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Imitation von Gewalt durch Massenmedien - Nachahmung von Selbstmord

Title: Imitation von Gewalt durch Massenmedien - Nachahmung von Selbstmord

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Andrea Adam (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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Die Ansteckungs- und Nachahmungswirkung von Gewaltdarstellung in den Medien stellt ein häufiges Forschungsgebiet dar. In diesen Studien wird versucht, zu überprüfen, ob die Darstellung gewalttätiger Handlungen in den Medien die Nachahmung ähnlicher Taten begünstigt. Die zentrale Fragestellung also lautet, ob das Verhalten in den Medien ein Modell für das Verhalten der Rezipienten liefert. „Die Vorstellung, die in den Massenmedien erfolgte Darstellung krimineller und gewalttätiger Verhaltensweisen würde zu einer Welle von Nachahmungstaten führen, besitzt, (...), eine lange Tradition und wird durch eine Vielzahl mehr oder weniger überzeugender Fallbeispiele belegt.“

In Bezug auf Selbstmord, als eine Art von Gewalt an der eigenen Person, wird davon ausgegangen, dass durch ein Modell ein Anstoß zur Suizidhandlung und die Vermittlung einer bestimmten Suizidmethode gegeben wird. Untersuchungen, die die Wirkung eines Selbstmordmodells in den Medien überprüfen, werden im folgenden den Schwerpunkt bilden. In diesem Zusammenhang wird eine Übersicht von Untersuchungen und Studien über die Nachahmung von Selbstmord durch Medienberichterstattung vorgestellt, als auch deren Ergebnisse aufgezeigt. Ebenso soll aufgezeigt werden, mit welchen Schwierigkeiten der Nachweis der Immitationshypothese konfrontiert sind. Zu unterscheiden sind bei diesen Untersuchungen zwischen realen und fiktiven Modellen, wobei die Wirkung eines fiktiven Selbstmordmodells ganz speziell an der Fernsehserie „Tod eines Schülers“, die 1981 und 1982 vom ZDF ausgestrahlt wurde, gezeigt werden soll.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Untersuchungen zur Überprüfung der Imitationshypothese bei Selbstmorddarstellungen

2.1. Die Wirkung realer Selbstmordmodelle

2.2. Die Wirkung fiktiver Selbstmordmodelle

2.3. Zusammenfassung der einzelnen Untersuchungsergebnisse

3. Überprüfung der Imitationshypothese am Beispiel der Fernsehserie „Tod eines Schülers“ (fiktives Modell)

3.1. Inhalt der Serie

3.2. Modellernen

3.3. Untersuchung zur Überprüfung der Imitationshypothese

3.4. Methodische Voraussetzung zur Überprüfung der Imitationshypothese

3.5. Methodik

3.5.1. Design

3.5.2. Modellvariablen, Datenerhebung und Auswertung

3.6. Ergebnisse

3.7. Zusammenfassung

4. Schwierigkeiten in dem Forschungsbereich der Nachahmungswirkung

5. Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ansteckungs- und Nachahmungswirkung von medialen Gewaltdarstellungen, mit einem speziellen Fokus auf Suizidhandlungen. Ziel ist es zu analysieren, ob Medieninhalte als Modelle für suizidales Verhalten fungieren und ob eine kausale Verbindung zwischen fiktiven Selbstmordmodellen in Fernsehserien und der realen Suizidrate nachgewiesen werden kann.

  • Wirkung von realen und fiktiven Suizidmodellen
  • Modellernen und Imitationseffekte
  • Methodische Analysen anhand der Serie „Tod eines Schülers“
  • Kritische Reflexion der Forschungsbedingungen
  • Diskussion über Medienverantwortung und Prävention

Auszug aus dem Buch

3.2. Modellernen

Bei der Überprüfung der Wirkung eines Modells, spielt die Vermittlung von Handlungsmustern durch Modellernen eine zentrale Rolle.

„Unter Modellernen versteht man den Erwerb neuer Verhaltensweisen durch Beobachtung, ohne dass der Nachvollzug der am Modell erlernten Verhaltensweisen einer Verstärkung bedürfte.“4

Der Lernerfolg kann von einigen Faktoren abhängen: zum einen von der Anzahl und Eigenschaften der Modelle und zum zweiten von Beobachtungsmerkmalen und Ähnlichkeiten mit den Eigenschaften des Modells - wie etwa Alter, Geschlecht oder Sozialstatus.

Die Imitation ist nicht ausschließlich auf die Nachahmung realer Modelle beschränkt, sondern kann auch in der Nachahmung fiktiver, durch Erzählung, literatur- oder medienvermittelter Modelle, wie es bei dieser Studie der Fall ist, bestehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Forschungsfeld der medialen Ansteckungs- und Nachahmungswirkung ein und definiert die zentrale Fragestellung bezüglich der Modellfunktion von Medieninhalten.

2. Untersuchungen zur Überprüfung der Imitationshypothese bei Selbstmorddarstellungen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über existierende Studien zu realen und fiktiven Suizidmodellen und fasst deren widersprüchliche Ergebnisse zusammen.

3. Überprüfung der Imitationshypothese am Beispiel der Fernsehserie „Tod eines Schülers“ (fiktives Modell): Hier wird eine spezifische Studie vorgestellt, die mittels eines natürlichen Experiments die Auswirkungen der Serie auf die Suizidrate bei Jugendlichen analysiert.

4. Schwierigkeiten in dem Forschungsbereich der Nachahmungswirkung: Das Kapitel beleuchtet methodische Herausforderungen und Kritikpunkte bei der Kausalitätsprüfung zwischen Medienkonsum und Nachahmungstaten.

5. Diskussion: Die Diskussion reflektiert die Ergebnisse kritisch und fordert eine differenzierte Sichtweise auf Mediengewalt sowie verstärkte Aufklärung statt pauschaler Schuldzuweisungen.

Schlüsselwörter

Imitationshypothese, Medienwirkung, Selbstmorddarstellung, Modellernen, Fernsehserie, Tod eines Schülers, natürliche Experimente, Suizidprävention, Mediengewalt, Kausalität, Jugendmedienschutz, Nachahmungseffekt, Sozialpsychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die Darstellung von Gewalt in Massenmedien – speziell von Selbstmorden – zur Nachahmung durch die Rezipienten führt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Modellernen, dem Unterschied zwischen realen und fiktiven Suizidmodellen sowie den methodischen Schwierigkeiten beim Nachweis von Nachahmungseffekten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu prüfen, ob fiktive Modelle in Fernsehsendungen eine Suizidmotivation auslösen oder eine bestimmte Suizidmethode vermitteln können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturübersicht sowie der detaillierten Analyse eines „natürlichen Experiments“ im Rahmen der Ausstrahlung der Serie „Tod eines Schülers“.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen des Modellernens, den Ergebnissen verschiedener Studien zu Suizidberichterstattungen und der spezifischen Auswertung von Eisenbahnsuiziden in Relation zur TV-Ausstrahlung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Imitationshypothese, Modellernen, Medienwirkung, Suizidprävention und die kritische Distanz zur Kausalitätsforschung im Medienbereich.

Warum ist die Analyse der Serie „Tod eines Schülers“ so bedeutsam?

Sie dient als konkretes „natürliches Experiment“, da die Ausstrahlung zeitlich genau erfassbar war und die Serie eine spezifische, leicht identifizierbare Suizidmethode thematisierte.

Wie wird das Bedenken von Dürkheim in der Arbeit entkräftet?

Die Arbeit argumentiert, dass es sich nicht bloß um eine zeitliche Verschiebung bereits geplanter Suizide handelte, da die Anstiegsraten der entsprechenden Suizidmethode auch über den Sendezeitraum hinaus erhöht blieben.

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Details

Title
Imitation von Gewalt durch Massenmedien - Nachahmung von Selbstmord
College
University of Trier
Grade
1,0
Author
Andrea Adam (Author)
Publication Year
2001
Pages
21
Catalog Number
V34387
ISBN (eBook)
9783638346160
Language
German
Tags
Imitation Gewalt Massenmedien Nachahmung Selbstmord
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Adam (Author), 2001, Imitation von Gewalt durch Massenmedien - Nachahmung von Selbstmord, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34387
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