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Über die persönliche Gottesbeziehung und religiöse Selbsterfahrung zu psychischer Gesundheit

Kann christliche Religiosität ein fördernder Faktor für Resilienz und Salutogenese sein?

Titel: Über die persönliche Gottesbeziehung und religiöse Selbsterfahrung zu psychischer Gesundheit

Hausarbeit , 2016 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Theologie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der heutigen sogenannten postmodernen Gesellschaft ist der Mensch nicht nur als Funktionsträger anwesend. Er muss nicht nur leistungsfähig sein, sondern will auch gesund bleiben, sich selbst verwirklichen und befriedigende Beziehungen haben. Die Arbeitsverdichtung, der zunehmende Informationsfluss und komplexer gewordene Privatleben stellen zunehmend höhere Anforderungen. Auch Menschen, die an sich hochmotiviert und leistungsfähig im Leben stehen, können durch eine unselige Verkettung beruflicher und privater Einflussfaktoren an Kraft verlieren.. Das Problem ist die einseitige Orientierung nach Außen, die Orientierung nach Leistung und Ergebnis. Die Gesellschaft orientiert sich an wirtschaftlichen und effizienten Werten. Burnout, Depression, Suchterkrankungen und Angstzustände sind das Ende der langen Kette.

Der Anstieg psychosozialer Erkrankungen in Deutschland ist ein Anzeichen dafür, dass das Gleichgewicht zwischen Herausforderung und Kompetenz bei vielen Personen aus dem Gleichgewicht geraten ist. Gesellschaftlich gesehen benötigen alle Menschen mehr Wissen und Kompetenzen über Gesundheit und Prävention von Krankheit. Die Themen Resilienz und Salutogenese bergen neben der Betrachtung von Krisenbewältigungen durch Widerstandskraft und Flexibilität auch den Präventionsgedanken in Bezug auf psychische Gesundheit. Es geht darum einzeln und kollektiv zu lernen, ein ausbalanciertes, bewusstes, erfülltes und glückliches Leben zu führen.

In den letzten Jahrzehnten wurde die These entwickelt, religiöser Glaube könne ein wichtiger Bestandteil von Copingprozessen sein. Studien zeigen, dass sich insbesondere kranke Menschen ihrem persönlichen Glauben zuwenden, um Hilfe bei der Verarbeitung krankheitsbedingter Belastungen und Bedrohungen zu finden. Religiosität geht tendenziell auch mit einer geringeren Ausprägung an depressiven Symptomen einher. Der protektive Effekt des Phänomens Religiosität scheint demnach für Menschen mit einem höheren Stressniveau stärker zu sein als für Menschen, die geringen Stress erleben. Das lässt vermuten, dass religiöse Überzeugungen Menschen vor dem Auftreten depressiver Symptome schützen können, indem diese ihnen helfen, die mit kritischen Lebensereignissen assoziierten psychologischen Stressphasen besser von sich abwenden zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zentrale Erklärungsmodelle für psychische Gesundheit

2.1. Resilienz

2.2. Salutogenese

3. Religiosität

4. Die Beziehung zu Gott aus religionspsychologischer Perspektive

5. Eine tröstliche Glaubenswahrheit

6. religiöse Selbsterfahrung

6.1. Religiosität als Form der Sinnfindung

6.2. Religiosität und subjektives Wohlbefinden

6.3. christliche Identitätsvermittlung

6.4. Religiosität als fördernder Faktor im Berufsleben

7. Religiosität als Bestandteil der Persönlichkeit

7.1. intrinsische Motive für Religiosität

7.2. ausgewählte Religiositätsmotive im Kontext Resilienz

8. Religiöses Coping

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit christliche Religiosität als protektiver Faktor die psychische Gesundheit fördern kann, insbesondere im Hinblick auf die Konzepte der Resilienz und Salutogenese sowie die Bewältigung kritischer Lebensereignisse.

  • Zentrale Modelle der psychischen Gesundheit (Resilienz & Salutogenese)
  • Religionspsychologische Perspektiven auf die Gottesbeziehung
  • Die Rolle der Religiosität bei Sinnfindung und Identitätsentwicklung
  • Religiöses Coping in Stresssituationen
  • Einfluss religiöser Motive wie Dankbarkeit und Selbstwertstärkung

Auszug aus dem Buch

4. Die Beziehung zu Gott aus religionspsychologischer Perspektive

Man kann Religion auch als Beziehungsprozess verstehen. Diese Perspektive ist allerdings nicht neu. Sie entspricht sowohl dem Selbstverständnis einzelner Religionen als auch dem Verständnis von Theologen und religionsphilosophischen Ansätzen (vgl. Murken 1998, S. 18).

In jüngerer Zeit ist das Interesse an der Religion insbesondere in der Tiefenpsychologie gewachsen. Theoretiker der Objektbeziehungstherapie beschäftigen sich mit Fragen der Religiosität. Merkmal der Objektbeziehungstheorie ist die Sicht auf die durch frühkindliche Beziehungserfahrungen und deren Konsequenzen motivierte menschliche Psychodynamik. Mit Objekt sind vor allem Menschen, aber auch alle anderen Formen von Gegenüber gemeint, zu denen eine Beziehung möglich ist. Nach der Objektbeziehungstheorie ist das Bedürfnis nach befriedigenden Beziehungen primär und universell. Mit diesem Theoriegebäude ist es möglich Religion im Gegensatz zu Freuds Triebtheorie positiv zu psychologisieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit erläutert die Relevanz von Resilienz und Salutogenese in der modernen Gesellschaft und stellt die Vermutung auf, dass Religiosität einen präventiven Faktor für die psychische Gesundheit darstellen könnte.

2. Zentrale Erklärungsmodelle für psychische Gesundheit: Dieses Kapitel definiert die Konzepte der Resilienz und der Salutogenese als Modelle, die auf Schutzfaktoren und Widerstandsressourcen fokussieren.

3. Religiosität: Hier wird das Konstrukt der Religiosität theoretisch abgegrenzt, wobei zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation unterschieden wird.

4. Die Beziehung zu Gott aus religionspsychologischer Perspektive: Das Kapitel analysiert die Gottesbeziehung als zentralen psychodynamischen Prozess unter Einbeziehung der Objektbeziehungs- und Bindungstheorie.

5. Eine tröstliche Glaubenswahrheit: Diese Ausführungen beleuchten, wie der Glaube an die Gemeinschaft der Heiligen und die Auferstehung bei der Trauerbewältigung unterstützen kann.

6. religiöse Selbsterfahrung: Es wird untersucht, wie Religiosität zur Sinnfindung, zum subjektiven Wohlbefinden, zur Identitätsvermittlung und zur beruflichen Adaptation beiträgt.

7. Religiosität als Bestandteil der Persönlichkeit: Dieses Kapitel identifiziert intrinsische Motive für Religiosität und analysiert deren Nutzen für Copingstrategien, Selbstwertgefühl und Dankbarkeit.

8. Religiöses Coping: Es wird dargelegt, wie spezifische religiöse Strategien dazu beitragen, stresshafte Belastungen zu reduzieren und das psychische Befinden zu stabilisieren.

9. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass eine positive Gottesbeziehung und gelebte Religiosität maßgeblich zur Resilienz und salutogenen Entwicklung des Individuums beitragen können.

Schlüsselwörter

Religiosität, Resilienz, Salutogenese, Gottesbeziehung, psychische Gesundheit, Coping, Sinnfindung, Selbstwertgefühl, Dankbarkeit, Bindungstheorie, Lebenszufriedenheit, christlicher Glaube, Prävention, Widerstandskraft, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen christlicher Religiosität und psychischer Gesundheit, insbesondere unter dem Aspekt, ob der Glaube als stützender Faktor für Resilienz fungieren kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die psychologische Resilienzforschung, die Religionspsychologie, die Bedeutung der Gottesbeziehung für das Selbstbild und religiöses Coping bei Krisen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, wissenschaftlich zu begründen, wie Religiosität als präventive Ressource und Förderfaktor für die psychische Widerstandskraft (Salutogenese) wirken kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine fundierte Literaturanalyse und arbeitet theoretische Erklärungsmodelle aus der Psychologie, Religionswissenschaft und Theologie auf.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Modellen der Gesundheit, der Bedeutung der Gottesbeziehung, religiösen Selbsterfahrungen sowie der Rolle der Religiosität im Berufsleben und bei der Krankheitsbewältigung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe Resilienz, Salutogenese, Religiosität, Gottesbeziehung und Coping.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Copingstilen?

Es werden drei Typen nach Pargament unterschieden: das aktiv-selbstständige, das passiv-delegierende und das kollaborative Coping, wobei letzteres als besonders effektiv hervorgehoben wird.

Warum spielt das Gottesbild eine so wichtige Rolle?

Ein positives Gottesbild (liebend/wohlwollend) wirkt stabilisierend und stärkend, während ein negatives Gottesbild (strafend) die psychische Belastung sogar erhöhen kann.

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Details

Titel
Über die persönliche Gottesbeziehung und religiöse Selbsterfahrung zu psychischer Gesundheit
Untertitel
Kann christliche Religiosität ein fördernder Faktor für Resilienz und Salutogenese sein?
Hochschule
Universität Vechta; früher Hochschule Vechta  (ISBS)
Veranstaltung
Theologie im Kontext Sozialer Dienste
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
21
Katalognummer
V342967
ISBN (eBook)
9783668328419
ISBN (Buch)
9783668328426
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Religiosität Copingstrategie psychische Gesundheit Burnout Burn Out Psychosoziale Erkrankungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2016, Über die persönliche Gottesbeziehung und religiöse Selbsterfahrung zu psychischer Gesundheit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342967
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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