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Oswald Mathias Ungers Entwurf für das Deutsche Architekturmuseum

Titel: Oswald Mathias Ungers Entwurf für das Deutsche Architekturmuseum

Seminararbeit , 2016 , 33 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Lucia Seiß (Autor:in)

Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Als Oswald Mathias Ungers 1979, unter der Initiative des Kunsthistorikers Heinrich Klotz, mit dem Umbau einer alten Villa am Schaumainkai in Frankfurt am Main begann, beabsichtigte dieser nicht nur die Errichtung des Deutschen Architekturmuseums, sondern auch die Verbildlichung von Architektur mithilfe der Architektur und damit der Auseinandersetzung mit der Frage wie Architektur in einem Museum ausgestellt werden kann. Ungers reagierte, in dem er den Museumsbau selbst zum Ausstellungsstück, als Haus-im-Haus, behandelte.

Als erstes Architekturmuseum in Deutschland, das unabhängig von anderen Institutionen gegründet wurde und den weltweit bis dato einzigartigen Ansatz verfolgte Architekturmedien nicht nur auszustellen, zu sammeln und zu konservieren, sondern über den traditionellen Museumsbegriff hinaus, besonders auch Bildungs-, Diskussions- und Begegnungsstätte von Gesellschaft und Architektur sein soll, wurde ein Gebäude für eine neue Institution erdacht, das zugleich als Zentralpunkt innerhalb Deutschlands und internationaler Repräsentationsbau deutscher Architektur fungiert.

In dieser Arbeit sollen die Umstände um die Erbauung des Deutschen Architekturmuseums Frankfurt am Main näher erläutert werden. Dabei steht neben der Analyse der Architektur von Oswald Mathias Ungers, auch die Gründung des Museums als Institution durch Heinrich Klotz im Vordergrund. Beide Personen sollen dabei in Beziehung zueinander gesetzt betrachtet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Stand der Forschung

3. Institutionsgeschichte

3.1. Geschichte der institutionellen Architektursammlungen und –Museen

3.2. Das Frankfurter Museumsufer und die Gründung des Deutschen Architekturmuseums

3.3. Ziele und Absichten der Gründung

4. Oswald Mathias Ungers Entwurf des DAMs

4.1. Der Entwurfsprozess

4.2. Ungers Baukonzept

5. Oswald Mathias Ungers

5.1. Einordnung des Entwurfes in das Gesamtwerk Ungers

5.2. Ungers und Klotz

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehungsgeschichte des Deutschen Architekturmuseums (DAM) in Frankfurt am Main, wobei der Fokus auf der architektonischen Gestaltung durch Oswald Mathias Ungers und der programmatischen Vision des Gründers Heinrich Klotz liegt. Ziel ist es, die wechselseitige Beziehung beider Akteure sowie die Bedeutung des DAM als wegweisendes Projekt der Postmoderne und der musealen Architekturvermittlung zu analysieren.

  • Historische Entwicklung von Architekturmuseen und Sammlungsinstitutionen.
  • Entstehungskontext des DAM im Rahmen der Frankfurter Museumsufer-Kulturreform.
  • Analyse des "Haus-im-Haus"-Konzepts und der Entwurfsetappen von Ungers.
  • Untersuchung der theoretischen Positionen und der musealen Vermittlungsabsichten von Heinrich Klotz.
  • Einordnung des Museumsbaus und der Rolle Ungers' im Gesamtwerk des Architekten.

Auszug aus dem Buch

4.2. Ungers Baukonzept

Da sich Ungers bereits in der Frühphase seines Schaffens vom reinen Funktionalismus der Moderne distanzierte und sich mehr der bildgebenden Architektur zuwandte, steht auch beim Bau des Architekturmuseums die Verkörperung der Architektur im Vordergrund und weniger seine museale Zweckmäßigkeit, bei der sich die Gesellschaft stets der Idee des Baus unterzuordnen hatte.

Ungers sah gar in der musealen Nutzung seines Baus eine Entweihung und sprach sich völlig gegen diese Nutzung aus: „Lasst doch den ganzen Bau leer und kauft euch einen Schuppen nebenan, wo ihr all euer Zeug ausstellen könnt!“

Von vielen Seiten wird seit der Errichtung die für ein Museum unzureichende Benutzbarkeit gegenüber einem motivischen Gesamteindruck bemängelt.

So ist die Dachüberglasung des Ausstellungsraums im Erdgeschoss zum Ausstellen lichtempfindlicher Werke wie Zeichnungen oder Fotografien ungeeignet, die Akustik besonders im Auditorium schlecht, die Büroräume der Angestellten viel zu knapp bemessen und die Brandschutz- und Rettungsmaßnahmen beim Zustand der Erbauung durch Ungers kaum gegeben.

Jedoch standen weder bei Klotz und noch weniger bei Ungers diese Gegebenheiten im Vordergrund, sondern vielmehr die Verkörperung der Architektur mithilfe ihres Museums. Damit reagieren beide auf die Problematik eines Architekturmuseums keine Architektur als Ausstellungsstück ausstellen zu können, sondern stets mit Metawerken wie Fotografien, Bauplänen, Architekturzeichnungen, Modellen und ähnlichem als Stellvertreter umgehen zu müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themenstellung ein, erläutert die Initiative von Heinrich Klotz und Oswald Mathias Ungers und definiert die methodische Herangehensweise der Arbeit.

2. Stand der Forschung: Hier wird der aktuelle Forschungsstand dargelegt, wobei insbesondere auf die Bedeutung der Primär- und Sekundärquellen rund um das Deutsche Architekturmuseum eingegangen wird.

3. Institutionsgeschichte: Das Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung von Architektursammlungen und ordnet die Gründung des DAM in den Kontext des Frankfurter Museumsuferkonzepts sowie die Zielsetzungen von Heinrich Klotz ein.

4. Oswald Mathias Ungers Entwurf des DAMs: Es werden der konkrete Entwurfsprozess des Museums sowie das zugrundeliegende architektonische Baukonzept von Oswald Mathias Ungers detailliert analysiert.

5. Oswald Mathias Ungers: Der Fokus liegt hier auf der Biografie des Architekten, der Einordnung des DAM in sein Gesamtwerk sowie der besonderen Arbeitsbeziehung zwischen Ungers und Klotz.

6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Bedeutung des DAM als Meilenstein der modernen Museumsarchitektur.

Schlüsselwörter

Deutsches Architekturmuseum, Oswald Mathias Ungers, Heinrich Klotz, Haus-im-Haus, Architekturgeschichte, Postmoderne, Museumsufer Frankfurt, Ausstellungsarchitektur, Architekturtheorie, Baukonzept, Architekturvermittlung, Typologie, Museumsplanung, Architekturdiskurs.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die Entstehung des Deutschen Architekturmuseums (DAM) in Frankfurt, wobei der Fokus auf dem "Haus-im-Haus"-Konzept des Architekten Oswald Mathias Ungers und der visionären Rolle des Gründers Heinrich Klotz liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Geschichte der Architekturmuseen, der Einfluss der Frankfurter Museumsufer-Politik, die architekturtheoretischen Konzepte von Ungers sowie die kritische Auseinandersetzung mit dem Museum als "Mittel der Darstellung".

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Entstehungsgeschichte des DAM als Projekt aufzuarbeiten, bei dem Architektur selbst zum Ausstellungsgegenstand wird, und die programmatische Beziehung zwischen Klotz und Ungers zu beleuchten.

Welche methodische Vorgehensweise wird in der Arbeit gewählt?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse von Fachpublikationen, Primärquellen aus dem DAM-Archiv, zeitgenössischen Presseberichten sowie einer architekturtheoretischen Einordnung des Gebäudes.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung der Institution, den iterativen Entwurfsprozess des Museums, die theoretische Verortung von Oswald Mathias Ungers und die Bedeutung der institutionellen Zusammenarbeit mit Heinrich Klotz.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind Architekturmuseum, Haus-im-Haus, Postmoderne, Museumsufer, Baukonzept, Architekturdiskurs und Theoriebildung.

Wie bewertet die Arbeit die Kritik an der funktionalen Nutzung des DAM?

Die Arbeit stellt fest, dass für Ungers und Klotz die symbolische Verkörperung der Architektur im Vordergrund stand, weshalb eine eingeschränkte funktionale Nutzbarkeit des Gebäudes als Museumsbau zugunsten des architektonischen Gesamteindrucks bewusst in Kauf genommen wurde.

Warum ist der Entwurf von Ungers ein Meilenstein der Architekturgeschichte?

Der Entwurf gilt als Meilenstein, da er die traditionelle Grenze zwischen Hülle und Inhalt aufhebt und das Gebäude selbst zu einem "Haus-im-Haus"-Exponat macht, das die Architekturgeschichte anhand seiner eigenen morphologischen Wandlung erzählt.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Oswald Mathias Ungers Entwurf für das Deutsche Architekturmuseum
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Kunstgeschichtliches Institut)
Veranstaltung
Architektur und Archiv
Note
1,0
Autor
Lucia Seiß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
33
Katalognummer
V343498
ISBN (eBook)
9783668335967
ISBN (Buch)
9783668335974
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Architektur Architekturgeschichte Moderne Architektur Postmoderne Kunstgeschichte Heinrich Klotz Oswald Mathias Ungers Architekturmuseum Deutsches Architekturmuseum Deutsches Architekturmuseum Frankfurt Archiv
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lucia Seiß (Autor:in), 2016, Oswald Mathias Ungers Entwurf für das Deutsche Architekturmuseum, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/343498
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  33  Seiten
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