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Telefoninterviews in der empirischen Sozialforschung. Interviewdauer in Abhängigkeit möglicher Determinanten

Title: Telefoninterviews in der empirischen Sozialforschung. Interviewdauer in Abhängigkeit möglicher Determinanten

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 13 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Selina Thal (Author)

Sociology - Methodology and Methods
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Die Arbeit hat es sich zur Aufgabe gemacht, im Sinne der Methodenforschung, die Interviewdauer der im Rahmen der Lehrveranstaltung „Empirische Sozialforschung I + II“ durchgeführten Telefonumfrage zur sozialen Sicherheit näher zu untersuchen. Neben der rein deskriptiven Beschreibung, wie es in jedem Methodenbericht üblich ist, sind auch die Determinanten der Interviewdauer von Interesse.

Zwar liegen „Telephoninterviews mit einer Dauer von einer Stunde, bisweilen sogar 1½ Stunden, (…) durchaus im Bereich des Möglichen“, jedoch können effizient durchgeführte Interviews zu einer erhöhten Datenqualität sowie zu einer größeren Fallzahl beitragen. Einerseits könnten aus den gefundenen Determinanten normative Vorschläge zur Verbesserung der Durchführung des Interviews erwachsen, andererseits handelt es sich bei der Suche nach Einflüssen auf die Interviewdauer um ein relativ unerforschtes Gebiet. Daher kann diese Arbeit ebenfalls als ein Versuch der Erweiterung der Methodenforschung angesehen werden.

Es ist zu konstatieren, dass es sich bei der etablierten computergestützten telefonischen Befragung um eine ganz besondere Art der Kommunikation handelt: So muss „der Interviewer nicht nur mit dem Befragten (…), sondern auch mit dem Computer“ interagieren (Lukanow 2006: 72). In diesem Zusammenhang sollen speziell die Einflüsse des Befragten- und Interviewergeschlechts auf die Interviewdauer getestet werden. Allgemein lässt sich sagen, dass die Methodenforschung bisher fast ausschließlich die Effekte zwischen Befragten- und Interviewergeschlecht im Kontext von möglichen Antwortverzerrungen und der etwaigen Aufnahme des Interviews betrachtet hat. Eventuell hängt aber die Interviewdauer auch davon ab, um welche konkrete Geschlechterkonstellation es sich zwischen den Interviewpartnern handelt.

Im Folgenden gilt es zu zeigen, wie es sich sowohl damit als auch mit anderen möglichen Determinanten in der deutschlandweiten Telefonumfrage vom Sommersemester 2007 verhält. Der Zweck der Arbeit besteht jedoch keineswegs darin, eine Vollständigkeit der Determinanten der Interviewdauer abzubilden, vielmehr sollen erste Erkenntnisse bezüglich der Fragestellung gewonnen werden. Alle Berechnungen stützen sich dabei auf den Datensatz für methodische Analysen ESF07/08_used.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.1. Die Dauer des Telefoninterviews

1.1.1. Einleitung

1.1.2. Theorie und Hypothesen

1.1.3. Deskription der Interviewdauer in Abhängigkeit möglicher Determinanten

1.1.4. Überprüfung der Hypothesen / Ergebnisse der multiplen Regression

1.1.5. Fazit

1.1.6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht im Rahmen der Methodenforschung die Einflussfaktoren auf die Interviewdauer bei einer Telefonumfrage zur sozialen Sicherheit, um Erkenntnisse über Effizienzsteigerungen und Interviewereffekte zu gewinnen.

  • Analyse von Determinanten der Interviewdauer
  • Einfluss der Geschlechterkonstellation zwischen Interviewer und Befragtem
  • Untersuchung von Interviewererfahrung und Verständnisproblemen
  • Rolle des Bildungsabschlusses und des Alters der Befragten
  • Anwendung multivariater Analysemethoden zur Identifikation signifikanter Faktoren

Auszug aus dem Buch

1.1.2. Theorie und Hypothesen

Um einen ersten Eindruck davon zu gewinnen, welche Faktoren für den theoretischen Hintergrund relevant sein könnten, werden die beiden Extremfälle der Interviewdauer zu Rate gezogen.

Beim Vergleich der Fälle ist vor allem der Altersunterschied von 23 Jahren der beiden Befragten auffällig. Zusätzlich gab der Interviewer des längsten Interviews an, die befragte Person wäre nahezu durchgängig ausgeschweift. Im Gegensatz dazu wurden beim kürzesten Interview keine Ausschweifungen notiert. Das längste Interview führte ein männlicher Interviewer mit einem männlichen Befragten, wohingegen im Falle des kürzesten Interviews zwei Frauen miteinander kommunizierten.

(1) Anzahl der vollständigen Interviews

Zwar konnte der Einfluss der Interviewererfahrung bisher nur schwer analytisch nachgewiesen werden, jedoch konnte eine „Untersuchung von Bailar (…) einen Zusammenhang zwischen der Interviewererfahrung und der Angabe zum Einkommen feststellen. Dort zeigte sich, dass die Interviewer ohne viel Erfahrung Angst davor hatten, die Frage nach dem Einkommen könne den Interviewablauf gefährden“ (Bailar/Bailey/ Stevens 1977, zitiert nach Buchwald 2006: 75). Mehr Erfahrung erhöht demnach die Selbstsicherheit des Interviewers, was wiederum zu einem „reibungsloseren“ Interviewablauf führen kann. Daraus leitet sich die Hypothese ab: Je mehr vollständige Interviews ein(e) Interviewer(in) absolviert hat, desto kürzer ist die Interviewdauer.

Zusammenfassung der Kapitel

1.1. Die Dauer des Telefoninterviews: Einleitende Darlegung der Zielsetzung, das noch wenig erforschte Gebiet der Interviewdauer-Determinanten bei Telefonumfragen zu untersuchen.

1.1.1. Einleitung: Erläuterung der Relevanz von Interviewdauer für Datenqualität und Effizienz unter Verwendung des Datensatzes ESF07/08_used.

1.1.2. Theorie und Hypothesen: Herleitung von Hypothesen zu Einflüssen wie Interviewererfahrung, Verständnisproblemen, Ausschweifungen, sozialer Distanz und Geschlechterkonstellationen.

1.1.3. Deskription der Interviewdauer in Abhängigkeit möglicher Determinanten: Deskriptive Analyse der Verteilung der Interviewdauer und erste grafische Auswertung der identifizierten Variablen.

1.1.4. Überprüfung der Hypothesen / Ergebnisse der multiplen Regression: Multivariate statistische Analyse zur Überprüfung, welche Faktoren einen signifikanten Einfluss auf die Interviewdauer ausüben.

1.1.5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und kritische Reflexion der methodischen Implikationen für zukünftige Interviewer-Schulungen.

1.1.6. Literaturverzeichnis: Auflistung aller in der Arbeit zitierten wissenschaftlichen Quellen und methodischen Berichte.

Schlüsselwörter

Telefoninterview, Interviewdauer, Methodenforschung, Interviewereffekte, soziale Distanz, Geschlechterkonstellation, Interviewererfahrung, Datenqualität, Ausschweifungen, Verständnisprobleme, multivariate Regression, ESF-Studie, CATI, Sozialforschung, Befragungseffekte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Faktoren, welche die Dauer von Telefoninterviews beeinflussen, um ein besseres Verständnis für die Effizienz und Qualität dieser Erhebungsmethode zu erlangen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen interviewerspezifische Merkmale, die Interaktion zwischen Interviewer und Befragtem, soziale Distanz sowie die Auswirkungen von Gesprächsverläufen wie Ausschweifungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Determinanten für die Interviewdauer zu identifizieren, um Empfehlungen für die Optimierung von Interviews und Interviewerschulungen abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Neben einer deskriptiven Datenanalyse wird ein multiples Regressionsmodell angewendet, um den signifikanten Einfluss verschiedener Variablen auf die Interviewdauer zu bestimmen.

Was ist der Kerninhalt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Hypothesenbildung, die deskriptive Auswertung der Befragungsdaten und die anschließende multivariate Prüfung dieser Hypothesen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Studie?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Interviewdauer, Telefonbefragung (CATI), Interviewereffekte, soziale Distanz und Interviewererfahrung geprägt.

Warum spielt die Geschlechterkonstellation laut Autor eine Rolle?

Es wird angenommen, dass die Geschlechterkombination die persönliche Distanz beeinflusst; dabei zeigte sich, dass zwei weibliche Gesprächspartner das Interview effizienter gestalten konnten.

Zu welchem Schluss kommt der Autor bezüglich der Schulung von Interviewern?

Der Autor schlägt vor, Interviewer stärker hinsichtlich rhetorischer Fertigkeiten und des Umgangs mit Ausschweifungen oder Verständnisproblemen zu schulen, da diese Faktoren die Interviewzeit maßgeblich verlängern.

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Details

Title
Telefoninterviews in der empirischen Sozialforschung. Interviewdauer in Abhängigkeit möglicher Determinanten
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Sozialwissenschaften)
Course
Empirische Sozialforschung I + II
Grade
1,7
Author
Selina Thal (Author)
Publication Year
2008
Pages
13
Catalog Number
V344349
ISBN (eBook)
9783668341524
ISBN (Book)
9783668341531
Language
German
Tags
Empirische Sozialforschung Telefoninterview Dauer Telefoninterview Interviewdauer Hausarbeit Empirische Sozialforschung Hausarbeit Telefoninterview CATI Hausarbeit CATI Telefonumfrage Hausarbeit Telefonumfrage Interview Interviewererfahrung Interviewereffekte Verteilung Interviewdauer durchschnittliche Interviewdauer vollständiges Interview vollständig Interview Regression Regressionsmodell Regression Interviewdauer Regressionsmodell Interviewdauer Verständnisprobleme Interview Kenneth Bailey Mark Benney Andreas Diekmann Christina Buchwald Moritz Fedkenheuer Timothy Johnson Jack Nealon Inger-Marie Sandberg effects of male telephone interviewers effects of female telephone interviewers gender interactions between interviewer and survey respondents Methodenbericht ESF age interview sex interview multiple Regression Population Gesamtpopulation
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Selina Thal (Author), 2008, Telefoninterviews in der empirischen Sozialforschung. Interviewdauer in Abhängigkeit möglicher Determinanten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/344349
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