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Das Fernstudium als biografische Determinante im Bildungslebenslauf

Title: Das Fernstudium als biografische Determinante im Bildungslebenslauf

Term Paper , 2014 , 44 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Michael Rodens (Author)

Pedagogy - Job Education, Further Education
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„Fernstudieren“ nimmt im modernen Bildungswesen einen zunehmend größer werdenden Stellenwert ein. Es unterscheidet sich vom traditionellen Studium dadurch, dass, von Präsenzphasen abgesehen, im Prinzip das Studium in „Eigenregie“ von zu Hause aus organisiert und durchgeführt wird. Als Teil der persönlichen (Bildungs-)Biografie wird das Fernstudium in den letzten Jahren von immer mehr Menschen als Möglichkeit erkannt, persönliche Wünsche zu verwirklichen, die direkt oder auch indirekt mit den Vorteilen formaler akademischer Bildung erreichbar sein können. Das gilt insbesondere dann, wenn verschiedene Umstände in der Biografie dazu geführt haben, dass ein Studium nicht unmittelbar im Anschluss an die Schulbildung aufgenommen wurde.

Die Statistiken der 67 deutschen Anbieter von Fernstudiengängen verzeichnen Zuwachsraten von insgesamt 7%. Auch am Beispiel der größten und ältesten deutschen Fernuniversität in Hagen mit aktuell über 85.000 Studierenden ist dieser Trend ersichtlich. Der Altersschwerpunkt der Studenten liegt dort zwischen 29 und 35 Jahren, was impliziert, dass die Entscheidung für diese Art des Studiums oftmals erst nach einer primären Inklusion in das Erwerbsleben erfolgt. Der Anteil an Frauen, die sich nach erfolgreicher Schulausbildung beispielsweise erst für die Erziehung der Kinder entscheiden, stellt sicher ebenfalls einen großen Anteil der Fernstudierenden dar.

Die Statistik der Fernuniversität in Hagen weist diesbezüglich mit 46% einen nur um 8% geringeren Anteil an weiblichen Studierenden auf. Das Thema „lebenslanges Lernen“ gewinnt ebenfalls zunehmend an Bedeutung, weil durch den demografischen Wandel die Lebenserwartung gestiegen ist. Zudem stellen klassische Lebensverläufe mit Schulbildung, Berufsbildung/Studium und Verbleib in einem Berufsfeld heute eher die Ausnahme dar. Diese Aspekte können bewusst oder auch unbewusst bei der Aufnahme eines Hochschulstudiums bei einer Fernuniversität eine Rolle spielen.

Welche biografischen Muster sind es jedoch im Einzelnen, die diesen Entscheidungsprozess beeinflussen und determinieren? Zur Beantwortung dieser Frage werden in dieser Hausarbeit Hypothesen erarbeitet. Durch den Vergleich zwischen einer Einzelfallanalyse einer berufstätigen Mutter und dem aktuellen Forschungsstand zu dieser Thematik sollen diese Hypothesen angepasst und die Forschungsfrage beantwortet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Teil

2.1 Darstellung des Theorierahmens

2.2 Stand der Forschung

2.3 Forschungslücke

2.4 Hypothesen

3 Empirischer Teil

3.1 Erhebungs-/Auswertungsmethode Narratives Interview

3.2 Feldzugang

3.3 Auswertung nach Fritz Schütze

3.3.1 Formale Textanalyse

3.3.2 Strukturelle inhaltliche Beschreibung

3.3.3 Analytische Abstraktion

3.3.4 Wissensanalyse

4 Ergebnis

4.1 Modifizierung der Hypothesen

4.2 Beantwortung der Forschungsfrage

5 Fazit

6 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die biografischen Muster und Determinanten, die bei einer berufstätigen Mutter zur Entscheidung führen, ein Fernstudium aufzunehmen. Durch die Verbindung einer Einzelfallanalyse mit dem aktuellen Forschungsstand wird geklärt, welche persönlichen und strukturellen Faktoren diesen Entscheidungsprozess beeinflussen.

  • Biografische Determinanten für die Aufnahme eines Fernstudiums
  • Anwendung des narrativen Interviews zur Untersuchung von Lebensläufen
  • Theoretische Grundlagen der Individualisierungstheorie
  • Einfluss von beruflicher Unzufriedenheit und Wunsch nach Weiterbildung
  • Vereinbarkeit von Studium, Beruf und familiären Verpflichtungen

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Formale Textanalyse

Der erste Analyseschritt besteht darin, „zunächst einmal alle nicht narrativen Textpassagen zu eliminieren und sodann den bereinigten Erzähltext auf seine formalen Abschnitte hin zu segmentieren“ (Schütze, 1983, S. 286). Erzählungen spielen sich formell in der Vergangenheit ab und erlauben es dem Zuhörer, sich in die Handlungen und Denkweisen des Interviewten zum jeweiligen Zeitpunkt hinein versetzen zu können. In der Transkription (s. Anhang 5: Narration, Argumentation und Evaluation) wurden somit zur Auswertung die narrativen Anteile in Schwarz von den Argumentationen (Rot) und den Evaluationen (Grün) farblich getrennt. Es folgt eine Gliederung der narrativen Anteile in einzelne Erzählsegmente, so dass sich eine Erzählkette als fortlaufende Reihe von Ereignissen darstellen lässt. Es lassen sich folgende Segmente identifizieren, die u.a. durch formale Markierer und/oder Themenwechsel voneinander abgegrenzt sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die wachsende Bedeutung des Fernstudiums ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der biografischen Muster, die zu dieser Studienentscheidung führen.

2 Theoretischer Teil: Hier wird der Theorierahmen basierend auf der Individualisierungstheorie von Ulrich Beck dargelegt und der aktuelle Forschungsstand zu Fernstudierenden kritisch diskutiert.

3 Empirischer Teil: Dieser Teil beschreibt die methodische Vorgehensweise, den Feldzugang sowie die Auswertung des narrativen Interviews nach Fritz Schütze.

4 Ergebnis: Die Kapitel 4.1 und 4.2 präsentieren die Modifizierung der Hypothesen und geben eine fundierte Beantwortung der Forschungsfrage basierend auf den empirischen Daten.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass das narrative Interview wertvolle Einblicke in die Spannungsverhältnisse zwischen persönlicher Entwicklung, Familie und Beruf ermöglicht.

Schlüsselwörter

Fernstudium, Bildungsbiografie, qualitative Sozialforschung, narratives Interview, lebenslanges Lernen, Individualisierung, berufliche Selbstverwirklichung, Vereinbarkeit, Erwerbsleben, Bildungsaufstieg, Motivationsforschung, Einzelfallanalyse, Biografie, Laufbahn, Karriere

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, welche biografischen Strukturen und Motive Erwachsene dazu bewegen, sich für ein Fernstudium zu entscheiden, wobei eine Einzelfallanalyse einer berufstätigen Mutter im Mittelpunkt steht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Zentrale Themen sind der Einfluss der Individualisierung auf Bildungsentscheidungen, die Rolle des lebenslangen Lernens sowie die Herausforderungen bei der Vereinbarkeit von Studium, Familie und Beruf.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel ist es, die spezifischen biografischen Muster zu identifizieren, die den Entscheidungsprozess für ein Fernstudium determinieren und beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt das narrative Interview nach Fritz Schütze, um subjektive Lebensgeschichten detailliert zu erfassen und mittels formaler Textanalyse sowie struktureller Beschreibung auszuwerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine methodische Darstellung der Interviewauswertung sowie die konkrete Analyse der Lebensgeschichte der befragten Person.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen "Fernstudium", "Biografieforschung", "Selbstverwirklichung" und "berufliche Weiterbildung".

Warum spielt die Individualisierungstheorie von Ulrich Beck eine Rolle?

Die Theorie erklärt den Wandel traditioneller Rollenmuster und die Entstehung von "Bastelbiografien", was das Bedürfnis nach eigenverantwortlicher beruflicher und akademischer Neuorientierung begründet.

Welche Rolle spielt das "AHA-Erlebnis" für die Entscheidung der Interviewpartnerin?

Das Erleben eines Vorbilds, das Theorie und Praxis professionell verknüpfte, diente als Initialzündung, die den Entschluss zum Studium nachhaltig festigte.

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Details

Title
Das Fernstudium als biografische Determinante im Bildungslebenslauf
College
University of Hagen  (Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften)
Course
Modul 2 A
Grade
2,3
Author
Michael Rodens (Author)
Publication Year
2014
Pages
44
Catalog Number
V343686
ISBN (eBook)
9783668340640
ISBN (Book)
9783668340657
Language
German
Tags
Narratives Interview Biografie Fernstudiumi
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Rodens (Author), 2014, Das Fernstudium als biografische Determinante im Bildungslebenslauf, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/343686
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