Und was bringt mir das beim Frühstück? HypnoSystemische Interventionen im Kontext der stationären Kinder- und Jugendhilfe


Essay, 2016

56 Seiten, Note: ohne Bewertung


Leseprobe

Kurzbeschreibung

Dies ist meine Abschlussarbeit zur Fachausbildung für HypnoSystemische Beratung und Therapie bei D.R. Leichsenring.

Es handelt sich um einen sehr persönlichen Erfahrungsbericht darüber, wie mir die Anwendung HypnoSystemischer Modelle und Methoden bei meiner pädagogischen Arbeit in einem Kinderheim hilft -- es mir, so wie ich bin, eigentlich überhaupt erst ermöglicht, dort sinnvoll zu arbeiten.

Wer konkrete und sofort praktisch umsetzbare Anregungen für die eigene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sucht, dem empfehle ich, statt dieses Textes lieber einschlägige Fachbücher wie z.B. „Therapeutische Metaphern für Kinder und das Kind in uns“ von Mills und Crowly zu lesen.

Zwar gehe ich hier ausführlich der Frage nach, in wieweit das von Gunther Schmidt entwickelte HypnoSystemische Paradigma im Kontext der stationären Kinder- und Jugendhilfe angewendet werden kann; auch beschreibe ich im Schlussteil einige Beispiele für systemische und hypnotherapeutische Interventionen in Form von Vignetten.

In erster Linie aber ist der vorliegende Text eine HypnoSystemische Fallstudie über mich selbst als meine erste Klientin.

Inhaltsverzeichnis

Frühstück ... 3

Arbeitskontext Kinderheim ... 7

Exkurs zur Frage: Wie komme ich zu dieser Frage? ... 14

Meine erste Klientin ... 18

Besucher, Klagende, Kunden ... 31

Dumm oder nicht ... 32

Kreativmodus ... 33

Nach dem Spiel ... 35

Zwischen Stühlen ... 36

Hundeleben ... 37

Muntren Max müde machen ... 39

Heimweh ... 40

Literatur ... 43

Anhang ... 44

Frühstück

Ein sonniger Sommerferienmorgen, etwa halb Neun. Ich stehe in der Küche, räume die Spülmaschine aus und decke den Tisch: acht messerzerkratzte Melamin-Schneidebrettchen, Müslischalen, Tassen, Besteck… Ich schalte den Wasserkocher ein, um mir einen grünen Tee aufzugießen. Es gibt auch eine Kaffeemaschine, und normalerweise genieße ich jeden Tag eine oder mehr Tassen Kaffee noch vor dem Frühstück. Aber diese Tage sind anders. Mir ist flau im Magen, und das ist schon ein ganzes Stück besser als noch vor einer Stunde, als ich in mein Auto stieg, um hierher ins Kinderheim zu fahren: Da kaute ich auf einem Stück Ingwerwurzel herum, denn mir war kotzübel.

Kurz nach Neun sitze ich am Tisch mit drei Mädchen und vier Jungen im Alter von sieben bis vierzehn Jahren. Mein Tee schmeckt bitter, er hat zu lange gezogen, weil ich schnell die Brötchen und auch noch frisches Bettzeug hoch holen musste und darüber wieder einmal vergessen hatte, den Teebeutel rechtzeitig raus zu nehmen. Eigentlich wollte die zehnjährige Annika die Brötchen holen. Aber dann entdeckte ich, dass sie in der Nacht wieder ihr Bett nass gemacht hatte. Was immer Stress für uns beide bedeutet, weil Annika sich schämt und ihr Missgeschick verbergen will, darum manchmal auch bepinkelte Pyjamas und Kuscheltiere in ihrem Zimmer versteckt – ich hingegen durchsetzen muss, dass die nassen Sachen schleunigst zur Waschküche kommen, das Zimmer gelüftet und das Bett neu bezogen wird.

Dabei war die vergangene Nacht auch für mich wenig erholsam: Wenn mir ein Dreizehnstundendienst bevorsteht, schlafe ich oft schlecht ein und wache zwischendurch auf, liege dann unruhig im Bett und denke mir, ich sollte jetzt besser schlafen, damit ich für den Dienst fit bin. Es ist immer vorher am schlimmsten. Wenn ich nach der Übergabe im Nachtwachenzimmer den Flur der Wohngruppe betrete und der kleine Robin[1] eingewickelt in seine Decke aus dem Zimmer kommt, um mich zu begrüßen, dann weichen meine Sorgen dem, was unmittelbar ansteht: die Fürsorge für die mir jetzt anvertrauten Kinder. Und das bedeutet: Versorgung ihrer offen oder verdeckt geäußerten, tatsächlichen oder vermeintlichen Bedürfnisse, so weit es der eng getaktete Tagesablauf und meine Kräfte zulassen. Wie aber ist es bestellt um meine Kräfte an diesen Tagen, nach solchen Nächten?

Nur um zu Kräften zu kommen, nippe ich an meinem Tee und schmiere mir ein Brötchen. Zur gleichen Zeit rührt sich die siebenjährige Jennifer den vierten Löffel Kakao in die Milch. „Wir dürfen nur drei Löffel!“, giftet Meike, die sich als Heimrätin und ältestes Mädchen in der Gruppe berufen fühlt, die Einhaltung der Regeln ganz besonders bei den neu Hinzugekommenen zu überwachen. Jennifer streckt ihr die Zunge raus. In ruhigem Ton weise ich beide Mädchen zurecht und fordere Meike auf, Jennifer in Frieden zu lassen. Meike verzieht widerwillig den Mund, und fast kann ich sie fauchen hören. Da erst bemerke ich, dass Robin aus den Schokoflakes- und Müsliboxen eine Mauer zwischen sich und Jennifer aufgetürmt hat. Als er sie abbauen soll, weigert er sich und erklärt, Jennifers Anblick verderbe ihm den Appetit. Ich stelle Robin vor die Wahl, entweder den Anblick zu ertragen oder in seinem Zimmer zu warten, bis wir mit dem Frühstück fertig sind. Robin überlegt kurz und bleibt dann doch einfach sitzen, als Alex sich die Schokoflakes angelt, um seine Schüssel zum dritten Mal füllen.

Alex ist stark übergewichtig, und eigentlich sollte ich ihn davon abhalten, sich weiter mit Zucker vollzustopfen. Ich sage aber nichts, obwohl es mich wurmt, denn schon jetzt schwelen mehr als genug Konflikte am Tisch.

Ich habe die erste Brötchenhälfte noch nicht ganz verzehrt, als Alex aufschreit: „Du Sau, du bist so eklig!“ Er meint damit Kerim, der neben ihm sitzt und gerade sein angebissenes Marmeladenbrötchen in das Frischkäseschälchen getunkt hat. Alex hätte auch gern noch vom Frischkäse gegessen, welcher aber nun für ihn und die anderen ungenießbar geworden ist. Kerim lacht breit. Augenblicklich wühlen seine Finger, deren Nägel immer vollständig abgekaut sind und auch jetzt mit Spucke glänzen, auf der Aufschnittplatte nach einer Käsescheibe. Das allgemeine Entsetzen der Kinder über solchen Umgang mit dem Essen nimmt Kerim zufrieden schmatzend zur Kenntnis. Auch meine mahnenden Worte beeindrucken ihn nicht; ohnehin versteht er nur wenig Deutsch und lebt in seiner eigenen Welt, seltsam fern von allen Anderen.

Alex ist den Tränen nah – und auch, das lehrt die Erfahrung, einem hysterischen Wutausbruch. Doch bevor ich etwas Beschwichtigendes zu ihm sagen kann, erwische ich Robin dabei, wie er Jennifer den Stinkefinger zeigt. Auch sieht er merkwürdig zusammengeschrumpft aus. Das passiert immer dann, wenn er ein Stück vom Stuhl rutscht, um unter dem Tisch mit den Füßen sein Gegenüber zu bearbeiten. Das Maß ist voll, ich werde laut: Das reicht jetzt, sofort ins Zimmer! Robin springt auf, brüllt mich an, ergreift sein Frühstücksmesser und hält es mir entgegen, als wolle er nach mir stechen. Bevor ich es ihm wegnehmen kann, schleudert er es in Richtung Jennifer und rennt raus.

Jennifer ist nicht getroffen, traurig schaut sie mich durch ihre dicken Brillengläser an und heischt Mitleid. Dabei wissen wir beide, dass sie in dieser Gruppe zwar Sündenbock, aber keinesfalls ein unschuldiges Opferlamm ist. Auch Meike weiß das und ergreift nun keifend für Robin Partei. Es sei eine unerträgliche Zumutung, mit dieser Lügnerin und Diebin gemeinsam am Tisch zu sitzen, schimpft sie und findet dabei zutiefst demütigende Worte über Jennifer. Es ist mir unerträglich, dass so über Menschen gesprochen wird, und ich verbitte mir solche Reden. Meike darauf: „Sie haben mir gar nichts zu sagen. Und den Tischdienst mache ich auch nicht!“

Das endlich ist für Vincent zuviel. Bis jetzt hat er sich still zurückgehalten, denn eigentlich will er nur seine Ruhe. Aber Meikes offene Rebellion regt ihn auf. Als Ältester in der Gruppe und gewählter Heimrat wie sie fühlt er sich verantwortlich, für Ordnung zu sorgen und Frieden zu stiften. Aber als ein infolge Fetaler Alkoholeffekte geistig behinderter Jugendlicher ist er überfordert mit dieser Situation. Seine unbeholfene, mit unflätigen Kraftausdrücken durchsetzte Einmischung erreicht das Gegenteil von dem, was er beabsichtigt: Meike beleidigt nun auch Vincent, Annika verbündet sich mit Meike und droht damit, alle gerichtlich zu verklagen, Vincent droht beiden Mädchen mit Schlägen, bis Meike heulend hinausrennt, gefolgt von der kreischenden Annika.

Während ich noch mit Vincent darüber spreche, was eben passiert ist, stellt sich Jennifer ans Fenster und verkündet den ultimativen Regelbruch: Robin, Meike und Annika springen draußen wild auf dem Trampolin – ohne Aufsicht!!! Ein Stuhl fällt krachend um, als Alex und Kerim zum Fenster stürzen, um das skandalöse Geschehen mit eigenen Augen zu betrachten. Das Frühstück ist beendet.

Allein stehe ich in der Küche und räume den Frühstückstisch ab. Schnell noch schiebe ich mir den Rest des angefangenen halben Brötchens in den Mund und entsorge die andere Hälfte im Biomüll. Mein Magen fühlt sich an, als läge darin ein Stein so groß wie eine Kinderfaust.

Arbeitskontext Kinderheim

Warum setze ich mich solchen Erfahrungen aus? Schlaflose Nächte, Magenprobleme, Dreizehnstundenschichten, das Grauen davor, die Strapazen dabei, das Angeschrien-, Beleidigt- und Bedrohtwerden, das Gefühl des eigenen Unvermögens angesichts der Konflikte und Krisen, die sich in einer solchen Einrichtung alltäglich ereignen – wofür das alles?

Diese Frage ist schnell beantwortet: Weil ich so eine Ahnung habe, dass dies hier genau der richtige Ort für mich sein könnte, jetzt und vielleicht noch jahrelang. Darum bin ich entschlossen durchzuhalten, wieder und wieder meinen Gruppendienst anzutreten und dann zu tun, was zu tun ist. Zu lernen was zu lernen ist, damit ich meine Arbeit gut mache und es mir leichter wird mit den Kindern und mir, mit den Dreizehnstundenschichten, vielleicht sogar mit den Krisen.

Aber wie komme ich auf die merkwürdige Idee, dass ausgerechnet ein Kinderheim der richtige Ort für mich sein könnte? Wo ich doch endlich weg wollte von der pädagogischen Arbeit? Und wie bin ich -- eine Literatur- und Kulturwissenschaftlerin ohne Erfahrungen in der Jugendhilfe -- auf diese Stelle gekommen? Wo man doch laut Ausschreibung und telefonischer Auskunft des Einrichtungsleiters ausschließlich pädagogisches Fachpersonal einstellen könne? Dass ich mich trotzdem beworben habe, und dass man mich überhaupt zum Bewerbungsgespräch einlud, verdanke ich ganz wesentlich meiner hypnosystemischen Ausbildung.[2]

Auf der Homepage des Kinderheims ist die Rede vom „systemisch-konstrukivistischen Menschenbild“ als Grundlage pädagogischen Handelns, vom Ansatz der lösungsorientierten Kurzzeittherapie nach Steve de Shazer und davon, dass Kinder und Jugendliche in ihrem jeweils aktuellen Status als Besucher, Klagende oder Kunden respektiert und begleitet werden. Das machte mich neugierig: Ich wollte herausfinden, wie systemisches Arbeiten im Zwangskontext der Jugendhilfe – deren Angebote und Einrichtungen von den Betroffenen ja nur im Ausnahmefall freiwillig genutzt werden – gelingen kann. Und natürlich wollte ich all das, was ich in der Ausbildung gelernt hatte und noch lernen würde, selbst praktisch anwenden und dadurch weiter vertiefen.

In der Tat finde ich viele der Ausbildungsinhalte in den Abläufen und Arbeitsweisen dieses Kinderheims wieder:

- Genogramme und Aufstellungen gehören neben den Fünf Säulen der Identität nach Petzold (S. 373-374) zu festen Bestandteilen der regelmäßig stattfindenden Einzelfallbesprechungen.

- In der Teamsupervision ermutigen externe systemische Berater uns Mitarbeiter durch zirkuläre Fragestellungen dazu, neue Perspektiven und bisher ungenutzte Ressourcen zu erkunden.

- In den monatlichen Dienstbesprechungen sowie hausinternen Fortbildungen werden wir Mitarbeiter durch multisensorisch konzipierte Übungen immer wieder dazu eingeladen, auf unsere Fähigkeiten und Lösungen zu fokussieren, Hypothesen und Metaphern zu entwickeln, unsere Wirklichkeitskonstruktionen zu hinterfragen, mit Regeln zu experimentieren und beobachtete Muster zu unterbrechen.

- Die Leiter der Einrichtung bilden sich auf einschlägigen Fachkongressen in Heidelberg weiter und pflegen einen Führungsstil, der vom Vertrauen in die autopoietischen Kompetenzen des Personals geprägt ist.

- Der systemische Ansatz ist institutionalisiert: Beispielsweise engagiert die Einrichtung einen Elternberater, welcher unabhängig von den pädagogischen Mitarbeitern unter Einhaltung der Neutralitäts- und Verschwiegenheitsgebote mit den Erziehungsberechtigten arbeitet, mithin auf Augenhöhe. So werden wünschenswerte Veränderungen in den Familien erleichtert, damit die Rückführung mancher Kinder in ihr Zuhause besser gelingen kann.

- Die systemische Haltung prägt den Umgang der Angestellten miteinander: Es wird überwiegend partnerschaftlich und wertschätzend kommuniziert, auch zwischen pädagogischen Kräften und solchen im hauswirtschaftlichen Bereich. Bei pädagogischen Fortbildungen werden alle Bereiche mit einbezogen.

- Zwischen der Einrichtungsleitung und den Mitarbeitern besteht ein gelebter Konsens darüber, dass pädagogische Professionalität nicht allein die Erziehung der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen betrifft, sondern von den Pädagogen auch verlangt, gut auf die eigenen Bedürfnisse und Grenzen zu achten. Wenn ich mir also zum Beispiel in einer Krisensituation nicht mehr zu helfen weiß und meine Kollegen um Unterstützung bitte, so wird gerade dies als Ausdruck meiner professionellen Kompetenz gewürdigt. (Nachhaltig beeindruckt hat mich in dieser Hinsicht auch meine Teamleiterin, als ich sie während meiner Einarbeitung bei akuten Konflikten manchmal noch spät am Abend anrief und um Rat fragte. Sobald ich ihr die Situation kurz geschildert hatte, erkundigte sie sich immer zuerst: „Und wie geht es Ihnen jetzt?“ Diese Aufmerksamkeitsfokussierung auf meine aktuellen Gefühle und Bedürfnisse half mir dabei, meine professionelle Entscheidungs- und Handlungskompetenz wieder zu erlangen.)

- Pacing und Leading, Skalierungen und zirkuläre Fragen, das Erstellen und Besprechen von Genogrammen, das Arbeiten mit Ego States und Persönlichkeitsanteilen, Reframing und Aufmerksamkeitsfokussierung auf Gelingendes gehören zum tatsächlich angewandten Repertoire pädagogischer Interventionen.

Kurz, es ist eine Einrichtung wie aus dem systemischen Lehrbuch. Trotzdem bemerkte ich schnell, dass ich die in unserer Ausbildung gelernten Übungen und Techniken nicht einfach so in meine pädagogische Arbeit einstreuen kann. Auch von Schlippe und Schweitzer weisen ja in ihrem Lehrbuch darauf hin: „Heimerziehung ist ein Kontext, in dem aufgrund der Komplexität der Situation systemische Konzepte (…) besonders herausgefordert werden“, und begründen dies mit dem „komplexe(n) Geflecht aus Aufträgen und Kommunikationen“ zwischen den zahlreichen an der Jugendhilfe beteiligten Akteuren (S. 252).

Es ist wahr: In meiner Position als Schulmentorin, Nachhilfelehrerin und Unterstützungskraft im Gruppendienst erhalte ich teils widersprüchliche Aufträge von mehr als fünf Auftraggebern[3] – so dass ich letztlich von Fall zu Fall entscheiden muss, wessen Auftrag für meine Arbeit Priorität haben soll oder welche anderen Aufträge ich mir selbst erteile. Aber solche Widersprüche sind mir aus achteinhalb Jahren Arbeit als Gymnasiallehrerin an einer Internatsschule sehr vertraut, und die Komplexität der wechselnden Auftragsgefüge scheint mir eine vergleichsweise kleine Herausforderung, wenn ich als Kontext und Auftrag meiner Arbeit das Kinderheim selbst und seine Kernaufgabe in den Blick nehme: Handelt es sich doch wie bereits angemerkt für die meisten meiner Klienten um einen Zwangskontext und um die Aufgabe der „Erziehung als partiell fremdbestimmter Lernprozess“ (ibid.).

Mein Arbeitskontext ist also in grundsätzlicher Weise anders als jener, auf den wir uns in unserer Ausbildung vorbereitet hatten. Denn im Kontext der hypnosystemischen Therapie und Beratung sind die Klienten selbstbestimmt: Zu allermeist kommen sie aus freien Stücken zum Berater, in jedem Fall aber entscheiden sie darüber, welche Ziele in der Sitzung verfolgt werden sollen, welche Richtungen sie in deren Verlauf einschlagen und wie eng sie auf ihren Wegen von uns Beratern begleitet werden wollen.

Aus diesem kontextuellen Unterschied ergeben sich eine Reihe weiterer Unterschiede, welche ich der nachfolgenden Gegenüberstellung zusammenfasse:


[1] Um die Anonymität der betroffenen Kinder zu wahren, sind dieser und alle im Folgenden genannten Namen frei erfunden. Auch werde ich zu diesem Zweck den Namen und Ort der beschriebenen Jugendhilfeeinrichtung nicht erwähnen.

[2] Diese hatte ich, um möglichen Missverständnissen vorzubeugen, in meinen Bewerbungsunter-lagen als „systemische Fachausbildung“ getarnt -- was sich bald als unnötig herausstellte: Das hypnosystemische Modell genießt einen sehr guten Ruf bei der Einrichtungsleitung.

[3] Ich denke hier an: (1) die beiden Einrichtungsleiter mit ihren je individuellen Erwartungen an meine Arbeit; (2) meine Teamkollegen, mit denen gemeinsam ich die koedukative Kindergruppe betreue; (3) die Bezugserzieher von Jugendlichen aus anderen Gruppen, welche von mir Förderunterricht erhalten; (4) die Lehrer und manchmal auch Schuldirektoren der von mir betreuten Kinder und Jugendlichen sowie am wichtigsten (5) die Kinder und Jugendlichen selbst.

Ende der Leseprobe aus 56 Seiten

Details

Titel
Und was bringt mir das beim Frühstück? HypnoSystemische Interventionen im Kontext der stationären Kinder- und Jugendhilfe
Veranstaltung
HypnoSystemische Beratung und Therapie
Note
ohne Bewertung
Autor
Jahr
2016
Seiten
56
Katalognummer
V344420
ISBN (eBook)
9783668349087
ISBN (Buch)
9783668349094
Dateigröße
995 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
frühstück, hypnosystemische, interventionen, kontext, kinder-, jugendhilfe
Arbeit zitieren
Gundula E. Rommel (Autor), 2016, Und was bringt mir das beim Frühstück? HypnoSystemische Interventionen im Kontext der stationären Kinder- und Jugendhilfe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/344420

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