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Korruption im IOC

Titel: Korruption im IOC

Seminararbeit , 2004 , 13 Seiten , Note: 2

Autor:in: Daniel Gollasch (Autor:in)

Politik - Sonstige Themen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Olympiabewerbung von Leipzig für das Jahr 2012 war eine große Vision, die die Menschen fesselte und ihnen bewusst machte: Hier ist etwas ganz großes möglich. Doch der Traum zerplatze, als IOC-Chef Rogge 2004 bekannt gab, dass Leipzig keine offizielle Cand idate City werden wird. Waren es rein sportliche Gründe, die Leipzig den Weg auf den Olymp verstellten oder regierte hier der schnöde Mammon? Wie werden die Entscheidungen des IOC gefällt, was passiert hinter den Kulissen des IOC? All diese Fragen sind Ausgangspunkt dieser Hausarbeit. Schon 2002 entbrannte diese Debatte über Korruption im IOC nach der umstrittenen Vergabe der olympischen Spiele 2002 an Salt Lake City, harte Auseinandersetzungen zwischen KritikerInnen und AnhängerInnen des olympischen Systems fanden statt.

In dieser Hausarbeit werde ich mich mit dem Internationalen Olympischen Komitee auseinandersetzen und untersuchen, welche Rolle Korruption bei der Vergabe der Olympischen Spiele einnimmt. Dazu werden zuerst die Organisationstrukturen skizziert und dargestellt auf welchen Grundlagen das IOC arbeitet. Weiterhin werden ausgewählte Korruptionsfalle bei den Kandidaturen von Sydney und Salt Lake City, die in Verbindung mit den Olympischen Spielen stattgefunden haben, untersucht ehe ich abschließend die Reformansätze des IOC darstelle und diskutiere. Noch 1974 schrieb der spätere NOK-Präsident Willi Daume über die IOC-Mitglieder: „Als olympische Halbgötter werden sie verehrt wie verspottet, abwechselnd als erzkonservativer Herrenclub oder als kommunistische Erfüllungsgehilfen beschimpft, als eitle versnobte Großkapitalisten oder als unzulängliche Idealisten belächelt oder als politische Mafia gefürchtet. Im Grunde weiß man nichts rechtes mit dem IOC anzufangen. Es hat keine Macht, kein Vermögen, keinen Einfluß in der Weltöffentlichkeit“. Diese Einschätzung hat mit der heutigen Realität nichts mehr gemeinsam, Ziel meiner Hausarbeit ist es, letztere darzustellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Struktur und Aufgabenbereiche des IOC

2.1 Jahrestagungen

2.2 Executive Board

3 Das IOC – ideales Umfeld für Korruption und individuelle Bereicherung

4 Korruption als Folge der Kommerzialisierung der olympischen Idee

5 Korruptionsfälle

5.1 Sydney

5.2 Salt Lake City

6 Konsequenzen der Korruption

7 Reformansätze

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Korruption bei der Vergabe der Olympischen Spiele durch das Internationale Olympische Komitee (IOC). Dabei wird analysiert, inwieweit die internen Strukturen, die fehlende externe Kontrolle und die zunehmende Kommerzialisierung des olympischen Systems anfällig für unethisches Handeln, Stimmenkauf und individuelle Bereicherung sind.

  • Strukturelle Mängel und Machtkonzentration im IOC
  • Kommerzialisierung als Katalysator für Korruption
  • Fallstudien zur Vergabe der Spiele an Sydney und Salt Lake City
  • Analyse der Folgen für den Sport und die olympische Idee
  • Diskussion möglicher Reformansätze und struktureller Veränderungen

Auszug aus dem Buch

3 Das IOC – ideales Umfeld für Korruption und individuelle Bereicherung

Das IOC ist durch eine starke Personenzentriertheit charakterisierbar. Der jeweilige Präsident prägt das Bild des IOC in der Öffentlichkeit sehr stark. Dieser Punkt ist tief in den Strukturen des IOC verwurzelt, wie schon in den Ausführungen über die Gründung erkenntlich wurde.

Bei den KritikerInnen des IOC besteht weitestgehende Einigkeit darüber, dass die Korruptionsproblematik und der Werteverfall erst mit dem Amtsantritt des „glühenden Franco-Anhängers“ Samaranchs im Jahre 1980 auf die Agenda traten. Dies hängt entscheidend mit dessen offenen Bekenntnis zum Profisport und Sponsoring zusammen, durch das die Olympischen Spiele erst die ökonomische Bedeutung bekamen, wie wir sie heute kennen.

Samaranch hat die Strukturen des IOC kaum verändert, seine Aufgaben durch die Kommerzialisierung aber entscheidend umgestellt. Hier setzt gravierende Kritik an. Denn das IOC verharrt in Strukturen, die für die Verwaltung und Förderung eins Sportfestes für AmateursportlerInnen gedacht war. Es entwickelte sich aber zu einem Vermarkter eines Profisportevents mit einem Umsatz von mehreren Milliarden Franken.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Korruptionsdebatte rund um die olympischen Spiele, ausgehend von gescheiterten Bewerbungen wie der von Leipzig.

2 Struktur und Aufgabenbereiche des IOC: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Entstehung und die organisatorischen Gremien, wie das Executive Board, die das IOC steuern.

3 Das IOC – ideales Umfeld für Korruption und individuelle Bereicherung: Hier wird untersucht, warum die autokratischen Strukturen und die starke Personenzentrierung den Boden für Korruption bereiten.

4 Korruption als Folge der Kommerzialisierung der olympischen Idee: Das Kapitel analysiert den Wandel des Sports hin zur privaten Finanzierung und die damit verbundene wirtschaftliche Versuchung.

5 Korruptionsfälle: Anhand konkreter Beispiele aus Sydney und Salt Lake City werden Mechanismen der Bestechung und des Stimmenkaufs illustriert.

6 Konsequenzen der Korruption: Hier wird verdeutlicht, dass Korruption den Sportgedanken untergräbt und finanzielle Lasten auf die Allgemeinheit überträgt.

7 Reformansätze: Das Kapitel stellt verschiedene Vorschläge zur Umstrukturierung des IOC vor und bewertet deren Wirksamkeit kritisch.

8 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die undemokratischen Strukturen des IOC eine notwendige, grundlegende Reform erschweren.

Schlüsselwörter

Internationales Olympisches Komitee, IOC, Korruption, Kommerzialisierung, Olympische Spiele, Stimmenkauf, Bestechung, Sportethik, Samaranch, Salt Lake City, Sydney, Strukturwandel, Non-Profit-Organisation, Machtmissbrauch, Sportpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Korruptionsproblematik innerhalb des Internationalen Olympischen Komitees und untersucht, welche strukturellen Bedingungen unethisches Verhalten begünstigen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Organisationsstruktur des IOC, die ökonomische Kommerzialisierung der olympischen Idee und die konkreten Auswirkungen von Korruptionsskandalen auf das Ansehen des Sports.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen dem olympischen Ideal eines fairen Wettkampfes und der Realität machtgieriger, intransparenter Entscheidungsprozesse hinter den Kulissen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer deskriptiven Untersuchung von Fallbeispielen zur Vergabe der Olympischen Spiele.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der internen Machtstrukturen des IOC, eine Darstellung der finanziellen Kommerzialisierung sowie eine detaillierte Betrachtung der Korruptionsfälle Sydney und Salt Lake City.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie IOC, Korruption, Kommerzialisierung, olympisches Ideal und Machtmissbrauch definiert.

Wie bewertet der Autor die vorgeschlagenen Reformansätze des IOC?

Der Autor äußert sich skeptisch gegenüber den offiziellen Reformvorschlägen, da diese seiner Ansicht nach die grundlegende Problematik der intransparenten Strukturen nicht beheben, sondern die kommerzielle Ausrichtung sogar festigen könnten.

Inwiefern beeinflusst die "Politik des Gebens und Nehmens" die Vergabe der Spiele?

Laut der Arbeit ist diese Politik zu einem inoffiziellen, aber wirksamen Mechanismus geworden, bei dem durch finanzielle Zuwendungen an Entscheidungsträger Einfluss auf Abstimmungen über die Austragungsorte genommen wird.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Korruption im IOC
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Politikwissenschaft der MLU)
Veranstaltung
Korruption
Note
2
Autor
Daniel Gollasch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
13
Katalognummer
V34426
ISBN (eBook)
9783638346481
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Korruption
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Gollasch (Autor:in), 2004, Korruption im IOC, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34426
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Leseprobe aus  13  Seiten
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