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Südkorea. Land der Suizide?

Mögliche Ursachen für die hohe Selbstmordrate

Titel: Südkorea. Land der Suizide?

Hausarbeit , 2016 , 13 Seiten , Note: in Kürze zu erwartend

Autor:in: Nini Lovevalley (Autor:in)

Südasienkunde, Südostasienkunde
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Selbstmord ist in Südkorea ein ernstes und weit verbreitetes Problem, welches sich durch verschiedene Bevölkerungsschichten zieht und vielfältige Umstände zur Ursache hat. Eine hohe Suizidrate lässt tief verwurzelte soziologische Gründe erahnen und das Land im internationalen Vergleich schlecht dastehen. Doch nicht nur die normale Bevölkerung, auch bekannte Persönlichkeiten sahen sich in der Vergangenheit bereits zum Selbstmord gezwungen und erregten Aufmerksamkeit für dieses ernste Problem.

Zusammenhänge mit einer hohen Suizidrate können in Südkorea mit familiären, ökonomischen und gesellschaftlichen Problemen beobachtet werden. Erstaunlich oft besteht ein Zusammenhang mit dem südkoreanischen Bildungssystem oder aber einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Wie es in einem modernen Industriestaat wie Südkorea zu einer solch enorm hohen Suizidrate kommen kann, soll im Folgenden untersucht werden. Hierbei sollen kulturelle, ökonomische und gesellschaftliche Faktoren ebenso wie der Umgang mit diesem Problem und Präventionsversuche beleuchtet und im Zusammenhang dargestellt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Internationaler Vergleich

3. Ursachen

3.1 Altersarmut

3.2 Leistungsdruck

3.2.1 Bildungssystem

3.2.2 Gesellschaftlicher Druck

3.3 Lösungsansätze und Prävention

Zielsetzung und Thematik der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die soziologischen und ökonomischen Ursachen für die im internationalen Vergleich überdurchschnittlich hohe Suizidrate in Südkorea. Ziel ist es, die komplexen Zusammenhänge zwischen gesellschaftlichen Erwartungsstrukturen, dem Bildungssystem und der ökonomischen Situation der älteren Generation zu analysieren und bestehende Präventionsansätze kritisch zu beleuchten.

  • Analyse der Suizidrate im internationalen OECD-Vergleich
  • Untersuchung der Altersarmut als zentraler Faktor für Suizidalität bei Senioren
  • Evaluation des südkoreanischen Bildungssystems und des daraus resultierenden Leistungsdrucks
  • Betrachtung des gesellschaftlichen Konformitätsdrucks und dessen psychische Folgen
  • Kritische Würdigung aktueller staatlicher Präventionsmaßnahmen und Strategien

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Bildungssystem

Der wohl fundamentalste Leistungsdruck in Südkorea besteht in einem irrwitzigen Zwang, sich schulisch durch außerordentliche Noten zu beweisen. Ein regelrechtes Bildungsfieber sorgt dafür, dass das sich das Land regelmäßig an der Spitze von Pisa-Studien wiederfindet. Verglichen mit anderen OECD-Staaten wenden südkoreanische Eltern die höchsten finanziellen Mittel auf, um ihren Kindern die bestmögliche schulische Bildung zu ermöglichen – mit dem Ziel, sie später auf eine der Eliteuniversitäten des Landes schicken zu können. Der gnadenlose Leistungsdruck beginnt daher schon im Vorschulalter und Kinder werden von klein auf darauf trainiert, hart für einen späteren sozialen Aufstieg und soziale Absicherung zu kämpfen. Die Prüfungsaufgaben an Schulen als auch in den Aufnahmetests der Universitäten sind in Form von Multiple-Choice abgefasst und verlangen den Schülern daher stundenlanges Auswendiglernen ab. Für die Entwicklung eigener Meinungen oder kritischer Gedanken bleibt hierbei wenig Raum. Täglicher Lernmarathon und der Besuch von Nachhilfeunterricht sind die Folge, weshalb den Kindern und Jugendlichen kaum Zeit zur Selbstverwirklichung und zu Freizeitaktivitäten gewährt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Problem der hohen Suizidraten in Südkorea und Darlegung der Zielsetzung der Untersuchung.

2. Internationaler Vergleich: Darstellung der statistischen Ausnahmesituation Südkoreas innerhalb der OECD-Länder anhand von Suizidraten.

3. Ursachen: Analyse der gesellschaftlichen, ökonomischen und bildungspolitischen Rahmenbedingungen, die das Suizidrisiko in der Bevölkerung erhöhen.

3.1 Altersarmut: Beleuchtung der prekären wirtschaftlichen Lage südkoreanischer Senioren und der daraus resultierenden Verzweiflung.

3.2 Leistungsdruck: Untersuchung der verschiedenen Belastungsfaktoren im modernen, leistungsorientierten Südkorea.

3.2.1 Bildungssystem: Analyse des enormen schulischen Leistungsdrucks und seiner Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche.

3.2.2 Gesellschaftlicher Druck: Betrachtung des sozialen Erwartungsdrucks, der Heiratsmärkte und der besonderen Situation nordkoreanischer Flüchtlinge.

3.3 Lösungsansätze und Prävention: kritische Bewertung staatlicher Maßnahmen wie dem „STOPS“-Projekt und „Death Experiences“ zur Suizidprävention.

Schlüsselwörter

Südkorea, Suizidrate, OECD, Altersarmut, Leistungsdruck, Bildungssystem, Gesellschaftlicher Druck, Sozialhilfe, Prävention, psychische Gesundheit, Pisa-Studie, Überläufer, soziale Absicherung, Demokratiisierung, Stress

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der besorgniserregend hohen Suizidrate in Südkorea und den soziologischen Hintergründen, die dieses Phänomen in einem modernen Industriestaat begünstigen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Armut im Alter, dem extremen Leistungsdruck im Bildungssystem sowie dem allgemeinen gesellschaftlichen Erwartungsdruck in der südkoreanischen Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die verschiedenen Faktoren zu identifizieren, die zur hohen Selbstmordrate führen, und zu prüfen, ob die bisherigen staatlichen Präventionsversuche die Ursachen tatsächlich adressieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Datenanalyse, wobei insbesondere OECD-Statistiken, aktuelle Nachrichtenberichte und soziologische Studien zur koreanischen Gesellschaft herangezogen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine statistische Einordnung im internationalen Vergleich sowie eine tiefgehende Ursachenanalyse (Altersarmut, Bildung, sozialer Druck) und eine kritische Auseinandersetzung mit Präventionsprojekten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wesentliche Begriffe sind Suizidrate, Altersarmut, Bildungssystem, Leistungsdruck, soziale Konventionen und Prävention.

Welche Rolle spielt die Altersarmut bei der Suizidalität in Südkorea?

Altersarmut ist ein massiver Treiber, da ein Großteil der Senioren in extremer Armut lebt und das soziale Sicherungssystem viele Betroffene nicht ausreichend vor der finanziellen Hoffnungslosigkeit bewahrt.

Wie bewertet die Autorin die aktuellen Präventionsprojekte wie „Death Experiences“?

Die Autorin betrachtet solche Maßnahmen kritisch, da sie lediglich oberflächlich ansetzen und die tieferliegenden systemischen Ursachen – wie Armut und überhöhter Leistungsdruck – nicht beheben.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Südkorea. Land der Suizide?
Untertitel
Mögliche Ursachen für die hohe Selbstmordrate
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Koreanistik)
Veranstaltung
Contemporary Korean Society
Note
in Kürze zu erwartend
Autor
Nini Lovevalley (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
13
Katalognummer
V343304
ISBN (eBook)
9783668337121
ISBN (Buch)
9783668337138
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Südkorea Soziologie Suizid Ursachen Selbstmord
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nini Lovevalley (Autor:in), 2016, Südkorea. Land der Suizide?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/343304
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Leseprobe aus  13  Seiten
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