In dieser Arbeit wird in einem speziellen Kapitel versucht, im Hinblick auf den wertorientierten Ansatz der Unternehmenswertsteigerung, einen umfassenden Überblick über den Tatbestand von Investitionen und deren Optimierungsmöglichkeiten für ein Unternehmen zu geben.
Ziel der Arbeit soll es sein, entsprechend des EVA-Ansatzes, die Beziehung des definierten Teilbereiches Investition zur Unternehmenswertsteigerung darzustellen und über mögliche Optimierungsmöglichkeiten zur Finanzierung von Unternehmen zu informieren.
Bei dieser Arbeit ist es wichtig darauf aufmerksam zu machen, dass weder klassische Finanzierungsinstrumente der Innen- und Außenfinanzierung, wie sie in einigen Lehrbüchern zu finden sind erläutert werden noch über den Unternehmenswert und mögliche Bewertungsverfahren diskutiert oder gesprochen wird.
Stattdessen wird versucht, vermehrt auf praktische Instrumente einzugehen und Optimierungsmöglichkeiten im Hinblick auf die Bilanzierung und die Wertorientierung ausschließlich im Bereich der Investitionstätigkeit zu geben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Investition
2.1. Investitionsbegriff
2.2. Zweck und Wertorientierung von Investitionen
2.3. Investitionsrechnung
2.3.1. Dynamische Verfahren der Investitionsrechnung
2.3.2. Statische Verfahren der Investitionsrechnung
2.4. Auswirkungen von Investitionen in der Bilanz, der Rechnungslegung und auf den Unternehmenswert
2.4.1. Investition in der Bilanz
2.4.2. Investition und Unternehmenswert: NOPAT – CE – ROCE
2.4.3. Investitionen und Internationale Rechnungslegungsspielräume
2.5. Optimierungsmöglichkeiten des Anlagevermögens und der Finanzierung mit Beispielen
2.5.1. Asset Management
2.5.2. Leasing
2.5.3. Abschreibungen
2.5.4. Mergers & Acquisitions mit Zahlenbeispiel Bayer / Monsanto
2.6. Zusammenfassung des Kapitels Investition
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit untersucht den Begriff Corporate Finance im Kontext der wertorientierten Unternehmensführung. Das primäre Ziel ist es, die Rolle von Investitionstätigkeiten für die langfristige Steigerung des Unternehmenswerts zu analysieren, praktische Optimierungsmöglichkeiten aufzuzeigen und die Auswirkungen dieser Entscheidungen auf die Bilanz und Rechnungslegung zu verdeutlichen.
- Methodische Grundlagen der Investitionsrechnung
- Zusammenhang zwischen Investition und Unternehmenswert (EVA-Ansatz)
- Bilanzielle Auswirkungen und internationale Rechnungslegungsspielräume
- Praktische Instrumente zur Optimierung des Anlagevermögens
- Analyse von M&A-Transaktionen und Finanzierungseffekten
Auszug aus dem Buch
2.3.1. Dynamische Verfahren der Investitionsrechnung
Die Kapitalwertmethode ist eine einfache Form der dynamischen Verfahren. Um die Vorteilhaftigkeit von Investitionen zu prüfen, werden die Gesamtheit der Ein- und Auszahlungen mit einem vorgegebenen Kalkulationszinssatz (i) auf den Anfangszeitpunkt t0=K0 abgezinst. Der dadurch ermittelte Wert nennt sich Kapitalwert (K0) bzw. Barwert oder auch Net Present Value (NPV) genannt.
Mit diesem Verfahren wird ein relativer Vergleich zwischen den zu erwartenden Einzahlungsüberschüssen und den Opportunitätskosten (Kapitalkosten) in Form des Kalkulationszinssatzes hergestellt. Je höher der Kapitalwert der Zahlungsreihe, desto größer ist der Erfolgsbeitrag aus der Investitionstätigkeit. Entspricht der Kapitalwert einem Wert von Null, bedeutet das, dass die Investition exakt die Kapitalkosten deckt. Beträgt der Kapitalwert einen Wert größer Null, ist die Investition absolut vorteilhaft, da zusätzliche Cash-Flows erwirtschaftet werden.
Erhält man jedoch ein Ergebnis, welches kleiner Null ist, ist die Investition unvorteilhaft und sollte nicht durchgeführt werden. Die alternative Veranlagung auf dem vollkommenen Restkapitalmarkt würde dem Investor den errechneten Negativbetrag aufgrund des unterstellten Kalkulationszinssatzes mehr bringen als das eigentliche Investitionsprojekt. Der Kapitalwert drückt somit den Net Present Value (NPV) des zusätzlichen Endvermögens durch die Projekt- bzw. Investitionsdurchführung aus. Die Kapitalwertmethode kann genutzt werden, um die absolute Vorteilhaftigkeit eines Projektes im Gegensatz zu einer alternativen Veranlagung am Kapitalmarkt zu verdeutlichen oder eine Auswahl zwischen mehreren Projekten der relativen Vorteilhaftigkeit zu treffen. Es ist dabei immer das Projekt mit dem maximalen Kapitalwert auszuwählen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Definiert das Thema Corporate Finance durch den Vergleich verschiedener Definitionsansätze aus Literatur, Lehre, Praxis und Medien.
2. Investition: Analysiert den Investitionsbegriff, verschiedene Rechnungsverfahren, die Auswirkungen auf den Unternehmenswert sowie praktische Optimierungsmöglichkeiten wie Leasing oder Akquisitionen.
Schlüsselwörter
Corporate Finance, Investition, Unternehmenswert, Kapitalwertmethode, Dynamische Investitionsrechnung, ROCE, NOPAT, Bilanzierung, Anlagevermögen, Leasing, Abschreibungen, Mergers & Acquisitions, Wertorientierte Unternehmensführung, Cash-Flow, Rechnungslegung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Ansatz einer wertorientierten Unternehmensführung im Bereich der Corporate Finance mit speziellem Fokus auf die Investitionstätigkeit.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf Investitionsrechnungsverfahren, der Verknüpfung von Investitionen mit der Unternehmenswertsteigerung sowie Optimierungsmöglichkeiten für das Anlagevermögen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Beziehung des Teilbereichs Investition zur Unternehmenswertsteigerung unter Verwendung des EVA-Ansatzes darzustellen und über Möglichkeiten zur Optimierung der Unternehmensfinanzierung zu informieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deskriptive sowie analytische Herangehensweise gewählt, die auf der Auswertung von Fachliteratur und der Anwendung finanzmathematischer sowie betriebswirtschaftlicher Kennzahlen (z.B. Kapitalwert, ROCE) basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Investitionsrechnung, die Auswirkungen von Investitionen auf Bilanz und Unternehmenswert sowie praktische Beispiele für Optimierungsmöglichkeiten wie Asset Management, Leasing und M&A.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Corporate Finance, Investition, Unternehmenswertsteigerung, Kapitalwert, ROCE, Bilanzanalyse, Abschreibung und Mergers & Acquisitions.
Wie unterscheidet sich die Dynamische von der Statischen Investitionsrechnung?
Die dynamischen Verfahren berücksichtigen Zeitwerte des Geldes und Zinseszinseffekte über den gesamten Investitionszeitraum, während statische Verfahren lediglich auf einfache Größen aus der Buchhaltung und Kostenrechnung zugreifen.
Was zeigt das Beispiel der Bayer AG und Monsanto?
Es dient als fiktive Fallstudie, um zu verdeutlichen, wie eine Akquisition durch Margenverbesserungen einen zusätzlichen Cash-Flow generieren kann, der wiederum zur Finanzierung eigener Investitionsprojekte genutzt werden könnte.
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- Alexander Heck (Author), 2016, Corporate Finance. Investition und Rechnungslegung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342739