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Aufwandsschätzung mit Use Case Points. Manipulation durch Subjektivität

Titel: Aufwandsschätzung mit Use Case Points. Manipulation durch Subjektivität

Essay , 2016 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Felix Mausberg (Autor:in)

Informatik - Software
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Anfang der 1990er Jahre entwickelte Aufwandschätzmethode von Gustav Karner basiert auf zu einem Softwareprojekt entwickelten Use Cases und errechnet auf diesen Angaben eine Bearbeitungsdauer. 2010 wurde diese Methode in der Dissertation von Stephan Frohnhoff weiterentwickelt. Frohnhoff modifizierte die Methode in Hinblick auf viele Kriterien um sie präziser und moderner zu gestalten. Die Modifizierungen fanden größtenteils in der Berechnung, den Formeln und den Gewichtungen statt. Das ehemalige Kostenfaktormodell, das in Kapitel 2.3 näher erläutert wird, wurde komplett überarbeitet. Ein Kritikpunkt, der in dieser Arbeit problematisiert wird, konnte nicht beseitigt werden:

Die Methode ist in Bezug auf ihre Formeln und Gewichtungen ausgezeichnet durchdefiniert. Dennoch wurde das größte Problem, dass Use Cases und ihre Transaktionen, je nach Ersteller individuell ausführlich, komplex und groß ausfallen, nicht gelöst. Es wird der These nachgegangen, dass man, sofern man diese Methode kennt, durch schriftliche Veränderungen der Use Case oder durch minimale Änderungen in subjektiven Bewertungen, das Endergebnis sehr leicht manipulieren kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 Aktualität des Themas

1.2 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit

1.3 Methodisches Vorgehen und Aufbau der Arbeit

2 STAND DER FORSCHUNG

2.1 Definition Use Case

2.2 Herkunft der Use-Case-Point-Methode

2.3 Beschreibung der Anwendung

3 UNTERSUCHUNG

3.1 Ausgangslage

3.1.1 Erstellung des Use Case

3.1.2 Berechnung des Bearbeitungsaufwands

3.2 Manipulation durch Umformulierung des Use Case

3.3 Manipulation durch subjektive Bewertung

4 ERGEBNIS

5 DISKUSSION

5.1 Schlussfolgerung

5.2 Ausblick

5.3 Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit die Use-Case-Point-Methode (UCP 3.0) anfällig für eine Manipulation des Aufwandsschätzungsergebnisses durch subjektive Einflussfaktoren und unterschiedliche Formulierungsweisen ist.

  • Grundlagen der Use-Case-Point-Methode
  • Methodik der Aufwandsschätzung in Softwareprojekten
  • Analyse der Subjektivität bei der Erstellung von Use Cases
  • Auswirkung von Umformulierungen auf Schätzergebnisse
  • Einfluss subjektiver Bewertungen bei Management- und technischen Faktoren

Auszug aus dem Buch

3.2 MANIPULATION DURCH UMFORMULIERUNG DES USE CASE

FROHNHOFF entwickelte in seiner Dissertation mehrere Aspekte der Methode nach KARNER weiter. So führte er eine neue Kostenfaktorrechnung ein, um die Methode den modernen Gegebenheiten anzupassen und entwickelte ein Sprachmapping, welches die Begrifflichkeiten der Spezifikationen von Use Cases in die UCP Sprache einheitlich übersetzt. Dies ist ein großer Schritt in die Richtung gewesen, die unstrukturierte Sprache in Modellierungsansätzen zu normen. Das Problem, das aber bisher nicht gelöst werden konnte, ist das der Standardisierung in der Erstellung der Use Cases. So hat jeder Autor von Use Cases einen gewissen Freiraum, wie detailliert er die Schritte eines Szenarios fasst, was eine große Auswirkung auf die daraus resultierenden UUCP haben kann. Es gibt keine klaren Regeln zur Erstellung von Szenarien, Dialogen und vor allem Schritten.

Der In Kapitel 0 erstellte Use Case kann beispielsweise schriftlich verändert werden, ohne ihn inhaltlich zu ändern. Im Nachfolgenden ist eine Variante des Teils „Szenarien“ des Use Cases dargestellt, die inhaltlich identisch mit dem Original ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Problematik komplexer Softwareprojekte und Zielsetzung der Untersuchung hinsichtlich der Manipulierbarkeit von Aufwandsschätzungen.

2 STAND DER FORSCHUNG: Erläuterung der Definition von Use Cases sowie Herkunft und detaillierte Beschreibung der Anwendung der UCP 3.0-Methode.

3 UNTERSUCHUNG: Praktische Analyse anhand eines Beispiels, wie Umformulierungen und subjektive Bewertungsanpassungen die Schätzergebnisse beeinflussen.

4 ERGEBNIS: Zusammenfassende Darstellung der signifikanten Schätzvariationen durch die identifizierten Manipulationshebel.

5 DISKUSSION: Abschließende Schlussfolgerung über die Anfälligkeit der Methode sowie Ausblick auf die Notwendigkeit von Standardisierungen in der Use-Case-Erstellung.

Schlüsselwörter

Software Engineering, Use Case Points, UCP 3.0, Aufwandsschätzung, Projektmanagement, Softwareentwicklung, IT-Projekte, Schätzgenauigkeit, Subjektivität, Modellierung, Transaktionsanalyse, Kostenfaktor, Prozessoptimierung, Anforderungsanalyse, Standardisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Zuverlässigkeit der Use-Case-Point-Methode 3.0 bei der Aufwandsschätzung von Softwareprojekten und prüft deren Anfälligkeit für manipulative Einflüsse.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die strukturierte Ermittlung von Softwareaufwänden, die Definition von Use Cases und die Auswirkungen subjektiver Spielräume auf diese mathematischen Schätzmodelle.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu belegen, dass durch minimale sprachliche Umformulierungen oder bewusste Anpassungen subjektiver Faktoren das Ergebnis der Aufwandsschätzung signifikant manipuliert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deduktive Untersuchung anhand eines konkreten, durchgängigen Anwendungsbeispiels durchgeführt, um die Auswirkungen der UCP 3.0-Methodik unter verschiedenen Szenarien zu simulieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der UCP-Methode sowie die praktische Untersuchung anhand des Use Case "Ticket kaufen", an dem die Schwachstellen der Methode demonstriert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind UCP 3.0, Aufwandsschätzung, Subjektivität, Software Engineering und Standardisierung.

Wie wirkt sich eine Umformulierung konkret auf das Ergebnis aus?

Im Beispiel der Arbeit führte eine bloße Umformulierung, die inhaltlich identisch blieb, zu einer Reduzierung des Schätzergebnisses um 8,33 Prozent.

Warum spielt die subjektive Bewertung bei M- und T-Faktoren eine Rolle?

Da die Bewertung der Einflussgrößen auf einer Ordinalskala von 1 bis 5 basiert, bietet sie Anwendern individuellen Spielraum, der das Endergebnis um mehrere Prozentpunkte verschieben kann.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Aufwandsschätzung mit Use Case Points. Manipulation durch Subjektivität
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Düsseldorf früher Fachhochschule
Note
1,3
Autor
Felix Mausberg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
18
Katalognummer
V343447
ISBN (eBook)
9783668337831
ISBN (Buch)
9783668337848
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Karner UCP 3.0 Use Case Manipulation Subjektivität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Felix Mausberg (Autor:in), 2016, Aufwandsschätzung mit Use Case Points. Manipulation durch Subjektivität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/343447
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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