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Qualitätsbewertung im deutschen Pflegemarkt. Eine Analyse am Beispiel der Pflegenoten

Titel: Qualitätsbewertung im deutschen Pflegemarkt. Eine Analyse am Beispiel der Pflegenoten

Masterarbeit , 2016 , 93 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Andreas Walter (Autor:in)

Gesundheit - Sonstiges
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Die Versorgung und Betreuung von Pflegebedürftigen nimmt einen zunehmenden Stellenwert in der deutschen Gesellschaft ein. In den vergangenen Jahren ist sowohl die Anzahl der Pflegeheime (2005: 10.424 vs. 2013: 13.030), als auch die Zahl der ambulanten Pflegedienste (2005: 10.977 vs. 2013: 12.745) kontinuierlich angestiegen. Vor diesem Hintergrund stehen immer mehr Pflegebedürftige sowie deren Angehörige vor der Frage, welches Pflegeheim zur Unterbringung in Frage kommt. Bei der Auswahl der Einrichtung spielt, neben vielen weiteren Faktoren, die Qualität der pflegerischen Versorgung eine wichtige Rolle. Aufgrund der Informations-asymmetrie zwischen Pflegeheimen und Pflegebedürftigen bzw. deren Angehörigen wird eine Institution benötigt, die Transparenz im deutschen Pflegemarkt schafft und die Pflegequalität überprüft und veröffentlicht.

Ob geltende Pflegestandards eingehalten werden, überprüft i. d. R. der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) durch unangemeldete Prüfungen vor Ort. Diese Ergebnisse sollen nach dem Willen des Gesetzgebers für den Verbraucher möglichst verständlich dargestellt werden, weshalb eine einheitliche Veröffentlichung in Form von Noten, vergleichbar mit dem System der Schulnoten, erfolgt. Um eine hohe Transparenz der Ergebnisse sicherzustellen, werden diese sog. Pflegenoten im Internet und durch Aushänge in den Einrichtungen veröffentlicht.

Derzeit steht das System der Pflegenoten jedoch stark in der öffentlichen und vor allem politischen Kritik. 2015 musste beispielsweise ein Pflegeheim wegen unhaltbarer Pflegemängel geschlossen werden, obwohl es mit der Note 1,0 bewertet worden war. Im Rahmen dieser Masterarbeit wird das externe Qualitätsbewertungsinstrument im deutschen Pflegemarkt anhand der Pflegenoten in stationären Pflegeeinrichtungen exemplarisch herausgearbeitet und systematisch analysiert. Ziel der Ausarbeitung ist es, die bisherigen Pflegenoten kritisch zu beleuchten und Maßnahmen zur Optimierung des Qualitätsbewertungssystems abzuleiten.

Hierzu werden zunächst die Grundlagen des Bewertungssystems für stationäre Pflegeeinrichtungen vorgestellt, auf dessen Basis die Pflegenoten errechnet werden. Anschließend wird die Darstellung der Noten untersucht und ein Vergleich der Pflegenoten vorgenommen. Schwerpunkt dieser Arbeit stellt jedoch die Analyse und Evaluation der Pflegenoten dar. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen des externen Qualitätsbewertungssystems für stationäre Pflegeeinrichtungen

2.1 Gesetzliche Grundlagen

2.2 Bewertungssystematik und Berechnung der Pflegenoten

3 Pflegenoten stationärer Einrichtungen – Darstellung und Vergleich

3.1 Darstellung und Veröffentlichung der Pflegenoten

3.2 Vergleich und Entwicklung der stationären Pflegenoten

4 Analyse und Evaluation der stationären Pflegenoten

4.1 Studien zur Aussagekraft der Pflegenoten

4.2 Analyse der Pflegenoten aus methodisch-konzeptioneller Perspektive

4.3 Evaluation der Pflegenoten aus der Perspektive der Verbraucher

4.4 Analyse der Pflegenoten aus Sicht der Pflegeheime

5 Weiterentwicklung des externen Qualitätsbewertungssystems

5.1 Anforderungen bei der Weiterentwicklung der Pflegenoten

5.2 Empfehlungen und Verbesserungspotentiale

5.3 Internationale Beispiele

6 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert das externe Qualitätsbewertungssystem für stationäre Pflegeeinrichtungen in Deutschland, insbesondere das System der „Pflegenoten“. Ziel ist es, die Aussagekraft, Validität und Nützlichkeit dieses Instruments für Verbraucher kritisch zu beleuchten und Maßnahmen für eine wissenschaftlich fundierte Weiterentwicklung abzuleiten.

  • Grundlagen und gesetzliche Rahmenbedingungen der Pflegenoten
  • Kritische Analyse der methodischen Güte und Aussagekraft der Bewertungen
  • Evaluation der Akzeptanz und Nutzbarkeit der Transparenzberichte aus Sicht der Verbraucher
  • Perspektive der Pflegeeinrichtungen auf Auswirkungen und Dokumentationsaufwand

Auszug aus dem Buch

4.2 Analyse der Pflegenoten aus methodisch-konzeptioneller Perspektive

Im Folgenden wird das Verfahren der Pflegenoten anhand wissenschaftlicher Evaluationen aus methodisch-konzeptioneller Perspektive analysiert und bewertet. Hierzu werden geeignete Teilbereiche ausgewählt, anhand derer die einzelnen Merkmale kritisch untersucht werden.

Entwicklung des Qualitätsbewertungsinstruments

Eine Zielsetzung des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes ist es, Qualitäts-Transparenz und Vergleichbarkeit im stationären Pflegesektor zu schaffen. Durch die übersichtliche Darstellung in Form der Pflegenoten soll grundsätzlich die Auswahl einer geeigneten Pflegeeinrichtung für die Verbraucher vereinfacht werden. Die Politik hat mit der Einführung der PTVS jedoch noch weitere Ziele verfolgt. Einerseits sollen Pflegebedürftige vor mangelnder Pflegequalität geschützt werden. Andererseits wird darauf abgezielt, dass der Wettbewerb zwischen den Einrichtungen durch die Veröffentlichung der Pflegenoten intensiviert wird und es dadurch letztlich zu einer Erhöhung der Pflegequalität in den Heimen kommt.

In der von den Vertragsparteien ausgehandelten PTVS ist festgelegt, dass vorrangig Transparenzkriterien, welche die Ergebnis- und Lebensqualität der Bewohner von Pflegeheimen darstellen, in das System der Pflegenoten Einzug finden. Die Qualitätsprüfungs-Richtlinien des Jahres 2005 wurden als Basis für die Messung von Ergebnisqualität zugrunde gelegt. Daraus wurden geeignete Kriterien ausgewählt, ergänzt oder angepasst. Dies ist insofern kritisch, als lediglich zwei dieser Kriterien tatsächlich die Ergebnisqualität in der Pflege messen. Alle anderen Kriterien bewerten dagegen die Struktur- und Prozessqualität.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die demographische Herausforderung der Pflegebedürftigkeit und das staatlich verordnete System zur Qualitätstransparenz in Heimen.

2 Grundlagen des externen Qualitätsbewertungssystems für stationäre Pflegeeinrichtungen: Erläuterung der gesetzlichen Verankerung der Qualitätsprüfungen durch den MDK und der zugrunde liegenden Bewertungssystematik.

3 Pflegenoten stationärer Einrichtungen – Darstellung und Vergleich: Beschreibung der Veröffentlichungspraxis der Ergebnisse und ein aktueller Überblick über das Notenniveau in den Bundesländern.

4 Analyse und Evaluation der stationären Pflegenoten: Kritische Untersuchung der Aussagekraft, methodischer Schwachstellen, der Verbraucherperspektive sowie der Sichtweise der Pflegeeinrichtungen.

5 Weiterentwicklung des externen Qualitätsbewertungssystems: Formulierung von Anforderungen und konkreten Empfehlungen für eine wissenschaftlich fundiertere und verbrauchergerechtere Neuausrichtung.

6 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee über die Defizite des bisherigen Systems und Ausblick auf zukünftige politische Bestrebungen wie den Pflegequalitätsausschuss.

Schlüsselwörter

Pflegenoten, stationäre Pflege, Qualitätstransparenz, MDK, PTVS, Ergebnisqualität, Prozessqualität, Strukturqualität, Pflegetransparenzvereinbarung, Pflegeheime, Verbraucherschutz, Qualitätssicherung, Pflegedokumentation, Pflegeversicherung, SGB XI.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit und methodischen Qualität der staatlichen Pflegenoten als Instrument der Qualitätstransparenz im deutschen stationären Pflegesektor.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?

Sie behandelt die gesetzlichen Grundlagen, die methodische Berechnung der Noten, die Auswertung empirischer Studien zur Aussagekraft, die Nutzerfreundlichkeit für Verbraucher sowie die betriebliche Sicht der Pflegeheime.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Schwachstellen des derzeitigen Bewertungssystems aufzuzeigen und fundierte Verbesserungsvorschläge für ein künftiges, wissenschaftlich valideres System zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine systematische Literaturanalyse durch, wertet aktuelle Evaluationen und Studien zum Thema aus und reflektiert die Ergebnisse auf Basis des pflegewissenschaftlichen Stands.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Dort liegt der Fokus auf der Analyse der methodischen Gütekriterien (Objektivität, Reliabilität, Validität) und der Diskrepanz zwischen offiziellen Pflegenoten und der tatsächlichen Pflegequalität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Pflegenoten, Qualitätstransparenz, PTVS, Ergebnisqualität sowie Pflegedokumentation.

Warum kritisieren Experten und Politik die Pflegenoten massiv?

Die Kritik richtet sich vor allem gegen die mangelnde Aussagekraft der Noten, da der Durchschnitt fast immer bei "sehr gut" liegt, was eine Differenzierung für Verbraucher unmöglich macht.

Was schlägt der Autor für eine künftige Neukonzeption vor?

Er empfiehlt unter anderem eine stärkere Gewichtung der Ergebnisqualität, eine Entkoppelung von reiner Dokumentationsprüfung sowie die Einbindung verbraucherorientierter Kriterien wie persönlicher Zuwendung.

Ende der Leseprobe aus 93 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Qualitätsbewertung im deutschen Pflegemarkt. Eine Analyse am Beispiel der Pflegenoten
Hochschule
Universität Bayreuth  (Institut für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften)
Note
1,7
Autor
Andreas Walter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
93
Katalognummer
V344376
ISBN (eBook)
9783668339248
ISBN (Buch)
9783668339255
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pflege Pflegenoten Pflege-Transparenz PTVS Pflege-Qualität Pflegemarkt Qualitätsbewertung externes Qualitätsbewertungssystem Pflegetransparenzvereinbarung für die stationäre Pflege MDK Pflegeheim Pflegeeinrichtung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andreas Walter (Autor:in), 2016, Qualitätsbewertung im deutschen Pflegemarkt. Eine Analyse am Beispiel der Pflegenoten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/344376
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  93  Seiten
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