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Die Epoche der Romantik. Eine Vorlesungsmitschrift

Titel: Die Epoche der Romantik. Eine Vorlesungsmitschrift

Vorlesungsmitschrift , 2013 , 59 Seiten

Autor:in: Alexander Meyer (Autor:in)

Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ausführliche Vorlesungsmitschrift zur Epoche der Romantik.

Aus dem Inhalt:
-Differenzen und Gemeinsamkeiten von Klassik und Romantik;
-Frühromantik;
-Romantische Ironie „Der gestiefelte Kater“;
-Der Roman der Romantik „Heinrich von Oferdingen“;
-Hinwendung zur Volksdichtung

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Kapitel: Einleitung

1.1 Sattelzeit (1770-1830)

1.2 Epocheneinteilung und literaturgeschichtliche Chronologie

1.3 Konzept der Kunstautonomie

2. Kapitel: Differenzen und Gemeinsamkeiten von Klassik und Romantik

2.1 Differenzen zwischen Romantik und Klassik

Das Verhältnis zur Französischen Revolution

Anthropologische Konzepte

Antike und Mittelalter als historische Bezugsformen

2.2 Romantische Geschichtsauffassung am Beispiel von Novalis’ „Die Christenheit oder Europa“ (1799)

2.3 Das Mittelalter in romantischer Literatur und romantischer Germanistik

2.4 Begriff der Romantik und des Romantischen

2.5 Phasen der Romantik

3. Kapitel: Frühromantik

3.1 Der Kreis der Frühromantiker

3.2 Friedrich Schlegel (1772-1829)

3.3 Die Zeitschrift Athenäum

3.4 Die Selbstreflexivität der Frühromantiker

3.5 Das Fragment

3.6 Progressive Universalpoesie (das 116. Athenäums-Fragment)

3.7 Friedrich Schlegel: „Das Gespräch über die Poesie“

4. Kapitel: Romantische Ironie, Tieck: „Der gestiefelte Kater“

4.1 Romantische Ironie (und romantische Transzendentalpoesie)

4.2 Romantische Selbstreflexivität und Metafiktionalität

4.3 Das romantische Drama

4.4 Ludwig Tieck, „Der gestiefelte Kater“

5. Kapitel: Der Roman der Romantik: Novalis' „Heinrich von Ofterdingen“

5.1 Friedrich Schlegels „Brief über den Roman“

5.2 Der Roman der Romantik

5.3 Goethes „Wilhelm Meisters Lehrjahre“: Vorbild und Kontrastfolie

5.4 Zum Autor Novalis (1772-1801)

5.5 Novalis, „Heinrich von Ofterdingen“ (entstanden 1799/1800)

Erstes Kapitel des „Heinrich von Ofterdingen“: Der Traum von der blauen Blume:

„Heinrich von Ofterdingen“ und die Merkmale des frühromantischen Romans:

5.6 Der Roman „Heinrich von Ofterdingen“ im Kontext von Novalis` Poetologie

6. Kapitel: Hinwendung zur Volksdichtung

6.1 Volkspoesie

6.2 Joseph Görres: Die teutschen Volksbücher (1807)

6.3 Die Märchensammlung der Brüder Grimm

6.4 Arnim/Brentano: „Des Knaben Wunderhorn“ (1805/08)

7. Kapitel: Lyrik der Romantik

7.1 Grundtendenzen romantischer Lyrik

7.2 Clemens Brentano (1778-1842)

Der Spinnerin Nachtlied

7.3 Stimmungshaftigkeit und Klangmalerei

7.4 Joseph von Eichendorff (1788-1857)

Eichendorff: „Sehnsucht“ (1834, ursprünglich auch Teil eines Romans):

Eichendorff: „Mondnacht“

Charakteristisch für die Dichtung von Eichendorff ist

7.5 Novalis: „Hymnen an die Nacht“

8. Kapitel: Romantische Geselligkeit – Schriftstellerinnen der Romantik

8.1 Romantische Geselligkeit und Salonkultur

Romantische Theorie der Geselligkeit:

Romantische Salons:

8.2 Neue Entwürfe der Frauenrolle

Friedrich Schlegels „Lucinde“ (1799)

8.3 Romantische Schriftstellerinnen

Das Beispiel Bettine von Arnim (1785-1859):

9. Kapitel: Novellistik der Romantik – Ludwig Tieck „Der blonde Eckbert“

9.1 Die Gattung Novelle

Boccaccios ‚Decamerone‘ als Grundlegung der Novellentradition (1345-1349):

Gattungsbegriff und Gattungsmerkmale der Novelle:

9.2 Ludwig Tieck (1773-1853)

9.3 Das Kunstmärchen

9.4 „Der blonde Eckbert“

Merkmale der Gattung `Kunstmärchen´ im „blonden Eckbert“:

10. Kapitel: E.T.A. Hoffmann, „Der Sandmann“

10.1 Übersicht über Biographie und Werk

10.2 Intermedialität bei E.T.A. Hoffmann

10.3 Künstlerfiguren und Künstlerthematik (Bsp. v.a. : „Das Fräulein von Scuderi“)

10.4 Das serapiontische Prinzip

10.5 Grundzüge von Hoffmanns Erzählen

10.6 „Der Sandmann“

11. Kapitel: E.T.A. Hoffmann, „Der Sandmann“ und „Der Magnetiseur“

11.1 Das Automatenmotiv im „Sandmann“

11.2 Romantische Naturwissenschaft

11.3 Gotthilf Heinrich Schubert (1780-1860)

11.4 Das Konzept des animalischen Magnetismus

11.5 Hoffmanns „Der Magnetiseur“ – Poesie und Wissenschaft

12. Kapitel: Eichendorff, „Aus dem Leben eines Taugenichts“

12.1 Merkmale romantischen Erzählens

Struktur- und Formmerkmale

Subjektivierung des Erzählens

Romantische Seelenlandschaft

Prekäre Identitäten und psychopathologische Fälle

Das Motiv des Wanderns:

12.2 Joseph von Eichendorff (1788-1857)

Aus dem Leben eines Taugenichts:

12.3 „Aus dem Leben eines Taugenichts“ (1826)

(a) Form und Erzählweise

(b) Figurenkonzeption und Philisterkritik

(c) Reisemotiv

(d) Künstlerthematik:

Zielsetzung & Themen

Diese Vorlesungsmitschrift bietet eine fundierte Einführung in die Epoche der Romantik, indem sie die theoretischen Grundlagen, die zentralen Gattungen sowie die wesentlichen literarischen Vertreter und deren Werke analysiert. Das Ziel ist es, ein tiefgreifendes Verständnis für die ästhetischen Konzepte, die philosophischen Hintergründe und die gesellschaftliche Verortung der romantischen Dichtung zu vermitteln.

  • Grundkonzepte der Frühromantik: Progressive Universalpoesie, das Fragment und romantische Ironie.
  • Die Romantisierung des Mittelalters und die Hinwendung zur Volksdichtung.
  • Wechselspiel zwischen Literatur und Wissenschaft: Intermedialität, Naturwissenschaft und animalischer Magnetismus.
  • Geschlechterrollen und die Bedeutung der Salonkultur für romantische Schriftstellerinnen.
  • Analysen zentraler Erzählwerke von Tieck, Hoffmann und Eichendorff.

Auszug aus dem Buch

3.5 Das Fragment

Es lässt sich vor allem zu Novalis der Bezug herstellen, denn dieser erschafft das Systemlose im System.

Die Bedeutung des Fragments meint eigentlich, dass es sich um das Bruchstück eines ursprünglich vollständigen Textes oder um einen unabgeschlossenen Text handelt, der nie vollständig war. Während der Frühromantik wird das Fragment zu einer bewusst gewählten Form. Eine unerreichbare Totalität wird proklamiert, aber in dem Fragment selbst wird zum Ausdruck gebracht, dass es seine eigene Gestalt transzendiert. Es gibt eine zerfallene und eine noch nicht realisierte Einheit.

Für Pikulik ist das Fragment eine andere Form, um sich der Welt gegenüberzustellen.

Es muss immer bedacht werden, dass natürlich nicht alle fragmentarischen Texte bewusst so gelassen worden sind. Das eigentlich Wichtige ist vor allem die Idee, die dahintersteckt, denn es bildet den Ausfluss für das Bewusstwerden der Kluft zwischen der Unvollständigkeit und der angestrebten Totalität des Textes.

Schlegel vergleicht das Fragment mit einem Igel, der auf der einen Seite geschlossen ist, auf der anderen Seite aber Stacheln hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Kapitel: Einleitung: Dieses Kapitel verortet die Romantik im Spannungsfeld zwischen Revolution und Restauration und definiert sie als eine ordnungsstiftende Epoche.

2. Kapitel: Differenzen und Gemeinsamkeiten von Klassik und Romantik: Es werden die zentralen Unterscheidungsmerkmale zur Klassik sowie das gemeinsame Fundament der Autonomieästhetik und die romantische Mittelalter-Rezeption dargelegt.

3. Kapitel: Frühromantik: Hier werden die theoretischen Grundlagen wie die Universalpoesie, die Bedeutung des Fragments und die Rolle der Zeitschrift Athenäum beleuchtet.

4. Kapitel: Romantische Ironie, Tieck: „Der gestiefelte Kater“: Das Kapitel analysiert das Konzept der romantischen Ironie als "Form des Paradoxen" und untersucht dessen Anwendung in Tiecks Drama.

5. Kapitel: Der Roman der Romantik: Novalis' „Heinrich von Ofterdingen“: Der Fokus liegt auf dem Roman als Medium der Universalpoesie und der Analyse von Novalis' zentralem Werk als Spiegelung poetischer Entwicklung.

6. Kapitel: Hinwendung zur Volksdichtung: Es wird die Aufwertung mündlicher Traditionen durch die Gebrüder Grimm sowie Arnim und Brentano und deren Einfluss auf das nationale Bewusstsein beschrieben.

7. Kapitel: Lyrik der Romantik: Das Kapitel widmet sich der Bedeutung des Volksliedtons und der Rolle von Klangmalerei bei Vertretern wie Eichendorff und Brentano.

8. Kapitel: Romantische Geselligkeit – Schriftstellerinnen der Romantik: Hier wird die Rolle der Salons für den intellektuellen Austausch und die Situation der Schriftstellerinnen der Epoche thematisiert.

9. Kapitel: Novellistik der Romantik – Ludwig Tieck „Der blonde Eckbert“: Es werden die Gattungsmerkmale der Novelle und des Kunstmärchens anhand von Tiecks Erzählung expliziert.

10. Kapitel: E.T.A. Hoffmann, „Der Sandmann“: Dieses Kapitel führt in Hoffmanns Werk und sein "serapiontisches Prinzip" ein, das die Verschränkung von Realität und Imagination betont.

11. Kapitel: E.T.A. Hoffmann, „Der Sandmann“ und „Der Magnetiseur“: Die Analyse konzentriert sich auf die Verbindung von Literatur mit romantischer Naturwissenschaft und dem Konzept des animalischen Magnetismus.

12. Kapitel: Eichendorff, „Aus dem Leben eines Taugenichts“: Das Kapitel untersucht Erzählstrukturen, Reisemotive und die "Philisterkritik" in Eichendorffs bekanntestem Erzählwerk.

Schlüsselwörter

Romantik, Frühromantik, Universalpoesie, Fragment, Romantische Ironie, Kunstautonomie, Novalis, Eichendorff, Volksdichtung, Märchen, Intermedialität, E.T.A. Hoffmann, Salonkultur, Subjektivität, Phantasie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Vorlesungsmitschrift grundsätzlich?

Das Dokument bietet eine strukturierte wissenschaftliche Aufarbeitung der Literaturepoche der Romantik, von ihren theoretischen Ursprüngen in der Frühromantik bis hin zu ihren spezifischen Ausprägungen in Lyrik, Roman und Novellistik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind das Konzept der Kunstautonomie, die Aufwertung des Mittelalters, die Rolle von Traum und Unbewusstem, die Bedeutung der Volksdichtung sowie das Verhältnis von Literatur und zeitgenössischer Wissenschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Mitschrift?

Das primäre Ziel ist die systematische Erschließung der Epoche, um aufzuzeigen, wie romantische Autoren durch Reflexion, Gattungsmischung und die Transzendierung der Realität ein neues Verständnis von Kunst und Welt schufen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine literaturhistorische und poetologische Analyse, die primäre Quellen mit zeitgenössischen poetologischen Konzepten in Beziehung setzt und Gattungsmerkmale sowie motivgeschichtliche Zusammenhänge herleitet.

Was wird im Hauptteil der Mitschrift behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in chronologische und thematische Kapitel, die unter anderem die Frühromantik, die Rolle der Frau in der Salonkultur, das serapiontische Prinzip Hoffmanns und die Besonderheiten des romantischen Romans und der Novelle untersuchen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Universalpoesie, Romantische Ironie, Intermedialität, Subjektivität, Volksdichtung und das serapiontische Prinzip charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Auffassung der Romantiker von der Aufklärung in Bezug auf Träume?

Während die Aufklärung Träume meist abwertete oder rational zu erklären versuchte, werteten die Romantiker den Traum als Offenbarung eines höheren Bewusstseins und als Fenster zum Unbewussten, das den Zugang zu tieferen Wahrheiten ermöglicht.

Warum ist das "Fragment" für die Frühromantiker eine so wichtige Form?

Das Fragment dient als bewusste ästhetische Form, um die Unvollkommenheit des irdischen Schaffens auszudrücken und gleichzeitig auf eine unerreichbare, höhere Totalität hinzuweisen, anstatt eine abgeschlossene, starre Form vorzutäuschen.

Welche Bedeutung hat das Automatenmotiv in Hoffmanns „Der Sandmann“?

Das Automatenmotiv dient Hoffmann zur Kritik an einer erstarrten, philisterhaften Gesellschaft. Gleichzeitig entlarvt es die psychische Instabilität und Narzissmus des Protagonisten Nathanael, der seine eigene Sehnsucht auf die leblose Puppe Olimpia projiziert.

Inwiefern unterscheidet sich der "Taugenichts" bei Eichendorff von anderen romantischen Künstlerfiguren?

Im Gegensatz zu vielen "zerrissenen" Künstlerfiguren der Zeit zeichnet sich der Taugenichts durch eine naive, unreflektierte Lebenshaltung aus. Er strebt nicht nach einer künstlerischen Mission, sondern versöhnt Poesie und Leben in einer heiteren "Sonntäglichkeit".

Ende der Leseprobe aus 59 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Epoche der Romantik. Eine Vorlesungsmitschrift
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg  (Deutsches Seminar)
Autor
Alexander Meyer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
59
Katalognummer
V342797
ISBN (eBook)
9783668328556
ISBN (Buch)
9783668328563
Sprache
Deutsch
Schlagworte
epoche romantik eine vorlesungsmitschrift
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Meyer (Autor:in), 2013, Die Epoche der Romantik. Eine Vorlesungsmitschrift, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342797
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Leseprobe aus  59  Seiten
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