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Maßnahmen der Private-Equity-Gesellschaften zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Rentabilität bei Krisenunternehmen

Titel: Maßnahmen der Private-Equity-Gesellschaften zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Rentabilität bei Krisenunternehmen

Bachelorarbeit , 2016 , 83 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Agnes Kalinowska (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der volkswirtschaftliche Gesamtschaden, welcher durch »Unternehmenskrisen« entsteht, ist enorm. Private und öffentliche Gläubiger verlieren jährlich Milliardenbeträge wegen Forderungsausfällen − 2014 mussten sie in Deutschland beispielsweise in der Summe mehr als 26,1 Mrd. Euro abschreiben. Tausende von Beschäftigten verlieren ihre Arbeitsplätze − seit 2006 wurden bundesweit fast 350000 Menschen pro Jahr (im Durchschnitt) wegen der ungünstigen wirtschaftlichen Situation deren Arbeitgeber entlassen. Die genannten Werte beziehen sich dabei einzig auf Insolvenzfälle, weil ausschließlich diese statistisch erfasst werden. Betriebsniedergänge in Form von Insolvenzen bilden jedoch nur die Endphase einer nicht bewältigten Unternehmenskrise und somit die „Spitze des Eisberges“.

Das Ziel der Bachelor-Thesis besteht darin, einen wissenschaftlich fundierten Überblick darüber zu geben, wie Private-Equity-Gesellschaften es schaffen, wirtschaftliche Rentabilität und Wettbewerbsfähigkeit bei defizitären Betrieben wiederherzustellen. Vorerst werden die notwendigen Grundlageninformationen dazu vermittelt. So findet sich im folgenden Kapitel (Nr. 2) eine Definition des Begriffs „Private Equity“ zzgl. einer Beschreibung des Geschäftsmodells der Finanzinvestoren. Nebstdem gibt es dort eine Erläuterung, was unter dem Phänomen „Unternehmenskrise“ eigentlich zu verstehen ist sowie eine prägnante Darstellung typischer Krisenphasen und -faktoren. Darauf aufbauend wird im Kapitel Nr. 3 geschildert, welche Maßnahmen rührige Private-Equity-Gesellschaften einleiten können, um einen defizitären Betrieb nachhaltig in die Gewinnzone zu führen.

Kapitel Nr. 4 beinhaltet einen Praxischeck in Form einer Fallstudienuntersuchung. Es werden zwei Transaktionen, welche in den Jahren 2004-2008 stattgefunden haben, beleuchtet ‒ von denen eine wirklich erfolgreich war, da Restrukturierung der übernommenen, wirtschaftlich angeschlagenen Industriefirma gelungen ist, woraus signifikante Wertsteigerung resultierte; andere dagegen ein negatives und trauriges Beispiel darstellt, weil das Portfoliounternehmen nicht wie ursprünglich geplant die Marktführerposition erreichte, sondern am Ende leider Insolvenz anmelden musste. Nach dieser Praxisfallanalyse werden im Kapitel Nr. 5 die wichtigsten Erkenntnisse der vorliegenden Bachelor-Thesis resümiert und ein Fazit gezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in die Thematik

2. Theoretische Grundlagen & Definitionen

2.1. Wesen und Tätigkeit der Private-Equity-Gesellschaften

2.2. Begriff, Phasen und Faktoren einer Unternehmenskrise

3. Praktikable Maßnahmen zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Rentabilität bei Krisenunternehmen

3.1. Leistungswirtschaftliche Maßnahmen

3.1.1. Bereich Forschung & Entwicklung

3.1.1.1. Neuausrichtung des Projektportfolios

3.1.1.2. Verbesserung der Kundenorientierung

3.1.1.3. Genauere Beachtung der Herstellkosten

3.1.1.4. Verbesserung des Projektmanagements

3.1.1.5. Neuplanung / Optimierung des Budgets

3.1.2. Bereich Einkauf resp. Beschaffung

3.1.2.1. Beschaffung von günstigeren Substitutionsmaterialien

3.1.2.2. Verhandlung mit Lieferanten (Preis / Zahlungsmodalitäten)

3.1.2.3. Fremdbezug von Teilen, die früher eigenständig produziert und von Leistungen, die früher im Betrieb erbracht wurden

3.1.2.4. Beschaffung in Niedriglohnländern (engl. „LCC-Sourcing“)

3.1.2.5. Bildung firmenübergreifender Einkaufspartnerschaften

3.1.3. Bereich Produktion und Logistik

3.1.3.1. Reduktion der Materialeinsatzmenge

3.1.3.2. Verbesserung der Gesamtanlageneffektivität

3.1.3.3. Verringerung der Material- / Warenbestände

3.1.3.4. Reduktion der Maschinenleerkapazitäten

3.1.4. Bereich Marketing und Vertrieb

3.1.4.1. Verbesserung der Kundenbeziehungen

3.1.4.2. Einforderung der Kundenunterstützung

3.1.4.3. (Zeitlich begrenzte) Preiserhöhungen

3.1.4.4. Neukundengewinnungsprogramme

3.1.4.5. Bereinigung des Produktportfolios

3.1.5. Bereich Informationstechnologie

3.1.5.1. Optimierung der Kommunikation mit dem Umfeld

3.1.5.2. Rationalisierung des Geräte- und Softwarebestands

3.1.5.3. Transformation des IT-Bereichs in ein Profit Center

3.1.5.4. Verbesserung des Projektmanagements

3.2. Personalwirtschaftliche Maßnahmen

3.2.1. Reduzierung der Arbeitsmenge

3.2.2. Änderung finanzieller Bedingungen

3.2.3. Einführung des Neueinstellungstopps

3.2.4. Beendigung von Arbeitsverhältnissen

3.3. Finanzwirtschaftliche Maßnahmen

3.3.1. Veräußerung des Anlagevermögens

3.3.2. Sale-and-lease-back-Transaktionen

3.3.3. Erhandeln des Forderungsverzichts

3.3.4. Optimierung der Fälligkeitsstruktur

4. Praxis-Check mit Fallstudien-Untersuchung

4.1. Teutonia (Babywagenproduzent)

4.2. Arquana (Druckereigruppe)

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, wie Private-Equity-Gesellschaften durch gezielte operative und finanzielle Maßnahmen die wirtschaftliche Rentabilität und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in Krisensituationen wiederherstellen können, um durch anschließende Wertsteigerung einen erfolgreichen Exit zu ermöglichen.

  • Grundlagen zu Private-Equity-Gesellschaften und Unternehmensphasen in der Krise
  • Leistungswirtschaftliche Restrukturierungsmaßnahmen (F&E, Einkauf, Produktion, Marketing, IT)
  • Personalwirtschaftliche Strategien zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung
  • Finanzwirtschaftliche Instrumente zur Liquiditätssicherung und Bilanzoptimierung
  • Fallstudien-Untersuchung von Teutonia und Arquana

Auszug aus dem Buch

3.1.1.1 Neuausrichtung des Projektportfolios

Forschung und Entwicklung ist für die Wettbewerbsfähigkeit einer Firma oftmals von entscheidender Bedeutung. Dennoch werden nicht alle in der Praxis betriebenen F&E-Aktivitäten sinnvoll resp. vielversprechend sein. Im Rahmen eines Restrukturierungsprogramms sollte daher eine detaillierte Überprüfung sowie ggf. Neuausrichtung des Projektportfolios erfolgen. Dabei gilt es zu berücksichtigen, mit welchen Produkten bzw. Technologien das Unternehmen in den nächsten Jahren am Markt bestehen möchte. Nur wenn ein F&E-Projekt für die angestrebte strategische Positionierung wirklich relevant und aussichtsreich ist, wird es fortgesetzt. Alle sonstigen, nachrangigen F&E-Aktivitäten sind dagegen zu beenden. Falls bei einem der Projekte sehr große Entscheidungsunsicherheit bzgl. “weitermachen“ oder „aufgeben“ besteht, sollte jenes pausiert und später (eventuell) reaktiviert werden. Diese systematische Vorgehensweise bietet sich an, um einen unnötigen Geldmittelabfluss zu vermeiden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in die Thematik: Die Arbeit beleuchtet den hohen volkswirtschaftlichen Schaden durch Unternehmenskrisen und identifiziert Private-Equity-Gesellschaften als Turnaround-Investoren, die defizitären Betrieben durch aktives Management zur Wende verhelfen.

2. Theoretische Grundlagen & Definitionen: Dieses Kapitel definiert den Begriff "Private Equity", erläutert das Geschäftsmodell dieser Investoren und beschreibt typische Krisenphasen sowie deren Ursachen, um ein fundiertes Verständnis für Restrukturierungsprozesse zu schaffen.

3. Praktikable Maßnahmen zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Rentabilität bei Krisenunternehmen: Der Hauptteil gliedert sich in leistungswirtschaftliche, personalwirtschaftliche und finanzwirtschaftliche Maßnahmen, die das Ziel haben, Rentabilität und Wettbewerbsfähigkeit durch operative Optimierung und Kostensenkung nachhaltig wiederherzustellen.

4. Praxis-Check mit Fallstudien-Untersuchung: Hier wird die Wirksamkeit der zuvor beschriebenen Methoden anhand der zwei Unternehmen Teutonia und Arquana analysiert, wobei ein erfolgreiches Restrukturierungsbeispiel einem negativen Fall gegenübergestellt wird.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit resümiert, dass jede Krise durch ein systematisches Restrukturierungsprogramm bewältigt werden kann, sofern die Geschäftsführung frühzeitig passende Gegenmaßnahmen ergreift und bei Bedarf auf die Expertise spezialisierter Investoren zurückgreift.

Schlüsselwörter

Private Equity, Restrukturierung, Unternehmenskrise, Turnaround, Rentabilität, Wettbewerbsfähigkeit, Kostenmanagement, Liquiditätssicherung, Projektportfolio, Prozessoptimierung, Unternehmenssanierung, Betriebswirtschaftslehre, Sanierungsmanagement, Wertsteigerung, Fallstudien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie spezialisierte Beteiligungsgesellschaften (Private-Equity-Gesellschaften) notleidende Unternehmen durch strukturierte Sanierungsmaßnahmen in die Gewinnzone zurückführen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Der Fokus liegt auf leistungswirtschaftlichen, personalwirtschaftlichen und finanzwirtschaftlichen Restrukturierungsinstrumenten sowie deren praktische Anwendung in der Unternehmenssanierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist ein wissenschaftlich fundierter Überblick darüber, wie Private-Equity-Gesellschaften die Rentabilität und Wettbewerbsfähigkeit bei defizitären Firmen erfolgreich wiederherstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse zur Herleitung der Restrukturierungsmethoden und führt ergänzend einen Praxis-Check durch die Untersuchung zweier Fallstudien (Teutonia und Arquana) durch.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden detaillierte Maßnahmen in Bereichen wie Forschung & Entwicklung, Einkauf, Produktion, Marketing, Personal und Finanzen erläutert, um operative Exzellenz und Liquidität zu sichern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Kernbegriffe sind Private Equity, Restrukturierung, Turnaround, Krisenmanagement, Rentabilität und Sanierung.

Wie werden die Erfolgschancen bei Teutonia und Arquana bewertet?

Die Fallstudie zeigt auf, dass bei Teutonia die Restrukturierung erfolgreich verlief und zu einer signifikanten Wertsteigerung führte, während bei der Arquana-Gruppe die Buy-and-Build-Strategie scheiterte und in die Insolvenz mündete.

Warum ist das "Profit-Center"-Modell für die IT wichtig?

Die Umwandlung in ein Profit-Center schafft Transparenz über IT-Kosten und ermöglicht durch einen Servicekatalog die leistungsgerechte Zuordnung, was die Produktivität messbar macht.

Ende der Leseprobe aus 83 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Maßnahmen der Private-Equity-Gesellschaften zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Rentabilität bei Krisenunternehmen
Hochschule
Hochschule Aschaffenburg
Note
1,0
Autor
Agnes Kalinowska (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
83
Katalognummer
V342855
ISBN (eBook)
9783668332850
ISBN (Buch)
9783668332867
Sprache
Deutsch
Schlagworte
maßnahmen private-equity-gesellschaften wiederherstellung rentabilität krisenunternehmen Unternehmensrestrukturierung Unternehmenssanierung Unternehmenskrise
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Agnes Kalinowska (Autor:in), 2016, Maßnahmen der Private-Equity-Gesellschaften zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Rentabilität bei Krisenunternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342855
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Leseprobe aus  83  Seiten
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