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Transparenz im Spendenwesen. Der UNICEF "Skandal" und seine Folgewirkungen

Titel: Transparenz im Spendenwesen. Der UNICEF "Skandal" und seine Folgewirkungen

Hausarbeit , 2016 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Martin Garmatter (Autor:in)

BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung, Corporate Social Responsibility (CSR), ist für Unternehmen, die die Generation Y sowohl als Konsument als auch als Arbeitnehmer erschließen wollen beziehungsweise müssen, heute von großer Bedeutung.

Von Unternehmen wird heute neben einem reinen Bekenntnis zur Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung, auch ein entsprechenden Nachweis für Selbige erwartet. Auf ihren Websites und in öffentlichen Stellungnahmen betonen folglich nahezu alle internationalen Konzerne die Wichtigkeit von CSR und deren große Stellenwert im eigenen Konzern. Es fällt jedoch auf, dass Unternehmen auch heute noch Schwierigkeiten haben, grobe Fehlverhalten zu vermeiden. Aus den Fehlverhalten resultieren meist große Skandale, die sich meist nicht nur auf das Unternehmen sondern auch auf die ganze Branche negativ auswirken.

Mit einem solchen Skandal hatte auch das deutsche Komitee für UNICEF e.V. im Jahre 2008 zu kämpfen. Anhand der Darstellung und anschließenden Aufarbeitung dieses Fallbeispiels sollen in dieser Hausarbeit das Ausmaß der Folgen vermeintlich kleiner Fehlverhalten bestimmter Firmen aufgezeigt werden. Im Anschluss wird der Umgang von UNICEF sowie der gesamten Spendenbranche mit der Krise untersucht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. UNICEF

2.1 Struktur

2.2 Das Deutsche Komitee für UNICEF e.V.

2.3 Deutsches Komitee für UNICEF e.V. Skandal 2008 – Darstellung

3. Analyse für die Gründe des Fehlverhaltens unter Berücksichtigung der Differenzierung zwischen Spielzügen und Spielregeln

4. Analyse der aktuellen Aktivitäten des Deutschen Komitee für UNICEF e.V., Fehlverhalten zu vermeiden

5. Lessons Learnt und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die Hausarbeit untersucht den Skandal um das Deutsche Komitee für UNICEF e.V. im Jahr 2008, um die Auswirkungen vermeintlich kleinerer Fehlverhalten auf die Reputation und Stabilität von Non-Profit-Organisationen zu analysieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche strukturellen Defizite in der Organisationsführung und Kontrolle zu dieser Krise führten und wie die Organisation sowie die Spendenbranche nachfolgend durch Transparenzmaßnahmen reagierten.

  • Analyse der Organisationsstruktur und Governance-Defizite bei UNICEF Deutschland.
  • Untersuchung des Skandals von 2008 hinsichtlich der Verwendung von Spendengeldern und mangelnder Transparenz.
  • Anwendung der Differenzierung zwischen Spielzügen und Spielregeln zur Ursachenforschung.
  • Evaluierung der eingeleiteten Reformmaßnahmen wie Verhaltenskodizes und Prüfungsausschüsse.
  • Reflexion über die Bedeutung von Corporate Social Responsibility (CSR) für den Non-Profit-Sektor.

Auszug aus dem Buch

3. Analyse für die Gründe des Fehlverhaltens unter Berücksichtigung der Differenzierung zwischen Spielzügen und Spielregeln

In diesem Kapitel soll zunächst analysiert werden, warum der damalige Geschäftsführer Garlich ohne die erforderlichen Rücksprachen mit dem Vorstand zentrale Entscheidungen treffen konnte, um im Anschluss auf den zweiten zentralen Kritikpunkt, die Gründe für mangelnde Transparenz einzugehen.

Um zu verstehen, wie Garlich lange Zeit als Geschäftsführer agieren konnte, ohne dabei einer wirklichen Kontrolle zu unterliegen, ist es von zentraler Bedeutung, sich die Strukturen in vielen deutschen gemeinnützigen Organisationen, insbesondere beim DKfU, zum Zeitpunkt des Skandals bewusst zu machen.

Während den deutschen Aktiengesellschaften ein duales Führungssystem, bestehend aus einem geschäftsführendem Vorstand und einem, den Vorstand kontrollierenden, Aufsichtsrat, durch den Gesetzgeber vorgeschrieben ist (vgl. Regierungskomission DCGK 2002: 1), mangelt(e) es vielen NPO’s und so auch dem DKfU an einem Aufsichtsorgan (vgl. Thieme 2007b). Dass sich der Vorstand, wie im Falle UNICEF, als Kontrollinstanz des hauptamtlichen Geschäftsführers gesehen hat, ist vor dem Hintergrund ungenügend, dass er nach dem Vereinsrecht für die Geschäftsführung zuständig war und sich so gesehen selbst kontrolliert hat (ebd.). Besonders problematisch stellt sich im Fall von UNICEF dar, dass der hauptamtliche Geschäftsführer Garlich zeitgleich Vorstandsmitglied war und sich somit tatsächlich selbst kontrolliert hat(ebd.).

Erschwerend kommt hinzu, dass der Vorstand beim DKfU, wie für NGO’s und NPO’s üblich, ein ehrenamtliches Gremium ist (vgl. DKfU 2014b). Den Vorstandsmitgliedern mangelt es oft an Zeit und unter Umständen auch an Fachkenntnissen (vgl. Thieme 2007b), um ihren Aufgaben als Geschäftsführungs- und Kontrollorgan in vollem Umfang gerecht zu werden. Da auf individueller Organisationsebene, der sogenannten Spielzugsebene, viele Organisationen nicht bereit waren, sich durch ein Aufsichtsorgan selbst zu binden, um eine bessere Kontrolle über die Spendenverwendung zu gewährleisten, hätten hier die entsprechenden staatlichen Institutionen durch regulative Maßnahmen auf Spielregelebene - beispielsweise in Form eines Corporate Governance Kodex für gemeinnützige Organisationen - eingreifen müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Bedeutungswandel von CSR vor dem Hintergrund der Generationen X und Y und führt in die Problematik des UNICEF-Skandals von 2008 als Fallbeispiel für Fehlverhalten in der Spendenbranche ein.

2. UNICEF: Dieses Kapitel beschreibt die Entstehung und Struktur von UNICEF sowie die spezifische Rolle des Deutschen Komitees, bevor der Skandal von 2008 im Detail dargestellt wird.

3. Analyse für die Gründe des Fehlverhaltens unter Berücksichtigung der Differenzierung zwischen Spielzügen und Spielregeln: Es werden die strukturellen Defizite, insbesondere das Fehlen unabhängiger Kontrollorgane und die mangelnde Transparenz, durch die Theorie der Spielzüge und Spielregeln analysiert.

4. Analyse der aktuellen Aktivitäten des Deutschen Komitee für UNICEF e.V., Fehlverhalten zu vermeiden: Die nach dem Skandal eingeleiteten Reformen, wie die Einführung von Verhaltenskodizes, Prüfungsausschüssen und transparenter Berichterstattung, werden hier evaluiert.

5. Lessons Learnt und Ausblick: Der Autor resümiert die Notwendigkeit, "avoiding bad" bei der CSR-Strategie zu priorisieren, und mahnt an, dass trotz Reformen die Transparenz auch heute noch kritisch hinterfragt werden muss.

Schlüsselwörter

UNICEF, Skandal 2008, Corporate Social Responsibility, CSR, Non-Profit-Organisation, NPO, Spendenwesen, Transparenz, Governance, Spielregeln, Fehlverhalten, Mittelverwendung, Prüfungsausschuss, Verhaltenskodex, Spendenakquise.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Skandal um das Deutsche Komitee für UNICEF e.V. im Jahr 2008 und untersucht, wie strukturelle Schwächen und mangelnde Transparenz zu dieser Krise führen konnten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit konzentriert sich auf die Themenbereiche Corporate Social Responsibility (CSR) in Non-Profit-Organisationen, moderne Spendenakquise und die Bedeutung von Governance-Strukturen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, das Ausmaß der Folgen von Fehlverhalten bei Firmen aufzuzeigen und den Umgang von UNICEF sowie der gesamten Spendenbranche mit der Krise zu untersuchen, um Lehren für eine verantwortungsvolle Organisationsführung zu ziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse eines Fallbeispiels unter theoretischer Berücksichtigung der Differenzierung zwischen Spielzügen und Spielregeln sowie die Auswertung von Geschäftsberichten und journalistischen Recherchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Struktur von UNICEF, die chronologische Darstellung des Skandals, die Ursachenanalyse sowie die nachfolgenden Reformbemühungen und Transparenzinitiativen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie UNICEF, Transparenz, Corporate Social Responsibility, Spendenwesen und Governance definiert.

Welche Rolle spielte der ehemalige Geschäftsführer Dietrich Garlich im Skandal?

Garlich wurde vorgeworfen, ohne Rücksprache zentrale Entscheidungen getroffen zu haben, darunter unangemessene Provisionszahlungen und die Beauftragung teurer Berater aus seinem persönlichen Umfeld.

Warum war das Fehlen eines unabhängigen Kontrollorgans so problematisch?

Da der Geschäftsführer gleichzeitig Vorstandsmitglied war und der ehrenamtliche Vorstand keine effektive Kontrolle ausübte, konnte Garlich Entscheidungen faktisch ohne externe Prüfung treffen, was den Skandal begünstigte.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Transparenz im Spendenwesen. Der UNICEF "Skandal" und seine Folgewirkungen
Hochschule
Universität Vechta; früher Hochschule Vechta
Veranstaltung
Seminar: Wirtschaft und Ethik - Moralische Grundlagen des Wirtschaftens
Note
1,0
Autor
Martin Garmatter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
25
Katalognummer
V343527
ISBN (eBook)
9783668333482
ISBN (Buch)
9783668333499
Sprache
Deutsch
Schlagworte
transparenz spendenwesen unicef skandal folgewirkungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Garmatter (Autor:in), 2016, Transparenz im Spendenwesen. Der UNICEF "Skandal" und seine Folgewirkungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/343527
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Leseprobe aus  25  Seiten
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