KANBAN für C-Teile. Management, Funktionen und Vorteile für Unternehmen


Hausarbeit, 2013
14 Seiten, Note: 1,3
Steve Mitchel (Autor)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungen

Tabellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einführung und Zielsetzung

2 Grundlagen und Begriffe
2.1 Das KANBAN-Prinzip
2.2 ABC-Analyse als Grundlage zur Einteilung von C-Teilen
2.3 Besonderheiten von C-Teilen

3 KANBAN für C-Teile Management
3.1 Leistungen
3.2 Funktionsweise
3.3 Vorteile für Unternehmen

4 Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1, Wertgrenzen bei der ABC-Analyse

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1, Einkaufsvolumen im Vergleich zu den Beschaffungskosten

Abbildung 2, KANBAN-Kreislauf „Eigene Darstellung“

1 Einführung und Zielsetzung

Für die meisten Unternehmen stellen die Lagerhaltungs- und Bestellkosten einen großen Kostenfaktor dar. Sie binden Kapital ins Unternehmen, das anderweitig eingesetzt werden könnte. Sie zu minimieren und den effizienten Umgang mit Waren zu realisieren, sollte Ziel jedes Unternehmens sein.[1] Eine Möglichkeit dies zu erreichen ist die Umstellung bei der Beschaffung auf das KANBAN für C-Teile Management (KANBAN für C-Teile Management). Denn der Beschaffungsprozess von C-Teilen verursacht einen hohen administrativen Aufwand, der in keinem Verhältnis zum Material steht. Es entstehen daher bei jedem Beschaffungsvorgang überproportional hohe Prozesskosten.[2] Das Potenzial von KANBAN für C-Teile Management liegt dabei darin die Bestell- und Handlingskosten zu minimieren und gleichzeitig eine höhere Liefertreue zu erreichen.

Ziel dieser Arbeit soll sein, zu klären wie KANBAN für C-Teile funktioniert und welche Vorteile das Unternehmen davon hat. Im Kapitel zwei wird auf die Grundlagen von KANBAN und der ABC-Analyse und dessen Ausprägung C-Teile eingegangen, um dann im dritten Kapitel die Funktionsweise von KANBAN für C-Teile Management zu erläutern und die Vorteile für das Unternehmen aufzuzeigen. Im vierten Kapitel folgt die Zusammenfassung mit Aussichten für die Zukunft.

2 Grundlagen und Begriffe

2.1 Das KANBAN-Prinzip

Ono Taiichi entwickelte das KANBAN-System für Toyota in den Jahren von 1950 bis 1982. KANBAN bedeutet dabei Karte, wörtlich Aufkleber oder Behälterbeschriftung. Es ist nach dem Supermarktsystem aufgebaut und im Gegensatz zu herkömmlichen PPS-Systemen wird im Rahmen einer KANBAN-Steuerung das Material nicht mittels zentraler Steuerungsinformationen von Stufe zu Stufe durch den Fertigungsprozess „gedrückt“ (Push-Prinzip), sondern mittels sich selbst steuernder Regelkreise durch den Fertigungsprozess „gezogen“ (Pull-prinzip).[3] Der Grundsatz der Steuerungsidee ist „einfach“.[4] Wie im Supermarkt, wird ein Pufferlager angelegt (im Sinne von Regalen) aus denen der Verbraucher sich die Ware die er benötigt entnimmt. Das Pufferlager wird danach durch die Produktion wieder gefüllt. Die Vorgehensweise bei KANBAN ist dann folgende: Der Verbraucher (Senke) bringt einen Lehren Behälter ins Pufferlager und holt sich einen vollen Behälter mit den benötigten Teilen heraus. Er entfernt dort die KANBAN-Karte (Produktions-KANBAN) und legt diese in die Auftragsbox des Erzeugers (Quelle). Der Erzeuger holt sich eine KANBAN-Karte aus der Auftragsbox und produziert die angegebene Menge im dafür vorgesehenen Behälter. An dem gefüllten Behälter wird die KANBAN-Karte befestigt und im Pufferlager bereitgestellt. Damit steht sie dem Verbraucher wieder zur Verfügung.[5] So schließt sich der Kreis der KANBAN-Karte. Die Steuerung mit Behältern ist eine der ältesten Steuerungsmethoden überhaupt.[6] Dieses System ist ganz ohne EDV-Unterstützung realisierbar.

2.2 ABC-Analyse als Grundlage zur Einteilung von C-Teilen

ABC-Analyse ist eine einfache Möglichkeit C-Teile zu klassifizieren. Voraussetzung ist dabei eine bestehende Lagerverwaltungsdatenbank, die alle erforderlichen Daten enthält, wie Absatzzahlen und Einkaufspreise.[7] Die ermittelten Umsatzzahlen pro Bedarfsobjekt werden im Bezug zum Gesamtumsatz in Prozent errechnet. Es werden zwei Grenzen bei den Bedarfsobjekten festgelegt. Die erste Grenze ist zwischen den Kategorien A und B mit 60% und die zweite zwischen B und C mit 10%. Das heißt alle Bedarfsobjekte bei denen der Umsatz höher ist als 60% werden als A-Teile und alle Bedarfsobjekte unter 10% als C-Teile klassifiziert. Alle Bedarfsobjekte die zwischen 10 und 60% liegen werden als B-Teile klassifiziert. Wobei die Einteilung der Prozentgrenzen dabei willkürlich ist und frei gewählt werden kann.[8] (siehe Tabelle1)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1, Wertgrenzen bei der ABC-Analyse[9]

Aus dem Ergebnis der ABC-Analyse können jetzt Handlungsstrategien entwickelt werden. A-Teile sollten stets mit größter Sorgfalt und Intensität behandelt werden, während bei C-Teilen der Aufwand zu minimieren ist.[10]

2.3 Besonderheiten von C-Teilen

Klassische C-Teile sind Güter mit geringem Wertanteil, die aber in einer hohen Menge gebraucht werden wie Schrauben, Muttern, Klemmen und Nieten. Sie können in großen Mengen eingekauft werden, da die Lagerungskosten im Vergleich zu A-Teilen oder B-Teilen sehr niedrig sind. Bei den C-Teilen überwiegt das Bezugsrisiko, da diese Teile für eine funktionierende Produktion unablässig sind und das Fehlen eines der Teile den ganzen Produktionsprozess stoppen kann. Daher ist in den meisten Fällen eine Bevorratung unumgänglich.[11] Neben dem Bezugsrisiko ist auch auf die Beschaffungskosten zu achten (Abbildung 1). Denn das Einkaufsvolumen bei C-Teile liegt bei den meisten Unternehmen bei 20%, verursacht aber dafür hohe Beschaffungskosten von 80%. Das liegt zum einen an dem geringen Wert dieser Artikel die im Verhältnis zu den Beschaffungskosten in einem Ungleichgewicht stehen und zum anderen an der großen Anzahl an Lieferanten mit vielen Einzelbestellungen.[12]

[...]


[1] (Weber R. 9.A 2009, S. 1)

[2] (Zabota D. 2012, URL)

[3] (Dr. Kiener S. 2009, S. 278)

[4] (Ohno T. 2013, S. 51)

[5] (Dr. Kiener S. 2009, S. 275)

[6] (Dipl.-Ing. Dickmann 2009, S. 11)

[7] (Zingel H. 2005, S. 27-28)

[8] (Kluck D. 1998, S. 35)

[9] (Kluck D. 1998, S. 34)

[10] (Lensing M. 1995, S. 91)

[11] (Zingel H. 2005, S. 30-31)

[12] (Dipl.-Ing. Dickmann 2009, S. 274)

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
KANBAN für C-Teile. Management, Funktionen und Vorteile für Unternehmen
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
1,3
Autor
Jahr
2013
Seiten
14
Katalognummer
V343234
ISBN (eBook)
9783668338050
ISBN (Buch)
9783668338067
Dateigröße
586 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
BWL, BWL33, Produktion, Logistik, Assignment, Lager
Arbeit zitieren
Steve Mitchel (Autor), 2013, KANBAN für C-Teile. Management, Funktionen und Vorteile für Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/343234

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