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Der Internationale Vergleich in der Sozialen Arbeit - Worin liegt der Nutzen und wo liegen Schwierigkeiten bzw. Gefahren?

Title: Der Internationale Vergleich in der Sozialen Arbeit - Worin liegt der Nutzen und wo liegen Schwierigkeiten bzw. Gefahren?

Term Paper , 2002 , 30 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Andrea Adam (Author)

Social Work
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Mit Verweis auf Internationalisierung, Europäisierung und Globalisierung werden in verstärktem Maße Forderungen nach einer international vergleichenden Sozialen Arbeit deutlich. Nationalstaatliche Grenzen verlieren ihre Bedeutung und die Beziehungen zwischen Kulturen, Völkern und Staaten rücken ins Zentrum der Aufmerksamkeit (vgl. Homfeldt & Walser 2004, S. 196). Die internationale Verflechtung betrifft aber nicht nur den ökonomischen Bereich, sondern ebenso soziale Problemlagen, die nicht mehr länger nur nationalstaatliche Beachtung finden dürfen. Kooperationen zwischen nationalen Organisationen und Integration ausländischer sozialpädagogischer Konzepte machen als weiteren Aspekt die Internationalisierung der Sozialen Arbeit deutlich. Internationalität betrifft folglich auf vielfältige Art und Weise auch die Soziale Arbeit. Der komparatistischen Forschung – dem internationalen Vergleich – zum Zecke einer fundierten wissenschaftlichen Informationsgrundlage kommt in diesem Zusammenhang eine bedeutende Stellung zu: zur angemessenen Übernahme ausländischer Konzepte, zur Erarbeitung gemeinsamer Lösungswege und Bearbeitungsmöglichkeiten internationaler sozialer Probleme u.a.

In diesem Sinne gilt es, der Frage nach dem Nutzen und auch den Schwierigkeiten bzw. Gefahren einer international vergleichenden Sozialen Arbeit nachzugehen. Zur Beantwortung dieser Fragestellung soll im Folgenden einführend die Dimension der Internationalität der Sozialen Arbeit beschrieben werden, denn gerade im Zuge von Entgrenzungen und internationalen Verflechtungen kristallisiert sich ein gegenwärtiger Anlass zur komparatistischen Forschung in der Sozialen Arbeit heraus. Daran anschließend gilt es die Methode des Vergleichs mit ihrem Vergleichsverfahren vorzustellen, um für das methodische Vorgehen einer international vergleichenden Sozialen Arbeit zu sensibilisieren. Nach diesen allgemeinen Grundlagen soll sowohl der Nutzen als auch die Schwierigkeiten eines internationalen Vergleichs in der Sozialen Arbeit überprüft werden. Die Erläuterungen beziehen sich jeweils zum einen auf die Vergleichsmethode selbst, also auf eine methodologische und forschungstheoretische Ebene und zum anderen auf Aspekte, die über die Methode des Vergleichs als solche hinausgehen. Damit soll am Ende der Darstellung die Frage nach dem Gewinn und den Gefahren einer international vergleichenden Sozialen Arbeit beantwortet werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Internationalität in der Sozialen Arbeit

3. Die Methode des internationalen Vergleichs

3.1 Definition und Beschreibung

3.2 Das Vergleichsverfahren

4. Der Nutzen eines internationalen Vergleichs in der Sozialen Arbeit

4.1 Zur Methode des internationalen Vergleichs – Die Methode des Vergleichs als „umfassende“ Methode

4.2 Über die Vergleichsmethode hinausgehender Gewinn/Nutzen eines internationalen Vergleichs in der Sozialen Arbeit

4.2.1 Kennen lernen des eigenen durch Konfrontation mit dem Fremden

4.2.2 Länderspezifische und Länderübergreifende Fragestellungen

4.2.3 Mitgestaltung der Sozialen Arbeit an einer europäischen Sozialpolitik

4.2.4 Kooperation und Konkurrenz

4.3 Zusammenfassung

5. Schwierigkeiten und Gefahren eines internationalen Vergleichs in der Sozialen Arbeit

5.1 Zur Methode des internationalen Vergleichs

5.1.1 Fehlender Vergleich

5.1.2 Komplexität der Realität, Äquivalenz und Ethnozentrismus

5.1.3 Das Problem der Vereinfachung/Homogenisierung

5.2 Über die Vergleichsmethode hinausgehende Schwierigkeiten und Gefahren

5.2.1 Ökonomische Initiierung und politische Instrumentalisierung einer international vergleichenden Sozialen Arbeit

5.2.2 Internationaler Vergleich zum Zwecke der Planung und der Feststellung zwangsläufiger Entwicklungen

5.2.3 „Das Ausland als Argument“

5.3 Zusammenfassung

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht den Nutzen, die Schwierigkeiten sowie die potenziellen Gefahren internationaler Vergleiche im Kontext der Sozialen Arbeit, um deren wissenschaftliche Fundierung und praktische Relevanz in einer zunehmend globalisierten Welt kritisch zu beleuchten.

  • Bedeutung der Internationalisierung und Europäisierung für die Soziale Arbeit.
  • Methodische Grundlagen komparatistischer Forschung nach dem Stufenmodell von Hilker.
  • Gewinn durch den internationalen Vergleich hinsichtlich fachlicher Reflexion und europäischer Sozialpolitik.
  • Methodische Probleme wie Ethnozentrismus, Äquivalenz und die Gefahr der Homogenisierung.
  • Politische und ökonomische Instrumentalisierungsrisiken der komparatistischen Forschung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Definition und Beschreibung

Der Vergleich ist als geistige Operation mit einem zweifachen Gesichtspunkt zu charakterisieren. Deskriptiv betrachtet, ist der Vergleich eine Verbindung der Tätigkeiten Anschauung, Analyse und Ordnung, wobei der ordnenden Tätigkeit die zentralste Bedeutung zukommt. Funktional ist Vergleichen ein Beziehungsdenken (vgl. Hilker 1962, S. 99f.). „Zwischen zwei oder mehreren Erscheinungen derselben Art wird ein Bezugsverhältnis hergestellt mit dem Ergebnis der Gleichheit [...], Ähnlichkeit [...] oder Verschiedenartigkeit“ (a.a.O., S. 100). Ist bei dem Vergleich der Erkenntnisgewinn zentral, so stellt sich Gleichheit als unergiebig, Ähnlichkeit dagegen als ergiebig und Verschiedenartigkeit als äußerst fruchtbar dar (vgl. ebd). Zum Zwecke der ordnenden Tätigkeit und des Erkenntnisgewinnes aber genügen weder ein einfaches Nebeneinanderstellen, noch daraus erschlossene Affinitäten oder Diskrepanzen: sie müssen auf einen übergeordneten Wert bzw. Größe bezogen werden: das Tertium Comparationis als Kriterium auf höherer Denkebene (vgl. a.a.O., S. 99f.). Es ist das Kriterium, „[...] nach dem die Zugehörigkeit oder Nichtzugehörigkeit der Merkmale zweier oder mehrerer Gegenstände oder Anschauungen zu einem übergeordneten Gemeinsamen beurteilt wird“ (a.a.O., S. 99).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Notwendigkeit international vergleichender Forschung angesichts globaler Verflechtungen und der Fragestellung nach deren Nutzen und Gefahren.

2. Internationalität in der Sozialen Arbeit: Analyse der wachsenden Bedeutung internationaler Einflüsse und der damit verbundenen Herausforderungen für die Soziale Arbeit in Europa.

3. Die Methode des internationalen Vergleichs: Einführung in die methodischen Grundlagen und das Stufenmodell als strukturierte Vorgehensweise für Vergleiche.

4. Der Nutzen eines internationalen Vergleichs in der Sozialen Arbeit: Untersuchung der fachlichen und politischen Vorteile, die durch internationale Erkenntnisgewinne und Kooperationen entstehen.

5. Schwierigkeiten und Gefahren eines internationalen Vergleichs in der Sozialen Arbeit: Kritische Auseinandersetzung mit methodischen Fehlern und Risiken der politischen sowie ökonomischen Instrumentalisierung.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Potenziale und kritischen Anforderungen an eine reflexive und wissenschaftlich fundierte komparatistische Forschung.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Internationaler Vergleich, Komparatistik, Sozialpolitik, Europäisierung, Globalisierung, Tertium Comparationis, Hilker, Methodik, Äquivalenz, Ethnozentrismus, Instrumentalisierung, Forschung, Sozialpädagogik, Praxisentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert den wissenschaftlichen und praktischen Wert von internationalen Vergleichen innerhalb der Sozialen Arbeit unter Berücksichtigung methodischer Herausforderungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Methodik des Vergleichs, die Bedeutung internationaler Vernetzung für die Sozialpolitik und die kritische Reflektion von Forschungsrisiken.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, sowohl den Nutzen als auch die Gefahren internationaler Vergleiche herauszuarbeiten, um eine fundierte Basis für zukünftige komparatistische Forschung zu bieten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf das klassische Stufenmodell der vergleichenden Pädagogik nach Franz Hilker sowie aktuelle fachwissenschaftliche Diskurse zur Komparatistik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Erläuterung der Methode, eine umfassende Darstellung des Nutzens und eine kritische Beleuchtung von Schwierigkeiten und Gefahren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Soziale Arbeit, Internationaler Vergleich, Komparatistik, Sozialpolitik, Methodik und Instrumentalisierung charakterisiert.

Warum ist das "Tertium Comparationis" so wichtig?

Es dient als übergeordnetes Kriterium, das den Vergleich erst methodisch steuerbar macht und verhindert, dass es bei einem bloßen Nebeneinanderstellen von Daten bleibt.

Welche Gefahr stellt die politische Instrumentalisierung dar?

Die Gefahr besteht darin, dass Forschungsergebnisse primär zur Rechtfertigung politischer oder ökonomischer Ziele genutzt werden, statt das Erkenntnisinteresse der Sozialen Arbeit in den Vordergrund zu stellen.

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Details

Title
Der Internationale Vergleich in der Sozialen Arbeit - Worin liegt der Nutzen und wo liegen Schwierigkeiten bzw. Gefahren?
College
University of Trier
Grade
1,5
Author
Andrea Adam (Author)
Publication Year
2002
Pages
30
Catalog Number
V34372
ISBN (eBook)
9783638346122
Language
German
Tags
Internationale Vergleich Sozialen Arbeit Worin Nutzen Schwierigkeiten Gefahren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Adam (Author), 2002, Der Internationale Vergleich in der Sozialen Arbeit - Worin liegt der Nutzen und wo liegen Schwierigkeiten bzw. Gefahren?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34372
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