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Instrumente zur Zielkostenerreichung im Target Costing

Title: Instrumente zur Zielkostenerreichung im Target Costing

Diploma Thesis , 2001 , 66 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jan Wittenbecher (Author)

Business economics - Controlling
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EINLEITUNG
I. Ursprung, Grundidee und Zielsetzung des Target Costing
Ursprung aller Überlegungen, die letztlich zum System des Target Costing führten war der Gewinneinbruch japanischer Unternehmen in den 70er Jahren. Dieser konnte letztlich auf die fehlende Marktorientierung vieler Unternehmen zurückgeführt werden.(1)
Um nun die Stückkosten der Produkte drastisch senken zu können und so die Gewinnsituation zu verbessern, entwickelte die Firma Toyota 1965 ein strategisches Kostenmanagement namens Target Costing (auf japanisch: „genka kikaku“). Dieses basierte auf bereits bekannten Ansätzen, wie beispielsweise dem Value Engineering.(2) Das Target Costing ist in Europa seit den 90er Jahren im Einsatz und in Deutschland unter dem Namen „Zielkostenmanagement“ bekannt. Es sollte durch den konsequenten Einsatz verschiedener Instrumente die Marktorientierung der Unternehmen wieder herstellen, indem sämtliche Unternehmensbereiche und -prozesse konsequent auf die Erfordernisse des Absatzmarktes abgestimmt und auf permanente Kostensenkung ausgerichtet werden.(3) Dabei stehen langfristige Gewinnziele der Unternehmung im Vordergrund.
Da bisherige Methoden der Kostenrechnung auf die Kontrolle und Steuerung der Kosten während der Produktionsphase ausgelegt waren, integriert das Target Costing erstmals die möglichst frühzeitige Abstimmung der Produkte auf die Kundenwünsche. Die marktorientierte Kostenplanung, -steuerung und -kontrolle erfolgt hier bereits während der Entwicklungsphase des Produktes.(4)
Um eine zielgerichtete Beeinflussung von Kosten, Qualität und Zeit zu erreichen stehen folgende Grundideen des Target Costing im Vordergrund:(5)

· Marktorientierung des gesamten Systems
· Einsatz in frühen Phasen des Produktlebenszyklus
· Ständige Überprüfung der Zielerreichungsgrade
· Verhaltensbeeinflussung der Mitarbeiter

Somit beinhaltet das Zielkostenmanagement auch die ständige Begleitung sämtlicher Prozesse der Unternehmung.

[...]
_____
1 Vgl. Kremin-Buch, Beate: „Strategisches Kostenmanagement“ 1998, Seite 106
2 Vgl. Monden, Yasuhiro: „Wege zur Kostensenkung“ 1999, Seite XIII
3 Vgl. Hardt, Rosemarie: „Kostenmanagement“ 1998, Seite 108
4 Vgl. Hardt, Rosemarie, a. a. O., Seite 107
5 Vgl. Steinle, Claus; Eggers, Bernd; Lawa, Dieter (Hrsg.): „Zukunftsgerichtetes Controlling“ 1998, Seite 347

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Ursprung, Grundidee und Zielsetzung des Target Costing

II. Anwendungsbereiche des Target Costing

Hauptteil

I. Ermittlung der Zielkosten im Target Costing

1. Marktforschung und Conjoint-Analyse

2. Subtraktionsmethoden

3. Additionsmethoden

4. Gegenstromverfahren

II. Methoden zur Zielkostenspaltung

1. Die Funktionskostenmatrix

2. Die Zielkostenmatrix

3. Zielkostenkontrolldiagramme

4. Kostentableaus

III. Instrumente zur Zielkostenerreichung

1. technologieorientierte Ansätze

2. organisatorische Ansätze

3. produkt- und prozessorientierte Ansätze

4. der ebenenübergreifende Ansatz

IV. Einsatz der Managementsysteme im Verlauf des Produktlebenszyklus

Schluss

I. Generelle Implementierungsprobleme in der Praxis

II. Zusammenfassung und kritische Würdigung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des Target Costing als strategisches Instrument zur zielgerichteten Kostenbeeinflussung während der Produktentwicklungsphase. Ziel ist es, durch die Integration von Marktforschung und Kundenanforderungen eine Kostenobergrenze („Target Costs“) zu definieren und durch diverse Managementmethoden deren Einhaltung über den gesamten Produktlebenszyklus sicherzustellen.

  • Marktorientierte Ermittlung von Zielkosten
  • Methoden der Zielkostenspaltung und -steuerung
  • Einsatz von Wertanalyse und Prozesskostenrechnung
  • Bedeutung interdisziplinärer Target-Costing-Teams

Auszug aus dem Buch

1. Marktforschung

Ziel der Marktforschung ist die Bereitstellung von quantitativ und qualitativ ausreichenden Marktinformationen, insbesondere über Marktteilnehmer und die Wirkung der eingesetzten absatzpolitischen Instrumente. Dabei werden vergangenheits-, gegenwarts- und zukunftsbezogene Daten beschafft und ausgewertet. Sinn und Zweck ist es, möglichst vollständige und qualitativ hochwertige Daten zu erhalten um die absatzpolitischen Instrumente gewinnmaximierend einsetzten zu können.

Die in der Marktforschung enthaltene Betrachtung der Beschaffungsmärkte wird nicht weiter ausgeführt, da es ausschließlich um die Analyse des Absatzmarktes speziell zur Ermittlung des geplanten Absatzpreises sowie die marktkonforme Gewichtung der Produktmerkmale im Rahmen des Target Costing geht.

Generell hat die Marktforschung mehrere Grundfunktionen, die der Unternehmung einige Vorteile auch gegenüber der Konkurrenz verschaffen können. So können zum Beispiel Bedürfnis- oder Verhaltensänderungen der Nachfrager, die durch Marktforschungsaktivitäten deutlich werden, die Risiken der Unternehmung reduzieren. Der Marktforschung kommt somit eine Frühwarnfunktion zu, die Risiken frühzeitig erkennen lässt und der Unternehmung rechtzeitig Handlungsspielräume öffnet um das drohende Risiko zu minimieren oder diesem ganz aus dem Wege zu gehen. Gerade bei Produktfeldern, bei denen kurze Produktlebenszyklen üblich sind oder sich das Marktumfeld schnell ändert, birgt die Marktforschung einen besonderen Vorteil für die Planung und Steuerung.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Es werden der Ursprung und die Grundidee des Target Costing erläutert, wobei insbesondere die marktorientierte Kostenplanung im Vordergrund steht.

Ermittlung der Zielkosten im Target Costing: Dieses Kapitel behandelt die methodischen Ansätze wie Marktanalysen und Subtraktionsverfahren zur Definition der maximal zulässigen Kosten.

Methoden zur Zielkostenspaltung: Hier wird detailliert dargestellt, wie globale Zielkosten auf einzelne Produktkomponenten und -funktionen heruntergebrochen werden.

Instrumente zur Zielkostenerreichung: Das Kapitel widmet sich operativen Ansätzen wie Wertanalyse und Prozesskostenrechnung, um die Kostenlücke zur Zielvorgabe zu schließen.

Einsatz der Managementsysteme im Verlauf des Produktlebenszyklus: Die Arbeit beleuchtet die Notwendigkeit, Kostenentscheidungen über alle Phasen der Produktlebensdauer hinweg zu koordinieren.

Generelle Implementierungsprobleme in der Praxis: Die Autoren diskutieren typische Hürden bei der Einführung des Zielkostenmanagements in Unternehmen.

Zusammenfassung und kritische Würdigung: Ein abschließendes Fazit zur Eignung des Target Costing als strategisches, aber anspruchsvolles Kostenmanagementsystem.

Schlüsselwörter

Target Costing, Zielkostenmanagement, Kostenmanagement, Produktentwicklung, Marktforschung, Conjoint-Analyse, Wertanalyse, Prozesskostenrechnung, Produktlebenszyklus, Kostentreiber, Zielkostenspaltung, Simultaneous Engineering, Qualitätsmanagement, Kostenreduktion, Kundenorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung und Anwendung des Target Costing als strategisches Instrument, um Produkte konsequent auf die Anforderungen des Marktes abzustimmen und Kostenobergrenzen einzuhalten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Ermittlung zulässiger Zielkosten, die methodische Dekomposition dieser Kosten auf Produktkomponenten sowie diverse Management- und Analysewerkzeuge zur Kostensenkung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen mittels eines strukturierten Zielkostenmanagements die Lücke zwischen marktüblichen Preisen und internen Standardkosten schließen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse betriebswirtschaftlicher Konzepte und stellt diese praxisnah mittels Dekompositionsmodellen, Kostenmatrizen und Anwendungsbeispielen dar.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ermittlung von Zielkosten, Methoden der Zielkostenspaltung, konkrete Instrumente zur Erreichung dieser Ziele sowie den Einsatz dieser Systeme entlang des gesamten Produktlebenszyklus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Target Costing, Zielkosten, Wertanalyse, Marktorientierung, Produktlebenszyklus und Prozesskostenrechnung.

Was ist die „Market-into-company“-Methode?

Es handelt sich um ein retrogrades Kalkulationsverfahren, bei dem vom erwarteten Marktpreis die Zielgewinnspanne abgezogen wird, um die „allowable costs“ (vom Markt erlaubte Kosten) zu bestimmen.

Welche Rolle spielt die Conjoint-Analyse im Target Costing?

Sie dient dazu, die Kundenpräferenzen zu messen und den Gesamtproduktnutzen in Teilnutzen für einzelne Produktkomponenten zu zerlegen, was als Basis für eine kundenorientierte Kostenspaltung fungiert.

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Details

Title
Instrumente zur Zielkostenerreichung im Target Costing
College
Technical Academy Wuppertal  (Dipl.-Studiengang Betriebswirt VWA)
Grade
1,3
Author
Jan Wittenbecher (Author)
Publication Year
2001
Pages
66
Catalog Number
V3436
ISBN (eBook)
9783638121088
Language
German
Tags
Instrumente Zielkostenerreichung Target Costing
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Wittenbecher (Author), 2001, Instrumente zur Zielkostenerreichung im Target Costing, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3436
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