Tai Sabaki für die Dan-Prüfung in Wado-Ryu Karate

Karate-Do


Ausarbeitung, 2016

38 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort
1.1. Allgemeine Hinweise
1.2. Einführung
1.3. Definition (Tai Sabaki)
1.4. Ausführungen

2. Biomechanik
2.1. Gewichtsschwerpunkt
2.2. Bestimmung des Gewichtsschwerpunktes
2.3. Körperschwerpunktflugbahn
2.4. Timing
2.5. Abstand zum Gegner
2.6. Stände und Standpositionen (Dachi)

3. Tai Sabaki - Allgemein
3.1. Generelle Darstellung
3.2 Grafische Darstellung der Distanzen

4. Tai Sabaki - Aus Heiko Dachi
4.1. Grundform
4.2. Mit Körperdrehung
4.3. Mae (A)
4.4. Migi Mae Naname (B)
4.5. Migi (C)
4.6. Migi Ushiro Naname (D)
4.7. Weitere Winkel
4.8. Möglichkeiten zum seitlichen Ausweichen
4.9. Fußbewegungen

5. Tai Sabaki - Aus Hanmi Gamae Dachi
5.1. Grundform (Sinngemäß Kapitel 4.)

6. Tai Sabaki - Sonderfälle / Formen

7. Tai Sabaki mit Abwehrtechniken

8. Tai Sabaki bei Angriffen mit Waffen

9. Tai Sabaki mit Kontertechniken

10. Tai Sabaki - Mehrfaches bei Angriffen

11. Abfolge der Bewegungen

12. Anhang

Literatur- und Quellenverzeichnis

1. Vorwort

Diese Ausarbeitung ist in Bezug auf die Ausweichbewegungen (Tai Sabaki) erarbeitet worden. Grundlage hierfür ist die Stilrichtung „Wado-Ryu“. Hierbei handelt es sich um ein breites Spektrum des Karate-Do, wobei sich das Prinzip besonders gut bei den Partnerübungen erkennen lässt.

Ergänzt wird die Theorie durch einen praktischen Teil, da die Bewegungen anhand von Bildern nur schwer dargestellt werden können. Ansonsten wären wesentlich mehr Bilder notwendig gewesen, um den gesamtem Bewegungsablauf darzustellen. In dieser Ausarbeitung wurden nur die Endstellungen gezeigt da hieraus das Prinzip zu ersehen ist.

1.1. Allgemeine Hinweise

Bei den nachfolgenden Grundlagen handelt es sich um einen Einstieg in das Thema.

1.2. Einführung

In erster Linie geht es darum, im Karate-Do der Stilrichtung „Wado-Ryu“ schwerpunktmäßig auf das Tai Sabaki einzugehen. Alles Weitere wie Abwehr-, Kontertechniken usw. sind natürlich auch sehr wichtig, treten aber aufgrund des Umfanges in den Hintergrund.

Eine Anwendung kann in der Kampfkunst sowie im Kampfsport stattfinden.

1.3. Definition (Tai Sabaki)

Tai Sabaki (japanisch 体捌き) ist eine aufrechte Körperdrehung und kommt in verschiedenen Budo-Disziplinen, wie z. B. im Karate und im Aikido vor. Das Tai Sabaki erfolgt als Reaktion auf einen Angriff, indem man den eigenen Körper aus der Bewegungs- richtung und somit aus der Angriffslinie des Gegners bewegt. Im Karate wird das Tai Sabaki meist in Verbindung mit einer Blocktechnik und einem anschließenden Konterangriff verwendet. Im Aikido dient das Tai Sabaki meist zur Vorbereitung eines Wurfes. Die Idee ist, dem Gegner auszuweichen, ohne ihm durch Ändern der Distanz einen erneuten Angriff zu ermöglichen. Die Energie des gegnerischen Angriffs wird durch das Ausweichen genutzt und für sich verwendet.

Sabaki bedeutet (kreisförmige Bewegungen) oder auch sich drehen, sich verteidigen, fließend ausweichen, vereiteln, ausgewogenes Gleichgewicht; stabilisierende, die Balance bzw. den Schwerpunkt (Hara) erhaltende drehende Bewegung des Körpers im Kreis.

1.4. Ausführungen

Die Ausführungen werden in Kapitel „3. Tai Sabaki - Allgemein“ beschrieben.

Es wurde hierbei eine Auswahl vorgenommen, die die Prinzipien im Karate-Do der Stilrichtung des „Wado-Ryu“ wiedergeben.

2. Biomechanik

Die Biomechanik baut auf den Kenntnissen der Physik, Mathematik, Biologie, der Anatomie sowie einigen weiteren auf. In diesem Kapitel sollen nur ein paar wichtige Faktoren bezogen auf das Tai Sabaki angesprochen werden.

2.1. Gewichtsschwerpunkt

Der Gewichtsschwerpunkt ist sehr wichtig und soll deshalb nachfolgend beschrieben werden. Diese Ausführung ist auf das Tai Sabaki bezogen.

Bei der Gewichtsverteilung in einer neutralen Stellung (Musubi Dachi, Heiko Dachi) auf beide Füße (50/50) sind die Aktionsmöglichkeiten gleich. Bei einer Stellung links (Hidari) oder rechts (Migi) sind die Bewegungsmöglichkeiten anders, obwohl die Gewichtsverteilung auch hier (50/50) ist. Die Stellung wäre hierbei (Jiyu-Dachi / Chudan Kamae) Kampfstellung. Eine ausführliche Beschreibung ist in dem Buch von Wolf-Dieter Wichmann, Richtig Karate, Seite 20 Karatestellungen.

Als Angriffsstellung wurde im weiteren Verlauf „Jiyu-Dachi gewählt.

In Kapitel 5. und 6. wird noch gezielt darauf eingegangen.

2.2. Bestimmung des Gewichtsschwerpunktes

Bestimmung des Massenmittelpunktes eines beliebigen starren Körpers. Dabei besteht die Näherung darin, die Abweichungen von Gravizentrum (= „Das Mittel aller Positionen“) und Massenmittelpunkt und damit auch die Veränderungen der Lage des Gravizentrums bei Drehung des Körpers unberücksichtigt zu lassen. Hängt man den Körper an einem beliebigen Punkt auf, so liegt (in Ruhe) der (näherungsweise) Massenmittelpunkt auf der lotrechten Linie durch den Aufhängepunkt.

Wiederholt man dies mit einem anderen Aufhängepunkt, so findet man (näherungsweise) den Massenmittelpunkt als Schnittpunkt zweier solcher Geraden.

2.3. Körperschwerpunktflugbahn

Die Verlagerung des Körperschwerpunkts durch kombinierte Bewegungen ist zum Beispiel eine Kombination aus kreisförmiger und waagerechter Bewegung.

Der Körperschwerpunkt (KSP) ist ein fiktiver Punkt, in den die Masse des gesamten Körpers gedacht werden kann. An ihn greift die Schwerkraft an. Anders formuliert: Im KSP halten sich die Schwerkraftmomente aller Masseteile die Waage. Besondere Bedeutung hat der KSP deshalb, weil er als Angriffspunkt für die Schwerkraft bei jeder Bewegung eine wichtige Rolle spielt.

Es wird größtmögliche Mobilität angestrebt, was sich unter anderem darin zeigt, dass man versucht, den KSP dauernd zu kontrollieren.

2.4. Timing

Ohne das richtige Timing ist das Ausweichen nicht möglich, da der Angreifer sich sonst auf die neue Situation einstellen kann. Ist aber erst einmal der Angriff gestartet (Ziel wurde ausgewählt), lässt sich durch das Ausweichen der Angriff vereiteln.

2.5. Abstand zum Gegner

Auch der Abstand zum Gegner ist ein wichtiger Faktor. Ich möchte hier aber aus Platzgründen nur kurz darauf eingehen. Allgemein: Je größer der Abstand desto mehr Zeit ist für das Ausweichen vorhanden.

2.6. Stände und Standpositionen (Dachi)

Im Karate-Do gibt es natürlich sehr viele Standpositionen. In dieser Ausarbeitung wurden nur ein paar davon ausgewählt. Das Prinzip lässt sich aber auf weitere genauso übertragen.

3. Tai Sabaki - Allgemein

Dieses Kapitel dient zur Übersicht. In den folgenden Kapiteln wird immer wieder Bezug darauf genommen.

3.1. Generelle Darstellung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3.2. Grafische Darstellung der Distanzen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Deshalb bietet sich bei geraden Angriffen seitliches Ausweichen an. Bei kreisförmigen Angriffen ist das seitliche Ausweichen nur zu der entgegengesetzten Seite möglich. Ansonsten müsste das Ausweichen nach hinten mit der Distanz, wie in der Tabelle angegeben ist, erfolgen damit dieses erfolgreich wäre. In Kapitel 8. wird darauf noch weiter eingegangen.

Die Tabelle ist nicht vollständig und soll nur ein paar Distanzen darstellen, die mit einem Angriff überbrückt werden können.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

4. Tai Sabaki - Aus Heiko Dachi

Die folgenden Beschreibungen der Ausführung sind kurzgefasst und geben nur das Notwendigste wider.

Es wurde hierbei nur die Migi (rechte) Seite beschrieben, wobei die Hidari (linke) Seite genauso gut möglich ist.

Gleiches gilt für die grafische Darstellung, die Übersichtlichkeit tritt dadurch besser hervor.

Natürlich sind auch Varianten möglich, die im weiteren Verlauf angesprochen werden.

4.1. Grundform

In diesem Kapitel werden die Ausweichbewegungen aus der Grundstellung „Heiko Dachi“ (Parallel Stellung) erfolgen. Abwehrbewegungen, Kontertechniken usw. werden an dieser Stelle vernachlässigt und werden im Kapitel 7.-9. beschrieben.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

4.2. Mit Körperdrehung

Abgeleitet aus der Grundform.

Es handelt sich hierbei um eine Variante mit Körperdrehung ohne Fußbewegungen wobei der Körperschwerpunkt verlagert wird.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Info:

Bild 05 zeigt die Grundposition. Das Bild 06 stellt die Endposition auf der Hidari (G) Seite dar. Oben im gleichen Bild (klein) ist die Migi (C) Seite dargestellt.

Das weiße Fadenkreuz auf dem Boden dient zur Orientierung. Die blaue gestrichelte Linie stellt die Mitte (Angriffsrichtung) dar.

[...]

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten

Details

Titel
Tai Sabaki für die Dan-Prüfung in Wado-Ryu Karate
Untertitel
Karate-Do
Autor
Jahr
2016
Seiten
38
Katalognummer
V343596
ISBN (eBook)
9783668347304
ISBN (Buch)
9783668347311
Dateigröße
3622 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Ausarbeitung für die Prüfung zum 5. Dan
Schlagworte
sabaki, dan-prüfung, wado-ryu, karate, karate-do
Arbeit zitieren
Frank Steffen (Autor:in), 2016, Tai Sabaki für die Dan-Prüfung in Wado-Ryu Karate, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/343596

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