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Fallstudie über stark blutende Wunden. Alternative Wundversorgung

Titel: Fallstudie über stark blutende Wunden. Alternative Wundversorgung

Diplomarbeit , 2016 , 23 Seiten , Note: 5.0

Autor:in: Joshua Jobst (Autor:in)

Medizin - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Inzwischen ist in der Forschung und Entwicklung von Materialien zur Trauma Behandlung einiges passiert. Neue Materialien wurden entwickelt und erprobt, haben aber noch keinen Eingang in die Routine der Rettungswachen gefunden.

Es war wieder so ein „Klassischer“ Fall: ein junger Mann war bei einer Feierlichkeit kurz unaufmerksam und schon war es passiert. Durch eine unglückliche Bewegung, stösst sich der junge Mann die Hand und hatte dabei eine Glasflasche in der besagten Hand, welche bei dem Missgeschick zerbrach. Er zog sich dadurch eine ca. 5 cm lange und 1 cm tiefe Wunde zu. Die Hand war zwar nur einseitig verletzt worden und es kam augenscheinlich zu keinem Verbleib von Fremdkörpern in der Wunde, aber aufgrund der starken Blutung trat bereits zunehmende Taubheit der Finger auf. Bis zur ersten Begutachtung sind aufgrund von Ausrücke- und Anfahrtszeit bereits ca. 25 Minuten vergangen. Diese relativ lange Zeit, begründet sich mit der Tatsache das zwischen 18:00 Uhr und 08:00 Uhr die zuständige Ambulanzbesatzung im Pikettdienst ist. Nach dem Eintreffen am Einsatzort wurde der Patient vom Ort des Geschehens zur Ambulanz verbracht und eine genaue Inspektion der Hand erfolgte. Das vorrangige Ziel war das Stoppen der Blutung. Als mögliche Alternativen stand die Anlage eines Druckverbandes oder ein Tourniquet zur Auswahl.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Situationsbeschreibung

3 Problemstellung

4 Ziel

5 Vorgehensweise und Abgrenzung

6 Ausgangssituation und Grundlagen

6.1 Beschreibung der Ist-Situation

6.2 Physiologische Grundlagen

6.2.1 Hämostase

6.2.2 Physiologie des Hämostasesystems

7 Vergleich der Alternativen

7.1 Druckverband

7.1.1 Funktionsweise des Druckverbandes

7.1.2 Anwendungsbereiche und Grenzen des Druckverbandes

7.1.3 Funktionsweise der ITClamp

7.1.4 Anwendungsbeispiele der ITClamp

7.1.5 Anwendungsbereiche und Grenzen der ITClamp

7.2 Der Einsatz von Hämostyptika am Beispiel von Celox

7.2.1 Funktionsweise von Celox

7.2.2 Anwendungsbeispiele von Celox

7.2.3 Anwendungsbereiche und Grenzen von Hämostyptika bzw. Celox

8 Die Alternativen im Kontext zum geschilderten Fall

8.1 Verwendung eines Druckverbandes

8.2 Verwendung der ITClamp

8.3 Verwendung von Celox

9 Beleuchtung der betriebswirtschaftlichen Aspekte

9.1 Materialkosten der Alternativen

10 Subjektive Beurteilung der Alternativen im Kontext des Falles

11 Objektive Beurteilung der Alternativen

12 Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist es, auf Basis eines konkreten Fallbeispiels aus der rettungsdienstlichen Praxis alternative Versorgungsmöglichkeiten für stark blutende Wunden zu evaluieren, um den Handlungsspielraum über den klassischen Druckverband hinaus zu erweitern.

  • Vergleich zwischen Druckverband, iTClamp und Hämostyptika (Celox).
  • Analyse der physiologischen Grundlagen der Hämostase.
  • Betrachtung der jeweiligen Anwendungsbereiche, Grenzen und Effektivität.
  • Evaluierung der betriebswirtschaftlichen Aspekte anhand von Materialkosten.
  • Kritische Reflexion der Einsatzmöglichkeiten im zivilen Rettungsdienst.

Auszug aus dem Buch

7.1.3 Funktionsweise der ITClamp

Da ich selbst nicht auf Erfahrungen mit der ITClamp zurückgreifen kann, greife ich auf Anwendungs- und Erfahrungsberichte zurück, welche die erfolgreiche Verwendung der ITClamp dokumentieren.

Die iTClamp ist eine durch manuelle Betätigung, selbstverriegelnde Klemme mit Nadeln. Diese Nadeln dienen zur Verankerung in der Haut. Dadurch ist es möglich eine blutende Wunde schnell zu verschliessen. Dabei wird der Druck gleichmässig über die Wundränder verteilt. Je nach Wund- oder Blutungsart kann der Druck manuell erhöht oder auch reduziert werden. Somit ist eine flüssigkeitsdichte Versiegelung entlang der gesamten Wunde möglich.

Durch die Anlage an einer offenen Wunde, soll innerhalb von Sekunden eine Kontrolle der Blutung möglich sein, selbst wenn es sich um eine arterielle Blutung handelt. Bei der Versiegelung der Wundränder wird eine temporäre Blutansammlung unter Druck erzeugt. Daraus bildet sich ein stabiles Hämatom, welches wiederrum Druck auf die verletzten Gefässe ausübt und einen weiteren Blutverlust verringert. Laut Herstellerangaben ist die iTClamp schnell und effizient. Ebenso kann man die Klammer an fast jeder Verletzung platzieren. Eine aufwändige Schulung ist nicht erforderlich. Aufgrund ihrer Konstruktion ist die Handhabung der Klammer schnell erklärt. Zu beachten ist, dass die Klammer die Wunde immer vollständig verschliessen muss. Es kann vorkommen, dass bei grösseren Wunden mehrere Klammern nötig sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Der Autor schildert seine Motivation, basierend auf langjähriger Erfahrung im Rettungsdienst, moderne trauma-medizinische Ansätze zu untersuchen.

2 Situationsbeschreibung: Detaillierte Fallschilderung einer Handverletzung mit starker Blutung, bei der der klassische Druckverband an seine Grenzen stieß.

3 Problemstellung: Analyse des eingeschränkten Handlungsspielraums des Rettungssanitäters bei der Wahl zwischen Tourniquet und Druckverband.

4 Ziel: Erarbeitung alternativer Versorgungsmöglichkeiten für stark blutende Wunden anhand des Falls und aktueller Produktbeschreibungen.

5 Vorgehensweise und Abgrenzung: Vorstellung der methodischen Vorgehensweise bei der Untersuchung von Druckverband, iTClamp und Celox.

6 Ausgangssituation und Grundlagen: Darstellung des aktuellen Ist-Zustandes in der Trauma-Versorgung sowie der physiologischen Grundlagen der Blutstillung.

7 Vergleich der Alternativen: Eingehende Analyse der Funktionsweise und Anwendungsbereiche von Druckverband, iTClamp und Hämostyptika.

8 Die Alternativen im Kontext zum geschilderten Fall: Hypothetische Anwendung der untersuchten Hilfsmittel auf das spezifische Fallbeispiel.

9 Beleuchtung der betriebswirtschaftlichen Aspekte: Vergleich der reinen Materialkosten der untersuchten Alternativen.

10 Subjektive Beurteilung der Alternativen im Kontext des Falles: Persönliche Einschätzung des Autors bezüglich der Eignung der Alternativen für den geschilderten Fall.

11 Objektive Beurteilung der Alternativen: Sachliche Bewertung der drei untersuchten Varianten basierend auf medizinischen Standards.

12 Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Nutzens neuerer Hilfsmittel für die rettungsdienstliche Routine.

Schlüsselwörter

Rettungsdienst, Blutstillung, Druckverband, iTClamp, Celox, Hämostase, Hämostyptika, Trauma-Versorgung, Wundmanagement, Blutgerinnung, Chitosan, Notfallmedizin, Materialkosten, Effektivität, Präklinik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht alternative Methoden zur Blutstillung im Rettungsdienst, um Patientenversorgung bei stark blutenden Wunden zu optimieren, wenn klassische Methoden wie der Druckverband an ihre Grenzen stoßen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die medizinische Physiologie der Blutgerinnung (Hämostase), die technische Funktionsweise moderner Hilfsmittel wie iTClamp und Hämostyptika (Celox) sowie deren betriebswirtschaftliche Bewertung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Handlungsspielraum von Rettungssanitätern durch die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit modernen Alternativen zum Druckverband zu erweitern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor kombiniert die Reflexion eines konkreten Praxisbeispiels mit einer Literaturanalyse sowie dem Vergleich technischer Produktbeschreibungen und medizinischer Studien.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Funktionsweise, Anwendungsbereiche und Grenzen der Alternativen (Druckverband, iTClamp, Celox) und stellt diese in den Kontext des gewählten Fallbeispiels.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Blutstillung, iTClamp, Celox, Rettungsdienst, Hämostase, Trauma-Versorgung und Wundmanagement.

Warum wird das Tourniquet in dieser Fallstudie ausgeschlossen?

Der Autor schließt das Tourniquet aus, da es bei der spezifischen Handverletzung die Durchblutung der Finger vollständig unterbunden und somit zu weiteren Folgeschäden geführt hätte.

Wie unterscheidet sich die Funktionsweise von Celox zu einem Druckverband?

Während ein Druckverband auf das körpereigene Gerinnungssystem angewiesen ist, entzieht Celox durch den Wirkstoff Chitosan Feuchtigkeit und bewirkt eine mechanische Verklumpung, wodurch die Blutung auch bei gestörter Gerinnung schneller gestoppt werden kann.

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Details

Titel
Fallstudie über stark blutende Wunden. Alternative Wundversorgung
Note
5.0
Autor
Joshua Jobst (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
23
Katalognummer
V343713
ISBN (eBook)
9783668339279
ISBN (Buch)
9783668339286
Sprache
Deutsch
Schlagworte
fallstudie wunden alternative wundversorgung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Joshua Jobst (Autor:in), 2016, Fallstudie über stark blutende Wunden. Alternative Wundversorgung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/343713
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Leseprobe aus  23  Seiten
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