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Mein Leben und Arbeiten in Indonesien

Wie definiert sich Kultur, wofür Kulturdimensionen hilfreich sind, über den Umgang mit einem Kulturschock, meiner eigenen Ambiguitätstoleranz und warum nicht jedermann interkulturell kompetent ist

Title: Mein Leben und Arbeiten in Indonesien

Project Report , 2014 , 65 Pages , Grade: 5.5

Autor:in: Daniela Boxler (Author)

Communications - Intercultural Communication
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Summary Excerpt Details

Was ist eigentlich Kultur? Und wie interagiert man mit Menschen aus anderen Kulturen? In Zeiten der wachsenden Globalisierung stehen immer wieder Fragen wie diese im Mittelpunkt.

Kommunikation zwischen Kulturen kann sich oft als schwierig erweisen, doch als Fremde im Ausland – ob in der Rolle einer Vorgesetzten oder einer Angestellten – gilt es, sich mit mehr als nur dem Offensichtlichen zu beschäftigen. Dem Arbeiten in einem anderen Land liegt eine bewusste Auseinandersetzung mit der fremden Kultur ebenso zugrunde, wie die mit der eigenen Identität.

Offenheit und Anpassungsbereitschaft bilden die Grundlagen für eine ergiebige Zusammenarbeit. Für eine erfolgreiche Integration in die Kultur eines fremden Landes, muss man neue „Spielregeln“ erlernen und sich neue Arten der Kommunikation aneignen. Dabei sollte man sich auch in die soziologischen und psychologischen Faktoren einfühlen können, also Verständnis für das Zusammenspiel der eigenen kulturellen Prägung mit der des Gastlandes entwickeln.

Nach acht Jahren im Ausland greift Daniela Boxler in dieser Arbeit auf den Reichtum ihrer eigenen Erfahrungswerte zurück: Mit Fokus auf Indonesien erarbeitet sie auf einer ganz persönlichen Ebene die Anwendung Transkultureller Kommunikation und reichert die Theorie der Interkulturellen Kompetenz mit praktischen Handlungsanweisungen an.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Kultur

1.1 Einführung

1.2 Eine mögliche Definition von Kultur

1.3 Der eigene kulturelle Rahmen

1.4 Übung zur Selbstreflexion

1.5 Zusammenfassung und Fazit

2 Kulturschock

2.1 Was bewegt uns dazu fortzugehen?

2.2 Was ist ein Kulturschock?

2.3 Schilderung eines erlebten Kulturschocks

2.4 Die Intensität eines Kulturschocks

2.5 Was kann bei der Bewältigung eines Kulturschocks helfen?

2.6 Zusammenfassung und Fazit

3 Kulturdimensionen als Hilfsmittel

3.1 Beispiele und Erläuterung von Kulturdimensionen

3.2 In Indonesien ermittelte Kulturdimensionswerte

3.3 Fallbeispiele zu Theorie und Praxis am Arbeitsplatz

3.3.1 Der Todesfall

3.3.2 Analyse des Fallbeispiels (Kulturdimension grosse Machtdistanz)

3.3.3 Der Wutausbruch

3.3.4 Analyse des Fallbeispiels (Kulturdimension Kollektivität)

3.4 Fallbeispiel zu Theorie und Praxis privat

3.4.1 Ibu Bokir

3.4.2 Analyse des Fallbeispiels (Kulturdimension high context)

3.5 Zusammenfassung und Fazit

4 Achtsame Kommunikation

4.1 Das Kommunikationsquadrat

4.2 Fallbeispiel zu Theorie und Praxis am Arbeitsplatz

4.2.1 Beleidigung

4.3 Fallbeispiele zu Theorie und Praxis privat

4.3.1 Der Garten

4.4 Das Wertequadrat

4.5 Fallbeispiel zu Theorie und Praxis am Arbeitsplatz

4.5.1 Abmahnung

4.6 Zusammenfassung und Fazit

5 Das Zusammenspiel von Kultur und Identität

5.1 Personale Identität

5.2 Kulturelle Identität

5.2.1 Kulturelle Identität in Bali

5.3 Zusammenfassung und Fazit

6 Interkulturelle Kompetenzen

6.1 Aspekte interkultureller Kompetenz

6.2 Fallbeispiele zu Theorie und Praxis

6.2.1 Reflektierter Umgang mit Attributionen und Stereotypen, Fremdwahrnehmung

6.2.2 Beherrschung von Strategien des Nachfragens und der Informationsbeschaffung

6.3 Die interkulturelle Kompetenzstufenentwicklung

6.3.1 Meine eigene interkulturelle Kompetenzentwicklung

6.4 Zusammenfassung und Fazit

7 Persönliches Fazit und Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit reflektiert die persönlichen Erfahrungen der Autorin während ihres vierjährigen Aufenthalts in Indonesien, um die Dynamik von Kultur, Identität und interkultureller Kommunikation aus einer wissenschaftlich fundierten Metaebene zu beleuchten und anderen im Ausland tätigen Fachkräften eine Orientierungshilfe zu bieten.

  • Kulturtheoretische Grundlagen und die Bedeutung des eigenen kulturellen Rahmens.
  • Die Phasen des Kulturschocks und Strategien zu dessen Bewältigung.
  • Anwendung von Kulturdimensionen (nach Hofstede und anderen) zur Analyse indonesischer Verhaltensmuster.
  • Achtsame Kommunikation mittels des Modells von Schulz von Thun in einem fremdkulturellen Kontext.
  • Das komplexe Zusammenspiel von Identitätsentwicklung und interkultureller Kompetenz.

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Der Todesfall

Bei einem tragischen Unglück starb einer unserer Mitarbeiter, ein langjähriger Reiseleiter, der eine Frau und zwei Kinder hinterliess. Der Islam schreibt vor, dass der Verstorbene bereits am nächsten Tag beerdigt werden muss. Ich hatte das Gefühl, dass kaum hatte mich die traurige Nachricht erreicht, auch schon der Zeitpunkt der Beisetzung bekannt war. Ich konnte aus geschäftlichen Gründen am nächsten Tag zwar nicht daran teilnehmen, hatte mir aber vorgenommen, dafür der Familie des Verstorbenen einen Kondolenzbesuch abzustatten.

So bat ich eine ältere und langjährige Mitarbeiterin von uns mich zu begleiten. Ich wusste nicht genau, wo die Familie wohnte und gegebenenfalls konnte Sie mir bei der Übersetzung helfen. Trauerbekundungen auf Indonesisch waren nicht unbedingt meine Stärke. Zudem benötigte ich dringend Hilfe bei den Formalitäten: Welche Geschenke bringt man der Familie mit, welcher Geldbetrag ist angebracht und wie ist dieser zu überreichen usw. Nachdem wir alle Geschenke (vorwiegend Süssigkeiten) auf dem Weg gekauft hatten und das Geld in einem Umschlag gut verschlossen, suchten wir die Familie auf.

Der Besuch verlief den Umständen entsprechend traurig. Ich war überrascht, wie viel die Frau über die Arbeit ihres Mannes sprechen wollte, von seinen Erlebnissen erzählte und wie gut er immer von unserem Büro gesprochen hatte. Wahrscheinlich war das Teil des Höflichkeitsrituales, da ich einmal die Vorgesetzte ihres Mannes gewesen war.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Kultur: Einführung in den Kulturbegriff und dessen Einfluss auf die individuelle Wahrnehmung, ergänzt durch Übungen zur Selbstreflexion.

2 Kulturschock: Analyse der Phasen eines Kulturschocks basierend auf persönlichen Erfahrungen in Indonesien sowie Strategien zur erfolgreichen Bewältigung.

3 Kulturdimensionen als Hilfsmittel: Erläuterung theoretischer Kulturdimensionen und deren praktische Anwendung anhand von konkreten Fallbeispielen im beruflichen und privaten Umfeld in Indonesien.

4 Achtsame Kommunikation: Anwendung des Kommunikationsquadrats und Wertequadrats auf interkulturelle Missverständnisse und deren Auflösung.

5 Das Zusammenspiel von Kultur und Identität: Untersuchung der Identitätsentwicklung unter dem Einfluss von Akkulturation, besonders im Kontext der balinesischen Kultur.

6 Interkulturelle Kompetenzen: Erörterung der Entwicklung interkultureller Kompetenzen als fortlaufender Lernprozess und die eigene Kompetenzentwicklung der Autorin.

7 Persönliches Fazit und Resümee: Reflexion über die gewonnenen Erkenntnisse und die persönliche Transformation durch das Leben in fremden Kulturen.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kommunikation, Indonesien, Bali, Kulturschock, Kulturdimensionen, Identität, Achtsamkeit, interkulturelle Kompetenz, Kommunikation, Wertequadrat, Sozialisation, Enkulturation, Akkulturation, Führungsstile, Privatsphäre.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Projektarbeit beleuchtet die Erfahrungen der Autorin während ihres vierjährigen Aufenthalts in Indonesien und analysiert diese mithilfe von wissenschaftlichen Modellen der interkulturellen Kommunikation.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen den Kulturbegriff, den Prozess des Kulturschocks, die Anwendung von Kulturdimensionen sowie das Zusammenspiel von Identität und interkultureller Kompetenz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, eigene Lernerfahrungen auf eine theoretische Ebene zu heben und anderen Entsandten eine Orientierungshilfe für das Leben und Arbeiten in Indonesien zu bieten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf der Reflexion persönlicher Fallbeispiele und deren Analyse unter Anwendung bekannter Modelle wie dem Kommunikationsquadrat von Schulz von Thun, Hofstedes Kulturdimensionen und dem Konzept der interkulturellen Kompetenzstufen nach Bennett.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden reale Szenarien aus der indonesischen Arbeits- und Privatwelt, wie der Umgang mit einem Todesfall oder berufliche Abmahnungen, mit kulturtheoretischen Konzepten verknüpft.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Zu den prägenden Begriffen gehören "Kulturschock", "Kollektivismus", "Machtdistanz", "Gesichtsverlust" und "Indonesien".

Wie interpretieren Indonesier das Konzept der Privatsphäre?

In Indonesien ist Privatsphäre im westlichen Sinne kaum existent; kollektives Verhalten und gegenseitige Aufmerksamkeit, die oft als Neugier missverstanden werden, sind dort gesellschaftliche Normen.

Warum empfinden die Indonesier Kritik an Mitarbeitern oft als Gesichtsverlust?

Da das Handeln des Einzelnen immer auf die gesamte Gruppe (Familie, Abteilung, Firma) zurückfällt, wird direkte Kritik als Schande für das gesamte Kollektiv gewertet, was zum Gesichtsverlust führt.

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Details

Title
Mein Leben und Arbeiten in Indonesien
Subtitle
Wie definiert sich Kultur, wofür Kulturdimensionen hilfreich sind, über den Umgang mit einem Kulturschock, meiner eigenen Ambiguitätstoleranz und warum nicht jedermann interkulturell kompetent ist
College
Institute of Communication and Leadership
Course
CAS
Grade
5.5
Author
Daniela Boxler (Author)
Publication Year
2014
Pages
65
Catalog Number
V343793
ISBN (eBook)
9783668358003
ISBN (Book)
9783668358010
Language
German
Tags
Interkulturelle Sensibilität Kulturschock Ambiguitätstoleranz Schulz von Thun Kommunikationsquadrat Rückkehrschock Indonesien Arbeiten in Indonesien Leben in Indonesien Geschäftlich im Ausland Auswandern Interkulturelle Kommunikation Transkulturelle Kommunikation fremde Kulturen Südostasien Bali
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Boxler (Author), 2014, Mein Leben und Arbeiten in Indonesien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/343793
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