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Subjective Memory Complaints und ihre Verbindung zu objektiver Gedächtnisleistung, Alzheimer und Depressionen

Title: Subjective Memory Complaints und ihre Verbindung zu objektiver Gedächtnisleistung, Alzheimer und Depressionen

Bachelor Thesis , 2016 , 44 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Alexander Heinz (Author)

Psychology - General
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Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, welche Verbindung zwischen Subjective Memory Complaints und objektiver Gedächtnisleistung, Alzheimer und Depressionen existiert.

Viel Forschung existiert im Bereich des „memory decline“, also Gedächtnisverlustes im Alter. Dieser wird oft von alten Menschen selbst beklagt, und zwar als subjektives Gefühl eines schwächer werdenden Gedächtnisses, so genannten „subjective memory complaints“.

"Subjective Memory Complaints" (SMC), bezeichnet den subjektiven Verfall von Kognition und Gedächtnisleistung. Verwandte Konzepte sind Subjective Memory Impairment, Age-Associated Memory Decline, Subjective Cognitive Decline, Subjective Memory Decline und Mild Cognitive Impairment.

Dieser "subjektive" Verfall der Gedächtnisleistung wird in der Arbeit zunächst dahingehend untersucht, ob er tatsächliche Gedächtnisleistung zuverlässig vorhersagt. Anschließend soll die Verbindung zu Alzheimer Demenz sowie Mild Cognitive Impairment, dem Prädromalstadium der Demenz aufgeklärt werden. Schließlich wird die Bedeutung von SMC bei Depressionen erörtert und die Rolle von Depressionen bei der Alzheimer-Krankheit erklärt.

Im Diskussionsteil wird auf das Problem der Operationalisierung von SMC eingegangen sowie die unterschiedliche Ermittlung von SMC erklärt. Die Prädiktive Validität von SMC und die zuvor erörterten Zusammenhänge werden diskutiert und ausführlicher analysiert. Weitere Faktoren werden eingeschlossen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Subjective memory complaints“

2.1 Definition

2.2 Geschichte und Begriff

2.3 Betroffene und Art der Beschwerden

2.4 Ermittlung von SMC

2.4.1 Memory Complaint Questionnaire (MAC-Q)

2.4.2 SMC-Scale: Schmand et al. (1996):

2.5 Prävalenz

2.6 Neurologische Hintergründe

3. Verbindung mit tatsächlicher Gedächtnisleistung

4. Verbindungen mit MCI und Alzheimer-Demenz

5. Verbindung zu Depressionen:

5.1 Zusammenhang zwischen Depression & AD: Reviewstudie

6. Diskussion:

6.1 Operationalisierung / Definition

6.2 Ermittlung

6.3 Prädiktive Qualität von SMC

6.4 Objektive Leistung, MCI und AD

6.5 Ausblick für SMC

6.6 Depressionen

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Bachelorarbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen subjektiven Gedächtnisbeschwerden (Subjective Memory Complaints, kurz SMC) und objektiver kognitiver Leistung sowie deren potenzielle Rolle als Frühindikatoren für Alzheimer-Demenz und Depressionen. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welche Verbindung existiert zwischen Subjective Memory Complaints und objektiver Gedächtnisleistung, Alzheimer und Depressionen?“

  • Klinische Definition und Operationalisierung des Konstrukts SMC
  • Einfluss demografischer Faktoren und psychosozialer Aspekte auf SMC
  • Die prognostische Validität von SMC für eine beginnende Alzheimer-Demenz
  • Interaktionseffekte zwischen depressiven Symptomen, SMC und kognitiver Beeinträchtigung
  • Differenzierung zwischen normalen Alterungsprozessen und pathologischen Veränderungen

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Memory Complaint Questionnaire (MAC-Q)

Der MAC-S ist ein laut den Autoren gut validierter Selbstberichts-Gedächtnistest, bestehend aus 42 Items. Fragen nach der Gedächtniseinschätzung im Vergleich zu anderen Menschen und nach der Verschlechterung in den letzten Jahren werden gestellt, die in Likert-Skalen zu beantworten sind („keine“ bis „starke Verschlechterung“). Die jeweilig eigene Gedächtnisverschlechterung wird in dieser Befragung festgestellt mit Hilfe der subjektiven Einschätzung, über die eine Testperson berichtet. Die objektive Beeinträchtigung des Gedächtnisses wird dabei nicht gemessen. Der Test besteht aus 21 Ability-Items und 24 Frequency-Items.

Eine kürzere Fassung, um (altersbezogenen) Gedächtnisverfall zu messen, ist der Memory Complaint Questionnaire (MAC-Q) (Crook, Feher, & Larrabee, 1992). Dieser Fragebogen besteht aus sechs Fragen, die auf die Detektion einer Verschlechterung der Gedächtnisfähigkeit abzielen, unter anderem enthält er auch die Frage, wie ein Proband seine aktuelle Gedächtnisfähigkeit im Vergleich zur Schulzeit einschätzt. Der Fragebogen soll AAMI erfassen, indem er Fragen zur subjektiven Selbsteinschätzung des Gedächtnisses stellt.

Beim MAC-Q geht es um nur sechs Fragen, bei denen ein Score ermittelt wird, der die Schwere der Memory Complaints feststellen soll. Untersuchungen ergaben, dass der The MAC-Q der jeweilige affektive Zustand eines Probanden das Testergebnis stark beeinflusst (M. Reid et al., 2012). Die Gedächtnisleistung hänge jedoch damit nur schwach zusammen. Die Forscher folgern daher, er sei nicht nützlich als ein spezifisches Instrument zur Ermittlung von SMC bei der Allgemeinbevölkerung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Gedächtnisprobleme im Alter und Darstellung der demografischen Relevanz von Alzheimer-Demenz.

2. „Subjective memory complaints“: Definition des Begriffs SMC, historische Einordnung, Beschreibung der Betroffenen sowie Darstellung gängiger Ermittlungsmethoden wie MAC-Q und SMC-Scale.

3. Verbindung mit tatsächlicher Gedächtnisleistung: Analyse des wissenschaftlichen Diskurses über den Zusammenhang zwischen subjektiv empfundener Vergesslichkeit und tatsächlicher objektiver kognitiver Leistung.

4. Verbindungen mit MCI und Alzheimer-Demenz: Untersuchung, ob SMC als Prädromalsymptom dienen können, um eine beginnende Alzheimer-Demenz oder ein Mild Cognitive Impairment frühzeitig zu erkennen.

5. Verbindung zu Depressionen:: Erörterung des engen Zusammenhangs zwischen depressiver Stimmung, pessimistischer Selbsteinschätzung und dem Äußern von Gedächtnisbeschwerden.

6. Diskussion:: Kritische Reflektion der Ergebnisse zur Operationalisierung, Ermittlung, Validität und Zukunftsperspektive von SMC in der klinischen Praxis.

Schlüsselwörter

Subjective Memory Complaints, SMC, Alzheimer-Demenz, Depressionen, Gedächtnisleistung, Mild Cognitive Impairment, MCI, Subjective Cognitive Decline, Früherkennung, Biomarker, Neurodegeneration, Gedächtnisbeschwerden, Alterspsychologie, Selbsteinschätzung, Diagnostik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen der „Subjective Memory Complaints“ (SMC), also subjektiven Gedächtnisbeschwerden bei Menschen, und deren klinischer Relevanz im Hinblick auf Demenzerkrankungen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition und Messbarkeit von SMC, dem Zusammenhang mit objektiven kognitiven Testleistungen sowie der Abgrenzung zu Depressionen und neurodegenerativen Prozessen.

Was ist das primäre Ziel der Bachelorarbeit?

Das Ziel ist es zu klären, inwieweit SMC ein valider Indikator für Alzheimer-Demenz sind oder ob sie primär durch andere Faktoren wie depressive Verstimmungen beeinflusst werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die verschiedene klinische Studien und Review-Arbeiten zum Thema SMC vergleicht und synthetisiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Begriffs, die Analyse von Zusammenhängen mit objektiver kognitiver Leistung, die Rolle bei der Diagnose von Alzheimer und MCI sowie die kritische Auseinandersetzung mit der Depression als Störvariable.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Subjective Memory Complaints (SMC), Alzheimer-Demenz, Mild Cognitive Impairment (MCI), Depression, kognitive Leistungsfähigkeit und die Suche nach einer einheitlichen Operationalisierung.

Ist der Begriff SMC eindeutig definiert?

Nein, der Autor verdeutlicht, dass die aktuelle Forschung unter dem Begriff SMC sehr unterschiedliche Konstrukte zusammenfasst, was die Vergleichbarkeit von Studien erschwert.

Wie beeinflussen Depressionen die subjektive Gedächtniseinschätzung?

Depressionen korrelieren stark mit dem Äußern von Gedächtnisproblemen. Dabei ist oft unklar, ob die Betroffenen tatsächlich kognitive Defizite haben oder ob eine pessimistische Grundstimmung und erhöhte Besorgtheit zu einer negativen Selbsteinschätzung führen.

Sollten Patienten mit SMC zur Früherkennung befragt werden?

Der Autor rät dazu, SMC nur unter kontrollierten Bedingungen (z.B. Ausschluss von Depressionen) zu nutzen, da andernfalls unnötige Ängste bei Patienten geschürt werden könnten.

Welche Empfehlung gibt der Autor für die zukünftige Forschung?

Der Autor plädiert für eine einheitliche Terminologie, vorzugsweise den Begriff "Subjective Cognitive Decline", sowie für die Entwicklung valider, standardisierter Fragebögen, die eine klare Abgrenzung zu depressiven Symptomen erlauben.

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Details

Title
Subjective Memory Complaints und ihre Verbindung zu objektiver Gedächtnisleistung, Alzheimer und Depressionen
College
University of Innsbruck  (Psychologie)
Course
Bachelorseminar
Grade
1,0
Author
Alexander Heinz (Author)
Publication Year
2016
Pages
44
Catalog Number
V342891
ISBN (eBook)
9783668369399
ISBN (Book)
9783668369405
Language
German
Tags
depression alzheimer gedächtnis subjective memory complaints mild cognitive impairment subjective cognitive decline gedächtnisverlust gedächtnis im alter demenz smc mci vergesslichkeit gedächtnisleistung altern kognitive psychologie aami age associated memory decline gedächtnisprobleme schwierigkeiten gedächtnisverfall
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Heinz (Author), 2016, Subjective Memory Complaints und ihre Verbindung zu objektiver Gedächtnisleistung, Alzheimer und Depressionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342891
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