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Die Bündnispolitik von Mithridates VI. während der Kriege gegen Rom

Titel: Die Bündnispolitik von Mithridates VI. während der Kriege gegen Rom

Seminararbeit , 2015 , 28 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Weltgeschichte - Altertum
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Die Geschichte rund um Mithridates VI. Eupator von Pontos ist geprägt von Sieg und Niederlage, von Vormarsch und Rückzug, von ständigen kriegerischen Unternehmungen. Im Anschluss an seine Thronbesteigung widmete er sich nahezu unmittelbar der Erweiterung seines Herrschaftsbereiches und konnte sich so relativ schnell ein großes, stabiles Reich rund um das Schwarze Meer und die an Pontos grenzenden Regionen sichern. Der Konflikt mit Rom begann erst als Mithridates sich gen Westen und damit in Richtung des Einflussbereichs der Römischen Republik wendete. Er wurde für Rom zu einem bedrohlichen Gegner im Osten, dessen völlige Unterwerfung im Laufe der verschiedenen Auseinandersetzungen immer mehr zum erklärten Ziel wurde. Doch Mithridates agierte nicht allein. Bei seinen zahlreichen Unternehmungen gegen Rom und dessen Verbündete sicherte er sich durch variierende Maßnahmen die Unterstützung anderer mächtiger Herrscher, Städte und Reiche.

Die vorliegende Arbeit widmet sich der Untersuchung dieser mithridatischen Bündnispolitik. Der Fokus liegt dabei auf den Verträgen und Bündnissen während der Kriege gegen Rom. Ausgangspunkt ist die von Théodore Reinach aufgestellte Behauptung, dass Mithridates VI. als Anführer einer östlichen Koalition gegen das Römische Reich und gegen die Erweiterung von dessen Einflussbereich agierte. Es soll überprüft werden, inwiefern und ob überhaupt eine solche übergeordnete Zielrichtung Mithridates‘ VI. Vorgehen bei der Wahl seiner Verbündeten zugeschrieben werden kann. Angesichts des begrenzten Umfangs der Untersuchung kann es nur um eine exemplarische Betrachtung gehen, nicht alle Bündnisse und Allianzen des pontischen Königs werden thematisiert werden können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Fragestellung

1.2 Quellenlage

1.3 Forschungsstand

2. Bündnispolitische Anbahnungen im Vorfeld der Mithridatischen Kriege

3. Die Bündnisse Mithridates‘ VI. während der Kriege gegen Rom

3.1 Heiratspolitik

3.2 Athens Parteinahme für Mithridates VI.

3.3 Zusammenarbeit mit den Piraten des Mittelmeers

3.4 Der Bund mit Tigranes von Armenien

3.5 Mithridates‘ VI. Vereinbarung mit Sertorius

3.6 Letzte bündnispolitische Anknüpfungsversuche angesichts der sich abzeichnenden endgültigen Niederlage gegen Rom

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bündnispolitik von Mithridates VI. Eupator von Pontos während der Kriege gegen Rom, um zu prüfen, ob sein Vorgehen bei der Wahl seiner Verbündeten von einer übergeordneten, kohärenten Zielrichtung – einer sogenannten östlichen Koalition gegen Rom – geleitet war oder eher realpolitischen Notwendigkeiten folgte.

  • Analyse der verschiedenen Bündnisstrategien, insbesondere durch Heiratspolitik und diplomatische Verträge.
  • Untersuchung der Beziehungen zu Akteuren wie den Piraten des Mittelmeers, Tigranes von Armenien und Sertorius.
  • Kritische Einordnung des Einflusses der römischen Geschichtsschreibung und Propaganda auf die Quellenlage.
  • Bewertung der Wirksamkeit und Motivation der mithridatischen Bündnisse im Kontext der Expansionsbestrebungen Roms.

Auszug aus dem Buch

3.3 Zusammenarbeit mit den Piraten des Mittelmeers

Betrachtet man die bündnispolitischen Maßnahmen des pontischen Königs in ihrer Gesamtheit sticht besonders seine Zusammenarbeit mit den Piraten des Mittelmeers heraus. Plutarch berichtet in seiner Pompeius-Vita, dass die Piraten ihre Macht im ersten Jahrhundert v. Chr. nur in so starkem Maße ausbauen konnten, weil ihnen die Unterstützung Mithridates‘ VI. sicher war. Auch Appian schreibt Mithridates VI. die Schuld für die wachsense Piraterie zu:

She (the province of Asia) was assailed openly by a vast number of pirates, resembling regular fleets rather than robber bands. Mithridates had first fitted them out at the time when he was ravaging all the coasts, thinking he could not long hold these regions. Their numbers had then greatly increased […].”

Cassius Dio ist empört darüber, dass die Piratenbanden sich derart ausbreiten konnten, dass sie teilweise wie ‚richtige Reiche‘ Bündnisse eingingen. Laut Plutarchs Bericht halfen die kilikischen Piraten mit ihrer Seemacht beispielsweise Sertorius bei seinem Kampf gegen die römische Regierung. Bei Orosius liest man wie die Piraten Mithridates VI. auf seiner Flucht retteten. Auch Appian und Plutarch schildern diese Episode. Die literarischen Quellen thematisieren allesamt das Problem der Piraterie, dessen fehlgeschlagene Bekämpfung durch viele römische Beauftragte sowie die Folgen des Problems für die Stadt Rom. Dabei könnte es auf der einen Seite darum gehen, einen großen römischen Erfolg besonders detailliert darzustellen, auf der anderen Seite zeugen die Berichte von einer wirklichen Bedrohung für die Sicherheit der Republik.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der mithridatischen Bündnispolitik unter Berücksichtigung der Fragestellung und der Herausforderungen der quellenkritischen Arbeit.

2. Bündnispolitische Anbahnungen im Vorfeld der Mithridatischen Kriege: Skizzierung der ersten Expansionsschritte und Machtkonsolidierung Mithridates‘ VI. im Schwarzmeerraum und dessen diplomatischer Annäherung an Nachbarmächte wie Bithynien.

3. Die Bündnisse Mithridates‘ VI. während der Kriege gegen Rom: Detaillierte Untersuchung der verschiedenen Allianzen (Heiratspolitik, Athen, Piraten, Tigranes, Sertorius) und der diplomatischen Aktivitäten in der späten Phase des Konflikts.

4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, die die These widerlegt, Mithridates habe eine langfristig geplante antirömische Koalition geführt, und betont stattdessen realpolitische Notwendigkeiten.

Schlüsselwörter

Mithridates VI., Pontos, Römische Republik, Bündnispolitik, Kleinasien, Diplomatie, Heiratspolitik, Tigranes von Armenien, Sertorius, Seeräuberei, antirömische Propaganda, antike Quellen, Historiographie, Expansionspolitik, Machtbasis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Strategien, mit denen Mithridates VI. von Pontos Allianzen bildete, um seine Position in den Kriegen gegen die Römische Republik zu sichern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der dynastischen Heiratspolitik, diplomatischen Bündnissen mit regionalen Mächten und nicht-staatlichen Akteuren sowie der Rolle der antirömischen Propaganda.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es wird untersucht, ob Mithridates VI. gezielt als Anführer einer großen, koordinierten östlichen Koalition gegen Rom agierte, oder ob seine Bündnisse spontan durch realpolitische Notwendigkeiten erzwungen wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin oder der Autor wendet eine historisch-kritische Analyse an, insbesondere um römische Quellen (die naturgemäß prorömisch gefärbt sind) von den tatsächlichen Ereignissen und Motiven Mithridates‘ zu trennen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung spezifischer Bündnisformen, darunter dynastische Ehen, die Zusammenarbeit mit den Piraten des Mittelmeers, Bündnisse mit Tigranes von Armenien und Sertorius, sowie die diplomatischen Bemühungen gegen Ende des dritten Krieges.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Mithridates VI., pontisches Königreich, Rom, Bündnispolitik, Realpolitik, antike Quellen und die Auswirkungen der Expansionskriege auf Kleinasien.

Wie bewertet der Autor die Wirksamkeit der mithridatischen Heiratspolitik?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Heiratspolitik weitgehend erfolglos blieb, da die politischen Interessen der Schwiegersöhne oft nicht mit den langfristigen Zielen des pontischen Königs übereinstimmten.

Warum wird die Zusammenarbeit mit den Piraten als besonders wichtig hervorgehoben?

Die Piraten werden als ein Beispiel für eine pragmatische, nicht-staatliche Allianz hervorgehoben, die Mithridates eine wichtige militärische Unterstützung bot, ohne dass er die volle Kontrolle über ihre Handlungen besaß.

Welches Fazit zieht die Arbeit in Bezug auf die antirömische Koalition?

Das Fazit widerspricht der These einer frühzeitig geplanten, übergeordneten antirömischen Koalition; Mithridates‘ Handeln wird primär als Reaktion auf den Druck Roms und als Notwendigkeit zur Selbsterhaltung interpretiert.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Bündnispolitik von Mithridates VI. während der Kriege gegen Rom
Hochschule
Universität zu Köln  (Historisches Institut - Abteilung für Alte Geschichte)
Veranstaltung
Mithradates VI. von Pontos
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
28
Katalognummer
V342664
ISBN (eBook)
9783668322103
ISBN (Buch)
9783668322110
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bündnispolitik mithridates kriege
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2015, Die Bündnispolitik von Mithridates VI. während der Kriege gegen Rom, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342664
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Leseprobe aus  28  Seiten
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