Es handelt sich um eine tiefgehende Ausarbeitung des Themas Branchenstrukturanalyse mit Hinzunahme des Originalbuchs von Michael E. Porter sowie weiteren kompetenten Quellen.
Das Thema Branchenstrukturanalyse nach Porter wird eingehend und anschaulich erläutert. Die Arbeit basiert größtenteils auf Michael E. Porters eigenem Buch zu diesem Thema. Die Kernpunkte des Buches werden komprimiert wiedergegeben, was dem Leser eine große Hilfe beim Einstieg in das Thema gibt. Zudem kann der Leser sich an der Literatur orientieren, die angegeben wird.
Inhaltsverzeichnis
TEIL I: EINLEITUNG
TEIL II: BEGRIFFE
TEIL III: BRANCHENSTRUKTURANALYSE NACH PORTER
1. Einführung
2. Wettbewerbskräfte
2.1 Bedrohung durch Ersatzprodukte
2.2 Verhandlungsstärke der Abnehmer
2.3 Verhandlungsstärke der Lieferanten
2.4 Grad der Rivalität unter den Wettbewerbern
2.5 Markteintritt potentieller Wettbewerber
3. Kritik an der Branchenanalyse nach Porter
3.1 Schlechte Anwendbarkeit auf dynamischen Branchen
3.2 Koopetition
3.3 Interdependenzen zwischen den einzelnen Triebkräften
4. Schlussfolgerung
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Branchenstrukturanalyse nach Michael E. Porter als zentrales Instrument der mikroökonomischen Umfeldanalyse im strategischen Planungsprozess von Unternehmen. Das primäre Ziel besteht darin, die Funktionsweise dieses Modells zu erläutern und dessen Eignung sowie Grenzen in einem kritischen Kontext zu beleuchten.
- Grundlagen der strategischen Planung und Umfeldanalyse
- Detaillierte Darstellung der fünf Wettbewerbskräfte nach Porter
- Analyse von Markteintrittsbarrieren und Verhandlungsmacht
- Kritische Würdigung der Anwendbarkeit bei dynamischen Marktentwicklungen
- Betrachtung von Phänomenen wie Koopetition und Interdependenzen
Auszug aus dem Buch
2.4 Grad der Rivalität unter den Wettbewerbern
Die Intensität des Wettbewerbs einer Branche wird außerdem durch den Grad der Rivalität unter den bestehenden Wettbewerbern bestimmt. „Die Rivalität entsteht, weil einer oder mehrere der Konkurrenten sich entweder dazu gedrängt fühlen oder die Möglichkeit sehen, ihre Position zu verbessern.“ In Hinsicht auf einige Positionsmerkmale, wie z.B. dem Marktanteil, ist die Positionsverbesserung eines Wettbewerbers nicht möglich ohne die gleichzeitige Positionsverschlechterung eines anderen Wettbewerbers. Bei Maßnahmen zur Positionsverbesserung eines Branchenunternehmens, die sich spürbar auf die Konkurrenten auswirken, entwickelt sich die Notwendigkeit zu Gegenmaßnahmen der Konkurrenten. Die Unternehmen stehen in wechselseitiger Abhängigkeit zueinander. In einer Branche, in der die Unternehmen wenig rivalisieren, ist die Intensität des Wettbewerbs schwach. „Intensive Rivalität ist das Ergebnis einer Reihe zusammenwirkender struktureller Faktoren:“
Anzahl der Wettbewerber und Vorhandensein eines Branchenführers: Es scheint bei einer hohen Anzahl von Wettbewerbern in einer Branche so, dass Maßnahmen eines Wettbewerbers zur Positionsverbesserung von Konkurrenten eher unentdeckt bleiben als in einer Branche mit wenigen konzentrierten Wettbewerbern. Daher herrscht in Branchen mit hoher Anzahl von Wettbewerbern tendenziell mehr Rivalität, speziell wenn diese sich kaum in Größe, Marktanteilen und erkennbaren Mitteln unterscheiden. In diesem Fall werden die Wettbewerber nach der Branchenführerschaft ringen. Sind die Unternehmen in ihrer Größe und ihren erkennbaren Mitteln jedoch stark unterschiedlich und dominiert ein oder wenige Unternehmen die Branche so wird die Rivalität in der Regel schwach ausgeprägt sein, da die Konkurrenten sich dann in der Regel fürchten bei Rivalität gegen den dominierenden Branchenführer unterzugehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Dieses Kapitel verortet die Branchenstrukturanalyse nach Porter als festen Bestandteil der Umfeldanalyse innerhalb des strategischen Planungsprozesses.
2. Wettbewerbskräfte: Hier werden die fünf von Porter definierten Faktoren detailliert beschrieben, die die ökonomische Struktur einer Branche und damit das Gewinnpotenzial maßgeblich bestimmen.
3. Kritik an der Branchenanalyse nach Porter: Das Kapitel hinterfragt die Modellgültigkeit, insbesondere bei hochdynamischen Branchen, und weist auf fehlende Aspekte wie Koopetition hin.
4. Schlussfolgerung: Die Arbeit resümiert, dass das Modell ein nützliches systematisches Instrument bleibt, jedoch zwingend durch weitere Analysemodelle ergänzt werden sollte.
Schlüsselwörter
Branchenstrukturanalyse, Porter, Wettbewerbskräfte, Strategische Planung, Markteintrittsbarrieren, Verhandlungsstärke, Koopetition, Strategieformulierung, Wettbewerbsintensität, Umfeldanalyse, Rentabilität, Differenzierung, Marktteilnehmer.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Fünf-Kräfte-Modell von Michael E. Porter und dessen Stellenwert innerhalb der strategischen Planung von Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Wettbewerbskräfte, die Analyse von Markteintrittsbarrieren, die Verhandlungsmacht von Abnehmern und Lieferanten sowie die Rivalität unter Wettbewerbern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Branchenstrukturanalyse nach Porter systematisch darzustellen und ihre Grenzen sowie kritische Anwendbarkeit in der heutigen Wirtschaftspraxis zu evaluieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die auf Basis der Wettbewerbsstrategie-Konzepte von Porter und ergänzender betriebswirtschaftlicher Fachliteratur aufbaut.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Definition der Wettbewerbskräfte und eine anschließende kritische Auseinandersetzung mit den Limitationen des Modells, etwa hinsichtlich dynamischer Märkte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Branchenstrukturanalyse, Porter, Wettbewerbskräfte, Strategieformulierung und Umfeldanalyse beschreiben.
Warum ist das Modell nach Porter bei dynamischen Branchen laut Autor problematisch?
Da das Modell auf stabilen Rahmenbedingungen der 80er Jahre basiert, kann es technologische Disruptionen wie das Internet oder rasante Geschäftsmodelländerungen nur schwer abbilden.
Was versteht die Arbeit unter dem Begriff "Koopetition"?
Koopetition beschreibt das gleichzeitige Auftreten von Zusammenarbeit und Wettbewerb zwischen Unternehmen derselben Branche, ein Aspekt, der im ursprünglichen Modell nicht vorgesehen ist.
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- Franz Kettenacker (Autor), 2008, Branchenstrukturanalyse nach Michael E. Porter, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342824