließend wieder hergestellt wird.
Wird dieses physikalische Gleichgewicht, z.B. durch eine veränderte funktionelle Anatomie dauerhaft gestört, kann dies mit Bewegungseinschränkungen einhergehen.

Der Bandscheibenvorfall ist ein Beispiel für eine gestörte funktionelle Anatomie im Bewegungssegment. Durch den engen topographischen Bezug der Bandscheibe zum Rückenmark besteht bei einem Bandscheibenvorfall ein hohes Risiko der Rückenmarkskompression, die Beeinträchtigungen in der Funktion des Nervensystems zur Folge haben kann.
Da es keine Präventionsmaßnahmen, die sich direkt mit dem Krankheitsbild des Bandscheibenvorfalles beschäftigen, zu geben scheint, wurden im Rahmen dieser Arbeit Präventionsmaßnahmen zur allgemeinen Rückengesundheit auf das Krankheitsbild des Bandscheibenvorfalles übertragen.
 
Diese Übertragung fand ausschließlich auf struktureller Ebene statt und beschränkte sich auf die drei in der Literatur am häufigsten genannten Maßnahmen zur allgemeinen Rückengesundheit: Bewegung, Ernährung und Ergonomie.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Bewegungsapparat des Rumpfes

2.1 Die Funktionelle Anatomie der Wirbelsäule

2.1.1 Wirbel

2.1.2 Bandscheiben

2.1.3 Bänder

2.1.4 Rumpfmuskulatur

2.2 Die Biomechanik der Wirbelsäule

3. Der Bandscheibenvorfall als Ausdruck einer gestörten funktionellen Anatomie

3.1 Die pathologische Anatomie des Bandscheibenvorfalls

3.2 Symptome

3.3 Risikofaktoren

4. Möglichkeiten und Grenzen präventiver Maßnahmen

4.1 Präventive Maßnahmen und ihre strukturellen Auswirkungen auf die Bandscheibe

4.1.1 Bewegung

4.1.2 Ernährung

4.1.3 Ergonomie

4.2 Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob und inwieweit etablierte Präventionsmaßnahmen zur allgemeinen Rückengesundheit auf das spezifische Krankheitsbild des Bandscheibenvorfalls übertragen werden können, um dessen Entstehung durch eine gezielte Beeinflussung der funktionellen Anatomie zu vermeiden.

  • Anatomische und biomechanische Grundlagen des Rumpfes und der Wirbelsäule
  • Pathologie und Entstehungsmechanismen von Bandscheibenvorfällen
  • Risikofaktoren für Bandscheibenschäden
  • Präventive Ansätze durch Bewegung, Ernährung und Ergonomie
  • Strukturelle Auswirkungen von Präventionsmaßnahmen auf das Bewegungssegment

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Bandscheiben

Die Bandscheiben (Disci intervertebrales) sind mit den überknorpelten Wirbelkörperendplatten zweier benachbarter Wirbel synchondrotisch miteinander verbunden. Funktionell gesehen lassen sie sich in zwei Bestandteile untergliedern: Den peripheren Faserring (Anulus fibrosus) und den zentral gelegenen Gallertkern (Nucleus pulposus) (APPELL et al. 2008; KAPANDJI 2006).

Der Anulus fibrosus besteht aus vielen, stark konzentrierten Fibrillenschichten, die sich in ihrem hauptsächlichen Faserverlauf kreuzen. Seine Innenzone weist eine faserknorpelige Struktur auf, die einzelnen Schichten der Außenzone sind aus Bindegewebe aufgebaut. Die Bindegewebsschichten der Außenzone bestehen zu 90% aus Kollagenfasern und zu 10% aus elastischen Fasern und weisen somit sehr zugfeste und dennoch teilweise elastische Eigenschaften auf (HARTMANN et al. 2013; KAPANDJI 2006; TÖNDURY et al. 2003).

Der Nucleus pulposus, der durch den Anulus fibrosus von einer zugfesten Hülle umschlossen wird, ist hauptsächlich aus wasserbindenden Strukturen aufgebaut. Er steht durch seinen daraus resultierenden hohen Wassergehalt unter hydrostatischem Druck (APPELL et al. 2008; KAPANDJI 2006).

Die Disci intervertebrales haben funktional gesehen unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen. Durch das Abfangen von Stoß- und Druckbelastungen erfüllen sie einerseits eine Pufferfunktion und tragen somit zur Stabilität der Wirbelsäule bei. Auf der anderen Seite ermöglichen sie den Wirbelkörpern durch die runde Form des Nucleus pulposus Bewegungen in unterschiedliche Richtungen (APPELL et al. 2008; KAPANDJI 2006; NIETHARD et al. 2003).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die medizinische und wirtschaftliche Relevanz von Wirbelsäulenerkrankungen sowie die Bedeutung der Prävention bei Bandscheibenschäden.

2. Der Bewegungsapparat des Rumpfes: Dieses Kapitel erläutert die anatomischen Strukturen (Wirbel, Bandscheiben, Bänder, Muskulatur) und die biomechanische Funktionsweise der Wirbelsäule als Bewegungssegment.

3. Der Bandscheibenvorfall als Ausdruck einer gestörten funktionellen Anatomie: Hier werden die pathologischen Veränderungen bei Bandscheibenvorfällen, die resultierenden Symptome sowie relevante Risikofaktoren systematisch analysiert.

4. Möglichkeiten und Grenzen präventiver Maßnahmen: Das Kapitel untersucht, wie Maßnahmen wie gezielte Bewegung, Ernährung und Ergonomie strukturell auf die Bandscheibe wirken und ob sie zur Prävention von Vorfällen beitragen können.

Schlüsselwörter

Bandscheibenvorfall, funktionelle Anatomie, Wirbelsäule, Bewegungssegment, Prävention, Rückengesundheit, biomechanische Belastung, Anulus fibrosus, Nucleus pulposus, Haltungsschäden, Ergonomie, Bewegungsapparat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Bachelorarbeit behandelt den Bandscheibenvorfall als Folge einer gestörten funktionellen Anatomie und untersucht, wie allgemeine präventive Maßnahmen zur Rückengesundheit strukturell dazu beitragen können, Bandscheibenvorfälle zu verhindern.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit umfasst die anatomischen Grundlagen des Rumpfes, die Biomechanik der Wirbelsäule, die Pathologie von Bandscheibenvorfällen sowie präventive Ansätze aus den Bereichen Sport, Bewegung, Ernährung und Ergonomie.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, ob und inwieweit vorhandene Präventionsmaßnahmen zur allgemeinen Rückengesundheit auf die Prävention von Bandscheibenvorfällen übertragbar sind und inwieweit sie zur strukturellen Vermeidung solcher Schäden beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die durch die Auswertung existierender Fachliteratur eine hypothetische Übertragung allgemeiner Präventionsmaßnahmen auf das spezifische Krankheitsbild des Bandscheibenvorfalls vornimmt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte anatomische und biomechanische Beschreibung der Wirbelsäule, eine Analyse der Entstehungsmechanismen von Bandscheibenvorfällen sowie eine Erörterung konkreter Präventionsmaßnahmen (Bewegung, Ernährung, Heben, Sitzen).

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Bandscheibenvorfall, funktionelle Anatomie, biomechanische Belastung, Bewegungssegment, Pufferkapazität, Prävention und Rückengesundheit.

Welche Rolle spielt das "physikalische Gleichgewicht" im Bewegungssegment?

Das physikalische Gleichgewicht ist für die Funktionalität des Bewegungssegmentes essenziell. Störungen, etwa durch Fehlhaltungen oder Überlastung, führen zu einer veränderten Statik und exzentrischen Druckbelastungen der Bandscheibe.

Warum ist Ernährung für die Bandscheibe relevant?

Da die Bandscheibe ab etwa dem vierten Lebensjahr gefäßfrei ist, erfolgt die Ernährung ausschließlich über Diffusion, die durch einen ausreichenden Wechsel von Be- und Entlastung unterstützt werden muss.

Wie unterscheidet sich "richtiges" von "falschem" Heben?

Richtiges Heben mit geradem Rücken hält den Lastarm kurz und verhindert eine Überlastung, während falsches Heben mit gebeugtem Rücken den Lastarm verlängert und somit exzentrische Druckbelastungen auf die Bandscheibe provoziert.

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Details

Title
Der Bandscheibenvorfall als Ausdruck einer gestörten funktionellen Anatomie
Subtitle
Möglichkeiten und Grenzen präventiver Maßnahmen
College
University of Hildesheim  (Institut für Biologie und Chemie)
Grade
1,0
Author
Anna-Katharina Bressler (Author)
Publication Year
2014
Pages
38
Catalog Number
V342661
ISBN (eBook)
9783668333130
ISBN (Book)
9783668333147
Language
German
Tags
Wirbelsäule Bandscheibe Bandscheibenvorfall Anatomie Pathologie Prävention Funktion Struktur Wirbel Belastung Überlastung Ernährung Bewegung Ergonomie Rücken Rückengesundheit Muskulatur Bewegungssegment Biomechanik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna-Katharina Bressler (Author), 2014, Der Bandscheibenvorfall als Ausdruck einer gestörten funktionellen Anatomie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342661
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