Der Virtual Conformist. Selbstidentität, Motivation und Lebenskonzept


Seminararbeit, 2013

33 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Relevanz der Arbeit
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2 Definitorische Grundlagen
2.1 Virtual Conformist
2.2 Virtual Competences
2.3 RFID Chip

3 Stand aktueller Technologien
3.1 Human ID Chips
3.1.1 Vorteile und Möglichkeiten
3.1.2 Nachteile und Risiken
3.2 Robotik und künstliche Intelligenz
3.3 XBOX One und Google Glass

4 Biologische Nutzung der Technologien
4.1 Auswirkungen auf die Gesundheit
4.2 iorhythmus

5 Der Virtual Conformist bei der Arbeit
5.1 Virtual Competences
5.1.1 Virtual Self-Efficacy
5.1.2 Virtual Media Skill
5.1.3 Virtual Social Skill
5.2 Telearbeit

6 Persönliches und soziales Umfeld
6.1 Work-life balance
6.2 Nutzung sozialer Netzwerke und Online-Bekanntschaften

7 Ergebnis und Ausblick
7.1 Implikationen für die Praxis
7.2 Implikationen für die Wissenschaft

Literaturverzeichnis

Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Anzahl der jahresdurchschnittlich fehlenden Ingenieure in Deutschland

Abbildung 2: Umsatzeinbußen mittelständischer Unternehmen

Abbildung 3: Unternehmen im IKT-Bereich mit Problemen geeignetes Personal zu finden

Abbildung 4: Auswirkungen des demografischen Wandels auf Unternehmen

Abbildung 5: Abbildung eines Human ID-Chips

Abbildung 6: Biorhythmus und Management

Abbildung 7: Virtual Competences als ein multidimensionales Konstrukt

Abbildung 8: Weltweite Nutzung sozialer Netzwerke

Abbildung 9: Anzahl der Nutzer sozialer Netzwerke in Deutschland

Abbildung 10: Orte an denen soziale Netzwerke genutzt werden

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1 : Vorteile und Möglichkeiten von Human ID-Chips

Tabelle 2 : Nachteile und Risiken von Human ID-Chips

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit der Zukunft der Arbeitswelt und speziell dem Lebensstil Typen des Virtual Conformist. In den folgenden Unterkapiteln wird die Relevanz der Arbeit und die Zielsetzung sowie der Aufbau dieser beschrieben.

1.1 Relevanz der Arbeit

Das übergreifende Thema dieser Seminararbeit „ Zukunft der Arbeitswelt 2.0“ ist für die Gesellschaft, Wissenschaft und für die Unternehmen aus vielen Gründen wichtig und interessant.
Unsere Gesellschaft wird in den nächsten 20 Jahren tiefgreifenden Entwicklungen gegenüberstehen, welche eine Beschäftigung mit der Arbeitswelt in der Zukunft nicht nur für die Forschung sondern besonders auch für Unternehmen erfordert. Besonders wichtige Entwicklungen sind hierbei die Globalisierung, die technologischen Entwicklungen, der demographische Wandel, die medizinische Weiterentwicklung und ein gesellschaftlicher Wandel, welcher sich in dem Wunsch nach mehr Lebensqualität, einer Veränderung der familiären Rollen sowie dem Wunsche nach persönlicher und fachlicher Entwicklung zeigt. (vgl. Stock-Homburg ,Rödiger, 2013, S. 3).

“In order to keep the pipeline full of talented people, almost all of the companies are starting to take nontraditional approaches to recruiting”

Ed Michael, 1998

Dieses Zitat des ehemaligen amerikanischen Direktors der Unternehmensberatung McKinsey zeigt wie wichtig es für die Wirtschaft und die einzelnen Unternehmen ist, sich mit der Arbeitswelt in der Zukunft zu befassen. Denn durch die Globalisierung und den demographischen Wandel wird es für Unternehmen immer wichtiger Talente oder sogenannte High Potentials an ihr Unternehmen zu binden, da diese „im Informationszeitalter die wichtigste und gleichzeitig knappste Ressource des Unternehmenserfolges darstellen“ (vgl. o.A. (o.J.) (1)). Besonders in Deutschland lässt sich bereits seit einigen Jahren ein Mangel an Fachkräften beobachten. So fehlten im Jahr 2010 durchschnittlich 35.900 Ingenieure (siehe Anhang: Abbildung 1), die Summe der Umsatzeinbußen bzw. nicht realisierten Umsätze im Mittelstand durch Fachkräftemangel beläuft sich auf 29,4 Milliarden Euro (siehe Anhang: Abbildung 2) und 44% der Unternehmen im Informations- und Kommunikationstechnik Bereich in Deutschland gaben an im 4. Quartal 2008 Probleme gehabt zu haben geeignetes Personal zu finden (siehe Anhang: Abbildung 3). Dieser Fachkräftemangel ist eine Folge des demographischen Wandels, der aber außerdem auch noch eine Überalterung der Belegschaft sowie eine Abnahme der Leitungs- und Innovationsfähigkeit der Mitarbeiter als Folge für die Arbeitswelt mit sich bringt (siehe Anhang: Abbildung 4).

Für große Unternehmen ist es also zwingend notwendig sich mit der Arbeitswelt der Zukunft zu befassen um auf die Bedürfnisse der zukünftigen Arbeitnehmer eingehen zu können und sich die Talents, High-Potentials oder Führungskräfte zu sichern. Besonders der VC wird auf Grund seiner Kompetenzen und technologischen Fähigkeiten ein Arbeitstyp sein der gerade für Unternehmen im IKT-Bereich sehr wichtig sein wird. Gleichzeitig wird es aber schwierig ihn im Unternehmen zu halten, da der VC auf Grund seines hohen Strebens nach Unabhängigkeit häufig für mehrere Unternehmen gleichzeitig arbeiten, die Tätigkeit im Unternehmen wechseln oder das Unternehmen selbst deutlich häufiger wechseln wird, als das heute typischerweise der Fall ist (vgl. Stock-Homburg, Rödiger, 2013, S. 6). Deshalb werden Firmen Konzepte entwickeln müssen, die sich von den „traditionellen“ Methoden der Mitarbeiter Gewinnung und Bindung abheben, wozu natürlich erst einmal eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit der Arbeitswelt der Zukunft erforderlich ist.

Durch die oben beschriebenen tiefgreifenden Entwicklungen, die momentan in der Gesellschaft stattfinden, ist auch für die Wissenschaft die Erforschung der Zukünftigen Arbeitswelt interessant. Denn natürlich wird diese Arbeitswelt 2.0 nicht nur von der Gesellschaft geprägt, sondern sie wird auch die Gesellschaft und das tägliche Leben verändern. Vor allem der Virtual Conformist bietet viele interessante Ansätze für die Forschung. Die Herausforderung für die Wissenschaft ist es diese einzelnen, sehr interessanten Bereiche wie z.B. Schnittstelle Mensch-Technik, Nutzung höchst moderner Technik im Alltag, Auswirkungen von sozialen Netzwerken oder Social Media auf das soziale Umfeld oder die Nutzung von implantierten Chips oder Sensoren zur Berechnung des Biorhythmus und Optimierung der Leistungsfähigkeit von Arbeitnehmern, zu vereinen und so eine Vorstellung von der Gesellschaft und der Arbeitswelt im Jahre 2030 zu bekommen.

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

Das Ziel dieser Seminararbeit „Virtual Conformist – Selbstidentität, Motivation und Lebenskonzept“ ist es den Lebenstypen des Virtual Conformist darzustellen und seine Besonderheiten sowie seine Bedeutung für die Arbeitswelt 2.0 im Jahre 2030 zu erläutern.

Als zentrale Fragestellungen wurden hierzu folgende gewählt:

- Was zeichnet den Virtual Conformist in Bezug auf dessen Selbstidentität, Motivation und Lebenskonzept aus?
- Welche Technik und Fähigkeiten wird der Virtual Conformist haben ?
- Welche Besonderheiten ergeben sich durch die Eigenschaften des Virtual Conformists für die Arbeitswelt?

Hierfür werden in Kapitel 2 erst einmal die definitorischen Grundlagen beschrieben. In Kapitel 3 werden dann die aktuellen Technologien vorgestellt, die für den Virtual Conformist wichtig sind und einen Ausblick auf mögliche neue Technologien gegeben. Auf die biologische Nutzung dieser Technologien wird in Kapitel 4 eingegangen und Kapitel 5 beschäftigt sich mit dem Arbeitsumfeld des VC. Kapitel 6 geht auf das persönliche und soziale Umfeld ein und Kapitel 7 schließt diese Seminararbeit mit einem Ausblick und den Implikationen für die Praxis und Wissenschaft ab.

2 Definitorische Grundlagen

Um ein besseres Verständnis dieser Seminararbeit zu ermöglichen, wird eine grundlegende Begriffsdefinition durchgeführt. Im Vordergrund stehen hierbei der Virtual Conformist, die Virtual Competences sowie der RFID-Chip.

2.1 Virtual Conformist

Da auf den Begriff Virtual Conformist, innerhalb der wissenschaftlichen Literatur noch nicht näher eingegangen wurde, muss eine mögliche Definition zunächst erschlossen werden. Trennt man den Begriff auf, so entsteht das Wort Virtual, übersetzt aus dem Englischen: virtuell, und Conformist, was mit dem deutschen Konformist gleichzustellen ist. Diesen Ausdruck kann man von Konformität, ein Begriff aus der Psychologie, herleiten. „Konformität bedeutet sich einer Gruppe anpassen und sich dem Gruppendruck unterzuordnen“ (vgl. Bierbrauer, 2005, S. 152 ff). Ein Konformist ist also jemand, der sich einer Gruppe anpasst und sich stark vom Gruppenzwang beeinflussen lässt.

Da die einzelnen Wortdefinitionen bestimmt sind, muss beides nun miteinander kombiniert werden. Ein Virtual Conformist ist offensichtlich eine Person, die virtuell „unterwegs“ ist und sich von einer bestimmten Gruppe beeinflussen lässt. Es muss sich allerdings nicht um eine Gruppe von Personen handeln. Es könnte sich auch um eine Gruppe von technischen Gegenständen handeln.

In einer vernetzten, digitalen und modernen Welt bildet der Virtual Conformist eine Einheit mit Informations- und Kommunikationstechnologien. In seiner Umgebung befinden sich stets die modernsten Technologien. Er nutz diese ubiquitär, d.h. einheitlich zur Gestaltung seines beruflichen und privaten Lebens. In seiner Arbeit ist er sowohl räumlich als auch zeitlich sehr flexibel. Der Virtual Conformist ist arbeitgeberunabhängig und wechselt daher oft den Arbeitsplatz (vgl. Stock-Homburg und Rödiger, 2013, S. 6). Zu den Stärken des Virtual Conformist gehören die Virtuellen Kompetenzen und das technische Know How. Auf den Begriff Virtuelle Kompetenzen bzw. Virtual Competences wird im Folgenden eingegangen.

2.2 Virtual Competences

Wie bereits erwähnt zählen die Virtuellen Kompetenzen zu den Stärken des Virtual Conformist. Bei diesen handelt es sich um Kompetenzen, die im digitalen/virtuellen Bereich angesiedelt sind. Nach Haggerty und Wang (2011) unterscheidet man drei Dimensionen der Virtuellen Kompetenzen. Die virtual self-efficacy, die virtual media skill und die virtual social skill (vgl. Wang und Haggerty, 2011, S.303). Die Virtuellen Kompetenzen werden später im Kapitel 5, Der VC bei der Arbeit, genauer betrachtet.

2.3 RFID Chip

Die Abkürzung RFID steht für „radio frequency identification“, was auf Deutsch „Radiofrequez-Identifikation“ (vgl. o.A., 2009 (2)) bedeutet. Durch RFID wird die Identifizierung von Gegenständen oder Lebewesen ermöglicht. Die Technik basiert auf elektromagnetischen Wellen. Daten werden auf einem elektronischen Datenträger, dem Transponder, gespeichert (vgl. Finkenzeller, 2008, S.6 ff). Ein RFID-Chip ist somit ein elektronischer Datenspeicher, der aufgrund der besseren Handhabung in eine Plastikkarte eingebaut ist. Wurde ein RFID-Chip einem Menschen implantiert, so kann man den Chip auch als Human ID Chip bezeichnen. Der Begriff RFID wird im Kapitel 3 Technologie im Abschnitt 3.1 aufgegriffen und dessen Bedeutung für den Virtual Conformist erläutert.

3 Stand aktueller Technologien

Der Virtual Conformist lässt sich durch dessen Umgang mit modernster Technologie identifizieren. Um herauszufinden was sich noch möglicherweise in Zukunft entwickeln wird, lohnt es sich einen Blick auf bereits vorhandene Technologien zu werfen. Davon existieren viele, die bereits futuristisch wirken, aber teilweise schon im Alltag integriert sind. Moderne Technologien haben neben Vorteilen und Möglichkeiten, auch Risiken, die später untersucht werden. Im Folgenden werden einige für den Virtual Conformist relevante Technologien angesprochen und kritisch bewertet.

3.1 Human ID Chips

Mit der bereits vorgestellten RFID Technik lassen sich Lebewesen und Gegenstände per Funk

lokalisieren. RFID-Mikrochips werden mittlerweile auch Menschen implantiert. Dieser Mikrochip ist etwa so groß wie ein Reiskorn und enthält alle möglichen Informationen über den Träger des Chips. Dabei handelt es sich um verschiedene Daten, wie z.B. Geburtsdaten, Kontonummern, Allergien usw. (vgl. Rentrop, 2004). Eine Abbildung des Mikrochips befindet sich im Anhang (siehe Anhang : Abbildung 5).

Das Thema Mikrochipimplantate ist deshalb relevant für den Virtual Conformist, weil ein Mensch, der den Lebensstiltyp des VC auslebt, mit großer Wahrscheinlichkeit mit einem Mikrochip ausgestattet sein wird. Dies ist hierbei nicht nur eine Vision, sondern zum Teil schon Wirklichkeit. In einem spanischen Club-Hotel mit dem Namen Baja Beach Club werden Besucher mit einem RFID-Chip ausgestattet, welcher sie in den Status eines VIP befördert. Mit Hilfe dieser Chips haben sie Zutritt zu diversen Bereichen des Hotels, die für „normale“ Gäste verschlossen bleiben, sie können ohne jegliche Dokumente und Hilfsmittel einchecken, Zimmertüren verriegeln, in der Diskothek bezahlen usw. (vgl. Jones, 2004).

In der Regel erfreuen sich RFID Implantate keiner großen Beliebtheit. Die Technologie wurde vor 11 Jahren vorgestellt und hat sich bisher nicht durchgesetzt. Betrachtet man die nachfolgende Gegenüberstellung von Vorteilen und Nachteilen, so wird schnell deutlich warum dies der Fall ist.

3.1.1 Vorteile und Möglichkeiten

In der folgenden Tabelle sind Vorteile und Möglichkeiten von Human ID Chips aufgelistet. Dabei beziehen sich Vorteile auf die bereits vorhandene Technologie und Möglichkeiten erläutern die theoretisch mögliche Weiterentwicklung dieser Technologie.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1 : Vorteile und Möglichkeiten von Human ID Chips (eigene Darstellung)

3.1.2 Nachteile und Risiken

Auch die Nachteile und Risiken werden visuell dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2 : Nachteile und Risiken von Human ID Chips (eigene Darstellung)

Man erkennt, dass die Nachteile und Risiken die Vorteile und Möglichkeiten übertreffen. Das Argument, dass der Human ID-Chip Krebs auslösen könnte (vgl. Holtzmann, 2008), hält die Menschen davon ab, sich so einer Bedrohung auszusetzen. Somit ist es nicht verwunderlich, dass sich Human ID-Chips bislang nicht durchgesetzt haben.

3.2 Robotik und künstliche Intelligenz

Seit Mitte der 60er Jahre die ersten Roboter in der Industrie eingesetzt wurden, durchlebt die Robotik und die Computerindustrie eine enorme Entwicklung. Heutzutage ist jedes Navigationsgerät leistungsfähiger als die Rechner des letzten Jahrtausends und verfügt über mehr Speicherkapazitäten als man je zu glauben wagte. Asanovich, Professor an der University of California, untersuchte die jährliche Steigerung der Leistungsfähigkeit von Hardware und kam zu dem Ergebnis, dass von 1978 bis 2006 diese in jedem Jahr um beachtenswerte 52% anstieg (vgl. Asanovich et al., 2006, S. 6)! Aber nicht nur die Hardware wird immer besser, sondern auch die Roboter in denen diese Hardware verbaut ist. In den nächsten Jahren sollen Pflegeroboter zum Einsatz kommen, die sich selbständig und kompetent um alte oder kranke Menschen kümmern (vgl. Simons, 2013). Sogar Garry Kasparow, ehemaliger Schachweltmeister, musste sich schon 1996 einem Computer gegenüber geschlagen geben. In der Robotik erkennt man also klare Fortschritte, anders als in der Forschung nach einer künstlichen Intelligenz. Hier kam die Wissenschaft, aufgrund falscher Ansätze, in den letzten Jahrzehnten kaum voran. (vgl. o.A., o.J. (3)) Diese ist besonders schwierig, denn ein Roboter kann zwar besser analysieren, allerdings nur weil er so implementiert ist, dass er alle Datensätze seiner Datenbank mit der passenden Information abgleicht und daraufhin das Resultat mit der größten Übereinstimmung liefert. Das hat aber nichts mit wirklicher Intelligenz zu tun. Auf die Frage warum die Forschung um die künstliche Intelligenz so stockend vorankommt und warum es schwer ist künstliche Intelligenz der menschlichen nachzuahmen, äußerte sich Minoru Asada, Professor an der Universität Osaka, wie folgt: „ Wenn man über die Entwicklung der menschlichen Intelligenz nachdenkt, ist es nötig, den Roboter möglichst naturgetreu dem Menschen nachzustellen, so kann man grundsätzlich erforschen welchen Einfluss, Form und Gestalt, sowie die verschiedenen Fähigkeiten eines Menschen auf die Intelligenz haben“ (vgl. Asada, 2011).

Der Virtual Conformist ist eine Person die sicherlich in naher Zukunft mit menschenähnlichen Robotern interagieren wird. Sei es in seinem Wohnumfeld oder in seiner Arbeitsumgebung, wo der Roboter sich integrieren wird und zwar nicht nur als Produktionsroboter, welcher ständig ein identisches Bewegungsmuster befolgt, sondern als mitdenkender und kreativer Mitarbeiter.

3.3 XBOX One und Google Glass

„Es weiß wer Sie sind, was Sie wollen und wie Sie es wollen. Es ist das Gehirn ihres Wohnzimmers“ (Mehdi, 2013). So wurde die brandneue XBOX One vom XBOX Marketing Chef vorgestellt. Diese Konsole soll nicht nur dem Entertainment dienen, sondern auch als zentrales Steuerungssystem des Wohnzimmers agieren. Sie soll auf Spielerreaktionen eingehen und immer wieder dazulernen. Per Sprachfunktion sollen sich verschiedenste technische Geräte steuern lassen (vgl. o.A. , 2011 (4)). Es stellt also die optimale Umgebung für den Virtual Conformist dar. Der VC, als Herrscher aller technischen Elemente, verlangt eine unkomplizierte Steuerung und Handhabung seiner Umgebung. Dabei ist es nicht entscheidend ob er gerade arbeitet oder sich entspannt. Die XBOX One würde ihm jetzt schon ein Tool anbieten, um seine Bedürfnisse zu befriedigen.

Wenn der VC unterwegs ist, möchte er dennoch mit der virtuellen Welt in Verbindung stehen. Dies ermöglicht die Google Glass. Es handelt sich um einen Miniaturcomputer, der in einen Brillenrahmen integriert ist. In ein Sichtfeld, das Head-Up Display, werden Informationen über die gescannte Umgebung eingeblendet. Eine eingebaute Kamera ermöglicht das Aufnehmen von Bildern und Videos. Daten können aus dem Internet permanent bezogen und versendet werden (vgl. Schulz, 2013). Allerdings gibt es auch kritische Stimmen. Viele Menschen haben Angst, dass sie heimlich aufgenommen oder fotografiert werden könnten (vgl. Weigert, 2013).

4 Biologische Nutzung der Technologien

Die Nutzung der Technologien wie z.B. einem Chip unter der Haut hat natürlich Auswirkungen auf die Gesundheit, die sowohl negativ als auch positiv sein können, bietet aber auch viele Möglichkeiten zur positiven Beeinflussung und somit die Autonomie des Virtual Conformist zu unterstützen. In diesem Kapitel wird die Nutzung der Technologien des VC für die Gesundheit beschrieben, wobei wir bei Kapitel 4.1 von der allgemeinen Gesundheit ausgehen und uns in Kapitel 4.2 speziell mit dem Biorhythmus des VC beschäftigen werden.

4.1 Auswirkungen auf die Gesundheit

Die Technik des Virtual Conformists gibt ihm die Möglichkeit automatisch Daten über seinen Körper zu sammeln (vgl. Stock-Homburg, Rödiger, 2013, S.5). Hoch entwickelte Chips erlauben dem Virtual Conformist die Werte seines Körpers wie Puls, Blutdruck, Blutwerte und Eisen oder ähnliches in regelmäßigen Intervallen zu messen und mit diesen Daten Informationen über seinen Körper zu erhalten. Die Auswertung dieser Informationen kann entweder in direkten Kontakt zu einem Arzt oder auch gemeinsam in speziellen Communities, in denen sich Menschen mit ähnlichen gesundheitlichen Problemen oder Krankheiten verbinden, erfolgen und ermöglichen es dem VC selbst schnell und mit vergleichsweise geringem Aufwand auf Veränderungen und Krankheiten zu reagieren.

Mit sogenannten Sensoren-Implantaten lassen sich einzelne Organe bei ihrer Arbeit gezielt überwachen (vgl. Stock-Homburg, Rödiger, 2013, S. 5). Dem VC werden dann gezielt Vorschläge gemacht um seine Gesundheit zu verbessern. So könnte ihm ein Computer z.B. auswerten wie er seine Ernährung umstellen muss um eine optimale Versorgung mit allen wichtigen Vitaminen und Nährstoffen zu gewährleisten oder es wird ein Trainingsplan erstellt um spezielle Muskeln wie die des Herzens zu trainieren um somit Krankheiten, Herzinfarkten oder ähnlichem Vorzubeugen, für die der VC auf Grund seiner Lebensweise evtl. besonders anfällig ist.

Zu beachten sind aber auch die ungewollten Auswirkungen von Chips oder Implantaten an dem Körper. So sind bei aktuellen Chips die Langzeitfolgen noch nicht vollständig geklärt und bei Versuchstieren sind z.B. Folgen wie Krebs aufgetreten (vgl. Holtzmann, 2008 ).

4.2 iorhythmus

Eine besonders wichtige Nutzung der Technologien, welche auch einen großen Einfluss auf die Arbeitswelt des Virtual Conformists haben wird, ist die Erfassung von Daten durch Sensoren um den Biorhythmus des VC zu analysieren (vgl. Stock-Homburg, Rödiger, 2013, S. 6). Die Theorie des Biorhythmus besagt jeder Mensch wird von drei internen Zyklen beeinflusst: einem körperlichem Zyklus, einem emotionalem Zyklus sowie einem geistigen Zyklus (vgl. Zollitsch, 1976, S.1 ).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Biorhythmus und Management (Zollitsch, 1976, S.1)

Der körperliche Zyklus dauert 23 Tage und hat einen Einfluss auf Ausdauer, Widerstandsfähigkeit und Energie. Die Dauer des emotionalen Zyklus beträgt 28 Tage und wirkt sich auf die Sensibilität, Emotionen und auf die Nervosität aus. Der geistige oder intellektuelle Zyklus wiederholt sich alle 33 Tage und verändert das Erinnerungsvermögen, die mentale Aufmerksamkeit sowie die intellektuellen Fähigkeiten (vgl. Carvey, Nibler, 1977, S. 2). Diese Zyklen teilen sich eine Hoch Energie Phase sowie eine Erholungsphase ein und beeinflussen so unser tägliches Leben (vgl. Prytula et al., 1980, S. 1). Während der Hoch Energie Phase steht dem Körper besonders viel Energie zur Verfügung, sodass seine Leistungsfähigkeit besonders hoch ist. In den Erholungsphasen versucht der Körper dann Energie zu sparen um sie in der nächsten Hoch Phase bereitstellen zu können. Besonders die Tage zwischen diesen Phasen sind kritisch und können zu einer schlechten (Arbeits-)Leistung oder Unfällen führen (vgl. Zollitsch, 1976, S.1).

Der Virtual Conformist kann also nach Auswertung seiner Daten die Hochphasen seines Biorhythmus gezielt für schwierige oder sehr wichtige Projekte und Arbeiten verwenden um somit das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Die Erholungsphasen werden dann für leichtere oder Routineaufgaben genutzt. Vor allem kann so eine sehr schlechte Leistung oder sogar ein Unfall an den kritischen Tagen zwischen den einzelnen Phasen vermieden werden. Für die Arbeit des VC wäre es folglich sinnvoll Meetings oder Vertragsverhandlungen in die Hochphase oder wenigstens nicht an diese kritischen Tage zu legen.

Zusätzlich zu diesen länger andauernden Hoch- oder Tiefphasen kann aber vor allem auch der Tägliche-Rhythmus, auch „Zirkadianer Rhythmus“, mit seinen Auswirkungen auf unsere Leistungsfähigkeit und Gesundheit genutzt und beachtet werden (vgl. Bertsch, 1998). „Das “Fit sein zur rechten Zeit" im Beruf und Sport hängt damit wesentlich vom intakten Tag-Nacht-Rhythmus und der optimalen zeitlichen Wahl des Leistungsgipfels ab“( vgl. Bertsch, 1998).

Der VC kann also seine täglichen Hochs und Tiefs analysieren und so die tägliche Arbeit in die aktiven und starken Phasen des Gehirns am Vormittag bzw. Nachmittag legen und die leitungsschwachen Phasen wie z.B. Mittags oder am Abend können für Essen und Erholung in Form von Sport oder ähnlichem verwendet werden, um so eine optimale Nutzung der täglichen Leistungsfähigkeit zu gewährleisten.

Dies führt natürlich zu sehr speziellen und persönlichen Arbeitsmustern und Arbeitszeiten für den VC, die auch besondere Anforderungen an sein Arbeitsumfeld und die Arbeitsverträge richten, um die Möglichkeiten, die sich durch die Ausnutzung des Biorhythmus ergeben, vollständig ausnutzen zu können.

5 Der Virtual Conformist bei der Arbeit

Der VC ist zeitlich und räumlich flexibel. Er sitzt also nicht im Büro fest, sondern arbeitet beispielsweise auch zuhause oder an einem anderen Ort, wo er ungestört ist und die passende technische Umgebung findet. Außerdem strebt er eine unabhängige und möglichst effiziente Lebensweise an (vgl. Stock-Homburg und Rödiger, 2013, S. 6). Der VC arbeitet auch gerne als Freelancer[1], weil so ein arbeitgeberunabhängiger Lebensstil ermöglicht wird.

Da das Arbeitsmuster nach einem bestimmten Biorhythmus im vorherigen Kapitel bereits untersucht wurde, wird im Folgenden speziell auf die Kompetenzen des Virtual Conformist eingegangen. Diese liegen vor allem im technischen Bereich. Der VC verfügt aber auch über ausgeprägte Virtuelle Kompetenzen, die in der heutigen und zukünftig vernetzen Welt von Bedeutung sind. (vgl. Haggerty und Wang, 2011)

5.1 Virtual Competences

Sogenannte KSAs sind laut Haggerty und Wang notwendig um in einer digitalen Welt beruflichen Erfolg zu haben. KSA steht für Knowledge, skills und abilities. Es handelt sich um Schlüsselwörter, deren optimale Mischung die virtuellen Kompetenzen und den Arbeitserfolg einer Person verbessert (vgl. Wang und Haggerty, 2011, S. 301). Die individuelle Kompetenz wird hierbei als Schlüsselfähigkeit angesehen. Eine Person, die die notwendige Fähigkeit, Motivation und Kenntnis hat, um bestimmte technische Probleme zu lösen und in einer virtuellen Umgebung mit anderen erfolgreich zusammenzuarbeiten, verfügt über ausgeprägte virtuelle Kompetenzen. Die Virtuellen Kompetenzen sind ein multidimensionales Konstrukt, welches aus drei Dimensionen besteht. Haggerty und Wang unterscheiden hierbei die Virtual Self-Efficacy, die Virtual Social Skill und die Virtual Media Skill. Was auf Deutsch virtuelle Selbstwirksamkeit, virtuelle soziale Fähigkeit und virtuelle Medien-Fähigkeit bedeutet. Im Folgenden werden die einzelnen Dimensionen erläutert, dabei werden die englischen Fachbegriffe verwendet. Eine Abbildung stellt die Dimensionen grafisch dar.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 7: Virtual Competences als ein multidimensionales Konstrukt (Wang und Haggerty, 2011, S. 303)

5.1.1 Virtual Self-Efficacy

Die erste Dimension, Virtual Self-Efficacy, repräsentiert das Selbst-Konzept. Es ist also der individuelle Glauben an seine oder ihre Fähigkeiten, sich bei Projekten in größeren Teams, zu engagieren und erfolgreich mitzuarbeiten. Menschen, die eine besonders ausgeprägte Self-Efficacy haben, können souverän herausfordernde Aufgaben meistern und finden stets einen Ausweg aus komplizierten Situationen.

Die Virtual Self-Efficacy kann weiterhin in zwei Teilbereiche gegliedert werden: die Computer Self-Efficacy (CSE) und die Remote Work Self-Efficacy (RWSE). Die CSE ist dabei die Fähigkeit mit Computertechnologien im weitesten Sinn, d.h. für die jeweilige Aufgabe entsprechend, angepasst umgehen zu können. Der andere Teilbereich umfasst das gemeinsame Arbeiten innerhalb einer virtuellen Umgebung. So wird die Person mit dem Problem konfrontiert, dass er mit seinen Mitarbeitern nicht face-to-face kommunizieren kann, sondern beispielweise an Live Sessions teilnimmt.

Sowohl CSE als auch RWSE sind essentielle Komponenten der Virtual Self-Efficacy (vgl. für das gesamte Unterkapitel 5.1.1: Wang und Haggerty, 2011, S. 304).

5.1.2 Virtual Media Skill

Die Virtual Media Skill (VMS) ist die zweite Dimension in der Theorie der Virtuellen Kompetenzen von Wang und Haggerty. Diesmal geht es nicht um den Glauben, sondern um die tatsächliche Fähigkeit auf einem gewissen Niveau digitale Medien und Technologien zu benutzen und mit Hilfe dieser, mit anderen zu kommunizieren. In der VMS geht es eben nicht um das theoretische Wissen, sondern um die praktische Anwendung von Technologien. Um die VMS zu beherrschen wird mehr als nur das Verstehen eines Sachverhalts verlangt, vielmehr soll das komplette Potenzial einer Technologie ausgeschöpft werden (vgl. für das gesamte Unterkapitel 5.1.2: Wang und Haggerty, 2011, S. 304 f).

5.1.3 Virtual Social Skill

Die letzte Dimension ist die Virtual Social Skill (VSS). In dieser geht es um die Fähigkeit virtuell zu interagieren und zu kommunizieren, um so eine räumliche Flexibilität zu erreichen. Weil face-to-face Interaktionen in der virtuellen Umgebung nicht auftreten, erfordert die VSS eine andere Zusammenstellung von KSAs als in den anderen Dimensionen. Die KSAs sind hierbei von kognitiven und emotionalen Fähigkeiten geprägt (vgl. für das gesamte Unterkapitel 5.1.3: Wang und Haggerty, 2011, S. 305).

5.2 Telearbeit

Wie bereits angesprochen ist der VC ein flexibler und räumlich unabhängiger Mensch. Daher wird er einen Großteil seiner Arbeit nicht im Büro verrichten, sondern an einem anderen Ort. Hierbei wird die Annahme getroffen, dass der VC im Büro arbeitet. Das muss natürlich nicht der Regelfall sein. Dieses Kapitel untersucht inwieweit Telearbeit für den VC in naher Zukunft möglich ist und welche Vor- und Nachteile Telearbeit hat.

Zunächst einmal ist zu erwähnen, dass der VC hervorragend für die Telearbeit, also der Arbeit von einem anderem Ort als dem Gebäude des Arbeitgebers aus, geeignet ist, da er alle notwendigen Voraussetzungen durch seine ausgeprägten Virtuellen Kompetenzen abdeckt. Zu diesen Voraussetzungen gehört die virtuelle Interaktion, die Fähigkeit mit Medien und der Technik umzugehen, aber auch Zuverlässigkeit. Telearbeit ist seit Beginn des 21. Jahrhunderts ein Trend und wird häufig vor allem vom Top Management in Anspruch genommen. „Zukunftsforscher prophezeien einen dramatischen Boom der Telearbeit“ (vgl. Stieler, 2006). Anne Kates Smith, Autorin und Befürworterin von Telearbeit sagt in ihrem Artikel: „ Es geht nicht darum wo die Arbeit verrichtet wird, sondern wie“ (vgl. Smith, 2013, S. 62).

Stellt man die Vorteile den Nachteilen gegenüber entsteht ein ausgeglichenes Bild. Natürlich entfallen Reisekosten für den Arbeitnehmer. Es ist eine unabhängige, freie Einteilung der Arbeitszeiten sowie eigenständiges Handeln möglich und oftmals ist die Konzentration zuhause viel höher (vgl. o.A., o.J., (5)). Andererseits, lässt sich der Mitarbeiter möglicherweise zu leicht ablenken und arbeitet uneffektiv. Auch ist es nicht immer möglich auf eine Software oder andere Hilfsmittel, die für die Arbeit gebraucht werden, von zuhause aus zuzugreifen (vgl. o.A., o.J., (5)).

6 Persönliches und soziales Umfeld

Nach dem in den vorhergegangenen Kapiteln die Technik des Virtual Conformists und die Nutzung dieser für die Gesundheit, sowie die Arbeitswelt des VC thematisiert und beschreiben wurden, geht es im Kapitel 6 auf die Auswirkungen der beschriebenen Thematiken auf sein privates und soziales Leben. Hierfür wird im Kapitel 6.1 das Verhältnis zwischen dem Arbeits- und Privatleben und in Kapitel 6.2 das soziale Umfeld des VC beschrieben

6.1 Work-life balance

Beim VC kommt es durch die vermehrte Nutzung von Technik sowohl im Arbeits- als auch im privaten Bereich (vgl. Stock-Homburg, Rödiger, 2013, S. 5) zu einer immer größeren Verschmelzung dieser Bereiche. Viele technischen Geräte werden vom VC nicht nur für die Arbeit sondern auch privat genutzt, so dass hier keine klare Grenze mehr zwischen Arbeits- und Privatzeit bzw. Nutzung gezogen werden kann. Dies führt natürlich zu der Gefahr, dass der VC ständig für die Arbeit erreichbar ist und sich mehr oder wenig mit dieser beschäftigt und somit ein hohes Stresspotenzial aufweist und anfällig für Krankheiten wie das Burn-out Syndrom oder ähnliches ist. Gleichzeitig ergibt sich aber durch die ähnlichen und damit kompatiblen Arbeits- bzw. Privatwelten die Möglichkeit zu einem Gleichgewicht zwischen dem Privat- und Arbeitsleben, da bei Personen, welche ihre Verhältnis zwischen Arbeits- und Privatleben als positiv bezeichnen, diese beiden Bereich generell als kompatibel eingestuft werden (vgl. Grawitch et al., 2013, S. 1).

Für den VC wird es also sehr wichtig sein, ein Gleichgewicht zwischen seiner Arbeit und dem Privaten zu finden und einen Status in dem er mit der Verteilung seiner Zeit und Energie sowohl in Arbeit als auch in sein Privatleben, was natürlich vor allem auch das soziale Umfeld und die Interaktion mit diesem beinhaltet, zufrieden ist. Denn wenn der VC Energie und Ressourcen in einen dieser Bereiche investiert, kann das zu einer Verringerung der Ressourcen in dem anderen Bereich führen (vgl. Grawitch et al., 2013, S. 2). Da der VC sehr flexibel ist und häufig seine Arbeitgeber oder die Projekte in dem Unternehmen wechseln wird (vgl. Stock-Homburg, Rödiger, 2013, S. 6), kann er sich natürlich vermehrt die Arbeit aussuchen für die er sich auch wirklich interessiert und somit eine Motivation schaffen, die es ihm ermöglicht auch in seiner Freizeit für die Arbeit erreichbar zu sein ohne dass es zwingend zu Unzufriedenheit oder viel Stress führt. Ein zufriedenstellendes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit kann zu positiven Beeinflussungen zwischen den beiden Bereichen (vgl. Greenhaus, Powell, 2006, S. 2) und somit zu einer effizienten Lebensgestaltung führen. Wohingegen ein negatives Empfinden in einen der beiden Bereiche sich häufig auch negativ auf den anderen auswirkt (vgl. Grawitch et al., 2013, S. 2) und so z.B. ein unzufriedenes Privatleben die Leistungsfähigkeit bezüglich der Arbeit verringert. Der VC muss also mit dem Ziel einer effizienten Lebensgestaltung nicht nur ein Gleichgewicht zwischen dem Arbeits- und Privatleben finden sondern auch versuchen in beiden Bereichen zufrieden zu sein um eine positive Beeinflussung zwischen diesen zu erreichen.

[...]


[1] Freier Mitarbeiter, der für ein Unternehmen lediglich eine Dienstleistung anbietet, ohne in das Unternehmen eingegliedert zu sein. (vgl. Busch, o.J.)

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten

Details

Titel
Der Virtual Conformist. Selbstidentität, Motivation und Lebenskonzept
Hochschule
Technische Universität Darmstadt  (Fachgebiet Marketing und Personalmanagement)
Note
1,7
Autoren
Jahr
2013
Seiten
33
Katalognummer
V343314
ISBN (eBook)
9783668336377
ISBN (Buch)
9783668336384
Dateigröße
1837 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zukunft der Arbeitswelt, Virtual Conformist, Modernes Arbeiten, Vernetzung, vernetze Arbeit, Home Office
Arbeit zitieren
Alexander Pilipas (Autor)Hendrik Wilz (Autor), 2013, Der Virtual Conformist. Selbstidentität, Motivation und Lebenskonzept, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/343314

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